#1 Rezensionen von Quantaqa 07.09.2013 15:03

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Da manche schon so fix mit dem Buch durch waren (was bei der spannenden Geschichte nicht verwundert), hier nun auch der Rezensions-Thread.

Liebe Grüße
Jana

#2 RE: Rezensionen von CasusAngelus 07.09.2013 15:26

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Buchinfos:
Titel: Legend - Schwelender Sturm
Autorin: Marie Lu
Originaltitel: Prodigy
Erscheinungsdatum: September 2013
ISBN: 978-3-7855-7395-2
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: Loewe

Klappentext:
"Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen. Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte. Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:
Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt?
Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss?
Was, wenn die Patrioten falsch liegen?"

Inhalt:
Nach Days Befreiung aus dem Gefängnis, haben sich June und er nun auf der Flucht aus Los Angeles in einem Zug nach Las Vegas versteckt, in der Hoffnung dort Hilfe bei den Patrioten zu finden. Doch diese gibt es nicht ohne Gegenleistung und so unterbreiten sie den beiden ein Angebot: lassen sich Day und June darauf ein, bei der Ermordung des neuen Elektors zu helfen, heilen sie im Gegenzug Days verletztes Bein und machen sich auf die Suche nach seinem kleinen Bruder. Doch June beginnt bald zu zweifeln, ob ihre Entscheidung die richtige war. Denn was ist, wenn der neue Elektor die Republik zum besseren verändern will? Sollte man ihm nicht eine Chance geben, bevor man ihn kaltblütig ermordet?

Meine Meinung:
Auch wenn ich Band 1 vor ungefähr einem Jahr gelesen habe und daher nicht mehr allzu viel in meinem Kopf hängen blieb, kam ich in den zweiten Teil "Legend - Schwelender Sturm" von Marie Lu recht gut rein. Nachdem ich noch ein wenig in der Leserunde zu Teil 1 gestöbert hatte, war vieles wieder präsent, so dass ich mich nun auf die neue Geschichte konzentrieren konnte. Außerdem hat die Autorin die Hinweise auf wichtige Ereignisse des ersten Teiles gut in die Geschichte eingebaut, so dass auch beim Lesen dann vieles wieder zurück ins Gedächtnis kam.

Erzählt wird der zweite Band, genau wie der erste auch, abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Day und June, was am Anfang des Kapitels immer gekennzeichnet war. Zuerst kam ich manchmal noch ein wenig durcheinander, wer denn nun gerade dran ist mit erzählen, doch das hat sich recht schnell wieder gelegt, denn beide haben dabei ihre Eigenheiten. Days Erzählungen sind meistens emotionaler als die von June, bei der man die militärische Ausbildung in der Vergangenheit bemerkt. Sie schildert auch viel mehr Details aus ihrer Umgebung, die Day wahrscheinlich gar nicht so wahr genommen hätte, und durchdenkt die Sachen mehr.

In "Schwelender Sturm" liegt das Hauptaugenmerk auf dem Vertrauen zwischen den Charakteren. Kann Day June wirklich vertrauen, obwohl sie doch vor nicht allzu langer Zeit noch eine überzeugte Republik-Soldatin war? Können die beiden den Patrioten vertrauen, dass sie wirklich nur das beste für die Bewohner der Republik wollen? Oder sollte man doch lieber dem neuen Elektor Glauben schenken, dass er wirklich etwas verändern möchte? Die Überlegungen und Zweifel der beiden Protagonisten fand ich hier sehr nachvollziehbar dargestellt. Vor allem, dass June nicht von heute auf morgen eine 180-Grad-Wendung hingelegt hat und eine überzeugte Rebellin geworden ist, sondern immer noch auf gewisse Art an der Republik hängt, hat das ganze für mich realistisch gemacht. Genauso wie Days Zweifel an June, für die er zwar starke Gefühle hat, doch sich nicht so ganz sicher ist, dass er wirklich der Richtige für sie ist. Dazu kommt, dass Tess, mit der er lange Zeit zusammen auf der Straße gelebt hat, ihm ihre Gefühle offenbart und auch ein bisschen für die Zweifel von ihm verantwortlich ist. Das alles hat das Buch unglaublich spannend für mich gemacht und für immer wieder überraschende Wendungen gesorgt, da ich mir auch nie so ganz sicher war, wem ich denn nun mein Vertrauen schenken solle, und ob die beiden Protagonisten denn nun das richtige Tun. Dass sich hierbei zwischen Tess, Day, June und Anden eine Art Mehrecks-Beziehung, wie sie in Jugendbüchern ja gerade sehr beliebt sind, ergeben hat, hat mich nicht wirklich gestört, da ich sie ziemlich nachvollziehbar fand und sie nicht wie einfach nur dahin geklatscht gewirkt hat.

Fazit:
Der zweite Band "Schwelender Sturm" von Marie Lus Legend-Trilogie ist ein überaus spannendes Buch, dass mir sogar noch besser gefallen hat, als der erste Teil. Es fehlt selbst bei wenig actionreichen Szenen nie an Spannung und überrascht mit unvorhersehbaren Wendungen. Dieses Buch hat seine 5 Muscheln voll und ganz verdient.

#3 RE: Rezensionen von Lilli33 07.09.2013 15:39

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Toller zweiter Band!

Inhalt:
Day und June fliehen nach Denver, wo sie sich den Patrioten anschließen. Es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, da sie von der Republik gesucht werden und Day schwer verletzt ist. Die Patrioten haben auch sofort eine Verwendung für die beiden, denn es ist ein Attentat auf den neuen Elektor geplant, bei dem auch June und Day eine Rolle spielen sollen. Wird June ihre Vergangenheit als Republiksoldatin einfach abschütteln können? Und wird Day so seinen Bruder Eden befreien können?

