Seite 1 von 2
#1 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von Svenja 06.06.2014 15:42

#2 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von Svenja 20.06.2014 11:40

Ich habe das Buch durch u bin auch grad beruflich unterwegs. Werde mich zwischendurch übers Handy melden.

Wie habt ihr den Anfang des 23. Kapitels gedeutet? Ich habe es ehrlich gesagt, nicht verstanden. Warum fällt man in Ohnmacht u erklärt die Mutter zum ungeheuer, weil sie extrem religiös ist? Als Leon die Mönche erwähnte, habe ih mir etwas anderes als "Reinheit" vorgestellt. Nachdem ja überall, auch in Italien, vom sexuellen Missbrauch durch Priester die Rede war, kam mir das sofort in den Sinn.

#3 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von leseratte1310 21.06.2014 10:27

avatar

Nachdem das Buch fast vier Wochen bis zu mir benötigte, habe ich es gestern in einem Zug ausgelesen.

Es ist eigentlich kein Krimi, obwohl Brunetti ermittelt. Nein, es ist ein gesellschaftskritischer Roman. Es wird vieles abgehandelt: das Nichtsehenwollen, Vetternwirtschaft, Korruption, Vorurteile und Ausgrenzung.

Mir hat gut gefallen, dass Brunetti sein eigenes Handeln immer mehr hinterfragt, nachdem er sah, wie Pucetti und Griffoni sich verhielten.

Am Ende bleiben Fragen offen, es wäre schön gewesen, wenn sie auch geklärt wären. Aber es stört auch nicht, dass es so ist wie es ist.

#4 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von goat 21.06.2014 13:52

avatar

Das ist interessant, Leseratte. Denn dieses Hinterfragen von Brunetti bezüglich Pucettis und Griffonis Handlungsweise, hat mich enorm gestört. Es ist doch in polizeilichen Ermittlungen gang und gäbe, dass man sich verstellt, um an Informationen zu gelangen. Ich fand das stellenweise schon ganz schön nervig, dass er sich da so "mimosenhaft" anstellt - auch wenn es keine offizielle polizeiliche Ermittlung war, sondern eher auf persönlichen Interessen beruht hat.

Geschockt war ich über das Ende. Davide wurde tatsächlich aus Geldgründen von seiner Mutter beseitigt. Und diese Grausamkeit, sein Kind vor sich hinvegetieren zulassen, ist einfach unvorstellbar für mich. Nichtbeachtung ist sogar noch schlimmer als Schläge und diese Frau ist sowas von skrupellos und eiskalt. Von Brunettis Gedanken zum Schluss war ich zwar genauso geschockt, kann sie aber nachvollziehen. In so einem Fall hätte ich wahrscheinlich auch nicht anders gedacht.

Also zum Schluss hin haben sich Elettra und Griffoni ja doch noch irgendwie zusammengerauft. Vielleicht müssen wir ja doch nicht auf Elettra verzichten? Aber ich glaube auch nicht, dass Donna Leon eine Protagonistin einfach so rausschreibt. Aber ich lasse mich überraschen. Ich wäre jedenfalls enttäuscht, wenn wir nicht mehr von ihr lesen.

#5 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von leseratte1310 21.06.2014 15:05

avatar

Zitat von goat im Beitrag #4
Das ist interessant, Leseratte. Denn dieses Hinterfragen von Brunetti bezüglich Pucettis und Griffonis Handlungsweise, hat mich enorm gestört. Es ist doch in polizeilichen Ermittlungen gang und gäbe, dass man sich verstellt, um an Informationen zu gelangen. Ich fand das stellenweise schon ganz schön nervig, dass er sich da so "mimosenhaft" anstellt - auch wenn es keine offizielle polizeiliche Ermittlung war, sondern eher auf persönlichen Interessen beruht hat.

Geschockt war ich über das Ende. Davide wurde tatsächlich aus Geldgründen von seiner Mutter beseitigt. Und diese Grausamkeit, sein Kind vor sich hinvegetieren zulassen, ist einfach unvorstellbar für mich. Nichtbeachtung ist sogar noch schlimmer als Schläge und diese Frau ist sowas von skrupellos und eiskalt. Von Brunettis Gedanken zum Schluss war ich zwar genauso geschockt, kann sie aber nachvollziehen. In so einem Fall hätte ich wahrscheinlich auch nicht anders gedacht.






