#1 Der Geschmack von Sommerregen (Julie Leuze) von Adaneth 16.05.2013 16:09

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Wenn die LR beendet ist, dann könnt ihr eure Gastrezension hier posten

#2 RE: Rezensionen von zehn123 20.08.2013 20:46

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Zum Inhalt:
Sophie ist sechzehn Jahre alt und lebt nicht weit von München auf dem Land. Sie ist anders als andere Jugendliche und kann darüber mit niemandem reden. Ihre Eltern, vor allem ihre Mutter, reden ihr ein, das das alles nur Einbildung ist. Sie sieht Farben in ihrem Inneren, ihre Gefühle haben unterschiedliche Farben und Formen. Doch ihre Mutter will, das sie das unterdrückt. Das sie nicht verrückt werden soll, wie ihre Oma Anne, der schreckliches widerfahren ist.

Doch dann ändert sich alles. Ein neuer Schüler kommt in Sophies Klasse und für Sophie ist es Liebe auf den ersten Blick. Durch Mattis findet Sophie den Mut sich mit ihrem seltsamen Inneren auseinanderzusetzen.

Meine Meinung:
Sophie hat mir als Person gut gefallen. Sie muss um vieles kämpfen. Hat bereits schlechte Erfahrungen gemacht und ist nun, in ihrer Verliebtheit, unsicher. Sie macht Fehler, sei es in ihrer Beziehung zu Mattis oder auch in ihrer Freundschaft zu Lena. Fehler, die sie aber endlich dazu bringen, mehr über sich selbst herausfinden zu wollen.

Die Geschichte hat sich leicht weglesen lassen. Der Anfang war vielleicht ein bisschen zu sehr „Liebe auf den ersten Blick“. Die absolut perfekte heile Welt. Aber dann baut sich nach und nach auch Spannung auf, weil auf einmal nicht mehr alles nur rund läuft. Und weil man nach und nach erfährt warum Sophies Mutter so seltsam auf Sophies innere Farben reagiert.

#3 RE: Rezensionen von MacBaylie 21.08.2013 16:01

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Eine farbenfrohe Liebeserklärung

Kurzbeschreibung:
Die 16-jährige Sophie ist ziemlich verwirrt. Ihre Empfindungen nimmt sie anhand vieler verschiedener Farben und Nuancen wahr. Sie nennt das „ihren inneren Monitor“, darf aber mit niemandem darüber sprechen, denn ihre Großmutter hatte diese Farben ebenfalls in sich und ist letztendlich deswegen in der Psychiatrie gelandet.
Als Sophie sich Hals über Kopf in Mattis, den neuen Mitschüler verliebt, erlebt sie eine wahre Farbexplosion und es fällt ihr immer schwerer sich zu verstellen, damit niemand ihre Andersartigkeit bemerkt. Besonders bei Mattis, der scheinbar ebenfalls ein Geheimnis hütet, will sie sich auch nicht verstellen. Sie möchte nicht, dass er sich in eine „falsche“ Person verliebt. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als diesem unsäglichen Familiengeheimnis, über das ihre Eltern sich in beharrliches Schweigen hüllen, auf den Grund zu gehen.

Meine Meinung:
Beim ersten Blick auf Titel und Cover, erwartet man vielleicht eine typische Liebesgeschichte, wie man sie schon hundertfach zu lesen bekommen hat. Das ist aber ein Trugschluss. Diese Geschichte hebt sich in vielen, farbenfrohen Dingen von anderen ab.
Den Anfang fand ich zugegebenermaßen etwas befremdlich, aber ich denke, das ist ganz normal, wenn man nicht wie Sophie, innerlich von dieser unglaublichen Farbwelt erfüllt ist, oder sich im Vorfeld über dieses Phänomen informiert hat.
Ich konnte mich aber sehr schnell in diese Farbenpracht hineindenken, denn die Autorin beschreibt alles unglaublich gefühlvoll und verständlich.
Anhand dieser bunten Empfindungen kann ich auch durchaus damit Leben und sogar verstehen, dass Sophie sich Hals über Kopf in einen Jungen verliebt, den sie vielleicht erst ein oder zweimal gesehen hat. Wenn man beim Anblick eines Menschen einen derartigen Farbenflash erlebt, ist es doch noch viel intensiver. Denke ich jedenfalls.
Sophie war mir auf anhieb sympathisch.

