#1 Serafina: Das Königreich der Drachen - Rachel Hartman von Kate88 20.12.2012 20:14

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Inhalt:

Kann EIN Mädchen ZWEI Welten vereinen?

Die Drachen könnten die Menschen vernichten. Doch sie sind zu fasziniert von ihnen. Dies ist die Basis des fragilen Friedens zwischen beiden Völkern, die jäh brüchig wird, als der Thronanwärter ihres gemeinsamen Königreichs brutal ermordet wird – auf Drachenart. Die junge Serafina hat guten Grund, beide Parteien zu fürchten. Hütet doch das erst seit kurzem am Hofe lebende Mädchen selbst ein Geheimnis. Als sie in die Mordermittlungen verwickelt wird, kommt der scharfsinnige junge Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, ihm gefährlich nahe und droht, ihre Verstrickung mit der Welt der Drachen zu enthüllen und ihr ganzes Leben auf immer zu zerstören.

Meine Meinung:

Serafin hat ein Geheimnis. Ein Geheimnis, welches niemals jemand anderes erfahren darf. Mit allen Mitteln versucht sie am Hof als Musikmamsell ein so normales Leben wie nur möglich zu führen. Doch dann wird der Thronfolger ermordet und alle Spuren weisen darauf hin, dass der Mörder ein Drache ist.

Dabei steht der Frieden zwischen Menschen und Drachen in keinem guten Licht und die Stimmen gegen diesen Frieden werden immer lauter. Serafina versucht die Wahrheit heraus zu finden und muss bald feststellen, dass diese Geschichte mehr mit ihrem Leben zu tun hat als ihr lieb ist. Dass bei dieser Suche nicht nur ihr Herz, sondern auch ihr Geheimnis in Gefahr ist, merkt sie zunächst nicht.

Ich muss leider sagen, dass mich "Serafina" nicht ganz überzeugen konnte, auch wenn ich großes Potenzial für die Folgebände sehe.

Der Einstieg in das Buch ist mir unheimlich schwer gefallen. Alles war ein wenig verwirrend und ich konnte vieles lange Zeit nicht wirklich zuordnen. Dazu kommt, dass der Leser mit vielen verschiedenen Namen bzw. Personen, Städten und unbekannten Begriffen konfrontiert wird. Dadurch war mir die Welt von Serafina nicht wirklich greifbar. Vieles ist zu blass und ungenau geblieben, ohne wirkliche Konturen. Ich konnte einfach kein Bild in meinen Kopf entstehen lassen.

Auch die Charaktere waren zum größten Teils für mich nicht überzeugend bzw. zu blass. Erst im Verlauf der Geschichte konnte ich zu einigen von ihnen eine Bezug finden. Aber auch hier konnte ich mir kein Bild von ihnen machen. Besonders die Drachen, die unteranderen zu meinen liebsten Wesen gehören, waren mir nicht aussagekräftig genug, zu seicht und fade. Irgendwie sind sie mir in diesem Buch unter gegangen. Was wirklich schade ist, aber ich hoffe einfach, dass sie im zweiten Band eine größere und gewichtigere Rolle finden.

Erst ab der Hälfte des Buches hat die Geschichte es geschafft mich doch noch zu fesseln. Die Spannung hat stetig zu genommen und ich war endlich in der Geschichte angekommen. Auch gab es einige Wendungen, die mich doch positiv überrascht haben, da ich es so nicht erwartet habe. Auch konnte ich einen besseren Draht zu Serafina finden und sie besser verstehen.

Das Ende hat mich dann wiederum ein wenig zwiegespalten zurück gelassen. Auf der einen Seite war es schon logisch und auch verständlich, aber auf der anderen Seite war ich nicht ganz glücklich damit.
Daher setze ich meine Hoffnungen auf die Folgebände, denn Potenzial hat Serafina definitiv.

Fazit:

Für mich leider ein eher durchwachsener Auftakt, mit einem für mich doch recht schweren Einstieg und einem Ende, welches mich nicht so ganz überzeugen konnte. Dennoch verspricht "Serafina - Das Königreich der Drachen" eine durchaus interessante Reihe zu werden. Ich werde die Folgebände mit Sicherheit lesen!

#2 RE: Serafina: Das Königreich der Drachen - Rachel Hartman von Lainybelle 06.01.2013 12:23

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Inhalt

Zitat
Ich schlug die Augen auf. Die Wolken waren aufgerissen, der Mond funkelte über den verschneiten Dächern der Stadt. Der Anblick war wunderschön und vertiefte zugleich meinen Kummer. Wie konnte die Welt so schön sein, wenn ich doch so abstoßend war?


Menschen und Drachen leben in Frieden miteinander, seit Königin Lavonda mit dem Ardmagar Comonot einen Vertrag ausgehandelt hat. Doch das vermeintlich friedliche Nebeneinander ist empfindlich. Als Prinz Rufus auf Drachenart ermordet wird, gerät Serafina mitten in die Ermittlungen und ein Gefühlswirrwarr hinein, in dem es immer schwerer wird, ihr eigenes Geheimnis zu schützen...

Meine Meinung

Nach einem eher holprigen Einstieg habe ich mich schließlich gut in das Buch hineingefunden. Die Geschichte ist weitgehend logisch aufgebaut und hält viele unerwartete Überraschungen bereit. Fragen, die im Laufe des Lesens entstehen, werden im Normalfall später aufgegriffen und geklärt.
Einige der Fantasy-Elemente sind sehr abstrakt gestaltet - insbesondere Finas "Garten der Grotesken" - und daher anfangs gewöhnungsbedürftig.
Hinzu kommt, dass durch die vielen "Erfindungen" der Autorin ein häufiges Nachschlagen im Glossar notwendig ist.
Die Figuren haben durchaus Tiefe, sind zu mir jedoch bis zum Ende auf einer gewissen Distanz geblieben, was es erschwert hat, mit ihnen mitzufiebern.
Im Hinblick auf den recht beachtlichen Umfang des Buches, muss man ganz klar festhalten, dass es besonders zu Beginn mehrere unnötige Längen hat. Ein Spannungsaufbau findet kaum statt und die Handlung beschränkt sich auf langwierige Erklärungen und Ermittlungen.
Dennoch muss ich insgesamt sagen, dass das Buch auch seine Stärken hat.
Besonders die Umsetzung der Hintergrundthematiken des Anders- und Ausgeschlossenseins, der Fremdenfeindlichkeit und damit verbundener Vorurteile sowie von dem Gegensatz zwischen Verstand und Gefühl konnte mich überzeugen.

Fazit

"Serafina - das Königreich der Drachen" ist eine fantasievolle Geschichte mit originellen Elementen, die jedoch weitaus spannender hätte gestaltet werden können, und an einigen Stellen stark gekürzt werden könnte. Der Schreibstil ist Geschmacksache; mir selbst hat er gut gefallen. Eine schöne Botschaft, die meiner Meinung nach deutlich fesselnder hätte verpackt werden können.
Obwohl es der Auftakt einer Reihe ist, steht das Buch in vielen Hinsichten für sich, da es ein stimmiges und rundes Ende hat. Allerdings gibt es definitv trotzdem genug Stoff für die Fortsetzung.
Ich vergebe drei Sterne mit Potenzial für mehr...

