#1 Amrita - Am Ende beginnt der Anfang Originaltitel: The Library of Fates von Aditi Khorana von Lerchie 15.08.2017 10:42

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Die Autorin (Quelle: Buch)
Aditi Khorana verbrachte ihre Kindheit in Indien, Dänemark und den UDS und lebt heute in Los Angeles. Sie hat einen Abschluss der Brown Universität in Internationale Beziehungen sowie einen Master in Medien und Kommunikation Als Journalistin war sie für mehrere große amerikanische Fernsehsender tätig und hat zuletzt große Filmstudios in Hollywood in Marketingfragen beraten. Ihr Debütroman ‚Mirror in the sky‘ ist 2016 erschienen.

Produktinformation (Quelle: Amazon)
• Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
• Verlag: Dressler (21. August 2017)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3791500562
• ISBN-13: 978-3791500560
• Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
• Originaltitel: The Library of Fates

Amritas spannende Reise
Am Anfang lesen wir die Parabel vom Land der Bäume und was geschah, als alle Menschen dieses Land sehen wollten….
Amrita, die Tochter des Königs von Shalingar sollte Sikander heiraten, den König eines großen Reiches…
Sikander war einmal ein sehr guter Freund von Amritas Vater gewesen. Beide hatten zusammen die Militärakademie von Makedon besucht…
Ihre Mutter hatte Amrita nie kennen gelernt…
Doch als Sikander die mitgebrachten Geschenke überreichte bekam er bei Amrita schon einen Minuspunkt…. Einen Minuspunkt zu den vielen, die er wegen seiner Regierungsart sowieso schon hatte….
Arjun war Amritas Kinder- und Jugendfreund. Zusammen planten sie die Flucht. Doch die diese klappte nicht so, wie sie es sich erhofft hatten…...
Amrita hatte Thala mitgenommen. Thala war eine Weissagerin, sie konnte die Zukunft sehen. Manche war festgeschrieben, andere nicht…. Und auch sie wollte zur Bibliothek des Seins… Doch zuerst wollte sie die Sybillinen warnen…
Auf dem Weg zu diesen traf sie auf Varun, der ihnen half, als Thala krank wurde… Viele Abenteuer musste sie auf ihrem Weg bestehen, und um ihren Vater zu retten, musste sie etwas tun, das große Auswirkungen auf ihr eigenes Leben hatte…..Und am Ende war nichts mehr so, wie es einmal gewesen war….
Was geschah mit dem Land der Bäume? Warum sollte Amrita Sikander heiraten? Er war doch so viel älter als sie? Waren Sikander und Amritas Vater nicht mehr befreundet? Warum? Wieso hatte Amrita ihre Mutter nie kennen gelernt? Was schenkte Sikander Amrita, das sie so sehr schockte? Wieso hatte er schon Minuspunkte wegen seiner Regierungsart? Warum klappte Amritas Flucht nicht so wie geplant? Konnte Thala Amrita nicht sagen welche Zukunft sich ändern ließ? Warum wollte Thala zu Bibliothek des Seins? Wovor musste Amrita die Sybillinen warnen? Wer war Varun? Inwiefern wurde Thala unterwegs krank? Was musste Amrita tun, das allerdings Auswirkungen auf ihr eigenes Leben hatte? Warum war am Ende nichts mehr so wie es einmal gewesen war? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Auch gab es keine Fragen nach dem Sinn von Wörtern oder gar ganzen Sätzen. Es ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Warum muss der geneigte Leser schon selbst herausfinden. In der Geschichte war ich schnell drinnen. Auch konnte ich mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Ich hatte mich ja gewundert, wieso Amrita bereit war, diesen Sikander zu heiraten, der doch so alt wie ihr eigener Vater war. Doch beim Lesen konnte ich sie verstehen, denn es ging ihr um Shalingar. Und doch hat sie ihre Meinung geändert. Warum muss der geneigte Leser schon selbst herausfinden. Auf jeden Fall baute sich die Spannung in diesem Buch langsam auf, bis es dann so spannend wurde, dass ich es fast nicht aus der Hand legen konnte. Es hat mich so sehr gefesselt, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe. Das Buch fällt unter Fantasie-Jugendliteratur, doch ist es ein Roman, den auch Erwachsenen sehr gut lesen können. Ich habe mich sehr gut von diesem Buch unterhalten gefühlt und es hat mir sehr gut gefallen. Von mir bekommt es eine Lese-/Kaufempfehlung und volle Bewertungszahl.