Meine Meinung:
Nachdem ich von „Legend – Fallender Himmel“ vor etwa einem Jahr total begeistert war, konnte ich es kaum erwarten, den zweiten Band dieser Dystopie-Reihe zu lesen. Auch dieser hat mich nicht enttäuscht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, weil ich viele Details aus dem ersten Buch vergessen hatte, war ich dann doch schnell wieder im Geschehen drin, da die Autorin die wichtigen Infos nebenbei eingestreut hat. Ich habe das Buch geradezu verschlungen und dabei mit den beiden Helden gebangt. Es ist durchweg spannend geschrieben, selbst die Szenen, in denen gar nicht viel passiert. Marie Lu versteht es einfach, mitreißend zu schreiben. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um Actionszenen, von denen es in diesem Buch recht viele gibt, oder um romantische Szenen handelt. Mit beidem konnte die Autorin mich überzeugen.

Wie schon im ersten Band wechselt die Perspektive von Kapitel zu Kapitel zwischen June und Day ab, wobei beide in der 1. Person im Präsens erzählen. Dadurch wird man direkt in die Handlung hineingezogen, bekommt die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten hautnah mit und kann sich von beiden Seiten ein umfassendes Bild machen. Oft wird so dieselbe Szene aus beiden Blickwinkeln dargestellt. Dabei spielt das Aufeinandertreffen ihrer zwei verschiedenen Welten immer wieder eine große Rolle. Vorurteile und Missverständnisse, Eifersucht und Unsicherheit der Gefühle machen den Protagonisten das Leben und vor allem die Liebe schwer. Und die Menschen in ihrer Umgebung gießen auch noch Öl ins Feuer.

So muss man nicht nur von Anfang bis Ende fürchten, ob June und Day überleben, sondern auch, ob ihre Liebe die Wirren übersteht. Denn verwirrend ist die Situation immer wieder. Scheinbar ist nichts so, wie es aussieht. June und Day müssen immer wieder neu entscheiden, wem sie vertrauen und zu welchen Opfern sie bereit sind.


Fazit:
Toller zweiter Band! Für Dystopie-Fans ist die Reihe sehr zu empfehlen.

#4 RE: Rezensionen von Melanie 08.09.2013 15:12

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Mit “Legend – Schwelender Sturm” setzt Marie Lu die Geschichte um June und Day, die in “Legend – Fallender Himmel” begann fort. Eine Tatsache, die man schon an der Gestaltung des Buches erkennen kann. Nicht nur, dass beide Cover das goldene “LEGEND” ziert, beide Bücher sind bis auf ein einzelnes Symbol komplett einfarbig gehalten. Bei Band eins ziert das Zeichen der Republik das Cover, Band zwei wird von dem Symbol der Kolonie dominiert.

Nachdem Day nur knapp seiner Hinrichtigung durch die Republik entgehen konnte, sind Day und June auf der Flucht. Sie hoffen auf Unterstützung durch die Patrioten, eine Hoffnung, die sich bestätigt, als sie Las Vegas und den dortigen Stützpunkt der Patrioten erreichen. Eine Unterstützung, die ihren Preis fordert: Day und June sollen ihnen helfen, den gerade neu eingesetzten Elektor zu ermorden.

Schon die ersten Seiten des Buches versetzen den Leser zurück ins Geschehen und rufen das Gefühl hervor, gerade eben noch an June und Days Seite der Hinrichtung seines Bruders beigewohnt zu haben. Auch die Spannung ist bereits mit der ersten Seite wieder zu spüren: Die beiden sind auf der Flucht, Day schwer verwundet und die Chancen auf Rettung oder Hilfe verschwindend gering. Mit Ideenreichtum (und vermutlich auch Glück) schaffen es die zwei, sich zu den Patrioten durchzuschlagen. Die Gegenleistungen, die diese für ihre Hilfe fordern, haben dann zumindest mich als Leser ziemlich schockiert. Day und June gehen (zu Beginn) relativ locker mit dieser Forderung um. Eine Tatsache, die angesichts des Mangels an Optionen jedoch nicht weiter verwunderlich ist. Wenn es ums Überleben geht, bleibt für moralische Bedenken eben doch nicht allzuviel Zeit.

Aber das Buch hat einige Seiten, Seiten in denen sich nicht nur moralische Bedenken in die Gedanken der Hauptpersonen einschleichen. Bis zur letzten Seite werden Junes und Days Gefühle auf die Probe gestellt. Durch ihre Mission getrennt machen beide Erfahrungen, die sie noch weiter auseinandertreiben. Und einige Nebenfiguren tun ihr übriges, die Kluft zwischen den zweien zu vergrößern.

Auch als Leser ist man hin- und hergerissen. Abgesehen von June und Day weiß man nicht, wem man trauen kann. Teilweise weiß man nicht einmal, ob man ihren Instinkten trauen kann, ob die zwei nicht selbst hinter das Licht geführt werden. Ebenso wie Day und June bekommt der Leser aber auch tiefere Einblicke in die Welt, in der die zwei leben. Einblicke in die Geschichte der Republik, die Organisation der Patrioten und sogar einen Blick auf die Welt hinter den Mauern: Die Kolonien. Einblicke, die einen das bereits gefasste Bild überdenken lassen, aber eben auch fast alles in Frage stellen. Und damit schafft Marie Lu es, die Spannung mit jeder Seite noch weiter zu steigern.

Mit dem Ende kommt es zur Auflösung, zu einem spannenden Showdown und zu einer Entscheidung, die die Republik bis in den letzten Winkel erschüttert. Die Geschichte nimmt damit eine Wendung, die man zu Anfang sicher nicht vermutet hätte, zu einem Ende ist sie damit jedoch noch lange nicht gekommen. Einige Fäden sind entwirrt, viele haben eine überraschende Wendung genommen – nicht alle davon sind gut. Mit der letzten Seite gibt es Hoffnung, für einige ist diese Hoffnung jedoch nicht mehr als nur ein leichter Schimmer. Und damit ist man als Leser mit der letzten Seite ebenso wenig wie Day und June am Ende angelangt – auch wenn man ganz offensichlich erstmal eine Pause einlegen muss. Denn wann Band drei erscheint, steht aktuell noch in den Sternen.

