#1 Secret Fire. Die Entflammten - C. J. Daugherty (Band 1) von Lilli33 21.08.2016 20:15

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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Oetinger (22. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3789133398
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: The Secret Fire
Preis: 18,99€
auch als E-Book erhältlich

Fesselnde Jugendfantasy

Inhalt:
Taylor Montclair aus Woodbury in England ist eine Musterschülerin. Ihr größter Wunsch ist es, eines Tages in Oxford bei ihrem Großvater zu studieren. Doch ahnt sie noch nicht, welche Fähigkeiten in ihr stecken. Sacha Winters lebt in Paris – noch. Denn ein Fluch, der auf seiner Familie lastet, besagt, dass er an seinem 18. Geburtstag sterben wird. Bis dahin ist er quasi unsterblich. Als die beiden 17-Jährigen sich begegnen, werden ungeahnte Kräfte frei …

Meine Meinung:
Nachdem ich mich in letzter Zeit an Jugendfantasy ein bisschen satt gelesen hatte, konnte C. J. Daugherty mich nun absolut positiv überraschen. Mit ihrem mitreißenden Schreibstil und den sympathischen Protagonisten hat sie mich gepackt. Ich flog nur so durch die Seiten und habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Es war einfach zu spannend. Die jugendlichen Helden schlittern von einer brenzligen Situation in die andere, dabei geht es oft um Leben und Tod.

Ich mochte die beiden Jugendlichen auf Anhieb. Beide lieben ihre Familien und wollen sie beschützen. Und natürlich wollen sie den Fluch brechen. Dafür haben sie allerdings nur wenige Wochen Zeit, denn dann wird Sacha 18 Jahre alt. Sollte es ihnen nicht gelingen, wird nicht nur Sacha sterben, sondern die ganze Welt wird nicht mehr so sein wie zuvor. Also mal eben kurz die Welt retten 😉

Die Charaktere, und zwar alle, nicht nur die Hauptfiguren, werden sehr plastisch beschrieben. Ich hatte sofort ein klares Bild von ihnen und sie schienen mir sehr realistisch, obwohl die Geschichte natürlich alles andere als realistisch ist. Aber man kann die Verhaltensweisen der Figuren sehr gut nachvollziehen, so auch die langsame Annäherung zwischen Taylor und Sacha. Ich fand es toll, dass der Fokus hier nicht auf der Liebesgeschichte liegt, sondern auf einer absolut spannenden Geschichte über einen Familienfluch, schwarze Magie und Alchemisten. Aber ganz fehlen darf so eine Liebesgeschichte natürlich auch nicht.

Da es sich hier um den ersten von zwei Bänden handelt, ist der Roman natürlich nicht abgeschlossen, aber den Cliffhanger am Ende finde ich nun nicht so schlimm. Die Handlung ist an einem Punkt angelangt, den man als Zwischenergebnis ansehen kann. Aber ich freue mich schon ganz enorm auf die Fortsetzung, die noch eine Steigerung der Spannung verspricht.

Die Reihe:
1. Secret Fire. Die Entflammten
2. Secret Fire. Die Entfesselten

★★★★★

Herzlichen Dank an den Oetinger Verlag und an vorablesen für das Rezensionsexemplar.

#2 RE: Secret Fire. Die Entflammten - C. J. Daugherty von Natalie77 31.08.2016 12:18

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Inhalt:
Sacha ist verflucht. Er kann nicht sterben. Soweit klingt das gut, doch genau an seinem 18. Geburtstag soll sich das ändern und er wird nicht weiterleben.
Taylor hat nur ein Ziel: In Oxford studieren, dort wo ihr Großvater unterrichtet. Dafür macht sie fast alles. Auch sich auf die Nachhilfe für einen französischen Schüler einlassen, der sie sehr abweisend behandelt: Sacha. Beide ahnen nicht das nur Taylor ihm helfen kann und das Ihnen noch viel Leid bevor steht...

