#1 Nachts nach Venedig - Veronica Henry von nicigirl85 27.04.2015 17:06

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Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Diana Verlag (14. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453357981
ISBN-13: 978-3453357983


Inhaltsangabe:

Imogen hält nichts mehr in London. Von Bekannten hat die Galeristin ein verlockendes Angebot aus New York erhalten, und die Beziehung zu ihrem Freund Danny steht kurz vor dem Aus. Sie hat die Taschen schon fast gepackt, da bekommt Imogen zu ihrem dreißigsten Geburtstag von ihrer Großmutter ein außergewöhnliches Geschenk: eine Fahrt im Orientexpress – bis nach Venedig. Doch die Fahrt in dem berühmten Zug ist nicht alles. Sie soll in der Lagunenstadt ein geheimnisvolles Bild abholen. Neugierig lässt Imogen sich auf das Abenteuer ein.

Autoreninfo:

Veronica Henry arbeitete für die BBC und als Drehbuchautorin für zahlreiche Fernsehproduktionen, bevor sie sich dem Schreiben von Romanen zuwandte. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Devon, England.

Meine Meinung:

Titel: Einfach mal die Seele baumeln lassen…

Ich wollte schon immer mal eine Reise mit dem Orient Express machen, also warum nicht mal durch ein Buch? Das bildhübsche Cover und der Klappentext des Buches hatten mich direkt angesprochen, aber man bekommt als Leser deutlich mehr geboten.

Natürlich steht im Vordergrund die Geschichte von Imogen, die für ihre Großmutter ein Gemälde aus Venedig abholen soll. Aber es werden noch zahlreiche andere Personen in die Geschichte eingeführt, die ebenfalls mit dem Orient Express unterwegs sind.

Über jeden Einzelnen erfährt man etwas aus der Vergangenheit und wie es zu der Reise in unserem besonderen Zug gekommen ist. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass so viele kleine Geschichten, denn so kam es mir beim Lesen vor, in dieses unter 400 Seiten Buch passen würden.

Jedes beschriebene Schicksal weiß für sich allein zu fesseln, daher kann ich gar keinen Lieblingsdarsteller festmachen.

Die Vielzahl der Personen hat mich persönlich gar nicht gestört, denn es zog sich immer ein roter Faden durch die Geschichte. Und gerade die unterschiedlichen Charaktere haben die Handlung erst lebendig gemacht, so dass sich das Buch in einem Rutsch lesen ließ.

Zudem haben mir die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gut gefallen. Ich mag es mit Büchern auch mal in anderen Zeiten unterwegs zu sein.

Der Autorin gelang es hier dem Leser ein genaues Bild von diesem besonderen Zug und dieser spannenden Reise zu geben, fast hatte man selbst das Gefühl so luxuriös unterwegs zu sein.

Wer einfach mal abschalten und seine Seele baumeln lassen möchte, der ist mit diesem Buch gut beraten, denn es bietet einem genau das. Man darf nur nicht traurig sein, wenn man es allzu fix ausgelesen hat.

Fazit: Ein kurzweiliger Schmöker, der mich begeistern konnte. Ich kann nur meine Leseempfehlung aussprechen.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

#2 RE: Nachts nach Venedig - Veronica Henry von schlumeline 18.05.2015 17:25

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„Nachts nach Venedig“ entführt den Leser auf eine zauberhafte Reise mit dem Orientexpress nach Venedig. Anders als es der Klappentext des Buches suggeriert, geht es hier nicht nur um die Geschichte von Imogen, die im Auftrag ihrer Großmutter ein rätselhaftes Bild in Venedig abholen soll. Vielmehr trifft der Leser auf wesentlich mehr Reisende und erlebt eine kurze Momentaufnahme aus deren jeweiligen Leben. So verschlägt es Archie und Emma in den Orientexpress, weil sie die Reise bei einem Preisausschreiben gewonnen haben. Auch der berühmte Fotograf Riley und seine langjährige Lebensgefährtin Sylvie besteigen wie jedes Jahr diesen bezaubernden Zug, doch diesmal plant Riley eine Abweichung vom normalen Reiseablauf. Auch Simon, dessen Kinder und seine Freundin Stephanie gehen mit auf Reisen.

In Rückblicken erfährt der Leser zusätzlich, was es mit dem Bild auf sich hat, das Imogen in Venedig abholen soll und darf Einblick nehmen in die außergewöhnliche Vergangenheit der Großmutter und die Entstehung der heutigen Galerie, die von Imogen geführt wird.

Die stetig wechselnde Szenerie stört den Verlauf der Geschichte keineswegs, vielmehr ist es sehr reizvoll, wenn die Autorin immer hin und her springt und der Leser so nach und nach mehr Einblick nehmen darf in das Leben der unterschiedlichen Charaktere. Dieser ganz besondere Zug ist eine tolle Kulisse um Geschichten zu erschaffen. Es ist als gleite man beim Lesen selbst im Orient Express dahin und erwarte eine ganz besondere Nacht auf dem Weg „Nachts nach Venedig“.

Diese Geschichte lädt zum Träumen ein, egal ob im Sommer oder Winter. Trotz der darin auch beschriebenen Probleme überwiegt das positive Gefühl beim Lesen und lässt den Leser träumen und gedanklich verreisen. Vielleicht wird auch der Wunsch geweckt einmal selbst diesen ganz besonderen Zug für sich zu entdecken. Interessant ist das bestimmt und nach dem Lesen dieses Buches sicher umso mehr.

Eine lockere Lektüre für schöne Stunden der Muße und Geruhsamkeit.

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