#1 Siri Goldberg - Entscheide dich, sagt die Liebe von Gronik 09.11.2013 07:28

Zum Buch: Clara war noch nie verliebt und so soll es auch bleiben. Schließlich muss sie sich auf ihre Karriere als Pianistin konzentrieren. Auf Konzertreise im romantischen Venedig macht ihr Amor jedoch einen Strich durch die Rechnung. Und das gleich doppelt! Der reiche Conte Paolo liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Sein bester Freund Daniele dagegen ist rau und undurchdringlich. Doch seine Warmherzigkeit lässt Claras Herz höher schlagen. Während Clara versucht, sich zwischen den beiden Männern zu entscheiden, wirft sie ein dunkles Familiengeheimnis plötzlich vollends aus der Bahn ...

Meine Rezension

Clara ist eine junge Pianistin mit großen Aussichten. Als sie ein Konzert in Venedig gibt, erreicht sie eine schlimme Nachricht. Mit äußerster Disziplin absolviert sie ihren Auftritt, hat danach jedoch keinen Sinn für die Avancen des jungen Mannes, der total verzaubert von ihr zu sein scheint. Schnellstmöglich reist sie nach Hause nach Salzburg, um dort zu erfahren, dass sie zu spät kommt. Ihr Vater ist gestorben. Clara ist am Boden zerstört, ihr Vater war ihre ganze Familie, ihre Mutter hat sie nie kennengelernt und sonst gab es nur eine Haushälterin, die sich um die beiden gekümmert hat.

Nachdem Clara für ihren geliebten Vater, den berühmten Dirigenten, ein prunkvolles Begräbnis organisiert hat, wartet eine weitere böse Überraschung auf sie. Anscheinend steht es mit ihren Finanzen schon länger nicht mehr gut und so ist sie in Zukunft darauf angewiesen, lukrative Aufträge an Land zu ziehen.

Da kommt der junge Mann aus Venedig natürlich wie gerufen. Paolo ist ein Conte, trotz seiner Jugend schon ein erfolgreicher Geschäftsmann und unglaublich wohlhabend. Er hat sich in den Kopf gesetzt, Clara zu erobern und zu heiraten. Auch wenn Clara zuerst nicht besonders von ihm angetan ist, zeigt sein hartnäckiges Werben nach und nach dann doch seine Wirkung. Aber da ist auch noch Paolos bester Freund Daniele, ein junger Mann aus einfachen Verhältnissen, der sich ebenfalls in Clara verliebt.

Als ob das alles noch nicht kompliziert genug wäre, findet Clara beim Ausräumen der väterlichen Villa in einem Tresor ein verstecktes Gemälde von Gustav Klimt. Wie ist ihr Vater an dieses Kunstwerk gekommen und warum hat er es ihr nie gezeigt?
Nach und nach entdeckt Clara immer mehr Details aus dem Leben ihres Vaters, die sie zwingen, ihr Bild von ihm komplett zu überdenken.

Das Buch hatte mich durch das wunderhübsche Cover und den interessanten Titel, der mich an das Gedicht von Erich Fried erinnerte, neugierig gemacht.

Leider konnte es mich inhaltlich dann weniger überzeugen. Clara wirkte auf mich für eine junge Frau Anfang 20 extrem naiv, was aber sicher noch dadurch erklärt werden kann, dass sie von ihrem Vater sehr behütet und nur auf die Musik fixiert aufgezogen wurde. Dennoch konnte ich im Verlauf des Buches viele ihrer Handlungen nicht wirklich nachvollziehen und leider noch weniger ihre Gefühle. Gerade die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen ihr und Daniele wirkte auf mich sehr aufgesetzt, die Gefühle wurden zwar beschrieben, waren für mich als Leser aber einfach nicht fühlbar. Die Figur des Paolo fand ich zwar amüsant, aber wenig realistisch. Auch wenn es sich um ein Jugendbuch handelt, waren mir viele Sachverhalte zu vereinfacht dargestellt, da hätte ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe und stattdessen vielleicht lieber ein paar weniger Sprünge in der Handlung gewünscht. Auf mich wirkte es so, als wollte die Autorin sehr viele Details und Nebenerzählungen in der Rahmenhandlung unterbringen, dadurch blieb manches einfach zu oberflächlich und musste zu schnell abgehandelt werden.

