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#16 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Gesil 10.03.2014 17:14

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Zitat von Gronik im Beitrag #15
Das Geheimnis der physischen Unsterblichkeit war es nun nicht, aber Gerritzoon ist durch seine Schrifttype auf jeden Fall unsterblich geworden, das ist am Ende die Botschaft?


Ich hab die Botschaft so verstanden, dass uns die Freundschaft zu anderen unsterblich (und unvergessen) macht.

Gruß gesil

#17 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von goat 10.03.2014 18:59

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"Eile mit Weile" - Das hätte ich eigentlich auch mal googeln können. Ich googel wirklich jeden Mist, aber hier war wohl zuviel gegoogel im Buch *lach*
Aber ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was das wohl heißen mag ...

Die Stelle als das Kind sagte: "Ich würde die Heue fragen." musste ich gleich an meine Bekannte denken. Denen war etwas Moos von der Dachrinne auf die Auffahrt gefallen. Und als ihre kleine Tochter das sah meinte sie ganz aufgeregt: "Guck mal Mama, da liegt ein Brokkoli."

Das Ende war für mich so ok, wie es war - obwohl ich mir gewünscht hätte, dass es zwischen Kat und Clay etwas ernsteres wird. Der Epilog war auf jeden Fall eine runde Sache und hat mir gut gefallen. Ich habe die Botschaft übrigens genauso wie Du aufgefasst Gesil. Und so etwas von einem Freund zu lesen ist doch das schönste Kompliment, was man bekommen kann.

#18 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Gronik 10.03.2014 19:13

Zitat von Gesil im Beitrag #16
Ich hab die Botschaft so verstanden, dass uns die Freundschaft zu anderen unsterblich (und unvergessen) macht.


Stimmt, das natürlich auch. Denn Gerritzoon bleibt durch seine Schrift unvergessen, Manutius aber eben durch ihre Freundschaft

#19 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Gesil 10.03.2014 20:05

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Zitat von goat im Beitrag #17
Die Stelle als das Kind sagte: "Ich würde die Heue fragen." musste ich gleich an meine Bekannte denken. Denen war etwas Moos von der Dachrinne auf die Auffahrt gefallen. Und als ihre kleine Tochter das sah meinte sie ganz aufgeregt: "Guck mal Mama, da liegt ein Brokkoli."


Kindermund tut Wahrheit kund. Ich finde es immer wieder lustig, was Kindern einfällt bzw. wie sie sich etwas erklären, wenn sie etwas nicht kennen.

#20 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Quantaqa 11.03.2014 06:50

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Zitat von Gesil im Beitrag #16
Ich hab die Botschaft so verstanden, dass uns die Freundschaft zu anderen unsterblich (und unvergessen) macht.

So habe ich das auch verstanden.

#21 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Cekay 11.03.2014 20:26

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So bin auch durch und das Ende hat mir gefallen. Die Heue war lustig, obwohl er durch das Verwenden der richtigen Suchbegriffe auch vorher hätte etwas finden können. So hat er aber die richtige Dame direkt am Telefon.

Als ich mich zu der Runde angemeldet habe, bin ich noch von einem Fantasy-Roman mit Magie ausgegangen. Ich muss sagen ich bin sehr erfreut, dass sich so ganz anders entwickelt hat. Das war mal wieder ein Roman der mich überrascht hat :)

Mein Highlight in diesem Abschnitt war aber neben der Dia-Vorführung, ganz klar der Epilog. Ich find es toll, dass der Autor zu jedem wichtiger Person ein paar Sätze verloren hat. Trotz der (negativen) Entwicklung, die Kat scheinbar gemacht hat, hat sie sich wohl doch nicht ganz verloren. Ich finds toll, dass die beiden wieder daten =)

Zitat von Quantaqa im Beitrag #2
"Wenn man ein Buch liest, spielt sich die Geschichte definitiv im Kopf ab. Wenn man sie hört, spielt sie sich irgendwie in einer kleinen Wolke ab, die den Kopf umgibt, wie eine flauschige Strickmütze, die man sich bis über die Augen gezogen hat." (Seite 288) – Ist das nicht schön formuliert?

Der Satz ist wirklich schön :)

#22 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Lilli33 12.03.2014 10:25

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Ich glaube, der letzte Leseabschnitt hat mir von allen am besten gefallen.

Erst mal fand ich es schade, dass Kat nach dem Reinfall der (Nicht-) Entschlüsselung von Manutius Clay einfach ignoriert und nichts mehr von ihm wissen will. Aber besonders überrascht hat es mich nicht. Mal ehrlich, diese Beziehung wurde doch zu keiner Zeit irgendwie gefühlvoll dargestellt, sondern immer recht nüchtern. Zeitweise war ich mir auch unsicher, ob die beiden überhaupt eine Beziehung haben. Aber ich hätte es doch schön gefunden. Vielleicht wird ja doch noch etwas daraus.