#3 RE: Rezensionen von Melanie 13.01.2013 21:30

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So, meine Rezension habe ich gerade bei "Die Leser-Welt liest & lauscht" hochgeladen (schließlich habe ich das Buch von dort ;-)).
Wer sie lesen möchte, kommt hier direkt zur Rezension.

#4 RE: Rezensionen von Büchernische 14.01.2013 12:56

Wundervoll geschrieben, einer der besten Drachenfantasy-Romane, den ich je gelesen habe – Christopher Paolini

Wenn der Autor eines meiner liebsten Drachenromane, der Schöpfer der Eragonreihe, solch ein Lob für das Buch einer Kollegin ausspricht, werde ich natürlich hellhörig. Ich habe die Geschichte Christopher Paolinis rund um Eragon und seine Beziehung zu Drache Saphira geliebt, somit war klar, dass ich Rachel Hartmans Debüt »Serafina – Das Königreich der Drachen« auch unbedingt lesen wollte. Die Glücksfee war mir hold, als ich das Buch im Rahmen einer Verlosung für die bereits zweite Leserunde auf lovelybooks.de gewann. Bereits bei der ersten Leserunde rund um den Roman war die Begeisterung recht groß, meine Neugier musste ergo unbedingt gestillt werden. Das Buch ist gut, keine Frage, aber ein Highlight seines Genres war es nun für mich nicht unbedingt.

Das Königreich der Drachen

Die junge Serafina Dombegh ist eine hochbegabte Musiklehrerin am Hofe des Königshauses Goredd. Sie liebt ihre Musik, es ist ihr Lebensinhalt, sie gibt ihr Halt und Kraft. Serafina trägt ein Geheimnis in sich, sie spürt, sie weiß, dass sie anders ist und versucht, so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf ihre eigene Person zu lenken. Es herrscht Frieden zwischen dem Menschenvolk und den Drachen, doch dann wird der tote Körper des Thronerben unweit der Festung entdeckt und der Verdacht fällt auf die Reihen der Drachen. Kurz vor der Zeremonie zum Jahrestag des Friedens zwischen den beiden ungleichen Völkern wird die vermeintliche Ruhe im Land auf eine harte Probe gestellt – und Serafina befindet sich bald mittendrin, zwischen den Fronten…

Schleppender Start, furioses Ende

Wie immer beginne ich meinen Überblick über dieses Buch mit seinem äußeren Eindruck. Das Cover verdient volle Punktzahl, denn Farbgebung, die goldschimmernden Buchstaben und feine Details der Illustration sind eine Augenweide. Der Blick des Mädchens, dunkles Haar, im Hintergrund die imposante Gestalt eines Drachen und das in kühlen petrol-blauen Farbtönen gestaltete Bild passt hervorragend zum Inhalt des Romans. Ich finde diese Version der Umschlaggestaltung auch gelungener als die der englischen Originalausgabe, welche in Brauntönen und Kupferstichoptik gehalten wurde.

Der Roman wurde in insgesamt 37 Kapitel aufgeteilt, beginnend mit einem Prolog, welcher die ersten Lebensstunden der Protagonistin beleuchtet und mir als Leser sogleich ein Bild Serafinas vermittelt, das für den Verlauf der Handlung prägend ist. Auf den letzten zwölf Seiten befindet sich ein Glossar sowie ein Personenverzeichnis, welches sich zu durchblättern lohnt, da einem viele Begriffe erklärt werden, die für das Verständnis der Geschichte essentiell sind.
Der erste Band der »Serafina«-Trilogie ist kein Buch, das mich vollends überzeugen konnte, es ist jedoch ein Buch, das mich durchaus packen konnte – leider aber erst relativ spät. Auf den ersten etwa 300 Seiten, also über die Hälfte des Plots, wurde ich intensivst in die Gedankenwelt der Protagonistin eingeführt, was aber dennoch nicht wirklich Zugang zu ihr gewährte, jedenfalls nicht von Anfang an.
Serafina ist ein vielschichtiger, und auch sehr interessanter Charakter. Die Autorin hat ihre eigene Liebe zur Musik – sie spielt selbst Cello – sehr ausführlich in den Charakter Serafinas eingebunden, inklusive der dazugehörigen musikalischen Fachbegriffe und einer sehr farbigen, bildlichen Beschreibung, wie Musik auf die junge Frau wirkt. Diesen Aspekt Serafinas empfand ich als sehr gelungen, da ich ebenfalls einen engen Bezug zur Musik respektive zur Klassik habe und daher auch nicht nachschlagen musste, wenn Rachel Hartman Begriffe der Musikwelt in Dialoge einflocht. In diesem Fall gelang die Identifikation mit der Protagonistin. Serafinas Weg, mit ihrem Schicksal und ihrer Gedankenwelt umzugehen, die Idee dahinter – welche die Autorin sehr farbig und eindrucksvoll anregend für mein Kopfkino ausarbeitete -, gefiel mir ausgesprochen gut: ein Wandeln durch einen Garten, verbunden mit der Fähigkeit, gedanklich zu kommunizieren eröffnete viele Möglichkeiten für den Verlauf der Story.

Die Musik dringt mir ins Blut und offenbart mich so, wie ich bin – hier und jetzt, ein Wesen aus Fleisch und Blut. ein Wesen aus Geist und aus Bewegung. Ich spüre das alles, und es ist wahr, jenseits aller Wahrheiten. – Seite 418

Eloquent-intensiver Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin wirkt ein wenig altertümlich, liest sich jedoch nicht schleppend da man sich recht schnell daran gewöhnt hat. Die eloquente Wortwahl und stilistisch leicht barock-klingende Sprache passte einfach gut zur Thematik und da dies nicht mein erstes Buch ist, das in diesem Stil geschrieben wurde, hatte ich damit absolut keine Probleme. Der Fakt, dass die Geschichte wirklich sehr langsam voran kam, die Autorin sich sehr lange mit Beschreibungen von Musikstilen, Umgebung und Hintergründen aufhielt, ohne zwischendurch wenigstens ein paar handlungsreiche Highlights einzubauen, störte mich allerdings ein wenig. Das erschwerte auch ein wenig die schlussendliche Bewertung des Buches, da die Grundidee – ein Konflikt zwischen Drachenvolk und Mensch und einem Mädchen, das zwischen den Fronten stand – hervorragend ist. Die Entwicklung der Charaktere, insbesondere Serafinas und so manches Drachen ist der Autorin sehr glaubwürdig gelungen. Serafina ist ein liebevolles Wesen, ein herzensguter, sensibler junger Mensch und war mir von Anfang an sehr sympatisch. Auch die Gegenspieler der jungen Musikerin werden wortgewandt ausgearbeitet und konnten so manches Mal während des Lesens überraschen. Der emotionale Aspekt spielt eine äußerst wichtige Rolle, das Potential dieses vielschichtigen Themas nutzt die Autorin sehr eindrucksvoll.