Insgesamt ein hübsches Jugendbuch, das schnell in einigen Stunden durchgelesen ist und das vielleicht noch etwas mehr Potential gehabt hätte.

#2 RE: Rezensionen von Annegret 12.11.2013 17:06

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Entscheide Dich, sagt die Liebe

Siri Goldberg entführt uns in ihrem Roman in die Welt der Musik zur jungen Pianistin Clara. Sie lebt zusammen mit ihrem Vater, dem berühmten Dirigenten Leo Prachensky, in Salzburg. Die letzte Station ihrer Italientournee führt sie nach Venedig. Vor dem Konzert wird sie von ihrem Agenten informiert, daß ihr Vater, der bereits 83 Jahre alt ist, im Krankenhaus liegt. Der Agent ermuntert sie, unbedingt das Konzert zu geben und danach nach Hause zu fahren. Obwohl sie - verständlicherweise - unkonzentriert ist, ist ihr Konzert ein Erfolg. Der Conte Minotti ist fasziniert von der jungen Frau und versucht, sie zum Essen einzuladen. Sein junger Begleiter hat wundervolle kaffeebraune Augen. Sie will aber so schnell wie möglich nach Salzburg fahren.
In Salzburg muß sie erfahren, daß ihr Vater schon vor dem Konzert verstorben ist. Da ihr Vater ein berühmter Mann war, gab es eine riesige Beerdigungsfeier. Daß ihr Vater ihr aber kein Geld hinterlassen hatte, brachte sie in Bedrängnis. Sie hatte sich bisher um nichts kümmern müssen. Der Tod ihres Vaters ändert alles.
Der verliebte Conte, Paolo, reist ihr nach und bietet seine Unterstützung an. Clara findet im Safe ihres Vaters eine zusammengerollte Leinwand. Was hat das Landschaftsbild mit ihrem Vater zu tun? Kennt sie ihren Vater überhaupt richtig?
Eine ereignisreiche Geschichte beginnt!

Auf den ersten Blick hat mir das wunderschöne Cover des Buches gefallen mit einem Liebespaar und Blumenranken!

Die Geschichte ist bildreich und spannend geschrieben. Man möchte immer weiter lesen, um zu sehen, wie sich die Geschichte entwickelt.

Was mir gut gefallen hat, ist, daß die Geschichte aus den verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten geschrieben ist. Wenn man denkt, daß ein Teil abgeschlossen ist, ist man auf der nächsten Seite in der Zeit zurückversetzt und sieht, wie eine andere Person das Geschehen sieht. Sehr gut!

Im Zusammenhang mit Paolo war mir das Casanova-Gehabe doch ein wenig zu viel. Kaum sieht er eine hübsche Frau, denkt er nur an das eine. Nein, nein. Weniger wäre besser gewesen.

In der Geschichte macht Clara eine Wandlung von der jungen, naiven Pianistin zu einer selbstbewußten Frau, die weiß, was sie will.

Siri Goldberg ist es gelungen, neben dem Thema Musik viele weitere interessante Dinge in ihren Roman einzuflechten.

Für junge Leser ist dieser Roman durchaus empfehlenswert.

#3 RE: Rezensionen von Lesefix 15.11.2013 13:26

Inhalt

Clara ist der jüngste Stern in der klassischen Musik. Ihr leben hat sie ihrem Piano, der Musik und ihrem Vater verschrieben. Bis sich auf einmal alles ändert. Plötzlich ist ihr der liebste Mensch auf Erden genommen worden und sie findet sich in der Realität wieder. In einer Realität in der Können und ein Name nicht so viel zählt wie die Fähigkeit Rechnungen bezahlen zu können. Hilfe kommt ihr unerwartet von dem jungen Paolo zu, der sie während eines Konzerts spielen gesehen hat. Clara hat ihn bezaubert und nichts liegt ihm mehr am Herzen als sie wiederzusehen und ihr Herz für sich zu gewinnen. Doch dazu muss er sie erstmal dazu bewegen, seiner Einladung nach Italien zu folgen. Mit der Hilfe seines Freundes Daniele macht er sich daran, mit Charme, Willen und dem nötigen Kleingeld das Herz seiner Angebeteten zu gewinnen. Clara die die Einladung nicht ablehnen kann trifft wie erhofft in Venedig ein. Sein größter Wunsch scheint schon bald in Erfüllung zu gehen, doch er hat eine entscheidende Komponente bei seinem grandiosen Plan unterschätzt...

