#1 J. Lynn - Trust in Me von Chianti 14.07.2014 12:48

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Inhalt:
Cameron Hamilton bekommt alles, was er will. Vor allem, wenn es um Frauen geht. Nur Avery scheint gegen seine blauen Augen und den jungenhaften Charme immun zu sein. Er kann die Körbe, die sie ihm bisher gegeben hat, schon längst nicht mehr zählen. Trotzdem bekommt er sie einfach nicht mehr aus dem Kopf. Diese unwiderstehliche Mischung aus Verletzlichkeit und Verführung … Avery Morgansten ist für ihn ein Rätsel – ein wunderschönes Rätsel, das er vorhat zu lösen.

Rezension:
Cameron Hamilton braucht normalerweise nicht viel tun, damit ihm die Herzen der Mädchen zufliegen. Doch Avery Morganstan ist anders und an ihr beißt er sich die Zähne aus. Sie fasziniert ihn wie keine Frau zuvor und, dass sie ihn abweist, macht sie in seinen Augen noch interessanter..

"Trust in Me" erzählt die gleiche Geschichte wie "Wait for You", doch dieses Mal sehen wir die Ereignisse aus Cams Perspektive. Jedoch bekommt der Leser auch unbekannte Szenen zu lesen. Viele davon spielen sich zwischen Cam und seinen besten Freund Jase ab, was mir sehr gefallen hat, weil man einen kleinen Einblick in ihre tiefe Freundschaft bekommen hat.

Aber es gab auch Szenen zwischen Avery und Cam, die man noch nicht kannte, was die Lust zu lesen natürlich deutlich gesteigert hat. Endlich durfte man Avery mit den Augen von Cam betrachten und hat erfahren was er so über sie denkt. Total niedlich fand ich es, dass Cam Avery im Geheimen immer Shortcake genannt hat, weil sie ihn bei ihrer ersten Begegnung an die Zeichentrickfigur Strawberry Shortcake oder im Deutschen Emily Erdbeer erinnert hat.

Schade fand ich, dass man nicht ganz so viel Einblick in Cams Gefühlswelt bekommen hat, wie ich gehofft habe. Besonders in den schon bekannten Szenen hatte ich das Gefühl, dass J. Lynn die Geschehnisse aus Cams Sicht zu sehr kommentiert, aber leider nicht so viele seiner Gedanken und Emotionen preis gibt.

Trotzdem war es für mich ein absolutes Vergnügen dieses Buch zu lesen! Ich liebe den Schreibstil von J. Lynn und mag es wie mich ihre Bücher in ihren Bann ziehen. Auch bei "Trust in Me" war es wieder so, auch wenn die Geschichte und deren Verlauf mir natürlich schon aus "Wait for You" bekannt war. Was nicht heißen soll, dass es langweilig war, denn das war überhaupt nicht der Fall!

Fazit:
In "Trust in Me" können wir die Geschichte aus "Wait for You" endlich aus Cams Augen lesen und ihn besser kennenlernen. Damit es nicht langweilig wird, baut J. Lynn einige unbekannte Szenen ein, die nochmal Schwung in die Geschichte bringen. Ich hätte mit jedoch gewünscht, dass man einen tieferen Einblick in Cams Gefühlswelt bekommt, weil mir dieser manchmal ein wenig zu knapp war. Deshalb finde ich "Trust in Me" ein wenig schwächer, als "Wait for You" aber trotzdem toll!
4/5

#2 RE: J. Lynn - Trust in Me von merlin78 17.07.2014 08:58

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Cameron Hamilton ist beliebt und kann haufenweise Freundinnen abschleppen, doch sein Herz hat er in der Sekunde verloren, als die schüchterne Avery Morgensten ihn beinahe umgerannt hat. Die roten Haare und die whiskeybraunen Augen verzaubern ihn vom ersten Augenblick und er kann kaum die Augen von „Shortcake“, wie er sie in Gedanken nennt, abwenden. Doch irgendein Geheimnis scheint hinter Averys Unnahbarkeit zu stecken. Cam ist gewillt, hinter Averys Fassade zu blicken und lässt sich viel Zeit, eine Beziehung zu dem Mädchen aufzubauen.

Nach dem wir im ersten Teil der Romanreihe „Wait-for-me“ bereits die Geschichte aus Averys Sicht erlebt haben, lernen wir nun die Seite von Cameron kennen. In diesem Buch beschreibt er seine Erfahrungen und Erlebnisse, seine Gefühle und Gedanken.


Cameron ist ein guter Mensch, der selbst schon schlechte Sachen erlebt hat, die ihn emotional ganz schön aus der Bahn geworfen haben. Seine langsam wachsende Freundschaft zu Avery ist aufrichtig und er ist bemüht, hinter ihr Geheimnis zu kommen, dass sie so stark erschüttert zu haben scheint. Avery selbst braucht Monate, um das erste Mal mit ihm auszugehen und noch länger, bis sie ihm vertraut. Cameron beweist Stärke und Geduld, womit er letztendlich auch Avery in seinen Bann ziehen kann.
Die Geschichte hinter Avery sollte dem kundigen Leser vertraut sein. Nach dem Martyrium der Vergewaltigung hat sie sich von allen zurück gezogen. Sie kann niemanden nah an sich heranlassen. Zu groß ist die Angst vor Verachtung. Sie schämt sich für ihre Vergangenheit und ihren Selbstmordversuch. Nur ganz langsam lässt die die Vergangenheit ruhen und baut eine Beziehung zu Cameron auf.

In diesem Buch wird nur Camerons Sicht beleuchtet. Seine Emotionen sind lebendig und realistisch eingefangen worden und bilden den Grundpfeiler in der Handlung. Allerdings fehlt ein wenig die Dramatik, die den ersten Teil der Reihe ausgemacht hat. Hier wirkt die Erzählung oberflächlicher, denn der Leser erfährt erst ganz zum Schluss, was Avery durchgemacht hat. Trotz allem ist es glaubhaft und nachvollziehbar.

Im Gegensatz zu Averys Erzählung scheint hier die Autorin J. Lynn, die besser unter dem Namen Jennifer L. Armentrout bekannt ist, auf ein paar Kleinigkeiten verzichtet zu haben. Verschiedene Szenen hat sie gänzlich außer Acht gelassen und so hat der kundige Leser das Gefühl, dass hier einfach etwas fehlt. Wer das erste Buch jedoch nicht kennt, wird das nicht merken und empfindet die Erzählung vermutlich als vollständig. Auch die anderen Begebenheiten werden teilweise etwas schnell abgehandelt und alles was bei Avery so wundervoll ausgeschmückt worden ist, wird hier kurz abgearbeitet. Dennoch ist es unterhaltsam, einmal Camerons Sicht der Dinge mitzuerleben.

Insgesamt hätte die Autorin aus diesem Buch vielleicht eher eine Fortsetzung zu der großen Liebesgeschichte geschrieben, statt noch einmal alles Revue passieren zu lassen. Avery und Cameron sind ein herzliches Paar und haben das bereits in „Wait for me“ deutlich unter Beweis gestellt. Allerdings fehlt diesem Werk einfach das gewisse Etwas, das den ersten Teil so stark gemacht hat. Vielleicht war „Wait for me“ einfach durch Averys Dramatik etwas mitreißender. Hier bleibt die Geschichte ein wenig hinter den starken Emotionen, die durch Avery so lebendig geworden sind, zurück. Von mir gibt es knappe 4 von 5 Sternen.

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