Natürlich will ein Ermittler etwas erreichen und verhält sich so, dass er sein Ziel erreicht. Deshalb gibt es ja diese Spielchen "böser Bulle - guter Bulle". Aber das was Pucetti da abgezogen hat, ging darüber hinaus. Brunetti ist sich im klaren darüber, dass er sowas Ähnliches auch macht. Aber er denkt darüber nach, ob es richtig ist. Vielleicht kommt es mimosenhaft rüber, aber ich meine, es macht ihn menschlich und sympathisch.

Ana scheint wirklich mehr als nur eine "falsche Schlange" zu sein. Ihr ganzes Verhalten ist für mich krank. Aber genau so krank finde ich die Menschen, die zusehen und nichts unternehmen.

#6 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von Svenja 21.06.2014 19:51

Zitat von leseratte1310 im Beitrag #3
Nachdem das Buch fast vier Wochen bis zu mir benötigte, habe ich es gestern in einem Zug ausgelesen.

Es ist eigentlich kein Krimi, obwohl Brunetti ermittelt. Nein, es ist ein gesellschaftskritischer Roman. Es wird vieles abgehandelt: das Nichtsehenwollen, Vetternwirtschaft, Korruption, Vorurteile und Ausgrenzung.


Wow ich bin beeindruckt. Das Buch liest sich aber wirklich gut und im einen Rutsch ist es vllt auch besser zu lesen. Den Krimi über 2 Wochen zu lesen, ist eigtl nicht nötig .

Silke u eleasy hatten auch schon erwähnt, dass es sich um einen gesellschaftskritischen Roman handelt. Wie Silke treffend sagte, hält Donna Leon der Gesellschaft gerne den Spiegel vor.

In diesem Fall klagt sie fast die ganze Stadt an. Wie kann es sein, dass die Stadt nichts von der Existenz eines Kindes weiß. Und dann die Nachbarn. Alle Wissen Bescheid, niemand sagt etwas. Ein jeder tratscht über die eiskalte Ana, niemand hilft dem armen Jungen. Selbst der Arzt nicht, der vermutlich etwas ahnte.
Es ist traurig, dass sich niemand, außer den beiden Frauen in der Reinigung, um den Jungen kümmerte - bis es ihm das Leben kostete und selbst dann gehen alle Brunetti aus dem Weg. Aus Angst, selbst angeklagt zu werden. Kollektives schweigen.

Das Buch hat zwar ein paar Schwächen und lässt einen unbefriedigt zurück, weil man doch wünscht, Ana würde angeklagt werden. Man kann nur hoffen, dass sie sich durch ihre eigene Dummheit mit dem "DNH" -Test ins Gefängnis bringt.

#7 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von goat 21.06.2014 21:10

avatar

@ Svenja, hätten wir denn hier die Leserunde verkürzen können? In einer anderen Leserunde war ich wohl etwas zu schnell und bin gebremst worden, deswegen habe ich mich hier etwas gebremst und auch die zwei Wochen ausgenutzt.

Was mir jetzt gerade noch aufgefallen ist. Ich habe die Passage jetzt zweimal durchgelesen und bin immer noch der Meinung, dass Lucretia Ana nicht tätlich angegriffen hat. Sie hat sie nur zur Tür rausgestoßen und da blieb sie dann zeternd stehen. Die Tür ins Gesicht geschlagen hat sie ihr nur im übertragenen Sinn. Dann frag ich mich, woher hat Ana die schweren Verletzungen, wenn sie Tür tatsächlich nicht abgekommen hat?

#8 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von eleasy 21.06.2014 21:27

avatar

Zitat von leseratte1310 im Beitrag #3
Nachdem das Buch fast vier Wochen bis zu mir benötigte, habe ich es gestern in einem Zug ausgelesen.

Klasse, dass Dich das Buch nach der langen Wartezeit doch noch erreicht hat! Kaum zu glauben!