Meinung

Die Geschichte um die junge Pianistin Clara liest sich sehr leicht und unterhaltsam. Es kam nie zu längere Strecken denn die Ereignisse überschlugen sich fast. Die Fülle an Ereignissen fand ich schaden, denn so konnte das Erlebnis nicht nachklingen sondern wurde von der nächsten Situation abgelöst. Dies führt aber auch dazu, dass das Buch sich wie von selbst liest.

Clara macht einen sympatischen Eindruck wobei sie noch sehr naiv und weltfremd ist. Je weiter sich die Geschichte entwickelt, desto deutlicher wird es, dass sie auf vielen Gebieten keine Erfahrung hat und impulsiv reagiert. Ihre Unbesonnenheit wirkt dabei leider etwas konstruiert, da sie an für sich ein vernünftiger Mensch ist. Paolo ist ein schwieriger Charakter, den man zu Beginn schwer einschätzen kann. Die verschiedenen Perspektiven, aus denen der Roman erzählt wird, helfen dem Leser sehr gut dabei, die Protagonisten richtig zu verstehen. Ohne den Perspektivenwechsel würde man viele Dinge falsch einschätzen. Gerade bei Paolo war das sehr sinnvoll!
Die Figur des Daniele wirkt zu Beginn sehr einnehmend und sympatisch. Je besser man sie kennen lernt, desto unrealistischer wurde sie mir. Mir ist er etwas zu gutmütig und perfekt geraten.
Dieser Aspekt des "Guten" zieht sich meiner Ansicht durch das ganze Buch. Viele Probleme die aufgeworfen wurden und die für reichlich Konfliktpotenzial sorgen könnten, lösen sich so, dass zum Schluss jeder zufrieden ist.
Das Buch eignet sich wunderbar zum entspannen und genießen. Wer gerne ein Happy-end hätte, kommt hier voll auf seine Kosten; denn hier gibt es sogar mehrere ;-) Wie diese aussehen, dass müsst ihr selbst herausfinden! Viel Vergnügen!

#4 RE: Rezensionen von schlumeline 22.11.2013 17:57

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Clara steht am Beginn einer großen Karriere als Pianistin. Nur darauf möchte sich Clara konzentrieren, denn Klavier auf den großen Bühnen der Welt zu spielen ist ihr großer Traum und noch viel mehr der Traum ihres Vaters, eines berühmten Dirigenten. Während eines Konzerts in Venedig macht Clara die Bekanntschaft von zwei jungen Männern, die in ihr Gefühle entfachen, die sie vorher nicht kannte. Da sind zum einen der reiche Conte Paolo, der einfach alles für Clara tun würde und zum anderen dessen Freund Daniele, ein herzensguter, junger Mann, der aber aus einfacheren Kreisen stammt. Clara hat nicht viel Zeit sich über die Männer den Kopf zu zerbrechen, denn es erreicht sie die Nachricht über eine Erkrankung ihres Vaters und als sie nach Hause zurückkehrt ist dieser verstorben. Die junge Frau hat nun alle Hände voll zu tun. Nach dem Begräbnis muss sie jedoch feststellen, dass ihr Vater ihr keine großen Reichtümer hinterlassen hat und ist sogar gezwungen den Verkauf der Villa, die bisher ihr zu Hause war, in die Wege zu leiten. Da kommt ein Angebot des Conte aus Venedig wie gerufen. Und in Vendig trifft Clara natürlich nicht nur auf Paolo, sondern auch auf Daniele.

„Entscheide dich, sagt die Liebe“ ist ein Jugendbuch, das über weite Strecken anmutet wie ein Märchen. Es war einmal ein reicher Prinz, der ein naives Mädchen auswählt und immer zur rechten Zeit am rechten Platz auftaucht und sie dann zu seiner Prinzessin macht. Zwar nimmt die Handlung dann einen etwas anderen Verlauf, aber insgesamt gesehen bleibt sie doch zu oberflächlich und vorhersehbar. Die Protagonistin selbst scheint vor dem Tod des Vaters mit Scheuklappen durchs Leben gegangen zu sein und wie unter einer Glasglocke gelebt zu haben. Sie ist zwar noch jung, aber aufgrund ihres Alters konnte man doch schon etwas mehr Reife erwarten als sie hier zeigt. Das hat mich persönlich beim Lesen der Geschichte sehr gestört.