Wie hier ja schon vermutet wurde, steckt der Schlüssel in den Drachenlied-Chroniken. War ja eigentlich nicht schwierig zu erraten, so oft, wie dieses doch eher unbedeutende Werk in diesem Buch genannt wurde.

Witzig fand ich, dass Clay sich so eine Mühe macht, an Edgar Deckle zu schreiben. Tolles Briefpapier, neuer Kuli…, eben ganz altmodisch, wie er es für den Ungebrochenen Buchrücken für angemessen hält, und Edgar mailt zurück, dass sie doch skypen könnten.

Wie Clay dann die Patrizen (dieses Wort kannte ich bisher noch gar nicht, wieder was gelernt ) findet, fand ich auch toll, wenn ich auch nicht glaube, dass es in Wirklichkeit so einfach geht. Spaziert einfach in diese Lagerhalle, findet die Dinger, unterschreibt ein Formular und nimmt sie mit. Da könnte ja jeder kommen. Aber diese Lagerhalle mit den wandernden Regalen fand ich schon faszinierend. Und dass er den Aufenthaltsort der Patrizen findet, indem er ein kleines Kind befragt. Da sieht man mal wieder, dass wir oft viel zu kompliziert denken und es in Wahrheit ganz einfach ist. Man muss nur die Heue suchen lassen. Das werde ich mir merken

Penumbra hat eine Rolle in den Drachenlied-Chroniken und ist damit „unsterblich“. Ich denke, das ist es, was uns dieses Buch sagen will: Der Körper muss sterben, da führt kein Weg dran vorbei. Aber unser Geist kann weiterleben in anderen Menschen, anderen Dingen, die wir geschaffen oder beeinflusst haben.

Und am Ende hat Clay wirklich den Manutius entschlüsselt, war erfolgreicher als alle Computer. So was erfreut doch ein Leserherz

Überhaupt hat mir der Schluss gut gefallen. Es wurde alles noch richtig schön gemütlich beendet und in die Zukunft geführt und nicht abgehackt oder schnell runter geschludert, wie es leider oft in Büchern vorkommt.

#23 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Lilli33 12.03.2014 10:38

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Zitat von Gronik im Beitrag #18
Zitat von Gesil im Beitrag #16
Ich hab die Botschaft so verstanden, dass uns die Freundschaft zu anderen unsterblich (und unvergessen) macht.


Stimmt, das natürlich auch. Denn Gerritzoon bleibt durch seine Schrift unvergessen, Manutius aber eben durch ihre Freundschaft


Ich denke, es gibt eben verschiedene Möglichkeiten, unsterblich zu werden: durch Freundschaft oder indem man etwas Bleibendes schafft.


Zitat von Cekay im Beitrag #21
Als ich mich zu der Runde angemeldet habe, bin ich noch von einem Fantasy-Roman mit Magie ausgegangen. Ich muss sagen ich bin sehr erfreut, dass sich so ganz anders entwickelt hat. Das war mal wieder ein Roman der mich überrascht hat :)


Genau so ging es mir auch

#24 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von leseratte1310 12.03.2014 10:55

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Zitat von Lilli33 im Beitrag #22

Witzig fand ich, dass Clay sich so eine Mühe macht, an Edgar Deckle zu schreiben. Tolles Briefpapier, neuer Kuli…, eben ganz altmodisch, wie er es für den Ungebrochenen Buchrücken für angemessen hält, und Edgar mailt zurück, dass sie doch skypen könnten.



Das zeigt doch wieder einmal, dass Altes und Neues gut nebeneinander bestehen können. Nur weil ich heute Computer, Tablet usw. benutze, muss ich den handgeschriebenen Brief doch nicht verbannen und tue es auch nicht, wenn ich lieben Freunden zu besonderen Anlässen schreibe. Auch in Zeiten der E-Reader, die ich auch nutze, halte ich am liebsten ein richtiges Buch in der Hand.

#25 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Cekay 12.03.2014 11:04

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Zitat von Lilli33 im Beitrag #22
Wie Clay dann die Patrizen (dieses Wort kannte ich bisher noch gar nicht, wieder was gelernt ) findet, fand ich auch toll, wenn ich auch nicht glaube, dass es in Wirklichkeit so einfach geht. Spaziert einfach in diese Lagerhalle, findet die Dinger, unterschreibt ein Formular und nimmt sie mit. Da könnte ja jeder kommen.
Das hat mich auch erst ein bisschen gestört. Aber eigentlich ist es ja nicht ganz so einfach. Er musste sich als Angestellter eines Museums ausgeben um an die Infos zu kommen. Etwas das Deckle vermutlich nicht probiert hat.