Ich habe das Buch auch schon länger durch und habe extra noch mit meinem letzten Post gewartet.
Dieser letzte Abschnitt bringt ja doch noch einige erstaunliche Enthüllungen zutage, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Zitat von Svenja im Beitrag #2

Wie habt ihr den Anfang des 23. Kapitels gedeutet? Ich habe es ehrlich gesagt, nicht verstanden. Warum fällt man in Ohnmacht u erklärt die Mutter zum ungeheuer, weil sie extrem religiös ist? Als Leon die Mönche erwähnte, habe ih mir etwas anderes als "Reinheit" vorgestellt. Nachdem ja überall, auch in Italien, vom sexuellen Missbrauch durch Priester die Rede war, kam mir das sofort in den Sinn.

Über dieses Kapitel bin ich auch gestolpert und habe es später auch zusammen mit Lucretias Erklärungen noch einmal gelesen.
Irgendwie kommt es leider nicht sehr deutlich rüber, was genau Griffoni so entsetzt hat.
Ich habe mir daher zusammengereimt, dass die Mutter ihre in "Sünde" gezeugten, unreinen Kinder später für ihre Schwäche hat büßen lassen, in dem sie mit übertriebenen (exzorzistischen ?) religiösen Riten und ihrem Reinlichkeitstick ihnen ihre Unreinheit quasi "austreiben" wollte.

Zitat von Svenja im Beitrag #6

In diesem Fall klagt sie fast die ganze Stadt an. Wie kann es sein, dass die Stadt nichts von der Existenz eines Kindes weiß. Und dann die Nachbarn. Alle Wissen Bescheid, niemand sagt etwas. Ein jeder tratscht über die eiskalte Ana, niemand hilft dem armen Jungen. Selbst der Arzt nicht, der vermutlich etwas ahnte. .

Ja, mir kam das auch fast wie ein Rundumschlag vor.
Vor allem habe ich mich gefragt, was genau die Leute denn eigentlich gewusst haben - doch sicher nicht, dass Ana und ihre durch ihr konsequentes Schweigen seine frühkindliche Entwicklung derart behindert haben, dass sie aus Davide eine Art Kaspar Hauser gemacht haben.
Was alle mitbekommen haben, war doch eher das Resultat, ihre emotionale Gleichgültigkeit und die seine Vernachlässigung.

Zitat
Es ist traurig, dass sich niemand, außer den beiden Frauen in der Reinigung, um den Jungen kümmerte - bis es ihm das Leben kostete und selbst dann gehen alle Brunetti aus dem Weg.


Das macht wirklich schon sehr betroffen, dass der Arzt und auch selbst die Frauen, die sich um ihn all die Jahre so liebevoll gekümmert haben und eigentlich gemerkt haben müssen, dass er zumindest hören kann, nichts unternommen haben.
Durch dieses Wegschauen haben sie alle Schuld auf sich geladen und hüllen sich nun in Schweigen, da keiner etwas zugeben will!

Zitat
Das Buch hat zwar ein paar Schwächen und lässt einen unbefriedigt zurück, weil man doch wünscht, Ana würde angeklagt werden. Man kann nur hoffen, dass sie sich durch ihre eigene Dummheit mit dem "DNH" -Test ins Gefängnis bringt.


Für mich am schockierendsten war allerdings die grenzenlose Einfältigkeit und Gefühlskälte dieser Frau, die ihren Sohn irgendwann nicht mehr als "Goldenes EI" gesehen hat, sondern nur noch als Störfaktor und ihn in ihrer Habgier getötet hat, in der Hoffnung ihn beerben zu können.
Hätte sie ihn von Anfang an als illegitimen Sohn der Kupferkönigs großgezogen, hätte sie wirklich einen Trumpf in der Hand gehabt.
Ich bin allerdings nicht sicher, ob sie durch eine Verurteilung und eine für sie bequemen Gefängnisaufenthalt überhaupt für ihre ungeheuerliche Tat angemessen bestraft würde?
Sie ist doch psychisch derart krank, dass sie vielleicht sogar gar nicht in Gefängnis käme, sondern in die Psychiatrie.

