#1 Rezensionen von Gronik 19.10.2013 07:21

Hier stellen bitte die Gewinner der Freieexemplare ihre Rezensionen ein. Die von allen anderen lesen wir natürlich auch gerne!
Wer das Buch bei der "Leser-Welt liest und lauscht" auf der Hauptseite gewonnen hat, sollte sie natürlich (auch) dort einstellen.

#2 RE: Rezensionen von Kendra 30.10.2013 15:30

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"Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater ist mein erstes Buch von der Autorin gewesen, von der ich bereits einiges gehört habe. Anscheinend spalten sich zu ihren Büchern die Meinungen, die einen lieben ihren Stil, die anderen werden nicht so richtig warm damit. Daher war ich schon im Vorfeld sehr neugierig darauf , zu welcher Sorte Leser ich gehören würde.
Ich muss sagen, ich kann beide Meinungen verstehen, da ich am Anfang und auch am Ende sehr von ihrem Schreibstil und ihrer Geschichte gefangen war, aber meine Schwierigkeiten mit dem Mittelteil hatte, der sich für mich etwas in die Länge gezogen hatte und daher hatte die Story in meinen Augen leider einen kleinen Durchhänger^^


Doch fangen wir erst einmal an dieses tolle Cover zu würdigen! Ich habe mich ja wirklich auf den ersten Blick darin verliebt. Sehr magisch, sehr düster und mysteriös wirkt es und ruft geradezu (genau wie der Name verspricht) nach mir:-) Auch im Inneren kann man sehr schön das Gefühl der Magie erleben und zusammen mit den Hauptpersonen driftet man in diese spirituelle, verrückte aber liebenswerte Welt ab.
Obwohl es mir ab und an (besonders im Mittelteil) das Thema Ley Linien etwas zu groß erklärt und abgehandelt wurde, fand ich es dennoch interessant die Suche nach der besonderen Energielinie mitzuverfolgen.

Doch für einige der Personen im Buch wird die Suche nach diesem magischen Ort fast zu einer Besessenheit und ich fragte mich manchmal wieso junge Menschen sich so sehr auf eine "Sage" versteifen, die sich sehr unglaublich anhört. Die jungen Menschen wollen unbedingt den walisischen König erwecken, um seine Gunst zu erlangen....tja doch leider gestaltet sich diese Schnitzeljagd nicht nur kompliziert, sondern auch gefährlich....da einige Personen anscheinend nicht mal vor "Mord" zurückschrecken., um an ihr Ziel zu gelangen...
Doch fangen wir kurz an die Geschichte wiederzugeben, ohne zuviel zu verraten!

Die junge Blue , die in einer Familie aus Hellseher groß geworden ist, hat selber eine besondere Kraft, denn sie wirkt als Verstärker für Magie.
Außerdem hat sie eine ganz besondere Bürde , die ihr bereits seit frühster Kindheit prophezeit wurde: Ihr Kuss wird ihre große Liebe töten.
Daher versucht sich Blue vor Jungs in Acht zu nehmen. Doch dann begegnet sie auf der Kirchenwache, bei der sie zusammen mit ihrer Tante Neeve die toten Seele des nächsten Jahres in Erfahrung bringen, einen Jungen....der anscheinend bald sterben wird...das komische jedoch ist, dass sie ihn sieht! Das bedeutet sie hat ihn anscheinend umgebracht....sonst würde sie ihn nicht sehen können, da sie hierzu nicht die Fähigkeit besitzt wie die anderen Mitglieder ihrer Familie.
Doch lange kann sie sich nicht vor Jungs fernhalten, denn schon bald sollen sich ihre Wege mit ein paar Raven Jungs kreuzen, die es sich zur Mission gemacht haben, nach den Ley Linien zu suchen.
Bald schon hilft sie den Jungs und zusammen entdecken sie so einiges....
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Ich fand die Jungs um Gansey, dem Anführer sehr gut gestaltet, hier hat jeder einen eigenen Charakter , die sich sehr voneinander unterscheiden und sie daher sehr unterschiedlich und interessant macht.
Adam ist der "arme" Außenseiter, der seine Zugehörigkeit in der Gruppe immer leicht anzweifelt und seine Freundschaft zu Gansey oft mit Mitleid verwechselt. Dann gibt es Ronan, der schwieriger "Prügelknabe", der anscheinend eine ziemliche Egal Haltung an den Tag legt, aber dennoch für seine Freunde da zu sein scheint. Auch Noah der etwas seltsame, ruhige Junge hat seine ganz eigene Vergangenheit, die noch den ein oder anderen überraschen wird.
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Ein ganz besonderes Buch, das sich sehr gut an düstere ,regnerische Abende zum Lesen eignet. Ein Hauch von Magie!
Jedoch konnte mich der erste Band noch nicht komplett überzeugen, daher bin ich schon auf die Fortsetzung gespannt!

