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#16 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Lilli33 26.04.2016 09:54

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Zitat von Jenny Benkau im Beitrag #14


Bei einigen Büchern schwanke ich ziemlich, ob personaler Erzähler oder Ich. Es hat trotz der Ähnlichkeit noch ganz unterschiedliche Auswirkungen - da kann es schon mal passieren, dass man 150 Seiten schreibt und dann merkt: Mist, ich brauche doch Ich! Dann muss man alles umschreiben Bei diesem Buch war aber sofort klar, dass ich den personalen Erzähler benötige. Vor allem daher, dass es zwei gleichwertige Perspektiven gibt. Zwei Ichse mag ich nicht.


Zwei gleichwertige Ichse mag ich auch nicht so gern. Da muss man sich höllisch konzentrieren, um mitzukriegen, wer man gerade ist.
Daher: alles gut

#17 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Sinkana 26.04.2016 12:30

Ich bin auch gut in die Geschichte reingekommen. Die beiden haben ja schwere Päckchen zu tragen.. Mir tun beide wirklich leid. Liz hat zum Glück ihre Tante, die für sie da ist und sie vorm "Abrutschen" bewahrt, aber Louis ist wohl schon zu weit drin, bzw. in der Gang. Es wundert mich nicht wirklich, dass er anfängt kriminell zu werden, nur um irgendwo dazuzugehören.

Die beiden haben eine tolle Persönlichkeit und daher finde ich es umso besser, dass das Buch aus beiden Sichten geschrieben ist. So kann man alle Taten viel besser verstehen.

#18 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Sinkana 26.04.2016 12:32

Zitat von Saphi im Beitrag #2
Im Moment Frage ich mich, was es mit den Träumen auf sich hat und wieso sie ausgerechnet von Ihm geträumt hat. Ich hoffe ja, dass wird noch aufgeklärt und man erfährt nach und nach, wieso sie von ihm geträumt hat und ob es etwas übernatürliches gibt oder ob es einfach nur Zufall war. Ich finde, Liz steckt die Tatsache dass er plötzlich vor ihr stand ganz gut weg. Sie war zwar erst etwas geschockt, hat sich aber wirklich schnell wieder gefangen. Die zweite Begegnung zwischen den beiden lief ja irgendwie ein bisschen anders als ursprünglich geplant von Liz. Bis jetzt gefällt es mir wirklich sehr gut. Und ich bin gespannt wie es weiter geht, werde aber für heute dann erst mal eine Zwangspause einlegen

Liebe Grüße Saphi


Ja darauf bin ich auch sehr gespannt. Für Zufall halte ich das nicht, denn das wäre schon ein wirklich großer. Das Tattoo kam ja auch erst noch hinzu, als er sich das erst stechen ließ. Ich denke auch eher an Übernatürliches. Ich finde es allerdings richtig schwer, hier auf den Fortgang der Geschichte zu tippen. Ich könnte überhaupt nicht sagen, wie es wohl weitergeht bzw. wie sich die Traumsache aufklärt. Das finde ich super

#19 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von nicigirl85 26.04.2016 14:19

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Eigentlich wollte ich Gone Cat erst fertig haben, bevor ich hier durchstarte, aber da ich echt bei Jenniefers Buch so gespannt war, habe ich gestern Abend doch mal rein gelinst und schwupp war der erste Abschnitt gelesen.

Ich fand es erst einmal komisch, dass beide Namen mit L starten, sprich Liz und Louis hat mich so ein bissel verwirrt. Habe beim Lesen anfänglich Louise gelesen. War vielleicht schon etwas spät, wer weiß. Habe mich dann aber doch recht fix eingefuchst.

Das Geschehen aus 2 Perspektiven zu beleuchten, finde ich richtig gut, weil man so irgendwie mehr Zugang zu den Figuren hat.

Louis tut mir schon arg Leid. Seine Mom hängt an der Flasche und er bekommt nichts. Kein Wunder, dass er keinen Ausweg mehr sieht und die Gang wählt. Mir tut das immer in der Seele weh, denn oft habe ich das Gefühl, dass die, die keine Kinder wollen welche haben und sich nicht kümmern und die, die tolle Eltern wären, keine haben können.

Liz ihr Schicksal ist ja derbe heftig. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es ist jung seine Eltern zu verlieren. Allerdings habe ich jetzt häufiger Jugendbücher gelesen, bei denen ein Hauptakteur ohne Eltern aufwachsen muss.

Mit den Träumen kann ich aktuell noch nicht so viel anfangen, lasse mich aber einfach mal darauf ein.

