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#16 RE: Rezensionen von Gronik 22.09.2013 08:09

Die Geschichte spielt in einem New York der Zukunft. Nach einer Klimakatastrophe hat sich die Stadt in zwei Schichten geteilt. Die Reichen und Mächtigen leben in Horsten, weit über den Niederungen der Stadt, wo die Armen und die Mystiker leben müssen. Mystiker sind Menschen mit unterschiedlichen magischen Begabungen. Sie werden gezwungen sich registrieren zu lassen und ihre Kräfte werden regelmäßig abgeschöpft, zum einen damit sie keine Bedrohung darstellen, zum anderen wird ihre Energie für das Funktionieren der Stadt benötigt.

Aria Rose ist die Tochter einer der führenden Familien der Horste. Sie soll den Sohn der Fosters heiraten. Angeblich verbindet sie und Thomas eine Liebe wie Romeo und Julia, denn die beiden Familien sind schon lange verfeindet. Doch Aria hat seit einem Drogenvorfall ihr Gedächtnis verloren und kann sich an die ganze Beziehung überhaupt nicht mehr erinnern. Dennoch stellt sie nicht in Frage, was ihr erzählt wird und bereitet sich auf die bevorstehende Hochzeit vor. Doch immer wieder begegnet ihr auch ein anderer Junge, einer aus der Tiefe, zu dem sie sich unerklärlicherweise hingezogen fühlt. Was verbindet sie miteinander?

Ehrlich gesagt, konnte mich dieses Buch leider nicht so recht überzeugen. Einige Wendungen in der Geschichte fand ich einfach zu unlogisch und zu wenig nachvollziehbar. Außerdem hatte ich ein Problem mit den Hauptfiguren. Aria verhält sich die meiste Zeit ziemlich naiv und unüberlegt, was in ihrem Alter wahrscheinlich noch normal ist. Aber auch ihre Gefühle und Gedanken blieben für mich wenig greifbar und die ganze Figur daher eher fremd. Noch schlimmer war es mit Hunter, dem Jungen aus der Tiefe, an ihn kam ich beim Lesen überhaupt nicht heran und habe seine Handlungen noch weniger nachvollziehen können als die von Aria. Was zwischen den beiden passiert, ging mir dann viel zu schnell und so konnte ich der Liebesgeschichte leider gar nicht folgen.
Die Welt, die der Autor hier entworfen hat, klingt auf den ersten Blick sehr interessant, aber so richtig vorstellen konnte ich mir die Stadt nicht, hier hätte ich mir noch ein bisschen mehr Erläuterungen und Beschreibungen gewünscht.
Die Story insgesamt war leider recht vorhersehbar. Einige Wendungen waren überraschend, aber vieles auch unverständlich und nicht immer unbedingt logisch.

Der Klappentext ist mal wieder einer von der Sorte, den man lieber nicht genau durchlesen sollte, denn er nimmt einiges vorweg.

Es handelt sich mal wieder um den Auftakt einer Trilogie, das Ende ist jedoch abgeschlossen und kein böser Cliffhanger.

#17 RE: Rezensionen von Kanya 22.09.2013 22:30

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Worum geht es?
Aria Rose lebt in New York. Nach einer Klimakatastrophe steht ein Großteil unter Wasser. Die Reichen leben getrennt von den Armen, zu denen auch die Mystiker (Menschen mit besonderen magischen Fähigkeiten) gehören. Eines Tages wacht Aria ohne Erinnerungen wieder auf. Angeblich hat sie Drogen genommen und durch eine Überdosis erinnert sie sich an nichts. Als Tochter der Familie Rose, die mit über New York herrschen, soll sie Thomas heiraten und laut den Aussagen ihrer Familie hat sie ihn abgöttisch geliebt. Doch sie fühlt nichts für ihn. Als sie dann auch noch auf Hunter trifft, einen Mystiker zu dem sie sich hingezogen fühlt, ist ihre Verwirrung komplett. Immer wieder sucht sie seine Nähe und schnell wird daraus mehr, doch dann beginnt ein Machtkampf und Aria ahnt, das nicht alles so ist, wie es den Anschein hat.

Meine Meinung
"Mystic City" ist mir zuerst durch sein mehr als gelungenes Cover in die Augen gesprungen und auch die Handlung, die zwischen einer Dystopie und einem Fantasybuch schwankt konnte mich direkt neugierig machen.
Der Einstieg ist dann auch durchaus gelungen, denn man begleitet Aria auf ihrer Suche nach den Erinnerungen und deckt mit ihr Unglaubliches auf. Schnell war ich von dem Buch gefesselt und wollte mehr über Arias Welt erfahren, die bildlich und toll beschrieben ist.

Nach meiner anfänglichen Begeisterung, war ich aber schnell etwas enttäuscht. Das Buch bedient sich vieler Klischees. Ein reiches, wohlhabenes Mädchen verliebt sich in einen armen ausgestoßenen Jungen, der zu den Rebellen gehört. So etwas hat man schon hundertmal gelesen, was das Ganze für mich recht vorhersehbar gemacht hat.
Dennoch gibt es hin und wieder überraschende Wendungen, die mich begeistern konnten.
Die Idee der Mystiker und wie sie ausgebeutet werden, gefällt mir dagegen sehr gut und die Ausarbeitung ist insgesamt gelungen.

Aria als Protagonistin hat mir insgesamt gut gefallen. Sie ist zwar im Großen und Ganzen recht naiv, aber da sie ihr Gedächtnis stellenweise verloren hat, finde ich das sehr verständlich. Sie muss mit Zweifeln leben und quasi einen fremden Menschen neu kennenlernen, den sie angeblich liebt, aber auch ein paar andere Menschen hat sie vergessen. Das stelle ich mir sehr beklemmend und traurig vor und so hat das Buch auch eher eine drückende und düstere Grundstimmung.
Hunter dagegen ist der typische Rebell, der für seine Ideale alles tut. Ihn und sein Verhalten finde ich sehr vorhersehbar und eher langweilig, obwohl er für seine Rolle gut ausgearbeitet ist.
Bei den anderen Protagonisten gibt es interessante und weniger interessante Menschen, die so manche Überraschungen bereit halten.

Die Liebesgeschichte ist wie schon erwähnt eher klischeehaft, aber auch schön beschrieben, sodass ich mit Aria mitfühlen konnte. Die sonstige Handlung bietet durchaus Potential für einen spannenden Verlauf, das hier nicht ganz ausgenutzt wurde.
Der Schreibstil dagegen ist leicht und locker und passt zu der beschriebenen Atmosphäre des neuen New Yorks. Beschrieben wird alles aus der Ich-Perspektive von Aria, sodass man als Leser ihre Gedankengänge gut nachvollziehen kann.

Das Buch ist in sich abgeschlossen und auch wenn es mich nicht völlig überzeugen konnte, bin ich gespannt auf den zweiten Teil, da vor allem das Ende mir gut gefallen hat.

Mein Fazit
"Mystic City" bietet kurzweilige Unterhaltung, bei der nicht das volle Potential genutzt wurde. Zu viele Klischees und Vorhersehbarkeit, konnten mir nur einen mittelmäßigen Lesegenuss bereiten. Dennoch gefällt mir die Idee und die Atmosphäre des Buches und ich werde bestimmt die Reihe weiter verfolgen.

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