Meine Meinung:
Der Plot von Secret Fire klang zu interessant um es nicht zu beachten und nachdem ich mich bei Nightschool vergewissern konnte das mir der Schreibstil der Autorin liegt und mich ihre Geschichte begeisterte bewarb ich mich um ein Rezensionsexemplar.

Hier handelt es sich um den ersten Band einer Dilogie. Ich tauchte direkt ein in die Welt die C.J. Daugherty erschaffen hat. Kein langweiliger Start oder langwierige Erklärungen trübten meinen Lesespaß. Es geht um die Alchemie, um alte Bräuche und Glauben und um einen Fluch. Eine Mischung die fesselte, von Beginn an bis zum Ende hin. Es gab keine langweiligen Dialoge auch wenn man Taylor und Sachas Leben erst ein wenig kennen lernte. Doch auch das war sehr interessant und spannend zu lesen.

Taylor strebt nach dem was viele Jugendliche, die sehr gut in der Schule sind, wollen. Sie möchte in Oxford studieren. Dort unterrichtet schon ihr Großvater, mit dem sie gerne zusammen ist. Man merkt ihr zu Beginn ein wenig die Streberin an. Lernen, lernen, lernen. Dafür lässt sie sich auch von ihrem Lehrer unter Druck setzen mit einer Nachhilfe zu der sie weder Lust noch Zeit hat. Doch sie ist die Gehorsame. Das wandelt sich jedoch im Laufe der Geschichte. Sie wird nicht zur Bösen Tochter, doch sie wird selbstbewusster und das merkt man in vielen Szenen und Kapiteln.
Sacha ist das genaue Gegenteil von Taylor. Er verdient mit Wetten sein Taschengeld, Schule interessiert ihn nicht mehr. Schließlich hat er von dem Ergebnis eh nichts. Er ist der Bad Boy, der coole Typ, zumindest nach Außen. Innen drin hat auch er Angst vor dem sterben und macht sich Sorgen um seine Mutter und seine Schwester. Doch er muss den Coolen mimen um selber damit klar zu kommen. Das bedeutet zu Beginn auch ein Akzeptieren des Fluches, bis Taylor auftaucht und klar wird warum es diese Nachhilfe geben soll. Nur sie kann ihm helfen. Wenn Beide auch noch nicht wissen wie. Sacha wird zugänglicher, zeigt mehr Gefühl und wandelt sich immens bis zum Ende dieses Bandes.
Es gibt noch einige Nebenfiguren die herausstechen. Der Großvater, der eben genau das ist und noch viel mehr, die Assistentin Louisa die das Bindeglied zwischen dem Großvater und der Enkelin Taylor ist und zudem auf sie aufpasst und ihr Sachen beibringt, die Taylor noch nützlich werden sollen und können.
Es sind hier nicht nur die Protagonisten die mit sehr viel Liebe zum Detail und mit viel Tiefe ausgestattet sind, auch die Nebenfiguren bleiben im Gedächtnis.

Das Ende ist offen und auch wenn Sacha und Taylor nur wenig Zeit bleibt, diese Zeit nimmt die Autorin sich, diese fesselnde und spannende Geschichte auf zwei Bände auszudehnen. Es endet mit einem Cliffhanger und ich bin gar nicht so traurig drum, denn alles in einem Band wäre vielleicht etwas viel geworden. So passt eine Dilogie und ich warte gespannt auf 2017 und den Ausgang der Geschichte

#3 RE: Secret Fire. Die Entflammten - C. J. Daugherty von Gronik 01.09.2016 14:18

Sacha ist 17 Jahre alt, lebt in Paris und ist unsterblich. Zumindest bis zu seinem 18. Geburtstag. An diesem Tag aber wird er sterben, so ist es ihm vorherbestimmt. Er geht wagemutige Wetten ein, immer in dem Wissen, dass seine Verletzungen blitzschnell heilen werden und er somit aus praktisch jeder Situation wieder heil herauskommen wird. In Anbetracht seines nahenden Todesdatums sieht er keinen Sinn mehr darin, Zeit mit Schule zu verplempern, oder mit anderen Dingen, die normale 17jährige so tun.