#20 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Jenny Benkau 26.04.2016 22:58

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Zitat von nicigirl85 im Beitrag #19

Ich fand es erst einmal komisch, dass beide Namen mit L starten,


Ein paar (ziemlich viele) Jahre galt es auch als ungeschriebenes Gesetz, dass Hauptfiguren niemals mit dem gleichen Buchstaben beginnen dürfen.
Das kommt ursprünglich aus dem Heftroman und wurde dann auf sämtliche Genreliteratur ausgeweitet. Daher ist man es wirklich nicht gewöhnt und reagiert irritiert, weil man denkt: Da ist etwas anders als meist - da stimmt etwas nicht. Zum Glück löst sich das langsam auf - ich finde nämlich, man kann von Lesern schon ein bisschen Konzentration einfordern, auch im Jugendbuch.

Hier hat das aber einen Hintergrund: In der Ursprungsversion der Geschichte war Louis nämlich nur eine Nebenfigur, allerdings (wie durch die Träume bereits angezeigt) mit Liz durchaus auf gewisse Weise verbunden. Diese Verbindung wollte ich mit den leicht ähnlich klingenden Namen symbolisieren. Ursprünglich hatte Louis einen Bruder und die beiden haben den Plot unter sich aufgeteilt: Der Bruder den Love-Plot und Louis den Crime-Plot. Als wir dann dramaturgisch intensiv am Roman gearbeitet haben, und ich psychologisch durch die Mangel musste, wurde dann klar, dass ich den Plot geschwächt habe, indem ich Louis geschont und ihm einen Bruder geschaffen habe, der seine Probleme lösen sollte. Wie gut, wenn man mal Gott ist, und den dann einfach nachträglich ausradieren kann

#21 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Lilli33 27.04.2016 08:08

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Liebe Jenny, da gebe ich dir recht: Auch Jugendliche sollen konzentriert lesen.

Danke für diesen interessanten Einblick in die Entstehung des Buches!

#22 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von LizzyCurse 27.04.2016 09:50

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Über die Rolle der Träume bin ich mir auch noch nicht so ganz im Klaren. Sie geben Liz ein bisschen Sicherheit und stehen hinter ihren Gefühlen, stützen sie. Aber wie die Rolle nun genau aufgelöst wird, darauf bin ich gespannt. Oder ob sie einfach nur ein mystisches Element bleiben.

#23 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von LizzyCurse 27.04.2016 09:52

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Zitat von Jenny Benkau im Beitrag #20
Zitat von nicigirl85 im Beitrag #19

Ich fand es erst einmal komisch, dass beide Namen mit L starten,


Ein paar (ziemlich viele) Jahre galt es auch als ungeschriebenes Gesetz, dass Hauptfiguren niemals mit dem gleichen Buchstaben beginnen dürfen.
Das kommt ursprünglich aus dem Heftroman und wurde dann auf sämtliche Genreliteratur ausgeweitet. Daher ist man es wirklich nicht gewöhnt und reagiert irritiert, weil man denkt: Da ist etwas anders als meist - da stimmt etwas nicht. Zum Glück löst sich das langsam auf - ich finde nämlich, man kann von Lesern schon ein bisschen Konzentration einfordern, auch im Jugendbuch.

Hier hat das aber einen Hintergrund: In der Ursprungsversion der Geschichte war Louis nämlich nur eine Nebenfigur, allerdings (wie durch die Träume bereits angezeigt) mit Liz durchaus auf gewisse Weise verbunden. Diese Verbindung wollte ich mit den leicht ähnlich klingenden Namen symbolisieren. Ursprünglich hatte Louis einen Bruder und die beiden haben den Plot unter sich aufgeteilt: Der Bruder den Love-Plot und Louis den Crime-Plot. Als wir dann dramaturgisch intensiv am Roman gearbeitet haben, und ich psychologisch durch die Mangel musste, wurde dann klar, dass ich den Plot geschwächt habe, indem ich Louis geschont und ihm einen Bruder geschaffen habe, der seine Probleme lösen sollte. Wie gut, wenn man mal Gott ist, und den dann einfach nachträglich ausradieren kann


Ach da gabs noch einen Bruder? Wie lustig! Aber ich glaube, ich finde es gut, dass du beide Plots vereint hast. Dadurch gewinnt die Geschichte echt an Tempo ;)

#24 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Helen07 27.04.2016 19:55

Ehrlich gesagt bin ich durch den ersten Abschnitt regelrecht geflogen. Dieser Sog war ja kaum zu ertragen! Die beiden Charaktere Liz und Louis sind mal wieder typisch "Jennifer Benkau-mäßig". Nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen, sondern Charaktere die man auch in der realen Welt antrifft. Beide haben ihr Päckchen zu tragen. Da wäre zunächst mal Liz, sie wächst bei ihrer Tante auf, weil ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind und Louis lebt bei seiner alkoholabhängigen Mutter. Die genauen Ereignisse rund um den Autounfall und der daraus erfolgten Therapie bei Liz bleiben noch weitgehend im Dunkeln.
Mir gefällt unheimlich gut, dass Liz einen eigenen Online-Shop hat und kreativ ist. Louis hingegen muß schon quasi die Verantwortung für seine alkoholabhängige Mutter mitübernehmen. Bei diesem Hintergrund wundert es mich nicht, dass er auf die schiefe Bahn gerät.