#3 RE: Rezensionen von Gesil 31.10.2013 11:52

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Inhalt:
Blue ist die Tochter einer Wahrsagerin und mit der Prophezeiung, dass sie ihrer einzig wahren Liebe durch einen Kuss den Tod bringen werde, aufgewachsen.
Als sie den jungen Gansey trifft, glaubt sie, dass sich mit ihm diese Weissagung erfüllen könnte.
Gansey ist mit seinen Freunden auf der Suche nach einer Ley-Linie und einem König, der darauf begraben sein soll. Gemeinsam mit Blue machen sich die Jungs auf, um das Rätsel um die Ley-Linie zu lösen und decken dabei einen ungesühnten Mord auf.

Meine Meinung:
Wen der Rabe ruft ist der erste von vier zusammenhängenden Bänden über die Raven Boys und das erste Buch von Maggie Stiefvater, das ich gelesen habe.
Anfangs habe ich noch damit gerechnet auf viel übersinnliches, mystisches zu stoßen, doch ein großer Teil des Buches macht zum einen die Einführung der einzelnen Charaktere, sowie später die mühsame Suche nach der Ley-Linie aus. Und die ist dann doch recht bodenständig, wenn man mal davon absieht, dass die Ley-Linie an sich schon irgendwo etwas mystisches darstellt.
Während die Wahrsagerinnen in Blues Haushalt – jede Frau ist eine Marke für sich – eher durch ihr Tun charakterisiert werden, beleuchtet die Autorin die Lebensumstände der einzelnen Raven Boys umso gründlicher. Hier wird deutlich, dass es keiner der Jungs einfach in seinem Leben hat. Nicht mal Gansey, der befürchtet, dass alle in ihm nur sein Geld sehen.
An der ausführlichen Darstellung der einzelnen Charaktere der an der Suche Beteiligten, wird besonders gut deutlich, dass es sich hier um den Auftaktband einer Serie handelt. Wo sonst hätte ein Autor so viel Zeit und Platz dafür?
Lediglich Noah bleibt die ganze Zeit über kaum greifbar und der Leser erfährt recht wenig über ihn. Wie eng sein Schicksal jedoch mit der Ley-Linie verbunden ist und wie nötig es gerade für Noah erscheint, dass die Freunde bei ihrer Suche erfolgreich sind, eröffnet sich, als sie einen Toten auf dem „Leichenweg“ finden.

Fazit:
Wen der Rabe ruft ist ein gelungener Auftakt einer Tetralogie. Mir hat Maggie Stiefvaters Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ich habe es ungern aus der Hand gelegt. Manche Gleichnisse wie z. B. als Gansey Blue als einem Tisch, an dem jeder sitzen wolle, beschreibt, fand ich schon schräg, aber erfrischend neu. Ich werde mir auf jeden Fall den nächsten Band zum Lesen vormerken – vor allem, da dieser erste viele lose Enden und offene Fragen hinterlässt - und hoffe, dass ich nicht zu lange darauf warten muss.