#2 RE: Amrita - Am Ende beginnt der Anfang Originaltitel: The Library of Fates von Aditi Khorana von merle88 21.08.2017 08:51

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Inhalt:
Dein Schicksal ist ein Buch, das du selbst schreibst! Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek aller Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?

Meinung:
Amritas Leben als Prinzessin und zukünftige Herrscherin des Königreichs Shalingar ist bisher sehr behütet verlaufen. Dies ändert sich jedoch als der grausame Dispot Sikander, der ein ehemaliger Freund von Amritas Vater ist, in Shalingar einfällt. Sikander, der durch seinen Kriegszug bereits viele Länder eingenommen hat, hat es nun auf das kleine, beschauliche Shalingar abgesehen. Denn hier gibt es eine sagenumwobene Droge, die besondere Kräfte hervorruft.

Der Beginn der Geschichte ist relativ ruhig und gemächlich, gut 100 Seiten gehen ins Land, bevor die Geschichte endlich Fahrt aufnimmt. Daher machte ich mir ein wenig Gedanken wie die Autorin auf gut 330 Seiten eine überzeugende und schlüssige Geschichte hinbekommen möchte. Ich kann jetzt sagen, Frau Khorana hat es - mit Abstrichen - geschafft.
Den Charme dieses Buches macht für mich vor allen Dingen der bezaubernde Schreibstil der Autorin aus. Aditi Khorana schafft es magische Orte vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Wie gerne hätte ich selbt mit Amrita diese Reise durch eine wunderschöne Welt in Angriff genommen.

Amrita ist sehr wohlbehütet aufgewachsen und das merkt man ihr (leider) des Öfteren auch an. Stellenweise war sie mir zu naiv und weltfremd. Dennoch geht Amrita im Verlauf des Buches ihren eigenen Weg und entwickelt sich weiter. Daher wurde sie mir von Seite zu Seite immer sympathischer.
Auf ihrem Weg trifft sie auf die junge Thala, die eine grausame Vergangenheit durchlebt hat. Thala war die taffe und starke Person die ich mir an Amritas Seite gewünscht habe. In den Augenblicken in denen Amrita schwächelt ist Thala zur Stelle und stützt sie. Die Beziehung der beiden hat mir außerordentlich gut gefallen.
Da die Geschichte zu Beginn lange Zeit am Hof von Amritas Palast stattfindet, lernen wir auch Amritas Bezugspersonen aus ihrer Kindheit kennen, vor allen Dingen ihren besten Freund Arjun mochte ich sehr.

Kommen wir zu einem weiteren großen Minuspunkt: die Geschichte ist dermaßen vorhersehbar, dass ich bei jeder "Überraschung" nur noch ein müdes Lächeln aufbringen konnte. Hier hätte die Autorin sich einen großen Gefallen getan, wenn sie einige Dinge mehr verschlüsselt hätte. Einzig das Ende hätte ich so nicht unbedingt erwartet.

Apropos Ende, so wirklich weiß ich noch nicht was ich von diesem halten soll. Es ist zwar stimmig, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Botschaft dahinter so passend finde.
Auch die "Liebesgeschichte" konnte bei mir zu keiner Zeit große Gefühle erzeugen. Dies liegt in meinen Augen aber auch daran, dass die komplette Geschichte in wie gesagt 330 Seiten abgehandelt wird. Somit müssen einige Themen zwangsläufig auf der Strecke bleiben. Ich hätte mir daher mehr Seiten gewünscht.

*Vorsicht Spoiler*
Etwas fragwürdig fand ich die große Liebe zwischen Arjun und Amrita die von einen auf den anderen Tag entstand und die dann genauso schnell wieder verpufft ist.
Auch das Amrita jahrelang vorenthalten wird wer ihre Mutter ist, war für mich nicht nachvollziehbar.
Und das ihr die Fluchtwege in ihrem eigenen Palast vorenthalten werden, ist schon eine Frechheit. Es ist ja auch nicht so, dass das Auftauchen von Sikander ganz plötzlich kam. Daher wäre es schon sinnvoll zu wissen wie man am schnellsten flüchten kann.
*Spoiler Ende*

Zudem möchte ich noch erwähnen, dass der Klappentext in meinen Augen viel zu viel verrät. Also lieber nicht lesen.