#5 RE: Rezensionen von merlin78 09.09.2013 10:31

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Dramatischer und spannender kann eine Geschichte kaum erzählt werden.

Auf den 440 Seiten des zweiten Teils der "Legend-Reihe" müssen sich Day und June den Patrioten stellen und versuchen, einen gemeinsamen Weg zu finden. Gleich zu Beginn des Buches erfahren die beiden, dass der amtierende Elektor verstorben ist und nun sein Sohn Anden die Führung über die Republik übernommen hat. Die Patrioten möchten jedoch eine Revolution anzetteln und dafür muss der neue Elektor durch die Hand Days sterben. June wird zurück in die Republik geschleust, um sich das Vertrauen Andens zu sichern und so Zugang zu ihm zu erhalten. Der Auftrag scheint fast erfüllt, als June plötzlich doch Bedenken bekommt. Ist der neue Elektor wirklich ein so schlechter Mensch wie sein Vater es war?

Day erhofft sich durch die Zusammenarbeit mit den Patrioten die Befreiung seines kleinen Bruders Eden, der nach wie vor als Versuchskaninchen der Republik gefangen gehalten wird. Außerdem will er ein Auge auf seine Freundin Tess haben, die während ihrer jahrelangen Zeit auf der Straße unter seiner Obhut stand. Doch Tess hat sich weiterentwickelt und bei den Patrioten einen festen Platz gefunden. Kann er dennoch auf seine alte Freundin setzen?

Die Geschichte zu "Schwelender Sturm" setzt direkt nach dem Ende des ersten Teils "Fallender Himmel" ein und macht so einen mühelosen Start in die neue Handlung möglich. Schon nach wenigen Seiten sind die alten Inhalte wieder präsent und machen die Fortsetzung zu einem wahren Lesevergnügen.
Mühelos erzeugt Autorin Marie Lu mit diesem Werk eine überzeugende, dystopische Welt, die zum Mitfiebern animiert. Durch die beiden Hauptprotagonisten Day und June wird die Geschichte spannend und realistisch gehalten und bringt das passende Flair in das Gesamtwerk.

Day und June müssen sich nicht nur der politischen Situation stellen, sondern auch ihren eigenen Gefühlen, die ein stetes Auf und Ab beinhalten. Zu groß sind die ursprünglichen Standesverhältnisse, als dass sie einfach darüber hinweg sehen könnten. June muss mit dem Verlust ihres gesamten Hab und Guts fertig werden, während Day endlich eine Zugehörigkeit empfindet. Dennoch bleibt dieses kleine Band der Verständigung zwischen ihnen, dass für eine zusätzliche romantische Ader in der Story sorgt.

Fazit: Auch auf Seiten, auf denen eher wenig passiert, bleibt der Spannungsbogen hoch. Der Handlungsstrang ist perfekt ausgearbeitet und bietet eine fantastische Geschichte, die überzeugt und bestens unterhält. Schon nach wenigen Kapiteln kann das Buch kaum noch aus der Hand gelegt werden. Zu groß ist der Suchtfaktor, den Marie Lu mit ihren beiden sympathischen und lebendigen Charakteren erzeugt. Natürlich bleiben zum Ende noch einige Fragen offen, die die nötige Vorfreude auf den dritten Band vermittelt.
Insgesamt kann ich dem Buch nur die volle Punktzahl in Höhe von 5 Sternen vergeben. Ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehle.

#6 RE: Rezensionen von fantasticbooks 09.09.2013 15:07

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Verletzt und erschöpft erreichen Day und June die Patrioten in Vegas und bitten sie um Hilfe. Doch diese hat ihren Preis, denn die Rebellen wollen die beiden für ihre Zwecke einspannen. Sie sollen den neuen Elektor Anden töten, der nach dem Tod seines Vaters nun die Geschicke der Republik in den Händen hält.

Mit Blick auf die grausamen Ereignisse der Vergangenheit, die ihnen widerfahren sind, und auf die schwere Verletzung von Day müssen die beiden nicht lange überlegen. Doch als die Dinge in Bewegung kommen und June bis in die Nähe von Anden vorgedrungen ist, beginnt sie zu zweifeln, ob sie das Richtige tun. Unter enormen Zeitdruck muss June sich entscheiden, welchen Weg sie einschlagen wollen. Wem können sie trauen?

Meine Meinung:

Endlich war ich wieder zurück in der Welt von Day und June und ich hatte den Eindruck, als wäre ich nie weggewesen. Die Handlung setzt direkt dort wieder ein, wo sie im ersten Band endete: Bei einer Fahrt ins Ungewisse für die liebgewonnenen Protagonisten.

Ihrem Stil ist Marie Lu treugeblieben und erzählt ihre Geschichte wieder abwechselnd aus der Sicht von Day und June. Die vergangenen Ereignisse und der Kontakt zu den Patrioten haben die erst aufkeimende Beziehung der beiden belastet, hinzukommt, dass June von allen Seiten Misstrauen entgegengebracht wird. Dies zieht sich durch die ganze erste Hälfte des Romans und kurz bevor sich bei mir schon eine leichte Enttäuschung einstellen wollte, da ich gemessen an Band 1 recht hohe Erwartungen an die Forsetzung hatte, nahm die Handlung unvermittelt wieder an Fahrt auf und er war da - der Moment, an dem ich vom Sog der Geschichte einfach mitgerissen wurde.

Die ungewöhnliche Beziehung der Protagonisten sieht sich neuen Herausfoderungen gegenüber. Gleichzeitig erfährt man als Leser endlich mehr über die Kolonien und bekommt einen tieferen Einblick in die Geschichte der Republik, ihre Entstehung und die ursprünglichen Intentionen zur Gründung.