Dennoch muss man sagen, dass die Grundidee sehr schön ist. Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen und ist von der Thematik eigentlich auch gut gewählt. Neben der Liebesgeschichte muss Clara noch Rätsel aus der Vergangenheit ihrer Familie lösen. Leider wird aber auch dieses etwas brisante Geheimnis zu schnell und zu leicht im Buch abgehandelt. Man könnte das Gefühl haben alle Probleme des Lebens lösen sich immer ganz schnell wieder in Luft auf.

Dieses Buch mit seinem wundervoll gestalteten Cover ist schnell gelesen, sorgt für einige Stunden Leseunterhaltung, aber geht nicht sehr in die Tiefe und gerät daher leider viel zu schnell wieder in Vergessenheit.

#5 RE: Rezensionen von eleasy 23.11.2013 00:10

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INHALT
Die junge Clara steht am Beginn einer vielversprechenden Karriere als Konzertpianistin, der sie ihre ganze Energie widmet. Daher war sie auch noch nie verliebt und will es auch bleiben.
Vor ihrem Konzert, das sie im romantischen Venedig gibt, erhält sie die bestürzende Nachricht, dass ihr Vater ernstlich erkrankt im Krankenhaus liegt.
Doch nach ihrem Auftritt und kurz vor ihrer überstürzten Abreise kommt es zu einer verhängnisvollen Begegnung mit dem reichen Conte Paolo.
Der attraktive, junge Geschäftsmann ist völlig verzaubert von ihr und beschließt, ihr Herz zu erobern.
Zu Hause angekommen bricht für Clara eine heile Welt zusammen: ihr Vater ist verstorben und hat ihr eine Menge Geldsorgen und ein dunkles Familiengeheimnis zurückgelassen.
Nur gut, dass Paolo sie in dieser schweren Zeit unterstützt und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest. Doch ist er wirklich der richtige Mann an ihrer Seite?
Auch Paolos bester Freund Daniele, der sich ebenfalls in Clara verliebt hat, lässt Claras Herz mit seiner zurückhaltenden und warmherzigen Art ein wenig schneller schlagen.
Wie wird sich Clara wohl entscheiden?

MEINE MEINUNG
Der Jugendroman „Entscheide dich, sagt die Liebe“ von Siri Goldberg ist mir zu allererst durch sein wunderschön gestaltetes Cover und den ansprechenden Titel ins Auge gefallen, der einen an das bekannte Gedicht von Erich Fried erinnert.
Dank des angenehm lockeren Schreibstils der Autorin findet man sehr schnell in die recht vielversprechend beginnende Geschichte rund um die junge Pianistin Clara hinein und lässt sich von der Atmosphäre Venedigs bezaubern. Zwischen der äußerst naiv und unreif wirkenden Clara und dem umwerfenden Frauenheld Paolo entwickelt sich rasch eine romantische Liebesgeschichte, die sicher viele Teenieherzen höher schlagen lässt und zum Träumen anregt. Für meinen Geschmack ist sie jedoch einfach zu klischeehaft umgesetzt.
Die junge Protagonistin Clara ist sehr sympathisch geschildert, wirkt jedoch mit ihren 20 Jahren erstaunlich unbedarft, weltfremd und unreif. Daher konnte ich mich nur schwer in ihr Gefühlsleben hineinversetzen und ihr Verhalten nachvollziehen.
Auch die männlichen Figuren Paolo und Daniele sind zwar recht gut ausgearbeitet, doch wirkten sie jeder auf seine Art zu perfekt, stereotyp und wenig authentisch auf mich.
Auch wenn sich viele Ereignisse in der fesselnden Handlung überstürzen, wird schon bald klar, dass es leider auf eine ziemlich seichte, oberflächliche und äußerst klischeehaft angelegte Liebesgeschichte hinausläuft, deren Ausgang leider sehr vorhersehbar ist.
Die Autorin lässt mit Claras großem Familiengeheimnis auch eine ernste, tiefgründige Thematik in ihre Geschichte einfließen, die für eine gewisse Dramatik sorgt, aber für mein Gefühl im weiteren Verlauf zu schnell und oberflächlich abgehandelt wird. Mir fehlt hier die richtige Balance zwischen Leichtigkeit der Liebesgeschichte vor der pittoresken Kulisse Venedigs und der Tiefgründigkeit der angesprochenen Problematik hinter dem Familiengeheimnis.
Insgesamt konnte mich das Buch inhaltlich leider nicht vollkommen überzeugen. Die Geschichte hätte meiner Ansicht nach deutlich mehr Tiefgang vertragen können.
Schade fand ich auch, dass zum Ende hin viele angeschnittene Themen deutlich zu kurz kommen und oberflächlich abgehandelt werden oder auf das perfekte Happy End hin zugeschnitten wurden.