Fazit:
Ich bin mir sicher "Amrita - Am Ende beginnt der Anfang" wird seine Fans finden. Ich gehöre leider nicht dazu. Eine an Vorhersehbarkeit kaum zu übertreffende Geschichte, eine Protagonisten die manches Mal ein wenig mehr Mumm gebraucht hätte und ein Ende was mich zweifelnd zurücklässt. Gut gefallen haben mir die Nebencharaktere sowie der bezaubernde Schreibstil und die magischen Orte. Am Ende bekommt das Buch sehr, sehr gute 3 von 5 Hörnchen von mir.

#3 RE: Amrita - Am Ende beginnt der Anfang Originaltitel: The Library of Fates von Aditi Khorana von Skyline 28.08.2017 13:59

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Einerseits schön beschriebenes Setting, andererseits aber auch mit einigen Längen

Klappentext
„Dein Schicksal ist ein Buch, das du selbst schreibst! Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek aller Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?“

Gestaltung
Die gesamte Aufmachung des Buches ist ein reiner Augenschmaus. Das Cover funkelt metallisch-glänzend und das Muster wirkt geheimnisvoll-mythisch. So zieht es zumindest meinen Blick sofort auf sich, der versucht zu ergründen, was es auf dem Covermotiv alles zu entdecken gibt. Auch unter dem Schutzumschlag begegnet dem Betrachter ein solches geheimnisvolles Muster, das die Geschichte auch sehr schön wiederspiegelt.

Meine Meinung
Nicht nur das Äußere dieses Buches hat mein Aufsehen erweckt, sondern auch der vielversprechend klingende Klappentext. „Amrita – Am Ende beginnt der Anfang“ klang nach einer abenteuerlichen, actionreichen Geschichte über einen Kampf um ein Königreich. Dieses Buch beinhaltet aber vielmehr noch eine Geschichte voller Mythologie und Fantasie. Prinzessin Amrita erklärt sich bereit den König des Nachbarkönigreiches zu heiraten, um ihr Land Shalingar zu retten. Dafür gibt sie ihre große Liebe zu Arjun auf. Durch einen Hinterhalt ist Amrita zur Flucht gezwungen, bei der sie von der Sklavin Thala begleitet wird.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Schreibstil der Autorin. Sie beschreibt ihre phantastische Welt sehr detailreich und lässt all die wunderbaren Orte nahezu lebendig werden. Oft hatte ich die Orte, Landschaften und Häuser bildlich vor meinem inneren Auge, sodass mir das Lesen unheimlich viel Spaß gemacht hat. Auch ist die Atmosphäre des Buches sehr schön spürbar. Dieses fantasievolle Setting hat mir unglaublich gut gefallen.

Die beiden Hauptfiguren Amrita und Thala könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Amrita als Prinzessin sehr, sehr behütet aufgewachsen ist, hat Thala die raue Realität schnell kennen gelernt. Mit Amrita hatte ich zu Beginn kleinere Probleme, da sie wirklich sehr naiv war, selbst für die Umstände unter denen sie aufgewachsen ist. Was ich jedoch von Autorin Aditi Khorana gut gemacht fand war die Charakterentwicklung, die beide Figuren vollzogen haben. Sie haben sich im Verlauf der Geschichte wirklich gemacht und sind zu starken Persönlichkeiten herangewachsen.

Fragwürdig und enttäuschend fand ich die Liebesgeschichte zwischen Arjun und Amrita. Hier hatte ich mir mehr Gefühl, mehr Intensität und mehr Authentizität gewünscht. Aber leider sprang für mich der Funke nicht über. Vielmehr war mir das ganze Liebeskonstrukt zu dürftig in die Geschichte hereingeschustert. Zudem hatte ich insgesamt bei der Handlung den Eindruck, als hätte sie an manch einer Stelle einen gewissen Grad an „mehr“ benötigt. Mehr Erklärungen und mehr Zeit. Gleichzeitig gab es auch Szenen, die mir zu langwierig waren und in denen mir eindeutig die erhoffte Action fehlte. Das Ende hat dann glücklicherweise im Tempo nochmal etwas angezogen und etwas für Rasanz und Spannung gesorgt.

Fazit
„Amrita – Am Ende beginnt der Anfang“ ist eine schöne Geschichte in orientalischem Setting, die meiner Meinung nach noch nicht ganz ausgereift ist. Die Handlung und Idee war nicht schlecht, aber manchmal war sie mir einfach zu zäh. Die Ideen und vor allem die bildhaft beschriebene Welt haben mir jedoch gut gefallen. Auch mochte ich die Entwicklung der Protagonistinnen.
Knappe 4 von 5 Sternen!

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