Wie ich es bereits nach der Szene im ersten Band, als June auf den Sohn des Elektors trifft, geahnt hatte, spielt dieser im zweiten Band eine verstärkte Rolle. Charakterlich scheint er den ersten Eindruck zu bestätigen, doch gerade in diesem Teil lernen wir, dass kaum jemand der ist, als der er erscheint. Zum Schluss hin überraschte mich die Autorin mit einer Wendung, die ich so keinesfalls vorhergesehen habe. Seitdem kann ich das Erscheinen des finalen Bandes gar nicht mehr erwarten.

Fazit:

Nach einer kleinen, anfänglichen Schwäche läuft der zweite Band "Legend - Schwelender Sturm" zu gewohnter Stärke auf und katapultiert die Beziehung von Day und June, sowie die lntrigen und Kämpfe auf das nächste Level. Authentische Charaktere, spannende Handlung, sowie Action und Romantik bietet die Fortsetzung der außergewöhnlichen, dystopischen Reihe von Marie Lu, die ich nur empfehlen kann.

#7 RE: Rezensionen von Lydia255 11.09.2013 20:44

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Klappentext:
Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Den einen Menschen loszuwerden, der die Verantwortung für dieses ganze verfluchte System trägt, scheint mir ein ziemlich kleiner Preis dafür zu sein, eine Revolution in Gang zu setzen.
Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen. Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte. Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:
Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt? Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss? Was, wenn die Patrioten falsch liegen?

Meine Meinung:
Das Cover erweckt in mir gemischte Gefühle. Der goldene Adler und die Schriftzüge sind nach meinem Geschmack und passen auch zum ersten Band. Aber was ist mit dem blasslilanen Hintergrund? Wer würde bei einer solchen Farbe an Action, Krieg, Dystopie und Kämpfe denken? Wenn man die Schutzhülle abnimmt, ist der Hintergrund aber ganz weiß, wie beim ersten Band, man kann sich also je nach Belieben entscheiden, welche Version einem im Regal besser gefällt.

Band 1 habe ich vor fast genau einem Jahr regelrecht verschlungen und es einfach geliebt. Mit kribelligen Fingern habe ich sehnsüchtig auf die Übersetzung der Fortsetzung gewartet und bin mit Freuden wieder in die dystopische Welt von Day und June eingetaucht.

Es geht unmittelbar dort weiter, wo Band 1 aufhört. June und Day sitzen in einem Zug und sind auf dem Weg zu den Patrioten. Days Bein ist stark verletzt und lange wird er nicht mehr durchhalten, die Patrioten sind also ihre letzte Chance, wenn sie Days Bruder Eden aus den Klauen der Regierung retten wollen. Dort angekommen lässt sich der Anführer der Patrioten, Razor, zu einem Deal überreden. Day und June sind mittlerweile in aller Munde in der Republik und haben durch ihre rebellischen Aktionen für viel Aufsehen gesorgt. Es wäre ein großes Spektakel, wenn June zunächst das Vertrauen vom neuen Elektor gewinnen würde, ihn dann den Patrioten ausliefern würde und Day ihn dann umbringen würde. Anden ist der Sohn vom alten Elektor und als June ihn näher kennenlernt, wird ihr klar, dass er anders ist als sein herzloser und radikaler Vater. Es liegt ihm wirklich etwas am Volk und daran, die Republik besser zu gestalten. Was sollte sie also tun? Ihm helfen oder ihn an die Patrioten ausliefern?

Die gesamte Geschichte wird wieder abwechselnd aus der Sicht von Day und June in Ich-Form und in Gegenwart erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. So kann man sich einfach am besten in beide Protagonisten hineinversetzen und beide Perspektiven beleuchten. Marie Lu ist eine begnadete Autorin, die weiß, wie sie die Leser um den kleinen Finger wickelt. Ihr Schreibstil ist einfach toll! Bildhaft, "direkt" und spannend wird die Handlung rübergebracht, sodass man echtes Kopfkino-Feeling bekommt. Besonders die Momente, wo es richtig brenzlig wird, fühle ich mich wie in einem Action-Film.

Ein Aspekt, der die Legend-Trilogie so lesenswert und einzigartig macht, ist die Spannung und die Tatsache, dass man eigentlich nie weiß, was als nächstes passiert. Beinahe jede Wendung kam für mich überraschend und ich konnte jedes Mal erneut überlegen, wie es wohl weitergeht. Aber letztendlich hat Marie Lu einfach ein grandioses Netz gesponnen, in dem man als Leser gefangen ist.

Was dieses Buch aber zu einem meiner absoluten Highlights macht, ist das Ende. Ich glaube, ich bin noch nie zuvor auf den letzten 43 Seiten eines Buches ganze drei Mal in Tränen ausgebrochen. Es ist der pure Wahnsinn, wie sehr mich dieses Buch mitreißen konnte und dass ich so emotional werden konnte, was bei mir eher selten der Fall ist! An alle, die Band 1 geliebt haben: Band 2 ist mindestens genau so grandios!

Fazit:
5 von 5 Punkten mit Herz! :)
MUST-READ!

#8 RE: Rezensionen von KimVi 13.09.2013 11:06

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June und Day sind auf der Flucht vor den Häschern der Republik. Um Days Bruder Eden zu befreien und die Kolonien zu erreichen, schließen sich die beiden den Patrioten an. Doch der Preis für die Hilfe der Patrioten ist hoch, denn June und Day erhalten den Auftrag, Anden, den neuen Elektor, zu töten. Diese Tat soll die Unterdrückung des Volks ein für alle Mal beenden und der Republik einen Neuanfang ermöglichen. Kurz vor der Durchführung des Plans, wachsen in June erste Zweifel. Kann es nicht sein, dass Anden unterschätzt wird, und dass er einen vollkommen anderen Weg als sein Vater einschlagen will? June muss eine Entscheidung treffen, denn die Zeit läuft ihr davon. Doch wem kann sie überhaupt noch trauen?