#4 RE: Rezensionen von Larijana 31.10.2013 22:34

Blue stammt aus einer Familie mit hellseherischen Fähigkeiten – nur sie selbst besitzt diese nicht und kann die seherischen Fähigkeiten anderer lediglich verstärken. Deshalb begleitet sie ihre Tante in der Nacht zum Markustag auf den Friedhof, um die Seelen derer zu empfangen, die in den nächsten 12 Monaten sterben werden. Und dort, zum ersten Mal, sieht sie einen der Geister – einen Jungen in ihrem Alter und das kann laut ihrer Tante nur eines bedeuten: Blue wird für seinen Tod verantwortlich sein. Und wurde ihr nicht prophezeit, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird? Kann es sich hierbei um den mysteriösen Jungen handeln?

„Es gibt nur zwei Gründe, warum eine Nicht-Sehende am Vorabend des Markustags einen Geist erblickt, Blue. Entweder du bist seine wahre Liebe“, sagte Neeve, „oder du hast ihn getötet.“
- Wen der Rabe ruft, S. 26


Genau wie das Buch ist der Klappentext Neugier weckend und mysteriös, verrät aber längst nicht alles, worum es eigentlich geht. Denn die Jungs um den geheimnisvollen Gansey, auf den Blue auf dem Friedhof trifft, sind auf der Suche nach etwas, das sie unweigerlich mit Blue zusammenführt und diese Suche steht im Vordergrund des Buches, anstatt, wie man vielleicht glauben mag, eine sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Blue und Gansey. Ich ging also mit ganz anderen Erwartungen an das Buch heran, war aber alles andere als enttäuscht, als ich feststellte, dass die Liebesgeschichte nur ganz schwach angedeutet wird. Im Gegenteil, die Suche der Jungs nach dem verschollenen König hat Maggie Stiefvater eindringlich und packend geschildert, so dass man eigentlich nichts in der Geschichte vermisst. Die Geheimnisse, die den sagenumwobenen König umgeben, und die mysteriösen Dinge, die ihnen auf der Suche passieren, liegen wie ein Schleier über der Geschichte und ziehen einen magisch in den Bann. Manchmal wurde aus meiner Neugier regelrechter Frust, weil so viel Mysteriöses um die Clique herum vor sich geht, dass man endlich wissen möchte, was es damit auf sich hat, was dafür sorgte, dass ich das Buch quasi keine Sekunde weglegen konnte.

Noch immer schläft der König unter einem Berg, um sich geschart seine Krieger, seine Herden, seine Reichtümer. Zu seiner Rechten steht sein Pokal, gefüllt mit Möglichkeiten. An seine Brust geschmiegt liegt sein Schwert, es wartet ebenso wie er auf das Erwachen. Glücklich der, der den König findet und die Tapferkeit besitzt, ihn zu erwecken, denn ihm allein wird der König eine Gunst erweisen, so wunderbar, wie ein Sterblicher sie sich nur vorzustellen vermag.
- Wen der Rabe ruft, S. 125


Mit Blue, ihrer Familie und den Raven Boys hat Maggie Stiefvater wieder einmal außergewöhnliche Charaktere geschaffen, deren Eigenarten sie menschlich und sympathisch machen. Blue lebt mit ihrer Mutter, deren besten Freundinnen und diversen Tanten und Cousinen in einem viel zu kleinen Haus und natürlich besitzen alle seherische Fähigkeiten außer sie und sind herrlich schräg, ein bisschen so, wie man sich Wahrsagerinnen vorstellt. Auch hinter den Raven Boys steckt mehr als die reichen Jungs, für die Blue sie am Anfang hält. Hinter Gansey, der sich nichts aus Geld macht, dadurch aber oftmals sehr oberflächlich wirkt, versteckt sich eigentlich ein sehr melancholischer Charakter. Adam, der aus armen Verhältnissen stammt und hart arbeitet, um sich die Schule leisten zu können, wird regelmäßig von seinem Vater verprügelt und möchte seinem alten Leben unbedingt entkommen und deshalb die Gunst des Königs erringen, und Ronan zeigt seit dem Tod seines Vaters ein selbstzerstörerisches Verhalten, das nur Gansey unter Kontrolle zu haben scheint.
Wen der Rabe ruft ist einfach anders als alles, was ich bisher gelesen habe und mehr als eine Liebesgeschichte. Eine Geschichte voller Magie und genauso magisch geschrieben wie ich es von Stiefvater kenne. Düster, magisch, geheimnisvoll und stellenweise gruselig, ein absolutes Must Read.