Taylor hingegen lebt in England, ist eine Musterschülerin und geht eigentlich nie ein Risiko ein. Ihr Leben besteht größtenteils aus Lernen und sozialem Engagement.
Als einer ihrer Lehrer ihr aufträgt, einem französischen Jungen per Internet Englisch-Nachhilfe zu geben, ist sie zuerst wenig begeistert, insbesondere als sie von besagtem Jungen dann auch noch eine ziemlich unfreundliche Abfuhr bekommt. Doch ihr Lehrer besteht darauf und so treten die beiden wohl oder übel miteinander in Kontakt. Der Junge ist natürlich kein anderer als Sacha und nach den ersten Startschwierigkeiten verstehen sie sich dann doch recht schnell besser.

Sachas Gabe beziehungsweise Fluch bekommt der Leser direkt von der ersten Seite an mit, doch nach und nach stellt sich heraus, dass es auch in Taylors Leben merkwürdige Geschehnisse gibt.
Natürlich stellt sich nun schnell heraus, dass es kein Zufall war, dass ausgerechnet sie beide in Kontakt miteinander gebracht wurden. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

Das Buch ist der Auftaktband eines Zweiteilers. Es dauerte für meinen Geschmack relativ lange, bis die Geschichte einigermaßen in Schwung kam, erst in der zweiten Hälfte nimmt die Handlung allmählich etwas mehr Tempo auf.
Im Laufe dieses Bandes gibt es ein paar erste Erklärungen, aber noch keine richtigen Lösungsansätze. Der große Gegenspieler bleibt ein Unbekannter, nur seine Handlanger haben ihren Auftritt, die wirken allerdings ein bisschen arg an Harry Potter angelehnt!

Sacha und Taylor als Protagonisten blieben für mich relativ blass, vor allem Taylor. Mit keinem von beiden habe ich wirklich mitgefiebert.

Einige Details in der Handlung fand ich nicht wirklich schlüssig und solche Unlogiken stören mich in solcher Häufung dann schon.

Das Ende kommt recht abrupt, auch wenn es als Zwischenschlusspunkt durchaus annehmbar ist. Ohne den zweiten Band steht die Geschichte aber sehr unfertig da und so hoffe ich trotz meiner Kritikpunkte, dass Band 2 bald erscheint und ich erfahren kann, wie es weiter- und ausgeht!

#4 RE: Secret Fire. Die Entflammten - C. J. Daugherty von ZeilenSprung 11.09.2016 14:03

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PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sacha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern?

Der Verlag über das Buch:
Charmant, actionreich und romantisch: Secret Fire ist der Auftakt eines neuen Zweiteilers von Night-School-Bestseller-Autorin C. J. Daugherty.

Über den Autor:
C.J. Daugherty, Autorin und Journalistin, lebt in Südengland. Sie war u.a. für verschiedene amerikanische Zeitungen als Polizeireporterin tätig, veröffentlichte gemeinsam mit ihrem Mann Reiseführer und schreibt seit einiger Zeit spannende Bücher für junge Erwachsene. Mit ihren Romanen über die »Night School« erntete sie sehr schnell internationale Anerkennung. Die "Teenie-Serie mit Potential" - so der Norddeutsche Rundfunk in seinen Buchtipps - wird bereits in 18 Sprachen übersetzt! C.J. Daugherty selbst sagt über ihr Werk: "Night School kann euch dabei helfen, an der Uni zu überleben, außerdem ein Schweizer Messer, Thunfisch aus der Dose und billiger Gin!"

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein spannender Auftakt, welcher viele Fragen aufwirft und den Leser so zurücklässt, dass man den zweiten Teil unbedingt lesen will.