Die Sache mit Liz Träumen ist sehr interessant, zumal ich könnte mir vorstellen, ich würde glauben, ich bräuchte therapeutische Hilfe, wenn mein "Traummann" plötzlich auch im "echten Leben" vor mir stehen würde. Oder hat alles eine ganz harmlose Erklärung?! Man darf also gespannt sein!

Toll fand ich auch, dass die Begegnung der beiden Protagonisten nach dem Überfall auf die Tankstelle, nicht so reibungslos ablief wie Liz es sich vorgestellt hat!

Ach und die Sache mit der Tierarztrechnung, wie krass, dass solche Sachen dann meistens mit den Leuten passieren, zu denen man sowieso schon nicht "das beste Verhältnis" hat.

Den von Lilly33 erwähnten Satz mußte ich 3x lesen, bevor ich ihn wirklich kapiert hatte.

@Jenny: Danke für Deine Hintergrundinformationen zur Namenswahl, zur Wahl der Erzählweise und die Sache mit dem inzwischen "gelöschten Bruder" von Louis.

#25 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Jenny Benkau 27.04.2016 21:09

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Kennst mich ja, Helen. Ihr müsst nicht alles (sofort) verstehen

Wisst ihr, warum ich so gern Bücher von jungen Leuten schreibe? Weil die solche Dinge - Typ aus Träumen taucht plötzlich in der Realität auf - hinnehmen, ohne viel zu hinterfragen. Du sagst das, jeder Erwachsene würde zum Arzt rennen und sich Pillen abholen, weil man doch denkt, dass man Halluzinationen bekommt. Beim Schreiben musst du dich entscheiden: Realistisch und womöglich nervig für den Leser, weil der natürlich längst weiß: Du, das ist ein Buch, da ist alles möglich. Oder dramaturgisch straff - aber unrealistisch.
Jugendliche sind da noch viel offener; die meisten glauben noch an Übersinnliches oder schließen es zumindest nicht aus. (Die Teenager im Hause Benkau z.B. sind gleichermaßen fasziniert und ängstlich, wenn auf Partys Gläserrücken zur Debatte steht, oder diese "Bloody-Mary"-Spiele gemacht werden.) Aus Autorensicht ist das natürlich perfekt.

#26 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Helen07 28.04.2016 09:57

Ich habe nochmal nachgeschaut welche Altersempfehlung der Verlag für Dein Buch angibt. Da stand ab 12 Jahre. Vor diesem Hintergrund sind auch die Herzchen auf dem Cover völlig okay, die mich eh nicht gestört haben. Oder mögen heutzutage die meisten Mädchen und Jungs keine Herzchen mehr?!

Dass diese Altersgruppe im Großen und Ganzen auch keine Fragen stellt, wenn der "Traummann" tatsächlich Realität wird, kann ich mir sehr gut vorstellen, wenn ich da an mein eigenes Verhalten in diesem Alter denke. Da ich auch gerne Fantasy lese, mag ich solche Sachen wie mit dem "Traummann" sehr gerne, nur habe ich sie ehrlich gesagt in diesem Buch nicht erwartet, bin aber angenehm überrascht davon.

Nur noch ein kurzer Hinweis, ich habe in meinen vorherigen Beitrag geschrieben, dass ich glauben würde, ich müßte zum Therapeuten, wenn ich der Ansicht wäre, mein "Traummann" würde vor mir stehen. Was andere Erwachsene denken möchte ich nicht verallgemeinernd beurteilen.

#27 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Lainybelle 28.04.2016 18:18

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Ich habe nun auch den ersten Abschnitt gelesen (mitten in der Nacht - ist auf jeden Fall auch eine gute Möglichkeit, sich vor eventuellen Träumen zu drücken :D)

Auch mir gefällt es bis jetzt sehr sehr gut :)
Perspektivwechsel liebe ich ja, und gerade in diesem Fall hat er einen ganz besonderen Reiz - weil Liz und Louis SO unterschiedlich sind und man die ersten Kapitel über natürlich gespannt der ersten "realen" Begegnung entgegenfiebert.

Liz ist mir total sympathisch - trotz dem schlimmen Verlust, den sie durch den Unfall erlitten hat, ist sie so lebensfroh. Ich mag auch ihre kreative Seite sehr - die Beschreibungen, wie sie für ihre Kreationen inspiriert wird und was ihr Hobby ihr bedeutet, sind toll. Auch ihre Unsicherheit in Bezug auf ihre selbstgemachten Schätze finde ich liebenswert. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, wünsche ihr aber, dass sie da durch gute Rückmeldungen noch bestärkt wird.

Die Traumthematik an sich finde ich schon total spannend - auch Stichwort luzides Träumen. Das tu ich sogar selbst manchmal :)
Dass es hier die Grenze zwischen Traum und Realität verwischt, weil Liz' Traumjunge wirklich existiert, macht die Sache wirklich spannend - zum einen, weil man überhaupt nicht einschätzen kann, worauf diese Verbindung vor der ersten Begegnung wohl beruht, zum anderen weil es Liz so durcheinanderbringt. Wie sie versucht, den Traum loszuwerden, war wirklich amüsant (wenn auch weniger für sie selbst und die Debius ;) ) - und natürlich auch, dass es momentan für sie ganz und gar undenkbar ist, dass es in der Wirklichkeit je zu den Traumsituationen kommen könnte, weil Louis nach dem ersten Eindruck alles andere als das ist, was sie sich erträumen würde.

Wie Louis war auch ich überrascht, dass es sich bei Sputnik um ein Mädchen handelt. Wie Louis zwischen ihr und Ramon noch zum Spielball werden wird, wird sich sicher bald herausstellen. Das wird bestimmt nicht ganz einfach für ihn.

Ach ja, und ich hab ein neues Wort gelernt: schmulen. Das hab ich vorher wirklich noch nie gehört :D

#28 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Lainybelle 28.04.2016 18:23

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Zitat von Jenny Benkau im Beitrag #20

Hier hat das aber einen Hintergrund: In der Ursprungsversion der Geschichte war Louis nämlich nur eine Nebenfigur, allerdings (wie durch die Träume bereits angezeigt) mit Liz durchaus auf gewisse Weise verbunden. Diese Verbindung wollte ich mit den leicht ähnlich klingenden Namen symbolisieren. Ursprünglich hatte Louis einen Bruder und die beiden haben den Plot unter sich aufgeteilt: Der Bruder den Love-Plot und Louis den Crime-Plot. Als wir dann dramaturgisch intensiv am Roman gearbeitet haben, und ich psychologisch durch die Mangel musste, wurde dann klar, dass ich den Plot geschwächt habe, indem ich Louis geschont und ihm einen Bruder geschaffen habe, der seine Probleme lösen sollte. Wie gut, wenn man mal Gott ist, und den dann einfach nachträglich ausradieren kann
Das ist ja spannend zu hören, dass sich im Laufe der Textarbeit noch so etwas Gewichtiges geändert hat. Ich stimme auf jeden Fall zu - so, wie es jetzt ist, ist Louis auf jeden Fall ein sehr starker Charakter. Aber es war bestimmt erst mal kein besonders schöner Gedanke, eine wichtige Person komplett rauszunehmen, oder? Das stelle ich mir schon schwierig vor!

#29 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Mira 28.04.2016 20:31

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So ich hab es nun auch geschafft langsam an zu fangen. :) ( wir haben unser Terasse neu verlegt, blöde arbeite)
Zu euren vorrigen Post, die lese ich morgen dann hab ich auch etwas mehr Zeit.

so jetzt zu dem Teil erst mal bin gerade auf Seite 42 und es ist einfach schön zu lesen. So leicht und verständeliche,
was mich zu der Frage bringt warum ich nicht mehr Bücher von Dir lese? Bis auf Stolen Mortality kenn ich keins, muß ich dringend mal nach holen.
Aber zurück zum Abschnitt.
Das das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist gefällt mir sehr gut, ich mag das.
Liz die liebe und gute Tochter/ Nichte und Louis der im grunde auch gut ist, was die Szene mit seiner Mutter zeigt, aber irgendwie auf den Falschen Weg geraten ist.
wird sicher noch richtig spannend werden mit den beiden.