#5 RE: Rezensionen von zehn123 01.11.2013 12:40

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Blue lebt mit ihrer Mutter und gefühlten 20 anderen Verwandten und Freundinnen ihrer Mutter zusammen. Sie sind Wahrsagerinnen, nur Blue hat diese Gabe nicht geerbt. Blue hat allerdings eine andere Gabe – sie verstärkt für die Wahrsagerinnen die Energie und diese können mehr empfangen.

Als Blue in der Markusnacht mit ihrer Tante die Nachtwache für die Toten abhält, sieht sie zum ersten Mal selbst einen Geist. Verschreckt erfährt sie von ihrer Tante warum sie den Jungen gesehen hat. Entweder wird dieser Junge durch sie sterben oder er ist ihre erste große Liebe. Für Blue ist klar das sie ihn warnen muss.

Gansey lebt mit seinen Freunden in einer alten umgebauten Fabrikhalle. Er ist reich und besessen davon, die Ley-Linien zu finden. Adam, Noah und
Ronan helfen ihm dabei. Und auch Blue gerät mit in den Sog der Ley-Linien.

Das war nicht mein erstes Buch der Autorin und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Leider konnte mich der Serienstart nicht so wirklich überzeugen. Ich hatte große Probleme mit den Hauptcharakteren und fand eigentlich keine so wirklich sympathisch. Sie sind vielschichtig und sehr unterschiedlich, aber dennoch konnten sie mich nicht begeistern.
Ich werde dann wohl ganz spontan bei erscheinen des nächsten Bandes entscheiden ob ich die Serie weiter lese oder nicht. Vielleicht ist es ja ein schwacher Auftakt, geht aber super spannend weiter…….

#6 RE: Rezensionen von Lilli33 05.11.2013 12:38

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Geister und Prophezeiungen

Inhalt:
Blue ist 16 und lebt in einem Haushalt mit mehreren Wahrsagerinnen. Sie selbst besitzt diese Gabe zwar nicht, dafür eine andere. Seit sie denken kann, muss sie mit einer ganz speziellen Prophezeiung leben: Wenn sie ihre wahre Liebe küsst, wird er sterben. Bisher spielte das für Blue keine große Rolle, war die große Liebe doch absolut nicht in Sicht. Dies ändert sich jedoch, als Blue die Bekanntschaft von vier Jungen von einer Eliteschule macht. Adam findet sie schon sehr süß, im Gegensatz zu Gansey. Doch hat es mit Gansey eine besondere Bewandtnis…

Meine Meinung:
Das Buch beginnt relativ gemächlich, doch bald nimmt die Handlung an Tempo auf. Durch ständige Perspektivwechsel, mal Blues Sicht, mal Ganseys, wird man schnell mit beiden Seiten vertraut, auch wenn man sich anfangs von der Vielzahl der Personen etwas überfordert fühlen kann.

Mit Blue zusammen leben ihre Mutter Maura, Calla, Persephone und Neeve, die alle hellsichtig sind. Jede der Frauen ist dabei auf ihre ganz eigene Art irgendwie verschroben, aber nicht unsympathisch, eher geheimnisvoll.

Auf der anderen Seite haben wir die vier „Raven Boys“ von der Eliteschule, Gansey, Adam, Ronan und Noah. Jeder von ihnen hat einen besonderen Hintergrund, der im Verlauf der Handlung mehr oder weniger gelüftet wird. Dabei bleibt Noah lange Zeit relativ blass, doch auch dafür gibt es einen Grund.

Mir gefällt Stiefvaters Schreibstil einfach sehr gut. Sie versteht es, eine ganz besondere Atmosphäre heraufzubeschwören, ein bisschen düster, mystisch, einfach geheimnisvoll. Dabei kommen auch humorvolle Szenen nicht zu kurz, ich musste öfter mal schmunzeln oder auch richtig lachen, weil manches so trocken erzählt wird. Viele Formulierungen finde ich wunderschön, z.B. S. 179: „Das Haus blieb still zurück. Es war eine leere, wie ausgesaugte Stille, als hätten die Raven Boys die Geräusche aus der Umgebung mit sich genommen.“

Je weiter ich im Buch vorankam, umso mehr war ich von der Geschichte und der Atmosphäre gefesselt. Es fiel mir immer schwerer, das Buch zum Essen oder Schlafen aus der Hand zu legen.