Meine Meinung


"Schwelender Sturm" ist nach "Fallender Himmel" der zweite Band der Legend-Trilogie. Die Handlung knüpft direkt an das Ende des ersten Teils an. Auch in diesem Fortsetzungsband verfolgt man das Geschehen abwechselnd aus der Sicht von June oder Day. Da man dadurch das Gefühl bekommt, hautnah dabei zu sein, und die Gedanken und Eindrücke der beiden Hauptprotagonisten nachempfinden kann, gelingt der erneute Einstieg, auch nach über einem Jahr Lesepause, relativ problemlos. Die Erinnerung an Details, die man nach dieser Zeit nicht mehr sofort parat hat, werden nach und nach wieder aufgefrischt.

June und Day sind auch in diesem Band wieder glaubwürdige und sympathische Hauptprotagonisten. Man kann sich gut in die beiden hineinversetzen und mit ihnen mitfiebern. Sie kommen aus vollkommen unterschiedlichen Welten und müssen nun damit umgehen, dass sie manchmal verschiedene Ansichten haben. Die Liebe zwischen den beiden wird dabei auf eine harte Probe gestellt, denn es gibt in ihrem Umfeld auch Personen, die als weitaus besser geeignete Partner erscheinen. Nicht nur im Gefühlsleben geraten die beiden in Konfliktsituationen. Denn sowohl Patrioten, als auch Anhänger der Republik hüten ihre Geheimnisse, sodass sich nur schwer erkennen lässt, wem man eigentlich vertrauen kann.

Der Autorin gelingt es wieder hervorragend die dystopische Welt von June und Day zu vermitteln. Man kann sich die beschriebenen Szenen sehr gut vorstellen und gerät unweigerlich in den Bann der Erzählung. Selbst in Abschnitten, in denen eigentlich nichts Besonderes passiert, kann man die unterschwellige Spannung spüren, die einen regelrecht durch die Handlung treibt. Actiongeladene Szenen, die geradezu filmreif sind, sorgen außerdem dafür, dass man sich nur ungern vom Gelesenen lösen mag. Eine vollkommen unerwartete Wendung am Ende, weckt die Neugier auf den letzten Teil der Trilogie.

Ich bewerte den zweiten Band der Legend-Trilogie mit fünf von fünf möglichen Bewertungssternen. Denn die Handlung war für mich durchgehend spannend, sodass ich mich kaum davon lösen konnte. Die Enthüllung am Ende des Buchs sorgte bei mir ehrlich gesagt sogar dafür, dass ich mir ein Tränchen aus den Augenwinkeln wischen musste. Ungeduldig warte ich nun auf den letzten Band und hoffe auf ein kleines Wunder.

#9 RE: Rezensionen von Luna 14.09.2013 15:55

Day und June machen sich auf nach Vegas, um Hilfe bei den Patrioten zu finden. Diese helfen ihnen jedoch nicht ganz ohne Hintergedanken. Die Zwei sollen nämlich den neuen Elektor töten, um so eine Revolution anzuzetteln. Klingt für Day doch gar nicht mal so schlecht, vor allem, wenn es ihm in Aussicht stellt bald seinen Bruder, Eden, wiedersehen zu können. June jedoch kommen schon bald Zweifel, ob sie das Richtige tun, und der Tod des neuen Elektors der Republik wirklich helfen wird.

Meine Meinung:

Das Cover finde ich, bis auf den Hintergrund, der mich leicht an bedrucktes Toilettenpapier oder die Tapete von Oma erinnert, schön gestaltet. Durch das goldene Adler-Emblem, welches das Zeichen der Kolonien ist, die wir in diesem Teil ja auch näher kennen lernen durften, passt das Buch super zum ersten Band/ einen Sturm nahe ist. Sie ist noch nicht ausgebrochen, sondern ''schwelt'' noch.
Inhaltlich konnte dieser Band für mich an den ersten jedoch nicht ganz heranreichen.
Es gibt kaum Wiederholungen, was es für mich etwas schwer machte mich an die Geschehnisse aus Band 1 anfangs zu erinnern.
Im Vordergrund liegen hier mehr die Beziehung von Day und June, die auf ein paar Proben gestellt wird, sowie der bevorstehende Umsturz. Besonders gut gefiel mir, dass man endlich die Kolonien kennen lernt, auch wenn sie auf ihre ganz eigene Art schrecklich sind, und nicht das versprochene Paradies, von dem Days Vater ihm erzählt hat. Wahrscheinlich gerade deshalb.
Die Perspektivenwechsel bei den Kapitel zwischen Day und June finde ich gut gelungen, da man so Verständnis für beide aufbringen kann. Oft war es aber so, dass die Gedanken der beiden sich so geglichen haben, dass ich mir nicht sicher war, ob ich gerade ein Kapitel aus Days oder Junes Sicht lese. ^^ Besonders aber als es auf den ''Final Countdown'' zuging, fand ich die abwechselnden Perspektiven super, da beide Charaktere zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschiedene Information entdeckt haben.
Bei Day und June hat es gekriselt, aber sie sind sich auch etwas näher gekommen. June ist immer noch dieselbe, hoch intelligente, aufmerksame June wie im ersten Band. Day fand ich teilweise etwas unsympathischer. Natürlich ist er gestresst und hat einen großen Verlust hinter sich, aber June ebenso. Ich konnte zu diesen beiden immer noch keine richtige Nähe aufbauen. Anden mag ich jedoch sehr. ^^ Ich hoffe ja, dass aus den beiden im nächsten Band was wird. :D
In diesem zweiten Band treten altbekannte Nebenfiguren, wie Tess und Kaede auf, jene die eine größere Rolle als im letzten Teil spielen, Anden, aber auch neue, wie zum Beispiel Razor, der als Doppelagent die Patrioten vertritt. Über ihn wurde in der Leserunde viel spekuliert, und die Auflösung war richtig gut. Eine gute Menge Intrigen. :)
Den Teil mit June und Anden, dem anfänglichen Plan ihn zu töten, und dessen Entwicklung war mir zu vorhersehbar. Damit konnte man rechnen. Fand ich etwas schade, ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass man June nun schon besser kennt und ihr Verhalten einschätzen kann.
Ein Gefühl von Spannung oder des ''Erfasst-Seins'' habe ich zu selten gespürt, in diesem Band. Das Miträtseln war jedoch, bis auf die Anden-June-Sache, nicht zu sehr behindert.