Das Cover/Die Gestaltung:
Da ich ein Vorableseexemplar mit einem anderen Cover zum Rezensieren bekommen habe, möchte ich hier auch auf beide Cover eingehen, damit ihr die unterschiedlichen Cover bestaunen und meine beiden unterschiedlichen Meinungen dazu lesen könnt.
Fangen wir mit dem ursprünglichen Cover an, auf welches ich (da es mal ohne Gesicht war) aufmerksam geworden bin.
Dieses Cover ist in meiner Version auf schlichtem weißen Hintergrund. In der Mitte, ganz geheimnisvoll und mystisch prangt ein von Flammen umgebenes Dreieck, in welchem ein Auge zu erkennen ist. Goldene Wellen fließen von links nach rechts, wirbeln Symbole, Zeichen und Silhouetten mit sich. Es wird mit dem Titel typografisch gespielt, welcher sich aufsplittet und oberhalb des flammenden Auges und einmal unter diesem widerfinden lässt. Dieser ist in einem schlichen Schwarz gehalten, lässt den Buchstaben einzeln jedoch Platz sich auszubreiten, ein bisschen versetzt zu sein. Der deutsche Untertitel des ersten Bandes ist hingegen wieder in dem gleichen goldenen Farbton gehalten, wie die Wellen, welche die mystischen Alchimistensymbole mit sich wirbeln.
Dieses Cover wirkt auf mich (vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Buch aus einer männlichen und einer weiblichen Sicht geschrieben ist) viel stimmiger und nicht so kitschig weiblich, wie das jetzige Cover (welches ich euch jetzt auch gleich beschreiben werde). Es zieht mich an, weil nicht nur Typografisch, sondern auch Zielgruppen übergreifend (für männlich und weiblich) besser gestaltet finde. Es wirkt mystischer durch die kleinen Symbole, durch die kleinen Zeichen, welche man bei der genauen Betrachtung entdecken kann. Und vor allem hebt es sich von anderen Jugendbüchern in so weit ab, dass es durch dieses Auge präsent in der Mitte, für mich mehr mit dem Leser kommuniziert, als es ein weibliches Gesicht schafft.
Das jetzige Cover ist in blassen und sehr weiblichen Rosatönen gehalten. Zwar zieht es somit vorwiegend die Zielgruppe der Mädchen und Frauen an, vor allem, wenn man das präsent weiblich abgebildete Gesicht in der Mitte ebenso betrachtet. Hier variieren die Symbole leider kaum, auch bei näherer Betrachtung kann man keinen weiteren Zeichen erkennen als die vier schwarzen Zeichen und die Motte, welche sich am oberen linken Rand von dem weißen Druck absetzt. Zwar wirkt dieses Cover ebenso auf den Leser, leider geht mir hier aber der Reiz und die Mystik verloren. Es könnte, meiner Meinung nach, aufgrund der rosanen Farbe und dem Mädchengesicht auf dem Cover, einige interessierte (vor allem männliche) Käufer abschrecken. Denn, natürlich geht es auch um ein Mädchen in diesem Buch. Aber die anderen 50% sind aus der Sicht eines männlichen Protagonisten geschrieben, sodass ich persönlich nicht unbedingt verstehen kann, wieso nur ein weibliches Gesicht aufgedruckt wurde.
1,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Die Sprache ist eine gute Mischung zwischen Beschreibung und Konzentration auf das Wesentliche. So werden besonders die Szenen und die Momente beschrieben, welche zur Figurenentwicklung und -einfühlung wichtig ist. Da nicht erkenntlich ist, ob die beiden Figuren aus der Schmiede von C.J. Daugherty sind oder auch Carina Rozenfeld am (Be)Schreiben beteiligt war, gehe ich jetzt von beiden Personen als Gesamtes aus.
Denn die Figuren sind sprachlich in ihrer Umgebung gut verankert und lassen so den männlichen Protagonisten authentischer wirken. Taylor ist somit das weibliche Gegenstück. Und ihre Umgebung, die Beschreibungen, die Worte und Sätze, welche diese Figur findet, bleiben ebenso in der Erlebniswelt einer weiblichen Hauptfigur.
Durch die deutsche Übersetzung wird man als Leser mitten in die Welt der Figuren und der ganzen Mysterien gezogen, ohne dass man Abschläge hinnehmen muss.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Ebenso wie bei der Sprache der Figuren, wurde auch Wert daraufgelegt, die Figuren so lebendig und real wirken zu lassen, wie es möglich ist. Zwar orientieren sich die Figuren zu Beginn an Klischees, um ihnen einen Halt und eine Einordnung zu geben, doch während ihrer Abenteuer, während die Geschichte immer weiter voranschreitet, werden die Figuren aus ihrem herkömmlichen (Selbst)Bild hinausgeworfen. So müssen die beiden Hauptfiguren an ihrem Standpunkt und ihrem Schicksal immer weiterarbeiten.
