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#1 Kapitel 15 - Schluß von Adaneth 30.01.2015 18:47

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:-)

#2 RE: Kapitel 15 - Schluß von RitaM 02.02.2015 09:14

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Wow, wirklich ein sehr gutes Buch, spannend bis zu letzt! Das beide Vorfälle (der Diebstahl und das House of Silk) nur indirekt zusammenhängen, hätte ich nicht gedacht. Ich habe die ganze Zeit erwartet, dass ein direkter Zusammenhang auftaucht. Dass O'Donaghue eine Frau ist, hätte ich nun wirklich nicht gedacht!

Es ist erschreckend, wie leicht es damals war, Kindesmissbrauch zu vertuschen. Fitzsimmons Behauptung, dass er unter Protektion steht, ist ja nicht aus der Luft gegriffen, wie Watson zuerst dachte. Den Reichen und Mächtigen stehen genug Wege zur Verfügung, um ihre Laster zu vertuschen, heute immer noch und zur damaligen Zeit erst recht.

Die kurze Szene mit Moriarty hat mich doch sehr überrascht. Er als Krimineller sollte doch froh sein, wenn er einen potenziellen Gegner wie Holmes ausschaltet! Aber vielleicht hatte Moriarty doch trotz krimineller Neigungen ein Gewissen, dass ihn quälte, und die Feindschaft mit Holmes war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so aktuell wie sie später wird.

Dass Holmes das Gebäude abgebrannt hat, finde ich sehr gut. Es macht ihn menschlicher und nicht so unnahbar wie in den anderen Geschichten!

Im ganzen bin ich jetzt sehr gespannt, wie es mit Moriarty und Holmes weiter geht und werde mir auf jeden Fall das nächste Buch von Horowitz vornehmen!

#3 RE: Kapitel 15 - Schluß von Adaneth 04.02.2015 17:07

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Oh, ja es war sehr spannend. Und sogar noch eine Verfolgungsjagd wie bei Bond. Obwohl, das fand ich nun weniger Holmes gemäß, aber in diese Geschichte hat es gepasst.
Und das SEK war auch dabei, ohne Waffen! Das stelle man sich heute mal vor.

Zitat
Dass O'Donaghue eine Frau ist, hätte ich nun wirklich nicht gedacht!


Das hat mich auch sehr überrascht. Das war irgendwie typisch Holmes.

Zitat

Es ist erschreckend, wie leicht es damals war, Kindesmissbrauch zu vertuschen.


Und heute? Heute fährt man nach Thailand- ganz offiziell und ohne schlechtes Gewissen. Damals hat sowas noch das Leben eines Menschen ruiniert falls, ich betone falls, es rauskam. Und Jungs, die auf den Strich gehen gibt es auch heute noch in Dtl. Der Skandal in der kath. Kirche zum Missbrauch spricht ja auch eindeutig dafür, dass es auch in unserer Zeit möglich ist alles geheim zu halten. Wie mit den Opfern umgegangen wird finde ich auch sehr schäbig.


Zitat
Die kurze Szene mit Moriarty hat mich doch sehr überrascht.Er als Krimineller sollte doch froh sein, wenn er einen potenziellen Gegner wie Holmes ausschaltet!


Mich eigentlich weniger. Moriarty bezeichnet sich als Mathematiker und ich denke, dass er genauso hochintelligent wie Holmes ist und genauso gelangweilt, wenn er geistig nicht gefordert wird. Eigentlich hätten die Zwei ganz gut zusammenarbeiten können.

#4 RE: Kapitel 15 - Schluß von Adaneth 04.02.2015 17:09

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Zitat
Im ganzen bin ich jetzt sehr gespannt, wie es mit Moriarty und Holmes weiter geht und werde mir auf jeden Fall das nächste Buch von Horowitz vornehmen!



Ich hab mal geschaut, in dem Roman kommen aber weder Holmes noch Watson vor. Hauptpersonen sind andere. Kannst es ja mal testen und sagen was du davon hälst.

