#1 Milena "Crazy in Love" - Christine Thomas von merlin78 03.09.2014 08:49

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Für Milena, die von allen nur Milla genannt wird, läuft zurzeit alles verkehrt. Erst trennen sich ihre Eltern, dann heiratet ihre Mutter plötzlich den Schotten Mac und sie muss mit ihrer neuen Familie von Berlin nach Köln ziehen. Die 16-jährige Milla muss ihre Freunde zurück lassen und noch einmal neu durchstarten. Dabei fühlt sie sich von ihren Eltern im Stich gelassen. Ihr Vater verreist lieber nach Shanghai, statt mit ihr das Wochenende zu verbringen und plötzlich steht auch noch ihr Stiefbruder Colin vor der Tür, von dem sie bis vor wenigen Minuten noch nichts wusste. Das alles ist zu viel für das sensible Mädchen, das sich lieber zurückzieht und versucht mit ihren Problemen alleine klar zu kommen. Doch das erweist sich schwerer als gedacht.

Mit „Milena – Crazy in Love“ ist Autorin Christine Thomas, die vielen Lesern auch unter dem Namen Jane Christo bekannt ist, ein guter Roman gelungen, der mit einer Mischung aus Dramatik und Romantik aufwartet und so für genügend Aufregung sorgt.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die junge Milla, die sich einfach unwohl fühlt. Durch das Auftauchen von Mac` Sohn Colin fühlt sie sich noch mehr darin bestätigt, dass sie aus der neuen Familie in Köln verdrängt werden soll. Ihre Mutter hat kaum Zeit für sie und von allen anderen fühlt sie sich falsch verstanden. Sie ist traurig und mutlos. Als sie dann aber feststellen muss, dass Colin gar nicht so übel ist, passt das so gar nicht in ihre Welt. Sie will ihn doch hassen, stattdessen beginnt sie ganz langsam mehr in dem Jungen zu sehen, der selbst schon eine Menge durchgemacht hat. Insgesamt ist diese Erfahrung mit Colin der rote Faden in der Handlung, der sich neben den anderen Ereignissen präsent zeigt und für Schmetterlinge im Bauch sorgt.

Natürlich bietet Christine Thomas neben der Lovestory auch noch andere Aspekte, die für zusätzliche Dramatik sorgen. So wird die junge Hauptprotagonistin überfallen und muss sich mit der Situation auseinander setzen. Auch die Freundschaft zu ihren Mitschülern ist immer wieder gefährdet, kann sie doch einfach nicht aus ihrer Haut. Sie ist zu sehr in ihrer eigenen Welt gefangen, als zu sehen, wie es um sie herum aussieht. Glücklicherweise beweist Colin so viel Fingerspitzengefühl, dass er ihr in den richtigen Momenten perfekt zur Seite stehen kann.

Die Handlung selbst ist gut durchdacht und das Buch liest sich locker und leicht. Die Erzählung ist mit einfachen Worten liebevoll gestaltet und hinterlässt beim Leser einen nachhaltigen Eindruck. Durch eine bildliche Sprache wird die Geschichte lebendig beschrieben. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Zu groß ist das Suchtpotenzial, das sich automatisch während des Lesens einstellt.

Fazit: Daumen hoch! Das Buch ist wirklich klasse und besonders jüngere Menschen werden mit diesem Werk ihre helle Freude haben. Es ist aufregend beschrieben und bietet eine glaubwürdige Grundkulisse. Milla ist ein herzlicher Charakter, dessen Gedanken ideal eingefangen und umgesetzt werden. Es fällt leicht, sich auf das Mädchen und ihre Gefühle einzulassen. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung! 5 von 5 Sternen.

#2 RE: Milena "Crazy in Love" - Christine Thomas von merle88 19.09.2014 20:34

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Inhalt:
Milena ist todunglücklich. Ihre Mutter hat wieder geheiratet und nun sind die beiden von Berlin nach Köln zu Mac, ihrem neuen Mann, gezogen. Damit nicht genug steht plötzlich eines Tages Macs Sohn Colin vor der Tür. Blöd nur, dass ihre Mutter einfach vergessen hat Milena darüber zu informieren. Zu allem Überfluss, sagt auch noch ihr Vater das gemeinsame Wochenende, auf das sich Milena schon so lange freut, kurzfristig ab.

Meine Meinung:
Zu Beginn war die Geschichte voller Personen die alle sehr stereotyp sind. Milena, die kleine graue Maus die in den bestaussehendsten Typen der Schule verliebt ist. Der sie natürlich nicht beachtet und ein richtiger Blödmann ist, was Milena aber total ignoriert. Der Computernerd Sven, der heimlich in Milena verliebt ist und sie genauso nimmt wie sie ist, aber doch ziemlich uncool rüberkommt.
Und Milenas beste Freundin Emma, das total aufgekratzte und lebenslustige Mädchen was bei allen gut ankommt.
Einzig Milenas angeheirateter Bruder Colin stach durch sein Verhalten bereits zu Beginn aus der Menge heraus. Ihm ist sehr an Milenas Wohlergehen gelegen und er macht von Anfang an keinen Hehl daraus, dass ihm Milena sehr sympathisch ist. Dies hat mir gut gefallen.
Nach gut der Hälfte des Buches verändern und entwickeln sich die oben genannten Personen weiter und es lässt sich nicht mehr sagen, dass sie 0-8-15 Typen sind. Diese Veränderung hat mir wahnsinnig gut gefallen. Zwar wäre es schöner gewesen, wenn dies bereits zu Beginn der Geschichte so gewesen wäre, aber so war es für mich ein kleiner Aha-Effekt.

In diesem Buch steht die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund. Viel mehr hat Milena mit großen und kleinen Problemen mit ihrer Familie und ihren Freunden zu kämpfen. Und auch über ihr eigenes Verhalten muss sie sich irgendwann Gedanken machen. Die Geschichte handelt vor allen Dingen vom zurechtkommen in einer neuen Patch-Work-Familie, dem ersten Verliebtsein, falschen Hoffnungen und Vorstellungen und dem erwachsen werden.

Milena war durch ihre Art sehr sympathisch. Ich konnte ihre Verhaltensweisen so gut wie immer nachvollziehen und sie reift während der Geschichte ungemein. Eine tolle Eigenschaft von ihr fand ich, dass sie Fehler einsieht und versucht sich zu ändern. In manchen Phasen des Buches schafft es die Autorin mich zweifeln zu lassen für wen denn nun Milenas Herz schlägt. Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende.
*Spoilergefahr*
Dieses war mir doch ein wenig arg kitschig. Man könnte sagen, dass hier das Sprichwort "jeder Topf findet einen Deckel" angewandt wurde, da auf einmal alle eine Beziehung haben. Dies fand ich doch sehr an den Haaren herbeigezogen und zu gewollt, da während des ganzen Buches nichts daraufhin deutete, dass gewisse Personen zusammenkommen.

Fazit:
Nach einem für mich etwas schweren Start in das Buch, las ich die Geschichte von Milenas Weg zum erwachsen werden gerne. Probleme mit Familie und Freunden stehen im Vordergrund und es geht turbulent zur Sache. Der Beginn und das Ende des Buches haben mir leider nicht so gut gefallen. Weswegen ich sehr, sehr gute 3 Hörnchen vergebe.

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