Dass ihre Eltern ihr diese wunderbare und bunte Welt unbedingt ausreden wollten, fand ich wirklich traurig. Einerseits konnte ich Sophies Mutter verstehen, denn sie hat wohl schlimme Erinnerungen, die ebenfalls mit dieser „Krankheit“, wie sie es nennt, zu tun haben, aber andererseits würde ich mir wünschen, dass Eltern sich informieren, bevor sie ihren Kindern solchen Unsinn einreden, der sie erst wirklich krank macht.

--- “Es ist unmöglich, an die Geheimnisse meiner Familie zu rühren, ohne eine Lawine loszutreten. Eine Lawine, von der ich nicht weiß, wen sie unter sich begraben wird.“ --- (Zitat: S. 129)

Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen, denn Themen wie Mobbing, Andersartigkeit, Liebe, Familienprobleme und Sex sind doch genau die Sachen, die Jugendliche täglich umgeben, sie berühren und mit denen sie sich identifizieren können.

---“ Trotzdem schäme ich mich in Grund und Boden. Weil Mattis gehört hat, was Vivian gesagt hat,, und weil er spätestens jetzt begreifen wird, dass wir im Universum der Beliebtheit auf völlig unterschiedlichen Planeten wohnen.“ ---(Zitat: S. 138)

Man könnte sich jetzt darüber streiten, ob die Sexszenen vielleicht ein bisschen zu ausführlich oder zu detailreich ausgefallen sind. Ich würde das jedoch nicht sagen. Ich denke jedes 14-jährige Mädchen (das Buch ist ab 14 Jahre) wird sich schon Gedanken über Sex machen, das heißt ja nicht, dass sie auch unbedingt schon welchen haben will, aber die Fantasien und Gedanken sind auf jeden Fall da. Deshalb finde ich es schön, dass diese Neugier hier einfühlsam befriedigt werden kann, ohne ins Vulgäre oder Pornographische abzudriften.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch. Einfühlsam, interessant und farbenprächtig. Eine Geschichte die bewegt, aufklärt, und Hoffnungen den Weg ebnet.
Lesenswert auch für ältere Leser, die sich selber an ihre Pubertät erinnern und damit keine Probleme haben oder zumindest Verständnis für „gefühlschaotische“ Jugendliche aufbringen können.

#4 RE: Rezensionen von fantasticbooks 21.08.2013 17:06

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Sophie ist sechszehn und lebt mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf, unweit von München entfernt. Stets hält sie sich sehr bedeckt und nur ihre Freundin Lena lässt sie nah genug an sich heran. Doch auch diese ahnt nichts von Sophies Geheimnis, das sie in sich trägt und, das gut versteckt schwer auf ihrer Seele lastet.

Doch dann zieht Mattis neu ins Dorf und Sophie kann ihr Glück kaum fassen, dass der Neue, der schnell der Schwarm aller Mädchen wird, sich ausgerechnet für sie interessieren soll. Wird er sie trotz ihres Geheimnisses mögen? Aber auch Mattis verbirgt etwas und Sophie wird klar, dass sie nur glücklich werden kann, wenn sie ihren Ängsten auf den Grund geht.

Meine Meinung:

Mit viel Gefühl beschreibt Julie Leuze die Geschichte von Sophie. Dabei ist diese anfangs sehr zurückgezogen und kriecht erst vorsichtig durch die Bekanntschaft mit Mattis aus ihrem Schneckenhaus. Sie scheint gar nicht glauben zu können, das sich jemand tatsächlich für sie interessieren könnte.

Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin hier auch eine seltene Besonderheit von menschlicher Wahrnehmung hinsichtlich ihrer Protagonistin. Bildhaft und mit vielen Erläuterungen führt sie ihre Leser an Andersartigkeit im allgemeinen und speziellen heran und vermittelt ohne erhobenen Zeigefinger den richtigen Umgang damit.

Während des Lesens wird zudem deutlich, wie wichtig Offenheit in einer Beziehung ist, da Geheimnisse beide Beteiligten belasten und somit unweigerlich zum Bruch führen können.