#5 RE: Kapitel 15 - Schluß von Adaneth 04.02.2015 17:34

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Nun muss ich aber noch was loswerden. Die Flucht von Holmes war echt genial. Das hat mich wirklich begeistert.

Und ich hatte recht mit dem House of Silk, dass das ein Gebäude ist. Ich bin richtig stolz auf mich

Wobei - die Abkürzung SILC, das finde ich doch sehr modern gedacht. Heute wird ja alles so abgekürzt. Früher hat man das nicht gemacht.

#6 RE: Kapitel 15 - Schluß von RitaM 05.02.2015 13:34

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Egal, wie viel Mühe sich Horowitz gegeben hat, den damaligen Stil zu treffen, es gibt immer wieder Stellen, wo die heutige Zeit durchkommt. Finde ich aber gar nicht so schlecht. Irgendeinen Unterschied muss es doch zwischen Doyle und Horowitz geben. Es wäre doch traurig, wenn es Horowitz komplett gelungen wäre, das Lebenswerk von Doyle zu kopieren!
Das mit dem SEK ohne Waffen trifft es gut. Ich kann es aber immer noch nicht verstehen, wie koennen Polizisten auch zur damaligen Zeit ohne Waffen zu einem Einsatz gehen???

#7 RE: Kapitel 15 - Schluß von RitaM 05.02.2015 13:38

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Beim nächsten Horowitz kommt nur Moriarty vor, nicht Holmes? Schade, ich hatte mich schon auf ein geistiges Duell zwischen den beiden gefreut! Ich werde es mir aber trotzdem vornehmen, es passt gut zu meinen Lieblings-Genren!

#8 RE: Kapitel 15 - Schluß von Adaneth 05.02.2015 13:59

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Zitat
Finde ich aber gar nicht so schlecht. Irgendeinen Unterschied muss es doch zwischen Doyle und Horowitz geben.



Geht mir genauso

Zitat
Ich kann es aber immer noch nicht verstehen, wie koennen Polizisten auch zur damaligen Zeit ohne Waffen zu einem Einsatz gehen???


Ich hab mal gelesen, dass die englische/ britische Polizei einen extrem schlechten Ruf hatte - grausam, korrupt etc.. Damit die Bevölkerung wieder Vertrauen schöpfte wurden die Polizisten entwaffnet bis auf einen Gummiknüppel. Das hat wohl funktioniert. In einem Sternartikel fand ich folgendes

Zitat
Die Briten lösen sich nur ungern von ihrem Bild des traditionellen "Bobby", dem Symbol des höflichen, friedfertigen Polizisten. Er hat das Image eines Saubermanns in Uniform, der immer angemessen und cool reagiert. Die Auswahlkriterien für Polizisten waren bis vor etwa 20 Jahren eine stattliche körperliche Größe und eine Ausbildung in den Kampfsportarten - das reichte zur Abschreckung.


Berittene Polizei hat eine ähnliche gewaltfreie Wirkung. Ich hab das mal zufällig erlebt (bei einem Eishockey-Spiel) - so ein 2Meter-Pferd, das flößt einem Respekt ein.

Kennst du "The Stand" von King? Am Ende wird genau diese Frage diskutiert - Braucht die Polizei Waffen? Und wenn ja, rüsten dann die Kriminellen nicht auch wieder auf? Die Befürworter der Bewaffnung setzen sich schließlich durch.

#9 RE: Kapitel 15 - Schluß von RitaM 05.02.2015 22:38

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The Stand kenne ich, ein tolles Buch. Und du hast recht mit der Bewaffnung. Jede Seite versucht immer die andere zu übertreffen, und schon hat man ein Wettrüsten. Wenn die Verbrecher damals nicht gut bewaffnet waren, reichte auch ein Polizist mit Knüppel und guter Nahkampftechnik. Das ist ein Punkt, der mir bis jetzt gar nicht so bewusst war. Aber es stimmt, in älteren Geschichten wird viel weniger geschossen als in Romanen, die in der heutigen Zeit spielen!