Obwohl wir alle so verstreut und so verschieden waren – einige von uns skeptisch, andere verbittert -, wir waren ein Volk. Und ich war die Mitte dieses riesigen Räderwerkes. Ich konnte uns alle zusammenbringen. In gewisser Weise hatte ich es ja schon getan – Seite 136

Das Rad wird hier nicht neu erfunden, aber der Aufbau sowie die Idee der Geschichte gefiel mir. Es ist immer ein wenig schwierig, bei einer Trilogie das erste Buch zu schreiben. Die einen Leser bemängeln fehlende Informationen, den anderen fehlt Spannung. Einen gelungenen Mittelweg zu finden, ist nicht einfach. Rachel Hartman hat ihr Bestes gegeben, doch leider hat sie die Waagschale ein wenig zu weit auf Seiten der Grundinformationen belastet und erst gegen Ende des Buches die Spannungskurve Fahrt aufnehmen lassen. Der Schlussakt welcher genug Raum für Spekulation darüber, was im zweiten Buch geschehen wird, lässt, konnte mich dann doch noch zufriedenstellen und ließ mich nach dem Zuklappen des Romans mit einem Gefühl zurück, dass ich unbedingt wissen möchte, wie dieser Konflikt weitergeht. Daraus resultiert dann auch die 4-Herzen-Bewertung.
Was wird aus Serafina, welche Rolle wird sie spielen? Was geschieht mit den zarten Banden der Liebe, die geknüpft wurden?

Ich habe dein wahres Herz gesehen, klar wie die Sonne, und ich habe erkannt, wie außerordentlich es ist. – Seite 492

Mein Fazit: Ein durchaus gelungener Auftakt einer interessanten Drachenfantasygeschichte, mit anfänglicher Schwäche und fortschreitendem Spannungsaufbau, empfehlenswert für alle Leser, die gerne Fantasy und im besonderen Drachenfantasy mögen! Ich bin gespannt auf Band 2! 4 Sterne für Serafina

#5 RE: Rezensionen von fantasticbooks 20.01.2013 19:04

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Bereits Serafinas Geburt in einer Welt, in der es nicht nur Menschen, sondern auch Drachen gibt, ist ein außergewöhnliches Ereignis. Sie selbst ist etwas Besonderes, doch hat sie im Laufe ihres Lebens gelernt, diesen Aspekt ihrer Persönlichkeit vor anderen Menschen oder Drachen zu verbergen. Aufgewachsen bei ihrem Vater und ihrer Stiefmutter war ihr der meiste Außenkontakt untersagt. Lediglich Orma, ein Drache und ihr Lehrer leistete ihr Gesellschaft, doch Drachen, auch wenn sie als Mensch getarnt unter ihnen leben, sind die Gefühle der Menschen fremd und so war und ist Serafina oft einsam. Gegen den Willen ihres Vaters nimmt sie deswegen eine Stelle als Assistentin des Hofkomponisten an. Bei der Beerdigung des Prinzen Rufus, der kurz vor der Verlängerung des 40-jährigen Friedensvertrags zwischen Drachen und Menschen ermordet worden ist, kommt es krankheitsbedingt zu personellen Ausfällen und so ist es nun an Serafina, die heilige Anrufung des Eustach mit einer Flöte auf der Beerdigung zu vertonen.

Während des Einsatzes von Serafina spüren alle Anwesenden ihr besonderes musikalisches Talent und sind zutiefst bewegt von ihrem Flötenspiel. Doch leider zieht sie damit auch die Aufmerksamkeit aller auf sich, obwohl sie nichts mehr vermeiden will als das. Denn Serafina ist das Kind einer Verbindung von Mensch und Drache. Etwas oder jemand, der eigentlich gar nicht sein darf und von beiden Spezies bestenfalls verachtet würde. Als sie nach der Totenmesse außerhalb der Kathedrale auf ihren Lehrer Orma trifft, werden beide Zeugen eines brutalen Angriffs von Menschen auf einen jungen Drachen. Bei den nachfolgenden Ermittlungen zu diesem Attentat wird Prinz Lucian, der die Nachforschungen leitet, auf Serafina aufmerksam. Während sich der Angriff nur als Test der Drachen herausstellt, fällt die Aufmerksamkeit von Hauptmann Lucian Kiggs auf Serafina. Kiggs ist nicht nur ausgeprochen attraktiv und intelligent, sondern auch der Leiter der Ermittlungen im Todesfall von Prinz Rufus, der erkennt, wie wichtig Serafinas Wissen über Drachen und ihre Klugheit für ihn sein könnte. Oder hat er noch andere Gründe ihre Nähe zu suchen? Serafinas Geheimnis scheint zunehmend gefährdet.

Das Buch hat mich schlicht und einfach begeistert. Ich liebe Romane, die von Drachen handeln und besonders der Erzählstil hat mich voll und ganz gefesselt. Serafina ist ein sehr sympathischer Charakter, der trotz seiner Besonderheit gelernt hat, sich dezent im Hintergrund zu halten und um keinen Preis aufzufallen. Im Gegenteil lebt sie in ständiger Angst davor, dass ihr wahres Wesen von den Menschen oder den Drachen entdeckt wird. In dieser Welt versuchen beide Spezies in friedlicher Koexistenz zu leben, doch eigentlich sind hier die Menschen nur vom guten Willen der Drachen abhängig. Denn diese sind den Menschen nicht nur geistig, sondern auch körperlich überlegen. Sie sind sogar in der Lage menschliche Gestalt anzunehmen und technologisch scheinen sie eindeutig weiter entwickelt zu sein. Die Verlängerung des Friedensvertrages steht an und das Timing von Prinz Rufus Ermordung könnte nicht schlechter sein, da ihm nach Drachenmanier der Kopf abgetrennt worden ist. Doch wer ist hier der Mörder? Ein Drache, der es nicht erträgt gleichberechtigt mit den Menschen trotz seiner Überlegenheit zu leben und den Friedensvertrag so gefährden will? Oder ein Mensch mit gleichem Ziel, der es so aussehen lassen hat, als hätte ein verhasster Drache die Tat begangen?

Doch die Identität des Mörders scheint nicht das einzige Geheimnis zu sein. Sowohl Serafina, als auch ihrem Lehrer Orma ist nicht klar, welche Fähigkeiten sie selbst besitzt. Gequält von visionären Anfällen ist ihre einzige Stütze ein kompliziertes Gedankengerüst, dessen Pflege die geistige Gesundheit Serafinas aufrechterhält. Dieses Gedankengerüst ist bewohnt von diversen mysteriösen Personen, denen Serafina täglich ihre Aufmerksamkeit widmen muss, da deren Zufriedenheit auch ihr Wohlbefinden beeinflusst. Aber plötzlich erscheinen ihr ihre Fantasiegefährten auch in der Realität! Gibt es all diese Individuen wirklich? Und was machen sie in Serafinas Kopf?

Das im cbj-Verlag erschienene Buch "Serafina - Das Königreich der Drachen" ist ein spannender Jugendfantasyroman, der sich vor allem durch seine sorgsam und lebendig herausgearbeiteten Charaktere hervortut. Besonders ihrer Ich-Erzählerin Serafina gibt die Autorin Rachel Hartman eine sehr anschaulichen Erzählton. Man spürt beim Lesen die große Last, die sie mit sich herumträgt und gleichzeitig die winzig aufkeimende Hoffnung, dass auch ihr vielleicht ein wenig Glück zuteil werden könnte. Ich habe mit Serafina mitgelitten und gehofft und bin gemeinsam mit ihr in eine neue, faszinierende Welt eingetaucht, die mich durch und durch gefesselt hat und, von der ich unbedingt noch viel mehr lesen möchte.