Zitat von leseratte1310 im Beitrag #24
Das zeigt doch wieder einmal, dass Altes und Neues gut nebeneinander bestehen können. Nur weil ich heute Computer, Tablet usw. benutze, muss ich den handgeschriebenen Brief doch nicht verbannen und tue es auch nicht, wenn ich lieben Freunden zu besonderen Anlässen schreibe. Auch in Zeiten der E-Reader, die ich auch nutze, halte ich am liebsten ein richtiges Buch in der Hand.
Das seh ich auch so. Die eine oder andere Art zu verteufeln ist albern. Bei mir ist bloss anders rum. Ich lese meine Bücher inzwischen lieber auf dem Reader :D

#26 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Annegret 12.03.2014 11:18

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Ich habe es jetzt auch geschafft. Mich hat der letzte Abschnitt sehr beeindruckt. Wie ehrgeizig Clay alles angepackt hat! Von Deckle angeregt, macht er sich auf die Suche nach den Patrizen und findet sie tatsächlich. Und durch die Patrizen entdeckt der das Geheimnis.

"Es gibt keine Unsterblichkeit, die nicht auf Freundschaft und liebevoller, sorgfältiger Arbeit beruht." (S. 351)

Daß es mit Kat nach der Aktion zuende war, hatte ich schon vorher gedacht. Kat ist auf einer Suche, die Clay nicht erfüllen kann. Kat sucht Unsterblichkeit, die definitive Unsterblichkeit.

#27 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Gesil 12.03.2014 11:22

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Zitat von Cekay im Beitrag #25
Zitat von Lilli33 im Beitrag #22
Wie Clay dann die Patrizen (dieses Wort kannte ich bisher noch gar nicht, wieder was gelernt ) findet, fand ich auch toll, wenn ich auch nicht glaube, dass es in Wirklichkeit so einfach geht. Spaziert einfach in diese Lagerhalle, findet die Dinger, unterschreibt ein Formular und nimmt sie mit. Da könnte ja jeder kommen.
Das hat mich auch erst ein bisschen gestört. Aber eigentlich ist es ja nicht ganz so einfach. Er musste sich als Angestellter eines Museums ausgeben um an die Infos zu kommen. Etwas das Deckle vermutlich nicht probiert hat.

Ich fand das auch gar nicht so einfach: Zuerst einmal muss er an diese Datenbank kommen (okay, die hatte Deckle wohl auch), dann muss er "die Heue suchen lassen" und wer weiss, vielleicht hat auch die Neel-Shah-Stiftung ihren Teil dazu beigetragen.
Aber es stimmt schon, Clay hat bei seiner Suche auch viel Glück und Hilfe!

#28 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Lilli33 12.03.2014 12:06

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Zitat von Cekay im Beitrag #25
Zitat von Lilli33 im Beitrag #22
Wie Clay dann die Patrizen (dieses Wort kannte ich bisher noch gar nicht, wieder was gelernt ) findet, fand ich auch toll, wenn ich auch nicht glaube, dass es in Wirklichkeit so einfach geht. Spaziert einfach in diese Lagerhalle, findet die Dinger, unterschreibt ein Formular und nimmt sie mit. Da könnte ja jeder kommen.
Das hat mich auch erst ein bisschen gestört. Aber eigentlich ist es ja nicht ganz so einfach. Er musste sich als Angestellter eines Museums ausgeben um an die Infos zu kommen. Etwas das Deckle vermutlich nicht probiert hat.



Er musste sich zwar als Angestellter eines Museums ausgeben, aber nicht ausweisen. Das meinte ich. Da könnte ich auch hingehen und sagen, ich komme von dem und dem Museum...

#29 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Lurch 12.03.2014 13:29

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Niemand hatte doch nähere Informationen zu den Patrizen und es war in den Augen der Lageristen vielleicht nur ein verstaubtes Stück aus einer freundlichen Schenkung - ohne Sinn und Zweck. Bei "wichtigeren" Dokumenten (liegt ja immer im Auge des Betrachters) hätten sie bestimmt schon etwas tiefer gebuddelt, ehe sie einfach junge Männer damit auf die Reise schicken. Ich fand es so wie es war in Ordnung.

#30 RE: 5. Abschnitt: Seite 283 bis Ende von Quantaqa 12.03.2014 15:51

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Zitat von Lilli33 im Beitrag #28
Er musste sich zwar als Angestellter eines Museums ausgeben, aber nicht ausweisen. Das meinte ich. Da könnte ich auch hingehen und sagen, ich komme von dem und dem Museum...

Aber er ist ja an dieses besondere Telefon gegangen, als er in der Datenbank den Eintrag vorgenommen hat. Das war vielleicht Beweis genug?

Zitat von Lilli33 im Beitrag #22
Mal ehrlich, diese Beziehung wurde doch zu keiner Zeit irgendwie gefühlvoll dargestellt, sondern immer recht nüchtern. Zeitweise war ich mir auch unsicher, ob die beiden überhaupt eine Beziehung haben.

Das ging mir auch so. Manchmal habe ich mich gefragt, ob sie überhaupt (noch) zusammen sind ...

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