Während die beiden Hauptprotagonisten sehr ausgearbeitet sind, bleiben die Nebenfiguren sehr am Rande. Man erfährt so viel, um sie einordnen zu können, aber eben nur so viel, dass sie nur als Randperson gelten können. Dies ist ein wenig schade, denn durch die Hauptfiguren und ihren Problemen, könnten auch die Nebenprotagonisten an sich wachsen. Wie es im wahren Leben ist.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Sascha und Taylor leben nicht nur in unterschiedlichen Städten, welche in zwei vollkommen verschiedenen Ländern liegen, sondern sind ebenso in ihrem Leben unterschiedliche Wege gegangen. Während Taylor das strebsame Mädchen von nebenan ist, schafft es Sascha sich in jede nur erdenkliche gefährliche Situation zu begeben. Denn er weiß, dass er bis zu seinem 18. Geburtstag nicht sterben kann. Doch sein Leben, all seine nächtlichen Ausflüge, um seine Mutter finanziell zu unterstützen werden von einen Tag auf den anderen nicht mehr das Gefährlichste in seinem Leben. Denn als er, dank seines Englisch-Lehrers, mit Tylor in Berührung kommt, wird ihm bewusst, dass sein Fluch mehr Gefahren birgt. Mehr Gefahren und vor allem mehr als es von Beginn an den Anschein hat.
Während man am Anfang noch sehr auf das mystische gespannt ist und den Auflösungen entgegenfiebert, werden im Mittelteil ziemliche Längen mit Nebensächlichkeiten gefüllt. So wird dem Leser zwar die Liebesgeschichte zwischen Taylor und Sascha nähergebracht, aber mehr erfährt man auch nicht, als man schon vorher gewusst hatte. Auch sind diese Nebensächlichkeiten eher selten zur Figurenentwicklung geeignet.
Während der Mittelteil sich also in die Länge zieht, geschieht zum Ende hin fast alles auf einmal. Die Ereignisse überschlagen sich. Manchmal ist das einfach zu viel auf einmal und man hätte sie, wie ich finde ruhig in den Mittelteil verschieben können, um dem Leser dort mehr Anreiz zu bieten am Ball zu bleiben.
So wirkt das Ende mit all seinen Geschehnissen hektisch und unrund. Vor allem, weil dies der erste Band eines Zweitteilers ist, bleibt das Ende ein wenig unabgeschlossen. Zwar hat sich die große Frage des Fluches gelöst, dies war aber für mich als Jugendbuch-Fantasy-Leser sehr vorhersehbar gewesen. So bleibt dieses Buch in Punkto Plotentwicklung dem der Figuren hinterher und erzählt leider mit ein paar Längen einen spannendes Jugend-Mystery-Erlebnis.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Wie schon im Plot erwähnt, beginnt diese Geschichte spannend, hält im Mittelteil einige Längen parat und wird sehr rasant zum Ende hin. Dies wirkt auf mich, vor allem zum Ende hin, sehr hektisch und ein wenig unausgereift. Die Längen, welche meines Erachtens mit zu vielen Nebensächlichkeiten gefüllt worden, hätten mit ein wenig mehr Geheimnis besser erzählt werden können.
Dieses Jugend-Mystery-Buch bleibt in seinem Aufbau also vielen Jugendbüchern gleich, lässt das Geheimnis aber dennoch nicht verworren, sondern nachvollziehbar erscheinen.
1,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 7,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche ein Jugend-Mystery-Buch lesen wollen, in welchem es ebenso eine männliche Sichtweise gibt. Leider verfehlt da der gewählte Einband für mich persönlich den Reiz, dennoch sollte man vor diesem nicht zurückschrecken. Denn was hinter einer sehr mädchenhaften Fassade hervorkommt, wird mit einer guten Mischung aus Geschehen und Beschreiben erzählt. So wird nur der Mittelteil dieses Romans etwas langatmig, das Ende hingegen hält viel atemlose Momente bereit. Wären ein paar dieser Momente im Mittelteil versteckt gewesen, würde es, wie ich finde etwas runder wirken.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Oetinger Verlag und der Agentur Bookmark, für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar beziehungsweise deren Vermittlung.