#6 RE: Rezensionen von daydreamerin 20.01.2013 21:45

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Die 16-jährige Serafina ist eigentlich ein ganz normaler Teenanger, hätte sie nicht ein großes Geheimnis, dass keiner entdecken darf. In Goredd, einem Land, in dem Menschen und Drachen in Menschengestalt dank Friedensvertrag zusammenleben, gibt es immer wieder Streitigkeiten ausgehend von Drachengegnern. Serafina, die als Gehilfin des Hofkomponisten auch der Prinzessin Musikunterricht gibt, gerät zufällig immer wieder an den Ort solcher Konflikte und damit auch in das Blickfeld von Soldat Prinz Lucian, der durch seine ehrliche Art zu Serafinas Freund wird, durch seine Neugier aber ihr Geheimnis zu entdecken droht.
Als hätte sie mit ihren Gefühlen nicht schon genug zu kämpfen, nimmt sie auch noch eine wichtige Rolle im Kampf für den Frieden zwischen Menschen und Drachen ein...

Serafina war mir von Beginn an sehr sympathisch. Zwar wird sie durch ihr Geheimnis immer wieder von Selbstzweifeln geplagt, die ihr ihr Leben als nicht lebenswert erscheinen lassen, trotzdem ist sie eine sehr mutige junge Frau, die sich immer wieder auf die Seite der schwächeren oder benachteiligten schlägt und zu helfen versucht. Dabei ist ihr egal, ob ihr Gegner eine Gruppe gewalttätiger Männer oder ein großer Drache ist. Allerdings bringt sie sich dadurch auch immer wieder in Schwierigkeiten, aus denen sie sich mit ihrer Klugheit und einer guten Portion List und Lügen immer wieder befreien kann.
Wodurch Serafina die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt, bekommt man zusätzlich tiefe Einblicke in ihr Wesen und ihre Gefühle in verschiedenen Situationen. Man kann mit ihr mitfühlen, sich mitfreuen und mitleiden.
Ein zentrales Thema des Buches ist die Musik, welche Serafinas große Begabung ist. Obwohl man beim Lesen selbstverständlich nichts hören kann, ermöglichte es der durchweg detaillierte Schreibstil, sich die Begeisterung der Menschen für Serafinas Musik gut vorzustellen. Beinahe konnte man sie selbst hören ;)

Rachel Hartman erschafft eine komplexe, fantastische Welt. Der Glossar und ein Personenregister helfen, sich in dieser Welt mit ihren fremden Begriffen gut zurechtzufinden. Einige Hintergründe über die genauen Lebenssituationen, in denen das menschliche Leben sehr einfach und mittelalterlich wirkt, während die Drachenmenschen komplizierte, winzige technische Geräte benutzen, wären wünschenswert gewesen, erfolgen aber möglicherweise in den Folgebänden.

Die Geschichte ist durchweg spannend. Nicht zuletzt durch Serafinas Geheimnis, dass zunächst auch dem Leser vorborgen bleibt, wird direkt Spannung zerzeugt. Überraschende Ereignisse, tiefe Gefühle und ein wenig Action vervollständigen das durchweg positive Leseerlebnis. Das Ende ist zwar offen, gibt aber doch einen Ausblick auf die folgenden Ereignisse und macht Hoffnung.

#7 RE: Rezensionen von Kanya 21.01.2013 15:44

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Die Handlung:
Zwischen den Menschen von Goredd und den Drachen herrscht seit 40 Jahren Frieden. Doch dieser ist brüchig und als der Tag der Vertragsverlängerung- der für den Frieden sorgt- näher rückt, wird Prinz Rufus getötet. Alles deutet auf einen Drachen als Mörder hin. So sind die Menschen den Drachen noch schlechter gesinnt, als sowieso schon. Und auch die Drachen sind nicht immer ganz glücklich mit dem Frieden.
Serafina, die junge Musikmamsell am Hof der Königin, hat ein dunkles Geheimnis zu hüten und gerät durch unglückliche Umstände in die Ermittlungen des Mordes. Doch sollte ihr Geheimnis bekannt werden, droht ihr Leben sich für immer zu verändern. Dabei könnte sie vielleicht alles zum Guten wenden.

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist nach dem Prolog zunächst etwas verwirrend, da es eine völlig neue Fantasywelt beinhaltet. Hinten im Glossar sind die wichtigsten Begriffe erklärt, was den Einstieg doch enorm erleichtert, dennoch habe ich einige Zeit gebraucht um die Zusammenhänge zu verstehen und mit den unbekannten Begriffen zurechtzukommen.
Bevor ich das Buch gelesen hatte, war ich skeptisch, ob es etwas für mich ist, da ich sehr wenige Drachenfantasy-Bücher lese, doch nach den anfänglichen Schwierigkeiten bin ich schnell in die Welt von "Serafina" versunken.
Mir gefällt dabei besonders die Idee der Handlung und die Art und Weise, wie die Drachen dargestellt sind. Diese ist originell und faszinierend. Vor allem, dass die Drachen Gefühle unterdrücken und nicht verstehen und als Menschen unter ihnen leben, finde ich eine spannende Idee. Dabei ist die Handlung gut durchdacht und sehr detailliert ausgearbeitet.
Spannung baut sich zunächst nur langsam auf, aber zum Schluss ist ein deutlicher Spannungsbogen spürbar und die Ereignisse überschlagen sich.
Die Gefühle sind außerordentlich überzeugend dargestellt, was zusätzlich zu meinem Lesegenuss beigetragen hat.
Das Ende ist in sich abgeschlossen, obwohl noch vieles ungeklärt ist. Selten habe ich einen Auftaktband einer Trilogie gelesen, den ich mit so einem zufriedenen Lächeln zuklappen konnte. Das Ende ist einfach passend, macht aber auch Lust auf den zweiten Band.

Die Protagonisten:
Die Protagonisten sind mit das Beste an dem ganzen Buch. Sie sind durchweg sehr tiefgründig, vielschichtig und detailliert ausgearbeitet und bieten ein hohes Potenzial für ein interessantes Buch.

Serafina ist zunächst noch relativ unscheinbar oder versucht es zumindest zu sein, um ihr Geheimnis zu bewahren. Doch schnell wird klar, dass es nicht so ganz einfach ist und sie findet nach und nach zu sich selbst. Sehr gut dargestellt ist ihre ständige Angst davor, dass ihr Geheimnis gelüftet wird und ihre innere Zerissenheit. Dennoch ist sie bereit immer das Richtige zu tun. Sie ist mir sehr schnell sympathisch geworden.
Besonders interessant finde ich den Drachen Omra, der Serafinas Lehrer ist und eigentlich keine Gefühle hat. Die Darstellung von Omra ist sehr gut gelungen und auch er verbirgt einiges, was man erst im Laufe des Buches versteht.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr detailliert und nachdem man sich an die Welt von "Serafina" gewöhnt hat, sehr ausdrucksstark und leicht und locker zu lesen. Nach dem etwas schweren Einstieg, war ich durchweg gefesselt. Dabei ist die Sprache angepasst an die Welt und eher altertümlich.