FAZIT
Der Jugendroman „Entscheide dich, sagt die Liebe“ ist eine kurzweilige, unterhaltsame Mädchenlektüre mit romantischem Happy End.
Schade, mit etwas mehr Tiefgang und weniger klischeehafter Handlung hätte es eine schöne Geschichte werden können.

#6 RE: Rezensionen von Mira 24.11.2013 16:41

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Entscheide dich, sagt die Liebe - geschrieben von Siri Goldberg

Inhalt:
Clara war noch nie verliebt und so soll es auch bleiben. Schließlich muss sie sich auf ihre Karriere als Pianistin konzentrieren. Auf Konzertreise im romantischen Venedig macht ihr Amor jedoch einen Strich durch die Rechnung. Und das gleich doppelt! Der reiche Conte Paolo liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Sein bester Freund Daniele dagegen ist rau und undurchdringlich. Doch seine Warmherzigkeit lässt Claras Herz höher schlagen. Während Clara versucht, sich zwischen den beiden Männern zu entscheiden, wirft sie ein dunkles Familiengeheimnis plötzlich vollends aus der Bahn ...
 
Cover:
Das rosa Cover mit dem Liebespaar und den Ranken zeigt dem Leser gleich, dass es sich hier um ein romantisches Jugendbuch handelt, welches sich ausschließlich an Mädchen richtet.
 
 
Meinung:
Siri Goldberg schreibt einfach und unkompliziert. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so da hin.
Jedoch fehlten mir hin und wieder die Ecken und Kanten an der Geschichte. Es wirkt sehr vorhersehbar und klischeehaft, was die Reaktionen der Charaktere angeht und von der Story an sich. An einigen Stellen wäre eine umfangreichere Beschreibung der Situationen durchaus angebracht gewesen. Dadurch hätte die Geschichte mehr an Tiefe gewonnen.
 
Clara wirkt mir ihren 20 Jahren sehr naiv was Liebe und das Leben angeht. Für sie war die Musik immer Mittelpunkt ihres Lebens und plötzlich, nach dem Tod ihres Vaters, ist alles anders.
Sie muß Entscheidungen treffen, auf die sie nicht vorbereitet ist und erfährt dabei viel Neues über die Vergangenheit ihres Vaters, was sie ins Zweifeln bringt.
Paolo, der sich von der ersten Sekunde als er Clara bei einem Konzert gesehen hat, in sie verliebt hat,
wirkt wie ein reicher Schnösel. Er bekommt alles was er haben will, und Geld spielt für ihn keine Rolle. Doch auch er wirkt für seine 30 Jahre nicht immer so reif, wie er sein sollte.
So leitet er z. B. schon seit ein paar Jahren eine sehr große, erfolgreiche Firma sehr erfolgreich. Nur leider merkt man ihm das durch sein oft unreifes Verhalten so an und sein. Vielleicht begründet sich sein Verhalten auf seine angeblichen Verwandtschaft zu Casanova?
Daniele ist Paolos bester Freund und gerade erst 22. Er studiert Sprache und fühlt sich sehr zu Clara hingezogen. Doch merkt er sehr schnell, dass Clara nur Augen für Paolo hat und so ist er mehr oder weniger gereizt wenn sie in seine Nähe kommt.
 
Fazit:
Ein schöner Mädchenroman mit romantischem Happyend, doch leider viel zu klischeehaft und zu vorhersehbar.
 

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