Was mir nicht ganz behagt, ist die Tatsache, dass sehr viele Fragen aufgeworfen und nur wenige davon beantwortet wurden, wie es bei Mehrteilern eben oft der Fall ist. So bekommt das Buch von mir erst mal nur 4 Sterne, da ich ja noch nicht erkennen kann, ob die gesamte Handlung in sich schlüssig ist.

„Wen der Rabe ruft“ ist der Auftaktband einer vierteiligen Reihe.

#7 RE: Rezensionen von MacBaylie 06.11.2013 05:06

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Meine Rezi ist bei den Hörbüchern zu finden.

#8 RE: Rezensionen von Amber 07.11.2013 07:54

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„Wen der Rabe ruft“ ist ein Roman, welchen ich nur schwer wieder aus der Hand legen konnte. Nach den ersten Seiten war ich schon von der Geschichte gefesselt und habe daher den Roman ohne viele Unterbrechungen in einem Rutsch durchgelesen.
Viele unterschiedliche Persönlichkeiten, teilweise auch wirklich schräge, tummeln sich in diesem Roman und machen ihn dadurch lebendig. Auf der einen Seite steht Blue mit ihrer Familie, die sich aus ihrer Mutter zusammensetzt und vielen Verwandten/Bekannten, die sich alle in einem viel zu kleinen Haus tummeln. Bis auf Blue sind alle hellseherisch begabt und dadurch kommt es auch zu allerhand komischen und auch spannenden Situationen.
Auf der anderen Seite lernt der Leser die „Raven-Boys“ kennen. Gansey, Noah, Adam und Ronan sind vier sehr unterschiedliche Charaktere. Sie verbindet die Schule und Gansey, Noah und Ronan wohnen zusammen. Außerdem werden sie von Gansey zu einer Suche mitgerissen und bei dieser Suche beginnen sich die Wege von ihnen und Blue zu kreuzen.
Mir hat besonders gut die unterschiedliche Zusammenstellung der Charaktere gefallen. Oberschicht, Unterschicht, sensibel, hart und aggressiv: alles ist vertreten. Manchmal ist der Roman ein bisschen klischeehaft, aber darüber kann man gut hinwegsehen. Die Geschichte ist von der Autorin gut ausgearbeitet wurden, so dass man trotz der Fülle an Persönlichkeiten sich gut einfindet und man auch jeden Charakter gut kennenlernt.
Auch an Spannung mangelt es dem Roman nicht und durch den mitreißenden Schreibstil kommt man sich vor, als würde man persönlich auf Schatzsuche gehen.
Am Anfang des Romans steht eine für Blue bestimmte Weissagung. Sie überschattet den Roman nicht, sondern hüllt ihn eher ein. Sie ist da, aber prägt doch nicht die Geschichte, trotzdem macht sie neugierig auf die weiteren Entwicklungen und man behält sie beim Lesen im Hinterkopf.


Fazit

„Wen der Rabe ruft“ ist ein starker Auftaktband zu einer vierbändigen Reihe. Der Schreibstil von Maggie Stiefvater, die Protagonisten und die Geschichte fesseln den Leser und ergeben eine spannende Geschichte. Zum Ende bleiben viele Fragen offen, welche neugierig auf den nächsten Band machen.

#9 RE: Rezensionen von fantasticbooks 08.11.2013 22:01

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In Blues Familie sind die Frauen allesamt Seherinnen. Nur an ihr scheint diese Gabe vorbeigegangen zu sein, jedoch verstärkt sie die der anderen durch ihre bloße Anwesenheit. Das ist für Blue ziemlich frustierend. Doch noch viel schlimmer ist die Tatsache, dass ihr immer wieder prophezeit wurde, dass ihre wahre Liebe, wenn sie sie einst küsst, sterben wird!

Als sie sich wie jedes Jahr am Vorabend des Markustages auf dem Friedhof einer längst zerstörten, alten Kirche einfindet, damit ihre Tante Neeve Kontakt mit den zukünftig Verstorbenen aufnehmen kann, gelingt es ihr das erste Mal, einen der Geister selbst zu erkennen. Doch ihre Freude darüber währt nicht lang, denn den jungen Mann der nahegelegenden, elitären Jungenakademie, um die Blue meistens einen Bogen macht, ist nur aus einem Grund für sie sichtbar: Er ist ihre wahre Liebe und sie wird der Grund für seinen Tod sein!

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Maggie Stiefvater. Ihr ruhiger und gleichzeitig eindringlicher Sprachstil üben jedes Mal eine fesselnde Wirkung auf mich aus, so dass es mir unmöglich wird, mich der Geschichte zu entziehen. Die Autorin weiß ganz genau, wie sie ihre Leser fesseln kann. Mich jedenfalls hatte sie gleich nach den ersten Seiten. Die Story von Blue und Gansey lässt sich aber auch schnell sehr spannend an. Das Schicksal hat die Zukunft der beiden miteinander verwoben, doch der prophezeite Ausgang der gemeinsamen Geschichte steht unter keinem guten Stern.

Blue ist mir schnell ans Herz gewachsen und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Sie hat mich sehr beeindruckt, wie sie ihr ungewöhnliches Leben hinnimmt und für sich das Beste daraus macht. Den Gedanken, mit so vielen magisch talentierten Frauen zusammenzuleben wie sie, fand ich sehr interessant, aber gleichzeitig auch sehr verstörend, wenn einem wie bei ihr, die aktive Magie versagt bleibt. Dass die Vorhersage, dass sie den Mann, den sie liebt, töten wird, durch die Nacht auf dem Friedhof auf einmal ganz nah gerückt ist, lässt die Prophezeiung tatsächlich real werden für Blue.

Doch nicht nur Blue ist ein eindrucksvoller Charakter dieses Buches, sondern auch alle anderen Haupt- und Nebenakteure. Jedem einzelnen von ihnen gibt Maggie Stiefvater ein Gesicht, einprägsame Eigenschaften und einen unverwechselbaren Hintergrund. Angefangen bei dem mystisch angehauchten Gansey, der auf der Suche nach dem Grab des walisischen Rabenkönigs Glendower ist, über seine interessanten und oftmals nicht konformen Freunde, bis hin zu Blues Mutter und ihre magischen Freundinnen. Ich wollte keinen von ihnen missen und bin überzeugt, dass sie alle ihren vorherbestimmten und sinnvollen Platz in dieser gut durchdachten Handlung haben.

Jedem zukünftigen Leser dieses Buches kann ich nur ans Herz legen, es sehr aufmerksam zu lesen und sich dabei viel Zeit zu lassen, denn es gibt im Laufe der komplexen Erzählung so viele Andeutungen, die ich beim ersten Mal einfach überlesen habe und erst im Nachhinein und durch das Glück, das Buch gemeinsam mit anderen in einer Leserunde lesen zu dürfen, sind mir viele Dinge klarer geworden. Ich werde es definitiv nicht nur einmal lesen, denn wie bei manchen guten Filmen fallen mir auch da erst nach dem x-ten Schauen noch neue, wichtige Einzelheiten auf, so dass ich das Gesamtergebnis mit all seinen Details viel besser genießen kann.

Fazit:

Maggie Stiefvaters Auftakt "Wen der Rabe ruft" ist der erste von vier geplanten Bänden. Sehr schnell hatte sie mich damit in ein faszinierendes Geschehen gezogen, in der die Magie noch präsent ist. Einprägsame Charaktere in einer atmosphärisch dichten Handlung, die sich um Liebe, Tod, Magie und Freundschaft rankt, haben mich gefesselt und auch jetzt nach Leseende immer noch nicht losgelassen. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht und warte ungeduldig auf die Fortsetzung.