Das ganze Buch ist aus der Ich-Perspektive von Serafina geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. So hat man als Leser einen interessanten Einblick in Serafinas Gedankenwelt und ihren Gefühlen.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist passend und gefällt mir sehr gut. Der Schriftzug sticht durch die goldene Farbe heraus und hebt sich von dem sonst eher blau und dunkel gehaltenen Cover positiv ab.
Der Titel passt ebenfalls sehr gut, da es hauptsächich um Serafina und den Geschehnissen im Königreich geht.

Fazit:
Der Einstieg in die Welt von "Serafina" ist nicht ganz einfach, aber wenn man sich völlig darauf einlässt, bietet das Buch vor allem durch seine interessanten und originellen Ideen und sehr tiefgründigen und vielschichtigen Protagonisten einen sehr hohen Lesegenuss.

#8 RE: Rezensionen von CasusAngelus 23.01.2013 16:38

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Inhalt:
Die junge, musikbegabte Serafina ist seit kurzem am Hof von Goredd angestellt als Gehilfin des Hofkomponisten Viridius und als Musiklehrerin für die Prinzessin Glisselda. Als der Thronfolger Rufus ermordet wird, bekommt Serafina ungewollte Aufmerksamkeit, die sie eigentlich gar nicht gebrauchen kann. Sie trägt nämlich ein Geheimnis mit sich rum, von dem keiner wissen darf: Ihre Mutter war ein Drache, ihr Vater ein Mensch, was Serafina zum Kind beider Völker macht. Zwar herrscht schon seit einigen Jahren Frieden zwischen Drachen und Menschen, doch gibt es Anzeichen, dass Rufus von einem Drachen ermordet wurde. Serafina kann ihre Neugier nicht zügeln und hilft bei der Aufklärung des Mordes, wobei sie Lucian Kiggs, dem Hauptmann der Garde, immer näher kommt. Als auch noch der Anführer Drachen nach Goredd kommt, wird es immer schwerer, ihr Geheimnis zu bewahren.

Meine Meinung:
Von Rachel Hartmans High Fantasy Roman "Serafina - Das Königreich der Drachen" hatte ich zwar etwas anderes erwartet, wurde aber positiv überrascht. Bei dem Wort Drachen hatte ich natürlich sofort an riesige, Feuer spuckende Wesen mit Flügeln im Kopf, doch davon war hier anfangs gar nichts zu lesen. Denn die Drachen in diesem Buch können Menschenform annehmen und bleiben, während sie in der Stadt sind, auch in dieser. Erst ungefähr ab der Mitte bekommt man als Leser auch mal einen "richtigen" Drachen zu sehen. Was mich zuerst ein wenig verwirrt hat, war die Art, wie die Drachen behandelt werden. Es herrscht zwar Frieden zwischen ihnen und den Menschen, doch trotzdem werden sie von den meisten verachtet und müssen in der Öffentlichkeit Glöckchen um den Hals tragen, damit sie erkannt werden. Dies wirkte ziemlich demütigend auf mich und hat nicht so recht zu den intelligenten Wesen, mit der Vorliebe für höhere Mathematik, gepasst. Im Laufe des Buches wurde mir aber immer klarer, warum sie dies mit sich machen lassen und sich nicht dagegen wehren.

Auch die gefühllose Art der Drachen fand ich am Anfang ein wenig seltsam. Doch beim Weiterlesen habe ich mich immer öfter gefragt, ob sie dies nicht einfach nur nach Außen hin zeigen. Der Drache Orma scheint auf jedenfall einige Gefühle zu haben. Er ist Serafinas Onkel, der sie schon öfters gerettet und ihr früher Musikunterricht erteilt hat, obwohl ihr Vater das verboten hatte. Ihn habe ich während des Lesens sehr schnell lieb gewonnen.

Auch Serafina war mir sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Sie muss schon lange das Geheimnis ihrer Herkunft, dass ihre Mutter ein Drache und kein Mensch war, verbergen. Noch dazu plagen sie ungewollte Visionen, die sie mit einem "Garten" in ihrem Kopf versucht unter Kontrolle zu bringen. Dieser war sehr schön beschrieben und hat mich (im positiven Sinne) ein wenig an die Magie-Stunden aus Trudi Canavans Bücher erinnert. Serafina bringt sich zwar immer wieder in Schwierigkeiten, doch wahrscheinlich hätte ich in ihrer Situation auch nicht anders handeln können.

Dem Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, und der Prinzessin Glisselda war ich anfangs ein wenig skeptisch gegenüber. Sie hat auf mich zunächst einen etwas naiven und kindischen Eindruck gemacht. Bei Kiggs hatte ich ein wenig Angst, dass er gegen die Drachen ist. Doch es zeigt sich schnell, dass dieser Eindruck der beiden täuscht und sie Serafina ihr Vertrauen schenken und ihr beistehen, wenn es drauf ankommt.

Die Geschichte ist schön bildlich beschrieben, war anfangs jedoch ein wenig verwirrend, da sehr viele neue Begriffe und Namen genannt werden. Hinten im Buch gibt es ein sehr nützliches Personenverzeichnis und ein Glossar zum Nachschlagen. Was ich allerdings noch schön gefunden hätte, wäre eine Karte gewesen. So konnte ich mir immer nicht so ganz vorstellen, wo die einzelnen Orte jetzt liegen und wie die Entfernungen zwischen ihnen sind. Je weiter man liest, desto mehr gewöhnt man sich aber daran und kann voll und ganz in der Geschichte versinken.

Fazit:
"Serafina - Das Königreich der Drachen" von Rachel Hartmann ist ein Buch, über eine etwas andere Art von Drachen, das ich nach kurzer Zeit kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Handlung hat mich ganz in ihren Bann gezogen und konnte mich immer wieder überraschen, da ich manche Sachen einfach gar nicht in Betracht gezogen hatte bei meinen Spekulationen. Von mir gibt es alle 5 Muscheln. Wer allerdings lieber ein Buch voll mit Feuer spuckenden Drachen lesen möchte, könnte von diesem Buch enttäuscht werden.

#9 RE: Rezensionen von Reading-Books 26.01.2013 12:44

Meine Rezi ist heute auch online gegangen: http://reading-books.de/serafina-das-konigreich-der-drachen/

#10 RE: Rezensionen von Mimi19 26.01.2013 15:14

„Wenn ich mir einen Augenblick für immer aufheben könnte, dann diesen.
Ich war wie die Luft selbst, ich war voller Sterne. Ich war der weite Raum zwischen den Türmen der Kathedrale, der feierliche Atem der Kamine, das Gebet, in den Winterwind geflüstert. Ich war die Stille und ich war die Musik, ein klarer, wohlklingender Akkord, der zum Himmel aufsteigt. Ich wäre wohl leibhaftig in den Himmel geschwebt, wenn nicht seine Hand auf meinem Haar und seine vollen schönen Lippen mich auf der Erde gehalten hätten. Das war der wahre Himmel!“ (S.493).

Serafina ist sechzehn Jahre alt, Musikmamsell und Halbdrache. Sie hasst sich dafür. Das Band am Unterarm und am Rücken überdeckt sie stets mit mehreren Lagen Kleidung, denn es würde schrecklich enden, wenn jemand erfahren würde, wer und was sie ist.
Als Prinz Rufus tot aufgefunden wird, gerät alles in Panik und Chaos. Unter Mordverdacht fallen sofort die Reihen der Drachen. Irgendjemand hält sich nicht an den Vertrag, den das Königshaus mit den Drachen geschlossen hat. Die Zeit drängt. Und Serafina befindet sich zwischen den Fronten...