Ich würde dem zweiten Band 3 von 5 Sternen geben.

#10 RE: Rezensionen von Kendra 17.09.2013 13:52

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Legend 2: "Schwelender Sturm " von Marie Lu beweist mal wieder, dass ein 2. Teil einer Buchreihe geradezu mühelos an den Vorgänger anknüpfen kann, und die Erwartungen die man bereits seit dem ersten Teil auf diese Fortsetzung an den Tag legte, vollkommen erfüllen kann ohne zu enttäuschen. Wunderbar!
Auch das Cover passt hervorragend zum Vorgänger, auch wenn die Farbe nun nicht mehr weiß ist und ein anderes Symbol auf dem Buchdeckel prangt.

Erneut liefert uns das Buch die abwechselnden Erzählperspektiven von June und Day, und lässt uns somit ihre eigenen "Abenteuer" erleben.
Drahtlos knüpft es an den Vorgänger an und man befindet sich direkt auf ihre Flucht wieder. Erneut treten einige bekannte Gesichter auf, wie z.B: Tess, oder Thomas. Aber auch neue Charaktere beleben das Buch und man lernt mit Razor und dem jungen Elektor Anden, wichtige Persönlichkeiten kennen.

Auch die Suche nach Days vermissten Bruder Eden geht weiter, sowie ihr Kampf gegen die Republik. Doch nicht immer sind Day und June einer Meinung, und bald müssen sie nicht nur ihre Liebe zueinander hinterfragen, sondern auch ihre jeweile Position in der Politik. Hierzu kommt erschwerend hinzu, dass man bald nicht mehr weiß, wem man vertrauen soll und wer Feind und wer Freund ist.

Nachdem Anden den Platz seines Vaters einnimmt, möchte er einige Veränderungen anstreben, doch kann man ihm trauen, oder möchte er nur das Herz von June gewinnen? Und was ist mit Razor, für welche Seite steht er? Außerdem gibt es da ja auch noch den Senat und die Rebellen....Bald wird es immer schwieriger für unsere beiden Helden das Richtige zu tun.
Und dazu kommen auch noch die Probleme in der Liebe....denn nicht nur June hat mit Anden einen möglichen "Geliebten" sondern auch Day in Tess, die anscheinend mehr zu ihm epmfindet als Freundschaft. Bald schon gibt es hier einige haarsträubende Situationen, indenen sich beide widerfinden, denn Eifersucht ist ein neues Kampfgebiet in ihrer Rebellion.


Eine wirklich perfekte Fortsetzung des ersten Bandes dieser Dystopie! Ich freue mich schon jetzt auf den letzten Teil dieser Reihe, da das Ende ziemlich Gänsehautfeelingmäßig war und geradezu nach dem nächsten Teil schreit!

Von mir gibt es daher 5 von 5 Punkten.

#11 RE: Rezensionen von eleasy 18.09.2013 22:46

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INHALT
Nach ihrer gelungenen Flucht aus der Batalla-Zentrale in Los Angelos sind Day und June auf dem Weg nach Las Vegas. Sie erhoffen sich dort Unterstützung von den Patrioten, die als eine Untergrundorganisation gegen die Republik kämpfen. Diese haben sie dringend nötig, denn Day ist ernsthaft verletzt und wünscht sich nichts sehnlicher, als seinen kleinen Bruder Eden aus den Fängen der Republik zu retten.
Der Anführer der Patrioten Razor ist bereit, Day und June aufzunehmen, allerdings nur unter der Bedingung, dass die beiden sich bereit erklären, sich an einem Attentat auf Anden, den neuen Elektor des Landes, zu beteiligen, um den Weg für eine Revolution zu ebnen.
Doch schon bald kommen June Zweifel an der Richtigkeit dieses Plans.