Zitat von leseratte1310 im Beitrag #5

Natürlich will ein Ermittler etwas erreichen und verhält sich so, dass er sein Ziel erreicht. Deshalb gibt es ja diese Spielchen "böser Bulle - guter Bulle". Aber das was Pucetti da abgezogen hat, ging darüber hinaus. Brunetti ist sich im klaren darüber, dass er sowas Ähnliches auch macht. Aber er denkt darüber nach, ob es richtig ist. Vielleicht kommt es mimosenhaft rüber, aber ich meine, es macht ihn menschlich und sympathisch.

Brunettis Reaktion hat mich auch etwas erstaunt, weil ich das ganze auch für das übliche Spiel gehalten habe und somit Pucetti auch nicht unbedingt übers Ziel hinausgeschossen ist.
Aber klar fühlt er sich da schon ein wenig in seiner Autorität untergraben und überlegt sich, ob er hätte einschreiten müssen.

#9 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von eleasy 21.06.2014 21:32

avatar

Zitat von goat im Beitrag #7
Was mir jetzt gerade noch aufgefallen ist. Ich habe die Passage jetzt zweimal durchgelesen und bin immer noch der Meinung, dass Lucretia Ana nicht tätlich angegriffen hat. Sie hat sie nur zur Tür rausgestoßen und da blieb sie dann zeternd stehen. Die Tür ins Gesicht geschlagen hat sie ihr nur im übertragenen Sinn. Dann frag ich mich, woher hat Ana die schweren Verletzungen, wenn sie Tür tatsächlich nicht abgekommen hat?

Witzig, dass Du diesen Teil noch einmal erwähnst - das habe ich heute nämlich auch noch einmal nachgelesen!

Lucretia geht ja davon aus, dass Brunetti sie verhaften will und zwar wegen der Körperverletzung von Ana.
Wenn sie doch nur die Tür vor der Nase zugeschlagen hat, kann sie doch eigentlich nicht so schwer verletzt sein und vor allem kann Lucretia, die Verletzungen doch auch nicht gesehen haben?
Komisch ...
Ana wäre es allerdings schon zuzutrauen, dass sie später noch nachgeholfen hat ...

#10 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von leseratte1310 22.06.2014 08:52

avatar

Zitat von Svenja im Beitrag #6

Das Buch hat zwar ein paar Schwächen und lässt einen unbefriedigt zurück, weil man doch wünscht, Ana würde angeklagt werden. Man kann nur hoffen, dass sie sich durch ihre eigene Dummheit mit dem "DNH" -Test ins Gefängnis bringt.
[/quote

Es ist am Schluss etwas unbefriedigend. Man möchte ja eigentlich am liebsten immer ein Happy end. Aber es ja nun mal so, dass ein grosser Teil der Verbrechen nicht aufgeklärt werden, nicht nachgewiesen werden können oder auch vor Gericht nicht abgeurteilt werden wegen zu dünner Beweislage.

[quote="goat"|p61700]
Ich habe die Passage jetzt zweimal durchgelesen und bin immer noch der Meinung, dass Lucretia Ana nicht tätlich angegriffen hat. Sie hat sie nur zur Tür rausgestoßen und da blieb sie dann zeternd stehen. Die Tür ins Gesicht geschlagen hat sie ihr nur im übertragenen Sinn. Dann frag ich mich, woher hat Ana die schweren Verletzungen, wenn sie Tür tatsächlich nicht abgekommen hat?



Zitat von eleasy im Beitrag #9

Lucretia geht ja davon aus, dass Brunetti sie verhaften will und zwar wegen der Körperverletzung von Ana.
Wenn sie doch nur die Tür vor der Nase zugeschlagen hat, kann sie doch eigentlich nicht so schwer verletzt sein und vor allem kann Lucretia, die Verletzungen doch auch nicht gesehen haben?
Komisch ...
Ana wäre es allerdings schon zuzutrauen, dass sie später noch nachgeholfen hat ...