Schade fand ich nur, dass Mattis streckenweise etwas hinter Sophie zurückbleibt. Klar ist dies verständlich, da der Roman ja auch in der Ich-Form aus ihrer Sicht geschildert ist, aber bezüglich dessen, was Mattis verbirgt, hätte ich mir sehr über weitere Erläuterungen gefreut.

Die Autorin beschreibt die Liebesbeziehung von Sophie und Mattis sehr detailiert und führt dies auch bis zum Thema Sex und seiner Ausübung fort. Das ist bestimmt nicht jedermanns Sache in einem Jugendbuch und sollte sicherlich bei dem Griff zur Lektüre bedacht werden.

Fazit:

"Der Geschmack von Sommerregen" von Julie Leuze ist eine einfühlsame Liebesgeschichte, die mit interessanten Charakteren mit ungewöhnlichen Hintergründen aufwarten kann und wunderschöne Lesestunden beschert.

#5 RE: Rezensionen von Kangaroo 22.08.2013 19:48

***Inhalt***

Sophie, 16, hat ein Geheimnis. Sie sieht Farben. Nur ihre Eltern wissen davon, aber Sophie muss das unterdrücken. Nicht, dass sie so endet wie ihre Oma Anne, von der man kaum spricht und von der Sophie lediglich weiß, dass sie in der Psychatrie ist.

Eines Tages kommt ein absolut gut aussehender Neuer auf Sophies Schule: Mattis. Er wird von allen Mädchen umschwärmt. Mauerblümchen Sophie verliebt sich sofort in ihn und die beiden kommen sich auch näher. Aber kann Sophie Mattis ihr Geheimnis wirklich anvertrauen? Und welches Geheimnis hat Mattis?



***Meine Meinung***

Vorneweg möchte ich sagen, dass ich vielleicht einfach in der falschen Stimmung war, als ich das Buch gelesen habe, oder dass ich einfach wegen der doch zahlreich vorhandenen Lobpreisungen viel zu hohe Erwartungen hatte. Ich hatte mir eine süße Liebesgeschichte erhofft, diese aber nicht in der Art und Weise, wie ich sie mir gewünscht hätte, bekommen.

Leider bin ich mit den beiden Hauptfiguren Sophie und Mattis überhaupt nicht warm geworden. Das Ganze fing schon damit an, dass Sophie sofort von Liebe spricht, obwohl sie Mattis ja eigentlich noch gar nicht kennt. Insgesamt waren mir einfach zu viele Klischees bedient worden und in dieser geballten Form sind sie für mich doch sehr schwer zu schlucken gewesen.

Mattis, der Neue an der Schule, ist ein absoluter Frauenschwarm? Check.
Sophie ist das unscheinbare Mauerblümchen? Check.
Mattis hatte schon mit vielen Mädels geschlafen? Check.
Sophie kann es nicht fassen, dass er sie toll findet? Check.
Die beiden sprechen sofort von der großen Liebe? Check.
Die populären Mädels intrigieren gegen Sophie? Check.
Party-Szene mit Missverständnissen und Eifersucht? Check.
Eltern für ein Wochenende weg und freie Bude? Check.
Wette um die Entjungferung eines Mädchens? Check.

Nur um mal so die Hauptdinge anzumerken. Die einzigen beiden interessanten Elemente waren Sophies Synästhesie und Mattis' Geheimnis, das ich an dieser Stelle nicht verraten werde. Wobei ich es schade finde, dass Mattis' Geheimnis zwar erwähnt bzw. erklärt wird, aber nicht wirklich in der Handlung zum Tragen kam und ziemlich vernachlässigt wird.

Überhaupt habe ich den Eindruck, dass Sophie Liebe mit Lust verwechselt. Sie ist ganz schön scharf auf Mattis und es gibt auch eindeutige Sexszenen, aber diese besondere Beziehung, die die beiden angeblich miteinander habe, wurde immer nur beschrieben und als Tatsache hingestellt, gespürt habe ich davon leider rein gar nichts. Im Gegenteil, ich war oft recht genervt von dem Ganzen und fand es eher lächerlich, dass die beiden so groß von Liebe sprechen, obwohl sie sich gerade zu Beginn der Geschichte noch überhaupt nicht kennen. Überhaupt wirkt Sophie für mich für eine 16-Jährige doch noch sehr unreif.