Das gesamte Buch spielt in einer Zeit, die ich nicht zuordnen kann. Es könnte sowohl unsere Zeit sein, wenn auch eine ganz andere Welt mit anderen Sitten und Gebräuchen. Es könnte allerdings auch weit in der Vergangenheit spielen. Aber was besteht, ist diese wunderschöne Sprache, die mich in den Tiefen des Buches abtauchen und mit mitreißen ließ.

Meine einzigen Kritikpunkte sind die Fülle an Inhalt, die bereits die ersten Seiten beherbergen. Man wird sofort beim Aufklappen des Buches mit Begriffen wie Quigutl, Saarantras, Ardmagar und Massen an Personen und deren Namen erschlagen. Leider bemerkte ich erst zu spät, dass am Ende des Buches sowohl ein Personenregister als auch ein Glossar vorhanden ist. Das hätte mir viel Ärger erspart.
Auch der langgezogene Anfang, ein überdehnter, aber dennoch schwacher Spannungsbogen in der Mitte und dann ein rasanter Schluss störte mich ein wenig. Die letzten Seiten dagegen waren etwas wie der Himmel auf Erden (siehe Zitat oben).

Das Cover war wie Liebe auf den ersten Blick. Die Schrift ist ein wenig herausgestanzt, sodass man das „Serafina“ richtig schön streicheln und fühlen kann :D
Fasziniert hat mich aber vor allem der Blick des Mädchens (wahrscheinlich Fina). So ausdruckstark, aber dennoch klein und zerbrechlich.

Mein Fazit: Der Auftakt einer besonderen Drachenfantasy, mit liebenswürdigen Personen und interessanten Schauplätzen.

#11 RE: Rezensionen von PeMo 26.01.2013 17:04

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Meine Rezi ist auch fertig. Vielen Dank, dass mitlesen durfte, es war toll, ein Dank auch an meine Mitleser/-innen, die LR hat Spaß gemacht!


Im Königreich Goredd leben Menschen und Drachen zusammen. In früheren Zeiten gab es viele Kriege zwischen den beiden Völkern, doch vor 40 Jahren wurde ein Friedensvertrag ausgehandelt. Nicht jedem behagt der Friede und es gibt auf beiden Seiten rassistische Gruppierungen sowie Misstrauen und Furcht. Die Feier zum Jubiläum des Friedensvertrages steht kurz bevor, da geschieht ein Mord an einem Mitglied des Königshauses und alles deutet auf einen Drachen als Täter hin.

Serafina, ein junges Mädchen mit einem Geheimnis und außerdem die Gehilfin des Hofkomponisten, wird in das Geschehen hineingezogen. Gelingt es den Mord zu klären und den Frieden zu wahren?

Ich liebe Drachen und sehe in ihnen grundsätzlich eher gute als böse Geschöpfe. Dieses Buch sieht Drachen wie Menschen, sie sind nicht grundsätzlich gut oder schlecht, es gibt solche und solche. Diese Vorstellung gefällt mir sehr gut. Rachel Hartman hat in ihrem Buch eine interessante Welt, komplett mit eigenen Mythen und Religionen, aufgebaut, die sich dem Leser nach und nach erschließt und die mir gut gefällt.

Auch ihre Charaktere gefallen mir sehr gut. Dabei kommen auch die Eigenarten sowohl der Drachen als auch der Menschen gut zur Geltung (Drachen haben z. B. ein Problem mit Emotionen). Besonders gern mag ich Serafina, die trotz aller Probleme ihr Leben meistert und sich nicht unterkriegen lässt, ihren Lehrer Orma, ein Drache, der aber durchaus auch menschliche Züge aufweist und Lucian Kiggs, der Hauptmann der Wache ist und der Königsfamilie entstammt. Aber auch alle anderen Charaktere, seien es Drachen oder Menschen, sind jeweils gut ausgeformte Individuen.

Die Geschichte wird in Ich-Form aus Serafinas Perspektive erzählt, was passend ist und mir auch sehr gut gefällt. Man nimmt so hautnah an Serafinas Erleben und ihren Gefühlen teil. Zudem wird sie von Visionen geplagt. Nur durch ihre Perspektive ist die Geschichte überhaupt umfassend erfahrbar.

Das Buch lässt sich flüssig lesen, es hat tragische Momente aber auch solche mit Humor, es ist sehr spannend und es verlangt nach mehr, vor allem, wenn man am Ende angelangt ist und feststellt, dass die Geschichte durchaus noch weiter erzählt werden könnte. Es gibt zwar ein befriedigendes Ende, doch dieses ist auch in die Zukunft gerichtet und man möchte gerne mehr erfahren. Und mehr ist m. W. auch geplant.

Was mir besonders gut gefällt, ist die Rolle der Musik in diesem Roman. Serafina ist hochmusikalisch, schließlich ist sie nicht umsonst die Gehilfin des Hofkomponisten. sie greift öfter auf ihre Musik zurück und auch zum Jubiläumsfest ist die Musik wichtig.

Erwähnenswert sind noch das Personenverzeichnis und das Glossar, beides sehr nützlich, eine Karte hätte das Ganze noch abgerundet, fehlt aber leider.

Insgesamt ein wirklich tolles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.

#12 RE: Rezensionen von Gronik 27.01.2013 11:32

Serafina ist ein junges Mädchen mit einem großen Geheimnis. Sie lebt in einer Welt, in der zwar Frieden zwischen Menschen und Drachen herrscht, aber dieser wird längst nicht von allen akzeptiert und es gibt weiterhin eine tiefe Kluft zwischen den beiden Arten.

Dementsprechend wichtig ist es, dass sie vor der Welt verbirgt, was sie eigentlich ist: ein Halbdrache! Von beiden Seiten würde sie als Kuriosum, wenn nicht gar als Monster angesehen. Nur ihr Vater und ihr Onkel Orma wissen davon. Und als auch noch der Prinz des Landes, vermeintlich von einem Drachen, ermordet wird und die Stimmung im Land immer angespannter wird, ist es umso wichtiger, ihre wahre Identität verborgen zu halten.

Doch mit ihrem unauffälligen Leben ist es vorbei, als sie Gehilfin des Hofkomponisten wird und außerdem Musiklehrerin der Prinzessin Glisselda. Schnell wird man in der Stadt auf Serafinas überragendes musikalisches Talent aufmerksam.

Als nun auch noch der Besuch des Oberhaupts der Drachen naht, spitzt sich die Situation immer weiter zu. Der Frieden im Land ist bedroht, aber es ist nicht so ganz klar, aus welcher Richtung die Bedrohung tatsächlich kommt. Sind es die Menschen, die aus Furcht vor den Drachen den Vertrag aufkündigen wollen? Oder stecken die Drachen dahinter, die es leid sind, sich von den doch viel schwächeren Menschen unterdrücken zu lassen? Serafina wird eher ungewollt in die Intrigen und Machtspiele hineingezogen, doch sie ist fest entschlossen, kein Unrecht zuzulassen und bringt sich dadurch selber immer mehr in Gefahr. Zum Glück gibt es da noch den Cousin der Prinzessin, Lucian Kiggs, der sie bei ihren gefährlichen Nachforschungen unterstützt. Doch zwischen ihnen steht nicht nur Lucians Verlobung mit Glisselda, sondern noch viel mehr Serafinas Geheimnis.

Die Autorin baut hier eine interessante, phantastische Welt auf. Auf den ersten Seiten fühlte ich mich von den vielen fremden Begriffen etwas erschlagen, aber ein kleines Glossar am Ende des Buches hilft hier und nach und nach findet man sich als Leser auch gut in die Geschichte hinein. Ich zumindest war immer mehr gefesselt.

Leider ist bisher noch nicht abzusehen, wann der nächste Band erscheinen wird. Das Buch ist zwar in sich halbwegs abgeschlossen, trotzdem würde ich zu gerne bald weiterlesen, wie es mit Serafina und den anderen Figuren weitergeht!

Wie bei einigen Büchern in letzter Zeit, gibt es auch hier eine kleine Zusatzgeschichte, die man sich als kostenloses ebook herunterladen kann: Wie alles begann…

#13 RE: Rezensionen von Wildpony 01.02.2013 19:36

Serafina - Das Königreich der Drachen - Rachel Hartmann

Kurzbeschreibung Amazon:

Kann EIN Mädchen ZWEI Welten vereinen?

Die Drachen könnten die Menschen vernichten. Doch sie sind zu fasziniert von ihnen. Dies ist die Basis des fragilen Friedens zwischen beiden Völkern, die jäh brüchig wird, als der Thronanwärter ihres gemeinsamen Königreichs brutal ermordet wird – auf Drachenart. Die junge Serafina hat guten Grund, beide Parteien zu fürchten. Hütet doch das erst seit kurzem am Hofe lebende Mädchen selbst ein Geheimnis. Als sie in die Mordermittlungen verwickelt wird, kommt der scharfsinnige junge Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, ihm gefährlich nahe und droht, ihre Verstrickung mit der Welt der Drachen zu enthüllen und ihr ganzes Leben auf immer zu zerstören.

Mein Leseeindruck:

Das Buch hat ich ein wenig zwiegespalten.
Ich bin zwar gut in den Inhalt hineingekommen, aber irgendwie konnte es mich nicht richtig fesseln.
Obwohl die Hauptprotagonisten symaptisch rüber gekommen sind - und die Beschreibung der Drachen sehr schön war....
irgendwie war es für mich ein wenig verworren und manchmal auch ein wenig zu viel Fantasy-Elemente.

Daß Serafina die Tochter eines Drachen und eines Menschenvaters ist war schon eine grandiose Idee.
Und es wurde auch gut umgesetzt und in einen schönen Schreibstil gepackt.
Aber irgendwie hat mir etwas gefehlt.
Ein bißchen mehr Lebendigkeit und Gefühl... ich kanns irgendwie nicht richtig beschreiben.

Gegen Ende des Buches nahm dann der Spannungsbogen wieder zu und dann hat das Buch bei mir doch wieder ein paar Pluspunkte eingeräumt.
Und es soll ja eine Fortsetzung geben... ich denke daß ich Serafina dann nochmal ein Chance gebe mich vollständig zu überzeugen.

Fazit:
Ein Buch für Leser die absolut gerne Fantasy lesen und vielleicht auch für die etwas jüngere Zielgruppe.
Dem Buch würde ich 3 Sterne vergeben... mit leichter Tendenz zu 4 Sternen.

Danke daß ich mitlesen durfte

#14 RE: Rezensionen von eleasy 11.02.2013 21:24

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INHALT
Die junge Serafina hat erst vor kurzem ihre Stelle als Assistentin des Hofkomponisten am Königshof von Goredd angetreten und ist nun auch Musiklehrerin von Prinzessin Grisselda.
Mit ihrem außergewöhnlichen musikalischen Talent erregt sie immer wieder Aufmerksamkeit, die ihr gefährlich werden könnte. Denn Serafina ist kein gewöhnliches Mädchen!
Sie muss unbedingt das Geheimnis um ihre Abstammung bewahren, denn niemand am Hofe darf erfahren, dass sie ein Kind zweier Welten ist - ein Halbdrache.
Kurz vor Erneuerung des 40jährigen Friedensabkommens zwischen dem Menschen- und Drachenvolk wird der Thronfolger Prinz Rufus brutal ermordet. Da die Umstände des Mordes auf einen Drachen als Täter hinweisen, kommt es in der Stadt zu feindseligen Ausschreitungen gegenüber Angehörigen des Drachenvolks. Serafina wird durch Zufall in die Aufklärung des mysteriösen Mordfalls hineingezogen und begegnet hierbei Prinz Lucian Kiggs, dem Hauptmann der königlichen Garde und Verlobten ihrer Schülerin Prinzessin Grisselda. Gemeinsam decken sie auf der Suche nach der Wahrheit eine Intrige am Hof auf, die eine Erneuerung des Friedensvertrags verhindern soll. Doch dabei riskiert Serafina immer mehr, dass ihre wahre Identität entdeckt wird.

MEINE MEINUNG
Die Autorin hat mit ihrem Roman eine faszinierende, ganz eigene Fantasy-Welt erschaffen, die in einem mittelalterlichen Ambiente angesiedelt ist, uns aber auch mit einigen witzigen Technikdetails überrascht.
Die Besonderheiten des Drachenvolks fand ich von Anfang an sehr gut herausgearbeitet und vor allem originell: Den sehr rational geprägten Drachen sind jegliche Emotionen untersagt, bei Verstößen werden ihre Erinnerungen gelöscht. Sie besitzen die Fähigkeit, die menschliche Gestalt anzunehmen und dürfen unter bestimmten Voraussetzungen unter den Menschen leben.
Obwohl die Menschen und Drachen seit 40 Jahren mit einem Friedensvertrag leben, gibt es reichlich Misstrauen und schwelende Animositäten zwischen den beiden Völkern. In verschiedenen Szenen führt uns die Autorin sehr gelungen vor Augen, dass wegen fehlender Toleranz füreinander die sehr angespannte Atmosphäre im Königreich leicht zu Konflikten kann und sogar zu einem erneuten Krieg führen könnte.
Die Protagonistin Serafina ist ein sehr vielschichtiger, sympathischer Charakter, den man gleich in sein Herz geschlossen hat. Sie hat ein schweres Los zu tragen, denn sie lebt in ständiger Angst vor Enthüllung ihres Geheimnisses und muss Freundschaften aus dem Weg gehen. Als ein Halbdrache, ein Wesen, das eigentlich im Königreich nicht existieren dürfte, quälen sie starke Selbstzweifel, die bis zum Selbsthass gehen. Durch ihre Arbeit am Königshof gewinnt sie zwar Freunde, doch steht ihre Person nun häufiger im Mittelpunkt und sie muss lügen.
Sehr eindringlich schildert die Autorin ihre inneren Konflikte, so dass wir uns sehr gut in Serafina hineinversetzen und mitfühlen können.
Auch viele der Nebenfiguren wurden mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. So beispielsweise gefällt mir die sympathische Figur des Drachen Orma sehr gut, der Onkel von Serafina und zugleich ihr engster Freund und Mentor ist.
Interessant ist auch die Figur von Prinzessin Grisselda, die am Anfang als etwas einfältiges, überhebliches und verwöhntes Mädchen dargestellt wird, sich später als sehr clever und durchsetzungsfähig erweist und eine treue Freundin von Serafina wird.
Sehr außergewöhnlich und interessant fand ich auch, dass in einigen Szenen der Musik und ihre Wirkung eine zentrale Rolle eingeräumt wird.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, denn obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, erscheint mir die Sprache ist recht anspruchsvoll und weiß einen mit bildhaften, detaillierten Beschreibungen zu fesseln. Gut gefallen hat mir, dass man sehr behutsam in die Welt des Königreichs Goredd eingeführt wurde und etwas Zeit hatte, sich die ganzen Zusammenhänge auch vorzustellen. Zu Beginn dauert daher etwas bis man in die Welt Serafinas eintauchen kann.
Insgesamt kommt dieser Jugendroman mit wenigen Aktion- und Kampfszenen aus, was aber nicht negativ ins Gewicht fällt. Denn im späteren Verlauf kommt bei den Ermittlungen durch immer neue Wendungen und Überraschungen richtig Spannung auf und der erste Band endet schließlich in einem ziemlich rasanten Finale. Das Ende fand ich ziemlich gelungen, denn die Handlung des 1. Teils der Trilogie ist in sich abgeschlossen und es bleiben noch genügend Fragen für die Nachfolgebände offen!
Sehr hilfreich ist das umfangreiche Glossar und Personenverzeichnis, das ich vor allem anfangs öfters zu Rate gezogen habe.
Schade finde ich allerdings, dass eine Karte fehlt, denn damit hätte man sich das ganze Königreich besser vorstellen können.