#5 RE: Secret Fire. Die Entflammten - C. J. Daugherty von Skyline 15.12.2016 19:59

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Tolle Grundidee und geheimnisvolle Atmosphäre mit spannender Handlung

Klappentext
„Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sacha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern?
Charmant, actionreich und romantisch: Secret Fire ist der Auftakt eines neuen Zweiteilers von Night-School-Bestseller-Autorin C. J. Daugherty.“

Gestaltung
Ich finde besonders die Farbkombination aus rosa und Kupfer total gelungen. Vor allem dass das Kuper auch metallisch schimmert gefällt mir sehr gut, da es optisch sofort alle Blicke auf sich zieht. Das Mädchengesicht sieht nett aus, hätte für mich aber durchaus durch etwas anderes (vielleicht nur ein großes Symbol) ersetzt werden können, da gefühlt auf fast jedem Jugendbuch ein Mädchen abgebildet ist, aber mir gefällt, wie es gestaltet wurde und dass das Mädchen lächelt. Die magisch aussehenden Symbole um das Gesicht herum gefallen mir dafür sogar sehr gut. Sie deuten auf den Fantasyanteil der Geschichte hin und haben mich ziemlich neugierig auf die Geschichte gemacht.

Meine Meinung
Für mich war „Secret Fire – Die Entflammten“ mein erstes Buch von C.J. Daugherty, auch wenn mir der Name der Autorin durch ihre sehr bekannte „Night School“-Reihe, welche ich auch noch unbedingt lesen möchte, ein Begriff war. In ihrer neuen Dilogie befasst sich die Autorin mit einem sehr interessanten Thema, denn der Protagonist Sacha kann vor seinem 18. Geburtstag nicht sterben. So probiert er alle möglichen wagehalsigen und gefährlichen Dinge aus. Sein Leben ist eher chaotisch und Zukunftspläne hat er nicht. Die junge Taylor ist hingegen ganz anders: sie hat einen festen Plan für ihr Leben und weiß, was sie will. Als sie Sacha begegnet nimmt das Schicksal jedoch seinen Lauf, sie entwickelt magische Kräfte und auf einmal stehen all ihre Pläne auf Messers Schneide…

Das Buch hat sehr rasant angefangen und vor allem mit Sachas wirklich außergewöhnlichem Leben meine Neugierde geweckt. So stürzt sich Sacha zu Beginn in Paris von einem Hochhaus und überlebt dies ohne weiteres. Als Leser ist man damit direkt in der Geschichte drin und möchte erkunden, wie Sacha das geschafft hat (die Spannung und Neugier ist vor allem dann sehr hoch, wenn man den Klappentext nicht kennt). Taylors Leben hingegen ist ein ganz Alltägliches. Sie lebt in England, ist sehr strebsam und möchte einmal in Oxford studieren.

Die Geschichte wird zunächst in die Handlungsstränge um Sacha und Taylor aufgeteilt und abwechselnd aus ihren Perspektiven in der dritten Person in Vergangenheitsform erzählt, sodass ich erst einmal Zeit hatte, beide Figuren unabhängig voneinander kennen zu lernen. Durch diese zwei sehr gegenteiligen Welten war bei mir sofort die Neugierde hoch, wie beide Figuren aufeinander treffen würden. So habe ich gerade den Anfang des Buches mit großem Interesse verfolgt, da ich gespannt war, wie das erste Aufeinandertreffen zustande kommen und was dort geschehen würde.