Das Familiengeheimnis sollte wohl dem Ganzen eine etwas dramatischere, tiefe Note verleihen, was für meinen Geschmack aber nur bedingt gelungen ist. Zuerst ist es eine Riesenhürde und auf einmal ist gegen Ende alles doch recht schnell geklärt und in Ordnung gebracht. Happy Ends all around.

Positiv anzumerken ist jedoch der schöne Schreibstil und die Farbbeschreibungen, auch wenn mir diese dann doch manchmal zu sehr im Vordergrund standen und ich dafür lieber mehr von den Figuren, insbesondere Mattis, erfahren hätte.



***Fazit***

Wer mit Liebe auf den ersten Blick, Klischees und kitschigen Liebesschwüren kein Problem hat und wem es nicht so wichtig ist, dass man eine wirkliche Verbindung zwischen den beiden Hauptfiguren spürt, wird dieses Buch sicherlich toll finden. Mein Fall war es leider nicht. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, darum sollte sich jeder selbst eine Meinung bilden.

#6 RE: Rezensionen von Kanya 26.08.2013 20:22

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Worum geht es?
Sophie lebt in einem kleinen Ort in der Nähe von München. Als eines Tages Mattis, der Neue aus München, in ihre Klasse kommt, färbt sich die Welt für sie himmelblau. Sie fühlt etwas völlig Neues und möchte Mattis näher kommen. Doch seitdem sie denken kann, verfolgt sie ein Familiengeheimnis vor dem sie Angst hat. Wird sie ihm auf den Grund gehen?
Aber auch Mattis verbirgt einiges vor Sophie und allen anderen.
Beide fühlen sich zueinander hingezogen, doch beide zweifeln, ob der andere mit seinen Geheimnissen umgehen kann...

Meine Meinung
Bei "Der Geschmack von Sommerregen" handelt es sich um einen süßen Sommerroman über die erste große Liebe. Ich hatte von Beginn an wenige Erwartungen an das Buch und insgesamt hat es mir gut gefallen.

Der Einstieg ist einfühlsam und gut gewählt. Als Leser begleitet man Sophie bei ihrer ersten Begegnung mit Mattis. Zuerst war ich etwas irritiert, weil sie ihre Gefühle als Farben sieht. Aber nach meiner anfänglichen Skepsis, war das für mich der schönste Aspekt in dem ganzen Buch. Man begleitet Sophie dabei, wie sie mehr über dieses Farbsehen herausfindet, was sehr interessant, authentisch und schön beschrieben ist. Ich konnte mir beim Lesen alles bildlich vorstelle, obwohl ich nicht über diese Fähigkeit verfüge.
Die Liebesgeschichte dagegen ist mir etwas zu klischeehaft. Ein unauffälliges Mädchen verliebt sich in den Neuen in der Schule, der natürlich extrem gut aussieht. Es ist Liebe auf den ersten Blick und sie kann schnell nicht mehr ohne ihn leben. Der Neue verliebt sich natürlich auch und so weiter. So etwas hat man schon oft gelesen, dennoch hat mich die Umsetzung fesseln können, was viel an dem Familiengeheimnis von Sophie lag. Mit so einer Überraschung hätte ich nicht gerechnet und ich war etwas geschockt von der Entwicklung. Doch auch die Liebesgeschichte an sich, konnte mich trotz der Klischees mitreisen.
Mattis Geheimnis dagegen wird mir zu oberflächig behandelt. Da hätte ich etwas mehr Details und irgendwie insgesamt etwas mehr erwartet.
Zusätzlich zu erwähnen ist, dass es in diesem Jugendbuch nicht nur beim ersten Kuss bleibt, sondern Sexualität einen hohen Stellenwert einnimmt. Ob das für ein Jugendbuch passend ist, ist Geschmackssache. Die Umsetzung ist durchaus gelungen.

Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Sophie geschildert, sodass man ihre Art zu sehen und ihre Gefühle hautnah miterlebt. Sophie ist eine teilweise sehr naive Protagonistin, deren Handlungen ich nicht immer nachvollziehen konnte. Dennoch ist sie authentisch und detailliert ausgearbeitet und ich finde es gut, inwiefern sie sich verändert um Mattis aufzufallen. Sie macht dabei keine wunderhafte und unrealistische äußerliche Veränderung durch, sondern eine ganz Reale.
Mattis ist bis auf sein Geheimnis ebenfalls sehr gut und realitätsnah ausgearbeitet und ein sehr sympathischer Protagonist.
Aber auch die Nebenprotagonisten können sich sehen lassen.

Durch einen locker, leichten und sehr einfühlsamen Schreibstil konnte mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und ich habe es genossen Sophie und Mattis beim Entdecken ihrer Geheimnisse zu begleiten.

Mein Fazit
"Der Geschmack von Sommerregen" ist ein einfühlsames Buch über die erste große Liebe, das trotz seiner Mängel zu fesseln weiß.
Ich habe es sehr genossen Sophie und Mattis auf ihrem Weg zu begleiten.

#7 RE: Rezensionen von Sinkana 28.08.2013 10:57

Inhalt:
Die 16-jährige Sophie lebt mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf in der Nähe von München. Sie führt ein ganz normales Leben, bis auf die Tatsache, dass sie ihre Gefühle in Farben und Formen vor sich sehen kann, was sie ihren „inneren Monitor“ nennt. Ihre Eltern zwingen Sophie, diese „Krankheit“ zu unterdrücken, denn ihre Großmutter hatte sie auch und ist anschließend in der Psychiatrie gelandet. Somit erzählt Sophie nicht mal ihrer besten Freundin etwas von ihrer Besonderheit. Doch als schließlich ein neuer Schüler in ihrer Klasse ist, Mattis, in den sie sich sofort verliebt, will sie so nicht mehr weitermachen. Mattis erwidert ihre Gefühle, doch sie will nicht, dass er sich in eine Sophie verliebt, die er nicht komplett kennt. Wird Mattis mit ihrem Geheimnis umgehen können? Durch ihn fasst sie endlich den Mut, sich mit ihrer „Krankheit“ auseinanderzusetzen.

Meine Meinung:
Als erstes muss ich sagen, ich habe befürchtet dass dies wieder eine von den zahlreichen Liebesgeschichten ist, die gleich aufgebaut sind. Tatsächlich gab es auch ein paar Parallelen: Mattis, der gutaussehende Neue der sich in Sophie, die Unauffällige und Ruhige verliebt. Hat es schon sehr oft gegeben. Aber der Rest des Buches sticht auf jeden Fall heraus. Die Geschichte ist mit so viel Gefühl geschrieben, dass ich das Buch kaum noch weglegen konnte. Vor allem die Farben und Gefühle wurden super schön beschrieben. Die Synästhesie brachte zusätzlich noch Spannung ein. Ich habe oft den Kopf geschüttelt, dass Sophies Eltern ihr so einen Blödsinn erzählen mit ihrer „Krankheit“. Synästhesie ist eine Gabe und darüber weiß heute (Gott sei dank) der Großteil der Menschheit Bescheid. Da hat mir Sophie schon sehr leid getan. Ich mochte sie wirklich gerne und wurde auch gleich warm mit ihr.

Einen negativen Aspekt gibt es allerdings auch. Sophie spricht für mich einfach viel zu schnell von Liebe. Sie kannte Mattis noch nicht einmal und redete schon davon, ihn zu lieben. So etwas mag ich überhaupt nicht. Doch ich denke, dass sie Liebe einfach mit Lust verwechselt hat, was in dem Alter ja schon mal passieren kann und diese Farbexplosion in ihrem Inneren war ihr auch total fremd.

Doch der negative Aspekt wird durch die einfühlsame und vorsichtige Erzählweise wettgemacht. Die ersten Annäherungsversuche bis zum ersten Körperkontakt werden sehr schön beschrieben, ohne pornographisch oder aber kitschig zu wirken.

Fazit:
Ich empfehle „Der Geschmack von Sommerregen“ jedem weiter, der ein paar Stunden Leseunterhaltung der besonderen Art sucht. Das Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben und bleibt auf jeden Fall noch eine Weile im Kopf.

#8 RE: Rezensionen von Gronik 30.08.2013 09:52

Sophie verliebt sich Hals über Kopf in den gutaussehenden neuen Mitschüler Mattis. