#1 Vielleicht mag ich dich morgen von Mhairi McFarlane von Natalie77 29.05.2015 10:03

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Inhalt:
Anna ist als Schülerin auf Grund ihrer Kilos und Aussehen gemobbt worden. Einer hat es dabei auf die Spitze getrieben: James Frasier. Nun, viele Jahre später, ist sie schlank, hübsch und erfolgreich in ihrem Job und es steht ein Klassentreffen an auf das sie gar nicht gehen möchte. Ihre Freundin überredet sie dazu und ausgerechnet James begegnet sie. Doch er erkennt sie nicht und auch bei ihrem nächsten Aufeinander treffen weiß er nicht wer sie war. James und Anna müssen zusammen arbeiten und Anna lernt von James eine ganz andere Seite kennen.

Meine Meinung:
Vielleicht mag ich dich morgen kam unerwartet und ich dachte wirklich es ist wieder so ein Frauenroman mit Happy End und Friede Freude Eierkuchen, dich ein wenig anders ist das hier schon. Es geht nicht um ein Paar was sich verliebt und dann am Ende glücklich wird. Hier gibt es jede Menge Zündstoff und ich wartete nur das die Bombe hoch geht.

Das macht für mich auch dieses Buch aus. Es ist eben nicht immer alles gut und auch jetzt setzt sich Anna sehr mit ihrer Vergangenheit auseinander. Wie schlimm es wirklich war erfährt man erst mit der Zeit, aber auch so reicht es vollkommen um Mitleid mit ihr zu haben. Muss man aber eigentlich gar nicht, denn sie ist größtenteils zufrieden, wäre sie nicht Single und würde auf den berühmten Funken warten.
James ist da etwas unbedarfter auch wenn seine momentane Situation dafür sorgt das ich für ihn Mitleid entwickelte. Er hat sich wohl am ehesten gewandelt auch wenn ich nicht alle seiner gegenwärtigen Handlungen gut heiße. Trotzdem fand ich ihn als Mann sympathisch.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es herrscht eine Spannung und bis zum Schluss weiß man auch nicht wirklich ob die Beiden sich kriegen oder eben nicht. Das ist aber nicht die einzige Frage die ich mir beim Lesen stellte. Da James nicht weiß wer Anna ist wartete ich nur darauf das er es raus bekommt und war neugierig wie er reagieren wird.
Die Dialoge sind witzig und nicht schmalzig. Anna und James gehen so schön unbefangen miteinander um auch wenn das gerade für Anna gewiss nicht leicht ist. Sicher ahnt man was kommen kann, aber ob das nun wirklich Eintritt weiß man erst wenn man das Buch liest und mir hat das vollkommen ausgereicht

Dieses Buch ist eine Achterbahn der Gefühle und hat mich von Beginn an bis zum Ende begeistern können. Ich habe viel geschmunzelt, mitgefiebert und hatte Mitleid. Für mich gibt es an diesem Buch nichts auszusetzen

#2 RE: Vielleicht mag ich dich morgen von Mhairi McFarlane von nicigirl85 22.06.2015 17:53

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Meine Meinung zum Buch:

Titel: Flach und oberflächlich…

Nach dem sehr guten Erstlingswerk der Autorin „Wir in drei Worten“ war ich doch unheimlich gespannt auf ihren neuen Roman und wurde dann leider arg enttäuscht.

Anna, die eigentlich Aureliana heißt, hat eine schlimme Schulzeit hinter sich, wurde sie doch aufgrund ihres Gewichtes dauernd gemobbt. Als Erwachsene hat sie diese Probleme nicht mehr, denn ihre optische Erscheinung hat sich arg gewandelt und auch im Job ist sie erfolgreich. Beim Klassentreffen, vor dem sie sich fürchtete, wird sie mit offenen Armen empfangen. Und dann trifft sie auf ihren Peiniger von damals und nichts ist mehr wie zuvor…

Die Grundidee dieses Frauenromans gefällt und auch der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen, aber die Umsetzung ist für eine selbstbewusste Frau von heute einfach nur frustrierend.

Die Charaktere inklusive der Handlung sind einfach nur oberflächlich und voller Klischees. Als wenn man nur Erfolg und Glück im Leben hat, wenn man gut aussieht und schlank ist, denn genau das suggeriert leider dieser Roman.

Anna hat mir nicht gefallen, denn Selbstbewusstsein ist bei ihr nicht vorhanden. Wenn man sich so verändert, dann tut man das doch nicht nur bei seiner Optik, sondern auch vom Charakter her, aber sie ist von Selbstzweifeln regelrecht zerfressen. Und mal ehrlich: Aussehen allein ist nicht alles.

Richtig schlimm für mich war jedoch James, den ich ein ums andere Mal am liebsten zum Mond geschossen hätte. Wie kann man sich in so einen miesen Kerl nur verlieben? Sein Charakter hat für mich den gesamten Roman zerstört.

Fazit: Wer auf seichte, an den Haaren herbei gezogene Lektüre steht, der wird diesen Roman lieben. Alle anderen hingegen werden wohl nur den Kopf schütteln und enttäuscht sein. Ich kann für den Roman keine Leseempfehlung aussprechen. Für mich verschwendete Lesezeit…

Bewertung: 2/ 5 Sternen

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