FAZIT
Alles in allem ist Serafina ein gelungener Auftakt einer neuen Drachen-Fantasy-Trilogie in einer interessanten, atmosphärisch dichten Fantasy-Welt mit äußerst liebenswerten Charakteren.
Für die folgenden Bände gibt es mit dem drohenden Krieg zwischen den Völkern sicher noch viel Potential und wir können uns noch auf viele spannende Abenteuer mit Serafina freuen.
Ich werde auf jeden Fall die Serafina-Trilogie weiter verfolgen und bin schon neugierig auf die Fortsetzung!

#15 RE: Rezensionen von merle88 15.04.2015 20:48

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Klappentext:
Kann EIN Mädchen ZWEI Welten vereinen?
Die Drachen könnten die Menschen vernichten. Doch sie sind zu fasziniert von ihnen. Dies ist die Basis des fragilen Friedens zwischen beiden Völkern, die jäh brüchig wird, als der Thronanwärter ihres gemeinsamen Königreichs brutal ermordet wird – auf Drachenart. Die junge Serafina hat guten Grund, beide Parteien zu fürchten. Hütet doch das erst seit kurzem am Hofe lebende Mädchen selbst ein Geheimnis. Als sie in die Mordermittlungen verwickelt wird, kommt der scharfsinnige junge Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, ihm gefährlich nahe und droht, ihre Verstrickung mit der Welt der Drachen zu enthüllen und ihr ganzes Leben auf immer zu zerstören.

Meine Meinung:
Seit gut 40 Jahren herrscht Frieden zwischen Drachen und Menschen. Serafina lebt am Hofe der Königsfamilie der Menschen und muss hautnah miterleben, wie durch einen Mord am Thronanwärter der Frieden zwischen den beiden Völkern zu bröckeln beginnt. Sowohl aus den Reihen der Drachen wie auch der Menschen, werden die Stimmen immer lauter nach einem neuen Krieg. Serafina indessen hat ganz andere Sorgen, denn sie verbirgt ein Geheimnis, dass ihr großen Schaden zufügen kann.

Die Grundidee rund um einen Friedensvertrag zwischen Drachen und Menschen hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte es, dass eine Geschichte an dem Punkt anfängt an dem sonst viele Geschichte enden, nämlich einige Zeit nach dem Friedensvertrag. Auch die Idee, dass Drachen sich in menschliche Gestalt verwandeln und somit mit den Menschen kommunizieren können hat mir gut gefallen. In diesem Buch steckt sehr viel Potenzial, dass meiner Meinung nach leider nicht vollkommen ausgeschöpft wurde. In manchen Augenblicken vertieft sich die Autorin zu sehr in die Geschichte und es entstehen unnötige Längen. Man merkt Frau Hartman zudem mehr als deutlich an, dass sie Musik liebt. Im gesamten Buch spielt die Musik eine wichtige Nebenrolle. Für mich war dies manchmal ein wenig zu viel des Guten, da die Autorin auch hier den roten Faden aus den Augen verliert.

Innerhalb der Geschichte erfahren wir, dass Serafina sich scheinbar eine kleine Fantasiewelt in ihrem Kopf erdacht hat. Die Idee fand ich persönlich erfrischend neu und unverbraucht. In dieser Welt, die sie den Garten der Grotesken nennt, trifft sie auf mehrere Personen die ebenfalls ein wenig anders sind.
Schnell wird dem Leser klar, welches Geheimnis Serafina zu verbergen versucht. Es ist durchaus spannend mit zu verfolgen, wie knapp sie oftmals um die Enthüllung ihres Geheimnisses drum herum kommt.
Die Geschichte spielt sich hauptsächlich am Hof oder in der Stadt ab. Ich hätte mir manchmal gewünscht, dass wir ein wenig mehr von der Welt erfahren. Jedoch habe ich die Hoffnung, dass sich dies im zweiten Band ändern wird.
Im gesamten Buch gibt es mehr als einen Begriff den die Autorin sich neu ausgedacht hat. Daher ist das Glossar am Ende des Buches eine große Hilfe. Was ich mir dennoch gewünscht hätte, ist eine Landkarte von Serafinas Welt. Es wird zwar immer von den verschiedenen Ländern gesprochen, dennoch konnte ich mir diese geographisch nicht immer ganz so gut vorstellen.

Serafina musste ihr Leben lang versuchen unscheinbar zu sein. Als sich ihr jedoch die Chance bietet, für den Komponisten der Königsfamilie zu arbeiten, ergreift sie diese. Dadurch wird es für sie ungemein schwierig sich unauffällig zu verhalten, da Serafina durch ihren Gesang den Menschen im Gedächtnis bleibt.
Neben der Hauptprotagonistin lernen wir viele andere Personen kennen. Besonders hervorzuheben ist der Drache Orma, der ihr zu jeder Zeit zur Seite steht. Auch die Königsfamilie lernen wir näher kennen. Gerade die junge Prinzessin Glisselda hat einen liebenswürdigen Kern und schließt daher Serafina schnell in ihr Herz. In manchen Augenblicken war sie mir jedoch ein wenig zu naiv.
Als Nebenhandlung kommen wir zudem in den Genuss einer Liebesgeschichte, die man so nicht in jedem Buch liest und mich daher ganz von sich überzeugen konnte. Mehr möchte ich jedoch an dieser Stelle nicht verraten.

Fazit:
Ein bröckelnder Frieden zwischen Drachen und Menschen sowie die dahinterliegende Grundidee konnten mich überzeugen. Allerdings hat das Buch auch einige Längen. Daher wurde in meinen Augen wahnsinnig viel Potenzial verschenkt. Ich hoffe jedoch, dass die Autorin in Band zwei ohne großartige Längen auskommen wird und mich restlos überzeugen kann. Von mir gibt es knappe 4 Hörnchen.

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