MEINE MEINUNG„Schwelender Sturm“ knüpft unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängerbands an. Da die Geschichte mit ihrer Flucht ziemlich nahtlos weitergeführt wird, kann es also nicht schaden, die wichtigsten Geschehnisse aus „Fallender Himmel“ noch einmal aufzufrischen. Durch den absolut mitreißenden Schreibstil Marie Lus dauert es aber nicht lange, bis man voll in die atemberaubende Geschichte abtauchen kann.
Die einzelnen Kapitel sind wieder jeweils abwechselnd in der Ich-Perspektive der Protagonisten
im Präsens geschrieben. Dies schafft von Anfang an eine besondere Nähe zu Day und June, gibt uns einen besonders tiefen, intensiven Einblick in ihr Gefühlsleben und steigert durch die unterschiedlichen Sichtweisen enorm die Spannung.
Die einfühlsame, sehr differenzierte Figurenzeichnung der beiden so unterschiedlichen Protagonisten macht das Buch zu einem besonders emotionalen Leseerlebnis. Ihre charakterliche Weiterentwicklung, das Auf und Ab ihrer Emotionen und ihr verzweifelter Kampf um ihre besondere Beziehung zueinander sind sehr authentisch und äußerst überzeugend dargestellt. Auch die vielschichtige, lebendige Ausarbeitung der vielen Nebenfiguren, hat mir sehr gut gefallen. Bei einigen von ihnen müssen wir uns auch auf Überraschungen in ihrem Verhalten gefasst machen.
Sehr vielschichtig und stimmig sind auch die dystopischen Elemente dieser Welt aus Unterdrückung und Intrigen ausgearbeitet, und die zusätzlichen Informationen zur Geschichte der Republik und der Kolonien und den Naturkatastrophen runden das recht bedrückende Gesamtbild des aktuellen totalitären Systems ab. So kann man sich gut in die derzeitige angespannte Lebenssituation für die einzelnen Figuren hineinversetzen, und den daraus resultierenden Wunsch nach Veränderung und einem Umsturz nachvollziehen.
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, uns immer wieder mit unvorhersehbaren Wendungen zu überraschen und uns mit vielen sehr actionreichen Szenen in Atem zu halten. Da viele Figuren nicht immer auf den ersten Blick ihre wahren Intentionen in diesem undurchsichtigen Spiel um die Macht offenbaren, ist spannend mit zu rätseln, auf welcher Seite sie wohl stehen mögen. Zum finalen Showdown ist die Spannung und Dramatik kaum noch zu überbieten, so dass man mit den Helden regelrecht mitfiebern muss. Insgesamt ist die mitreißende, temporeiche Handlung in diesem Band wesentlich komplexer und vielschichtiger aufgebaut, als im ersten Band, bei dem die Unterscheidung zwischen Gut und Böse noch recht leicht gefallen ist. Diesmal geraten Day und June immer wieder in schwerwiegende Gewissenskonflikte bei ihrem Kampf gegen das Unrechtsregime und der Unterscheidung von Freund und Feind. So stellt sich ihnen immer häufiger die Frage, wem sie noch vertrauen können und auf welcher Seite sie wirklich stehen wollen. Denn die sie umgebenden Personen versuchen Day und June mit Neid, Missgunst, Manipulation und Intrigen zu verunsichern, gegeneinander auszuspielen und in ihren Entscheidungen zu beeinflussen.
Sehr aufwühlend ist auch das offene Ende des Buchs gestaltet, bei dem die Autorin uns mit einer überraschenden Nachricht aufschreckt und uns voller Ungeduld auf den abschließenden Band ihrer genialen Trilogie warten lässt.

FAZIT
Für alle Dystopie-Fans ist die Legend-Trilogie ein absolutes Muss!
Mit einem mitreißenden Erzählstil, unerwarteten Wendungen und den überzeugenden Protagonisten Day und June kann auch der gelungene zweite Band seine Leser begeistern!

#12 RE: Rezensionen von Cinderella 04.10.2013 14:22

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Day und June vs. die Republik – Ring frei für Runde 2

Inhalt:
Day und June sind auf der Flucht vor der Republik, doch Days Verletzung und der Wunsch seinen Bruder zu retten um sich anschließend in die Kolonien abzusetzen lassen ihnen keine Wahl – so schließen sie sich den Patrioten an. Bei den Patrioten gilt jedoch keine Leistung ohne Gegenleistung. Als Preis fordern sie die Ermordung des neuen Elektors Anden von Day und June. Aber wird diese Tat wirklich das Ende der Republik und der Unterdrückung bedeuten? Während Day sich darauf vorbereitet, beginnt June zu hinterfragen und bekommt Zweifel – vielleicht könnte es Anden gelingen auch ohne weiteres Blut vergießen eine (politische) Veränderung herbeizuführen?

Beurteilung:
Die Protagonisten Day und June kennt man schon aus dem ersten Band, aber auch andere bereits bekannte Figuren tauchen wieder auf. Auch dieses Mal wechseln sich von Kapitel zu Kapitel die Perspektiven ab, so dass mal aus Junes und dann wieder aus Days Perspektive erzählt wird. Auf diese Art und Weise entstehen zwei sowohl glaubwürdige als auch nachvollziehbare Charaktere. Hierhin scheint mir auch einer der Schwerpunkte dieses zweiten Bandes verschoben worden zu sein, denn das Augenmerk liegt nun auf den Day und June und ihrer Entwicklung, innere Kämpfe inklusive. Geschickt lässt die Autorin, deren Schreibstil sich auch diesmal ganz flüssig und leicht lesen lässt, uns Leser wie nebenbei etwas hinter die Kulissen schauen und so entdeckt man Stück für Stück ein paar mehr Hintergrundinformationen von Marie Lus wirklich interessantem Setting. Dabei gelingt es ihr, auch in weniger temporeichen Abschnitten, die Spannung zu halten und lässt trotzdem Raum um Luft zu holen.

Fazit:
Ein zweiter Band, der dem ersten in nichts nachsteht und ebenso inhaltlich Überraschungen bereit hält, wie das Cover äußerlich – helles Lila? (Hat sich mir irgendwie auch nach der Lektüre nicht erschlossen…)

In Sternen ausgedrückt erhält dieses Buch von mir 5 von 5 Sternen!

#13 RE: Rezensionen von Monina83 22.10.2013 19:32

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Inhalt:

„Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen.
Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte.
Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:
Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt?
Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss?
Was, wenn die Patrioten falsch liegen?“
(Quelle: http://www.loewe-verlag.de/titel/titel-1...nder_sturm.html)

Day und June konnten vor der Republik fliehen. Doch allein haben sie keine Chance, deswegen wollen sie sich den Patrioten anschließen. Dort treffen sie auch Kaede und Tess wieder und Day will endlich seinen Bruder Eden finden.

Doch dann stirbt der alte Elektor und sein Sohn Anden übernimmt die Herrschaft. Die Patrioten wollen ihn töten, um eine Revolution auszulösen und eine neue Regierung anzustreben. Da kommt es ihnen gerade recht, dass June das Wunderkind der Republik ist und Anden bereits kennt. Sie soll sein Vertrauen gewinnen und ihn in einen Hinterhalt locken, wo Day und die anderen bereits auf sie warten.

Aber als June Anden näher kennenlernt und seine Pläne für die Zukunft erfährt regen sich erste Zweifel in ihr. Vielleicht ist Anden nicht das Ende, sondern der Anfang einer neuen Gesellschaft. Vielleicht könnte er die Rettung sein und vielleicht sollten sie ihren Plan ändern. Doch wie kann sie die Patrioten aufhalten und wird Day ihr glauben und vertrauen oder setzt sie erneut alles aufs Spiel … ?