#10 RE: Kapitel 15 - Schluß von Adaneth 06.02.2015 15:57

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Zitat
Aber es stimmt, in älteren Geschichten wird viel weniger geschossen als in Romanen, die in der heutigen Zeit spielen!



In einem Buch kann man Gedankengänge gut darstellen; in Filmen weniger. Deshalb haben die vermutlich die Schießereien eingeführt und die heutigen Autoren ziehen in den Büchern nach. könnte das hinhauen?

#11 RE: Kapitel 15 - Schluß von RitaM 06.02.2015 16:51

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Könnte hinhauen, es wird ja immer weniger gelesen und mehr Filme gesehen. Also könnte ich es mir als eine Art Lösung vorstellen, um die Leser bei den Büchern zu halten. Ich persönlich ziehe gerade wegen den Gedankengängen die Bücher vor. Wenn mich ein Film interessiert, muss ich immer das entsprechende Buch dazu lesen und bin immer wieder überrascht, wie viele Details in den Filmen doch untergehen.

#12 RE: Kapitel 15 - Schluß von Adaneth 06.02.2015 18:25

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Zitat
Wenn mich ein Film interessiert, muss ich immer das entsprechende Buch dazu lesen und bin immer wieder überrascht, wie viele Details in den Filmen doch untergehen.



So gehts mir auch immer. Wobei ich finde bei "Love story" war der Film um Längen besser als das Buch. Ist aber auch schon ewig her, dass ich den gesehen hab. Und noch eine Ausnahme "Der englische Patient". Der Film stellt eigentlich nur eine Kapitel des Buches dar. Der Patient steht da im Mittelpunkt. Im Buch ist die Krankenschwester die Hauptfigur. Das Buch war nicht schlecht, aber der Film dennoch besser, weil er sich auf die Episode mit dem englischen Patienten beschränkt hat. Diese Episode als Buch wäre aber auch wieder zu wenig gewesen.

#13 RE: Kapitel 15 - Schluß von RitaM 07.02.2015 11:36

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Leider habe ich den "englischen Patient " nicht gesehen. Sollte ich wohl mal nachholen. Habe schon viel gutes darüber gehört!

#14 RE: Kapitel 15 - Schluß von Mrs.Bennet 08.02.2015 09:46

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Ich bin auch durch. Da gab es also keine Zwillingsbrüder, sondern Brüderchen und Schwesterchen, die Auflösung hat mir gefallen. Schade, dass Catherine bestraft wurde, ihr toller Mann aber nicht. Die House of SILC Auflösung hat mich nicht so überrascht, aber das macht es nicht besser. Immer wieder werden Kinder zu Opfern, es ist zum k... ! Und die reichen Herren können weitermachen wie bisher. Zum Glück hat es wenigstens Harriman erwischt. Ich könnte mir vorstellen, dass Moriarty das auch so gesehen hat und darum wollte, dass Holmes den Fall aufklärt. Vielleicht war Moriarty auch mal so ein armes Kind? Ich finde ihn schon sehr faszinierend. Als Rivers aufgetaucht ist, hatte ich gleich den Verdacht es könnte Holmes sein. Das hat einfach zu gut gepasst! Das Buch hat mir sehr gut gefallen, hoffentlich schreibt Horowitz noch weitere.

#15 RE: Kapitel 15 - Schluß von Mrs.Bennet 08.02.2015 09:53

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Zitat von RitaM im Beitrag #7
Beim nächsten Horowitz kommt nur Moriarty vor, nicht Holmes? Schade, ich hatte mich schon auf ein geistiges Duell zwischen den beiden gefreut! Ich werde es mir aber trotzdem vornehmen, es passt gut zu meinen Lieblings-Genren!


Das Buch beginnt nachdem die beiden in den Abgrund des Reichenbachfalls gestürzt sind. Inspektor Athelney Jones und ein Pinkerton Detektiv ermitteln dann zusammen, sie jagen sozusagen einen neuen Superbösewicht. Mich haben ein paar Dinge gestört, aber es ist trotzdem gut geschrieben.

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