Auch das bleibt offen. Aber wenn Ana durch die Tür verletzt wurde, warum sollte sie es selbst verschlimmern? Bei den alten Häusern gibt es wahrscheinlich auch kompaktere Türen als in unseren heutigen Wohnungen, vielleicht verursachzen die auch grössere Verletzungen.

#11 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von Svenja 23.06.2014 11:05

So, nach gestrigen 8 Stunden auf der Autobahn, melde ich mich heute erst.

Zitat von goat im Beitrag #7
@ Svenja, hätten wir denn hier die Leserunde verkürzen können? In einer anderen Leserunde war ich wohl etwas zu schnell und bin gebremst worden, deswegen habe ich mich hier etwas gebremst und auch die zwei Wochen ausgenutzt.

AUf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Hätte man sicherlich, wenn alle einverstanden gewesen wären, machen können.
Aber gut, dass ich nich auf die Idee gekommen bin, so hatte leseratte noch eine Chance, mitzulesen .

#12 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von Svenja 23.06.2014 11:13

@SilkeST
Du hast das Buch sicherlich auch schon durch.
Ich bin gespannt, wie du das Ende des Buches bzw. die gesamte Story siehst. Da du die einzige bist, die alle Brunettis kennt, kanst du uns bestimmt sagen, ob dieser Roman sich von den anderen sehr unterscheidet. Die ersten 10 oder 11 Romane, die ich gelesen habe, hatten zumindest ein befriedigendes Ende. Hier lässt sie recht viele Fäden offen, die leider aber auch nicht unbedingt zur Diskussion anregen.

#13 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von leseratte1310 23.06.2014 11:35

avatar

Zitat von Svenja im Beitrag #12

Hier lässt sie recht viele Fäden offen, die leider aber auch nicht unbedingt zur Diskussion anregen.



Es muss ja nicht immer alles bis ins Letzte geklärt sein. Ich finde, gerade weil noch einiges unklar ist, hat das Buch mehr Nachhall. Es ist ja schließlich so, dass in Wirklichkeit auch vieles nicht geklärt werden kann und dass es im Leben nicht immer ein happy end gibt.

#14 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von Svenja 23.06.2014 16:08

Zitat von leseratte1310 im Beitrag #13
Zitat von Svenja im Beitrag #12

Hier lässt sie recht viele Fäden offen, die leider aber auch nicht unbedingt zur Diskussion anregen.



Es muss ja nicht immer alles bis ins Letzte geklärt sein. Ich finde, gerade weil noch einiges unklar ist, hat das Buch mehr Nachhall. Es ist ja schließlich so, dass in Wirklichkeit auch vieles nicht geklärt werden kann und dass es im Leben nicht immer ein happy end gibt.


Eben, wenn es schon im richtigen Leben selten rund läuft, sollte das Leben im Buch wenigstens geklärt sein .

Nein, aber bisher hatte Donna Leon mit ihren Finger-in-die-Wunde legen auch ansatzweise eine Lösung parat. Es ist immer leicht Kritik zu üben, vor allem, wenn man sich in der Kritik wiederfindet. Schwieriger wird es, einen Ausweg aus der Situation aufzuzeigen. Das macht meines Erachtens ein gutes Buch aus. Ob man mit der Lösung konform geht, steht auf einem anderen Blatt (oder Buch )

Womit ich nicht sagen will, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Ganz im Gegenteil. Es war wieder sehr erfrischend, einen Brunetti zu lesen. Bis auf einige kleinen Schwächen und das Ende, gehört dieses Buch zu ihren besseren Büchern.

#15 RE: 4. Abschnitt - Kapitel 23 - 28 (S.241-323) von Svenja 23.06.2014 16:17

Ich bin erleichtert, dass Leon Elettra nicht durch Griffoni ersetzt hat. Obwohl mir anfänglich Griffoni besser gefiel, ihr Auftrit in Brunettis Büro war ebenso exzellent, wie die ZUsammenkunft mit der ehemaligen Haushälterin. Nur ihr Ohnmachstanfall ist mir schleierhaft. Vielleicht ist sie schwanger und wir erfahren es erst im nächsten Brunetti?

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de
Datenschutz