Meine Meinung:

Ich habe mich wirklich sehr auf diese Fortsetzung gefreut und richtig darauf hingefiebert. Als ich sie endlich in den Händen hielt, musste ich natürlich gleich anfangen zu lesen und war sofort wieder in der Geschichte und in der Welt von Day und June gefangen. Durch einige kleinere Erinnerungen der Protagonisten kann man sich gut daran erinnern, was in Band 1 passiert ist und daran anknüpfen.

Besonders gut gefiel mir, dass die Geschichte erneut abwechselnd aus Sicht beider Protagonisten geschrieben wurde. Das fand ich besonders in Hinsicht auf die Patrioten sehr wichtig, da June doch sehr an den Motiven dieser zweifelt, während Day wegen seinem Bruder bedingungslos gehorcht. Durch diesen Perspektivwechsel kann man gut nachvollziehen, wie sich die Protagonisten verändern, wie sie sich entwickeln, von einander entfernen und wieder aufeinander zubewegen. Es gibt ein ständiges Auf und Ab in der Beziehung der beiden, was die Liebesgeschichte sehr spannend und auch realistisch macht. Ich konnte gar nicht anders, als mit den beiden mitzufiebern und auf ein Happy End zu hoffen.

Doch nicht nur die Liebesgeschichte ist sehr spannend, sondern auch der Rest der Story. Schon allein die Flucht der beiden ist mit einigen Schock-Szenen versehen und ständig hielt ich die Luft an, in der Angst, die beiden würden doch noch entdeckt und ihre Pläne durchkreuzt werden. Die Autorin Marie Lu, verstrickt die Protagonisten immer wieder in gefährliche Situationen, so dass man als Leser überhaupt nicht die Gelegenheit hat, einmal zu entspannen und durchzuatmen. Dabei bedient sich Frau Lu auch einiger unvorhersehbaren Wendungen und nicht immer ist klar, wer Freund und wer Feind ist, was der Geschichte natürlich zusätzlich Gänsehautfeeling verleiht.

Endlich erfährt man auch einmal mehr über die Welt von Day und June. Wie kam es zur Spaltung der Vereinigten Staaten, zur Gründung der Republik und dem Krieg mit den Kolonien? Was passiert in den Kolonien und was sind die Beweggründe der Patrioten? Durch die Beantwortung all dieser Fragen, konnte ich mir endlich ein richtiges Bild der Republik machen und die Motive einiger Darsteller besser nachvollziehen.

Und dann kam es zum großen Showdown, bei dem die Karten alle noch einmal neu gemischt werden, in dem uns die Autorin noch einmal schockiert und mit einem ganz fiesen Cliffhanger so richtig verzweifelt zurücklässt. Ich will Band 3 und zwar SOFORT!

Fazit:

Diese grandiose Fortsetzung hätte sicher noch mehr als 5 Punkte verdient, denn es überzeugt mit tollen, vielschichtigen Charakteren, die sich in diesem Band richtig entwickeln und noch mehr Tiefgang bekommen, mit jeder Menge Spannung, die einen an den Seiten kleben lassen, mit schockierenden Momenten, die einen erst einmal aus der Bahn werfen und einem Ende, das geradezu nach Band 3 schreit. Ich bin wirklich total begeistert von diesem tollen Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

#14 RE: Rezensionen von Kate88 28.10.2013 22:07

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June und Day ist die Flucht vor der Republik gelungen, gerettet sind sie aber noch lange nicht. Können die Patrioten ihnen wirklich helfen? Doch zu welchem Preis? Und sind June und Day wirklich bereit diesen zu zahlen, auch wenn dabei alles auf dem Spiel steht?

Meine ersten Gedanken, nach dem ich "Legend - Schwelender Sturm" zugeklappt habe: Noch besser, noch spannender und noch emotionaler! Marie Lu ist eine fantastische Fortsetzung gelungen, die den Maßstab für den finalen Band um June und Day hoch ansetzten lässt.

Wie auch schon in seinem Vorgänger "Legend - Fallender Himmel" werden die Kapitel abwechselnd aus Days und Junes Sicht erzählt. So erhält der Leser einen wunderbaren Einblick in beide Protagonisten, was für mich sehr zum Lesevergnügen beigetragen hat. Dazu der lebhafte Schreibstil der Autorin, der mich bereits im ersten Band begeistern konnte.

Sowohl June als auch Day sind authentische Charaktere, die Fehler haben, aber dadurch dem Leser noch sympathischer werden. Zudem machen beide Figuren eine Entwicklung, die nachvollziehbar ist und die Geschichte damit abrunden. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

Marie Lu präsentiert mit "Legend - Schwelender Sturm" eine eindrucksvolle Fortsetzung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt hat. Die Spannung war auf fast jeder Seite spürbar. Ich habe mitgefiebert, wie schon lange nicht mehr. Wendungen und Irrungen, die nicht nur für Spaß beim Lesen gesorgt haben, sondern mich stellenweise richtig umgehauen haben. Ich bin mehr als gespannt, was die Autorin noch zu bieten hat.

Das Ende hat mein kleines Leserherz kurz stehen lassen, um dann im doppelten Tempo weiter zu hämmern. Fans erster Stunde von June und Day werden einen leichten bis mittelschweren Schock erleiden und süchtig dem nächsten Band entgegenfiebern. Wie grausam Frau Lu, da die Wartezeit doch so lang erscheint!

Fazit:
Noch spannender, noch emotionaler, noch besser! Eine fantastische Fortsetzung, die mich schon jetzt nach dem finalen Band lechzen lässt. Eindrucksstark beweist Marie Lu, dass der zweite Band einer Trilogie nicht immer im Schatten seines Vorgängers stehen muss.

5/5

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