#10 RE: Rezensionen von Gronik 10.11.2013 10:08

Blue wächst in einem Haus voller Wahrsagerinnen auf. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt, sie lebt mit ihrer Mutter und einer Reihe anderer Frauen zusammen. Doch im Gegensatz zu diesen hat Blue selbst keine magischen Fähigkeiten, sie kann nicht in die Zukunft sehen und sieht keine Geister. Von klein auf wurde ihr prophezeit, dass sie ihrer wahren Liebe den Tod bringen wird. Wen sie diesen Jungen trifft und ihn küsst, wird er sterben. Mit diesem Wissen hält sie Blue natürlich fern von Jungs. Doch jedes Jahr gibt es eine besondere Nacht, in der sie mit ihrer Mutter auf einen verlassenen Friedhof geht, wo diese die Seelen derer vorbeiziehen sieht, die im kommenden Jahr sterben werden. Blue hat nie eine der Seelen selbst gesehen, bis zu diesem Jahr. Ein Junge namens Gansey erscheint vor ihr. Ist er der Junge aus der Prophezeiung, dem Blue den Tod bringen wird?

Mir war zu Beginn der Lektüre nicht ganz klar, dass „Wen der Rabe ruft“ der Auftaktband einer vierteiligen Reihe sein wird. Dementsprechend darf man nicht erwarten, dass alle Fragen und offenen Punkte in diesem Buch schon geklärt werden.

Die Autorin stellt recht ausführlich die Protagonisten dar. Blue ist nur eine davon, eine mindestens ebenso große Rolle spielen Gansey und die drei weiteren Jungen aus seiner Gruppe: Adam, Ronan und Noah. Nach und nach lernen wir sie und ihre jeweiligen Geschichten näher kennen.

Gansey, ein Junge aus wohlhabender Familie, ist geradezu besessen von der Suche nach übersinnlichen Phänomenen. Er ist auf der Spur der sogenannten Ley-Linien, ein Begriff, der mir vor der Lektüre dieses Buches nichts sagte, der aber auch in historischen Romanen von z.B. Diana Gabaldon eine Rolle spielt. Adam hingegen stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen und tut alles, um sich aus diesen herauszuarbeiten. Die Freundschaft zu dem reichen Gansey wird hier immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Ronan ist seit dem Tod seines Vaters ziemlich unberechenbar und ständig im Kampf mit seinem älteren Bruder. Und Noah wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar, hat aber das größte Geheimnis von allen.

Zu Beginn konnte mich das Buch nicht so recht fesseln, von der Beschreibung her hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet. Aber der Mitte nimmt die Geschichte dann aber Fahrt auf und die Handlung wird immer fesselnder. Es geschehen völlig unerwartete Dinge und die Figuren kamen mir so langsam näher.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich hier nicht ganz so begeistern wie in der Mercy Falls-Trilogie oder in „Rot wie das Meer“, aber Maggie Stiefvater hat dennoch eine ganz besondere Art zu Schreiben.

Das Ende ist kein Cliffhanger, dennoch bleiben viele Fragen offen und man hat das Gefühl, dass die Geschichte bisher nur an der Oberfläche gekratzt hat und noch viel tiefer gehen wird. Darauf müssen wir aber nun wohl leider eine Weile warten, bis die Fortsetzung erscheint.

#11 RE: Rezensionen von Gronik 10.11.2013 14:12

Mag noch jemand seine Rezi einstellen? Die Runde kommt dann demnächst ins Archiv, man kann zwar auch dort noch posten, aber naturgemäß wird dort weniger gelesen :-)

#12 RE: Rezensionen von Lovelysecrets 10.11.2013 18:54

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ich finde die Rezensionen hier besonders gut geschrieben! In anderen Plattformen findet man leider nicht mehr so viele gut geschriebene. Das Buch steht eh auf meiner Wuli :)

#13 RE: Rezensionen von Gronik 22.11.2013 17:54

Wenn noch jemand eine Rezension beisteuern möchte, bitte in diesen Thread:
Wen der Rabe ruft - Maggie Stiefvater

Die bisher zur Runde geschriebenen habe ich dort auch bereits hinkopiert, damit sie nicht im Archiv verschwinden.

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