Ein wenig ist stocken bin ich gerade Zeitlich gekommen.
Das Buch startet im April, dann vergehen ein paar Tage, dann kommen die 14 Tage schlafentzug ( gott das könnte ich gar nicht ) dann vergehen wieder ein paar Tage wo sie dann ein Date mit dem anderen Typen hat und dann kommt das gespäch mit ihrer Tante.
Wir müssten dann so mitte bis ende Mai sein. In der Zeit wird immer kurz ihre Träume erwähnt.
Und dann sind wir auf einmal Ende Juni bei diesem Markt.
Was ist denn in diesen 4 Wochen so passiert? mhmm vielleicht kommt ja noch eine Rückblende, aber komisch ist das gerade etwas.


lg

#30 RE: 1. Abschnitt: S. 5 - 92 von Skyline 29.04.2016 12:47

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Hallo ihr Lieben! :)

Nun steige ich auch endlich ein. Wow, der erste Abschnitt las sich weg wie nichts! Jennys Schreibstil gefällt mir wieder sehr gut, ich finde, man merkt an den Dialogen auch die jugendlichen Elemente/den jugendlich-frischen Stil (vor allem wenn dann Verweise auf Dinge kommen, die aktuell eben auch bekannt/berühmt sind). Besonders ist mir im sprachlichen Bereich auch aufgefallen, dass es Unterschiede zwischen der Sprache von Liz und Louis gibt. Louis redet passend zu dem Milieu, in dem er sich aufhält.

Hier begegnen uns ja wirklich die Klischees, die auf dem Buchrücken angedeutet werden: good girl, bad guy. Klischeehaft ist für mich irgendwie alles was Louis so umgibt. Alkoholabhängige Mutter, der Sohn muss für sie sorgen/für das Geld sorgen und schließt sich einer Diebesgang an. Krass fand ich, dass Alina 15 ist (wenn ich mich gerade nicht irre) und auch schon in der Gang ihrer Schwester mitwirkt Was ist das nur für eine Stadt!? (wurde überhaupt erwähnt, wo das Buch spielt? ). Ob Louis seine Maulwurftätigkeit nicht zum Verhängnis wird...ich werde mich überraschen lassen! (Und ich meine jetzt nicht wegen Liz, die ihn erkannt hat, sondern eher weil er auffliegt oder ähnliches).
Louis Situation erinnert mich irgendwie auch an die Situation in "Marmorkuss", da war der Protagonist ja auch nicht gerade in den besten Verhältnissen aufgewachsen.
Ich denke zwar, dass er im Kern gut ist und eigentlich nicht so der Bad Boy, aber er hat getan was er getan hat: sich einer illegalen Gruppierung angeschlossen (ob sie nun andere Diebe ausrauben oder nur kleinkriminell ein paar Kioske ausrauben, das macht irgendwie keinen Unterschied).

Komisch fand ich in Bezug auf Louis übrigens, dass er beim Geschenk seiner Mutter ausrastet und überlegt, ob er den 300€-Gutschein wieder zurücktauschen kann, aber ein paar Seiten später hat er ein Tattoo...? Gut..dann hat er wohl nicht probiert, das Geld wieder zu kriegen? Ich fand es schade, dass da nichts weiter zu erwähnt wird, nachdem er so eine Szene gemacht hat, sondern dann einfach nur das Tattoo erwähnt wurde. (Und woher hatte die Mutter das Geld überhaupt?)

Was Louis' Situation für mich erstmal ziemlich stereotyp ist, ist Liz' Situation ziemlich besonders. Diese Träumerei....sehr unheimlich, auch wenn es glückliche Träume sind. An den Tipp von Liz' Mutter hinsichtlich des Klarträumens musste ich auch sofort denken, da ich letztens dazu einen Beitrag auf meinem Blog geschrieben habe Diese ganze Träumerei finde ich spannend, weil ich wissen möchte, was es damit auf sich hat (auch wenn es mir zunächst so erschien, dass die Idee mit dem Traum nichts neues ist, sowas gabs in Büchern ja schonmal, aber es kommt ja drauf an, was draus gemacht wird ;) ).

Dass Liz' dann natürlich bei dem Überfall auf Louis trifft, war zu erwarten. Schon als sie nochmal auf Toilette musste, obwohl sie in 20 min zu hause gewesen wären...das war verdächtig! Da dachte ich schon "Ahh, Tankstelle? Die neue Gang von Louis überfällt doch Tankstellen, da treffen sie sich bestimmt gleich". Und zack, es war so! Dass er sie vor den anderen verstecken wollte, zeigt, dass er eigentlich nett ist (aber gibt es nicht andere Möglichkeiten an Geld zu kommen? Nebenjobs z.B.! An die kommen auch Schüler ;) ).
Spannend ist da auch, dass Liz ihn erkannt hat, er sie aber nicht. Das bedeutet, nur sie träumt von ihm und er hat keinerlei Verbindung zu ihr. Wie kann das sein?

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