Nachdem die beiden Figuren einander dann kennen lernen, eröffnet sich dem Leser nach und nach das ganze Ausmaß der Geschichte: Sacha und Taylor sind durch einen alten Fluch, der auf ihren Familien liegt, miteinander verbunden und müssen gemeinsam die Welt retten. Ich persönlich mag Geschichten mit solch dramatischen Handlungssträngen, denn sie versprechen immer viel Action und Dramatik. So war es auch in „Secret Fire“, auch wenn ich den Mittelteil etwas langatmig und vorhersehbar fand. Das Ende hat sich dann wieder gesteigert, denn es gab spannende Wendungen und Entwicklungen, die mich sehr neugierig auf die Fortsetzung machen. Auch habe ich das Ende als abwechslungsreich erlebt, da im Vergleich zum etwas trockenen Mittelteil viel passiert ist. Besonders schön fand ich auch, dass C.J. Daugherty der Geschichte eine mysteriöse, geheimnisvolle Atmosphäre verliehen hat, da die Autorin die verschiedenen Elemente nach und nach miteinander verwebt und ich so auch nur schrittweise erahnen konnte, wohin genau die Geschichte mich führen würde.

Die Figuren haben mir auch gut gefallen, da sie mir von Beginn an sympathisch waren. Vor allem mit Taylor konnte ich mich sehr gut identifizieren, da ich auch immer eine gute und strebsame Schülerin war. Sacha fand ich als Gegenpart sehr interessant, da er mit seinem Charakter wirklich sehr konträr zu Taylor ist. Er hat mit der Schule wenig am Hut, ist draufgängerisch und lebt eher ein wildes Leben. Daher fand ich auch die sich zwischen den beiden anbahnende Liebesgeschichte sehr spannend, denn beide Figuren müssen erst den gemeinsamen Nenner finden, bevor sie auf einer Wellenlänge liegen. Ich hätte die beiden Figuren aber gern auch noch etwas genauer kennen gelernt und etwas tiefer in ihre Persönlichkeiten geblickt, da ich manchmal den Eindruck hatte, dass das Buch bei ihren Charaktereigenschaften etwas an der Oberfläche geblieben ist und nicht den ganzen Rahmen der Möglichkeiten, die der Geschichte zur Verfügung standen, ausgeschöpft hat.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es Stimmen geben wird, die an diesem Buch bemängeln werden, dass es nichts „Neues“ gab und dass die Geschichte sich altbekannter Elemente wie dem, dass nur beide Hauptfiguren gemeinsam das Schicksal aufhalten können, dem Bad Boy oder der sich entwickelnden Liebesgeschichte bedient. Ich fand dies jedoch gar nicht so dramatisch, da C.J. Daugherty all die Elemente in ganz eigener Weise miteinander verbunden und so ihre „eigene Suppe gekocht“ hat. Vor allem der Fluch war für mich sehr kreativ, innovativ und neuartig, da mir persönlich bisher nichts Vergleichbares in Jugendbüchern begegnet ist.

Fazit
Mir hat „Secret Fire – Die Entflammten“ gut gefallen, da ich die Idee des Fluches, der auf den Protagonisten liegt, kreativ und neuartig fand. Die Handlung hat zu Beginn sofort meine Neugier geweckt und mich am Ende mit einem Spannungshoch sowie packenden Entwicklungen und Wendungen überrascht. Auch wenn der Mittelteil dafür leider etwas langatmig und vorhersehbar war, bin ich doch sehr gespannt wie es in „Die Entfesselten“ weitergehen wird und ob Taylor und Sacha es schaffen, die Welt zu retten und ihr Schicksal zu bezwingen…
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Secret Fire – Die Entflammten
2. Secret Fire – Die Entfesselten (erscheint am 20. Februar 2017 auf Deutsch)

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