#1 Toskanische Verführung - Franziska Hille von Wildpony 19.05.2013 15:50

Toskanische Verführung - Franziska Hille

Kurzbeschreibung Amazon:

Flannery Gardner reist in die Toskana, um dort eine Privatbibliothek zu begutachten. Es sollte ein ganz normaler Job sein, doch Alessandro, der arrogante, abwechselnd zärtliche und schroff abweisende Besitzer der Bibliothek, schickt sie auf eine wahre Achterbahn der Gefühle. Flannery weiß nicht mehr, ob sie ihrem eigenen Verstand und ihren Gefühlen trauen kann. Was ist Alessandro della Gherardesca: Dr. Jekyll, Mr. Hyde – oder tatsächlich beides in einer Person?

Mein Leseeindruck:

Ein sehr vielschichtiges Buch das man in die Rubrik (Familien-)Geheimnis und Spannung gut einordnen kann.
Von der "Verführung" im Titel könnte man sich ein wenig täuschen lassen. Es gibt sie zwar - aber lange nicht so intensiv wie sich das mancher Leser evtl. vorstellen mag.
Die Spannung, die sich immer mehr steigert, ist im Bezug auf die Hauptprotagonisten zu sehen.
Denn für die arme Flannery, die auf das toskanische Gut von Alessandro kommt um eine Bücherei zu begutachten, beginnt mit dem Eintreffen dort ein wahrer Gefühlschaos. Warum ist dieser toskanische Adelige so wechselhaft in seinen Verhaltensweisen? Warum kann er total unfreundlich und schroff sein - und im nächsten Moment wieder der liebenswürdige Gastgeber.
Und warum halten sein Sekretär und seine Haushälterin so eisern zu ihrem Arbeitgeber.
Wer ist der geheimnisvolle Hugo, der sich ebenfalls in dem Haus verborgen aufhält und wieso zieht es die Hauptprotagonistin Flannery doch so magisch zu Alessandro hin?

Mein Fazit:

Ein super spannendes Buch mit sehr vielfältigen Möglichkeiten, die dem Leser selbst vor einige Fragen und doch teil große Spannung stellen.
Wer gern etwas kombiniert und gern Vermutungen anstellt ist mit dieser Geschichte vollauf super bedient.
Das Buch lässt sich schnell und angenehm lesen und ich konnte es nach der Ankunft von Flannery in der Toskana kaum mehr aus den Händen legen.
Manches kam wie ich es erwartet hatte.. maches hatte auch ganz unvorhergesehene Wendungen.
Mit dem Cover hätte ich es (als absoluter Toskana-Fan) bestimmt mal in die Hand genommen und gelesen, obwohl ich das Buch eher auch teils im erotischen Bereich angesiedelt hätte. Es war für mich eine tolle Überraschung daß es viel mehr zu bieten hatte als nur "Verführung".

Ganz zum Schluss ... wer die Bücher von Susanne Gerdom kennt, der wird auch dieses Buch mögen.
Denn Franziska Hille ist sowie Frances G. Hill und Julian Frost ein weiteres Pseudonym von Susanne Gerdom!

#2 RE: Toskanische Verführung - Franziska Hille von Gronik 22.05.2013 15:58

Flannery Gardner soll in der Toskana die Privatbibliothek des Grafen Alessandro della Gherardesca sichten und ihren Wert schätzen. Eigentlich ein ganz normaler Auftrag, doch der Empfang gestaltet sich frostig, hatte der Hausherr doch einen männlichen Gutachter erwartet und ganz offensichtlich ein Problem mit Frauen. Da auf die Schnelle kein Ersatz zu finden ist, muss Flannery den Auftrag dennoch durchführen. Die Beziehung zu Alessandro gestaltet sich dabei äußerst schwierig und wechselhaft, erst will er ihr komplett aus dem Weg gehen, dann scheint er sich doch wieder von ihr angezogen zu fühlen – Flannery weiß kaum, wie ihr geschieht, zumal ihre eigenen Gefühle ebenfalls Achterbahn fahren, was die junge Frau an sich eigentlich gar nicht kennt.

Hinter dem Pseudonym Franziska Hille steckt die Autorin Susanne Gerdom, was für mich der Hauptgrund war, dieses Buch zu lesen. Normalerweise bin ich kein Fan von Liebesromanen und schon gar nicht von erotischen Erzählungen. Der Titel „Toskanische Verführung“ ist hier allerdings ein wenig irreführend, denn so viel Verführung gibt es im Laufe der Geschichte gar nicht, es handelt sich nicht um eine Aneinanderreihung von Bettszenen, sondern um eine kriminalistisch angehauchte Liebesgeschichte. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und die Wortgefechte zwischen Flannery und Alessandro habe ich immer mit einem Schmunzeln gelesen.

Obwohl natürlich von Anfang an klar ist, wer hier am Ende mit wem zusammen sein wird, gestaltet sich der Weg dahin äußerst spannend und lässt den Leser fleißig miträtseln. Das Hinundher zwischen den Hauptfiguren konnte ich persönlich an manchen Stellen nicht so ganz nachvollziehen, der Graf wurde mir das ganze Buch hindurch nicht wirklich sympathisch und daher hatte ich auch so ein bisschen meine Probleme, seine Anziehungskraft auf die eigentlich so bodenständige und vernünftige Flannery nachzuempfinden. Am Ende blieben mir einige Fragen zu offen, da ging mir manches etwas zu schnell.

Dennoch habe ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt und staune immer wieder über die Vielseitigkeit der Autorin, die sich auch im Genre LiRo absolut nicht zu verstecken braucht!

#3 RE: Toskanische Verführung - Franziska Hille von zehn123 02.06.2013 12:41

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Zum Inhalt:
Flannery Gardner reist in die Toskana um die Bibliothek des Conte Alessandro della Gherardesca zu beurteilen und für einen potenziellen Käufer zu schätzen. Der Conte ist alles andere als begeistert von Flannerys Person. Er hatte einen männlichen Bibliothekar erwartet. Am liebsten würde er sie ostwendend zurückschicken, doch der Käufer drängt und so alzeptiert er widerwillig Flannerys Anwesenheit.

Meine Meinung:
Auf Grund des Titels hatte ich eine Liebesgeschichte mit einigen Bettszenen befürchtet. Da ich die Autorin aber sehr gerne lese, wollte ich trotzdem auch dieses Buch lesen. Ich wurde sehr angenehm überrascht. Die Geschichte hat wirklich Handlung und Bettszenen gibt es gar keine. Das übliche Hin-und-Her eines Liebesgeschichte gibt es schon, aber das ganze ist wirklich sehr ansprechend geschrieben.

Flannery möchte ihren Auftrag schnellstmöglich hinter sich bringen und diesem arroganten Schnösel wieder den Rücken kehren. Der Conte schafft es immer wieder sie ganz schön durcheinander zu bringen. Manchmal schäumt sie geradezu vor Wut und lässt sich zu Äußerungen hinreißen, die sie dann wieder bereut. Keine einfache Basis für eine Zusammenarbeit.

Eine witzige Figur in dieser Geschichte ist der Sekretär Andrew. Andrew ist dem Conte treu ergeben und in seiner Gegenwart stets der korrekte Angestellte. Doch anderen Menschen gegenüber zeigt er auch seine witzige Seite. Das war sehr erfrischend.

Fazit:
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Handlung und die Personen waren gut dargestellt. Ich kann jedem, der gerne Liebesgeschichten mit einem mystischen Einschlag liest, dieses Buch empfehlen.

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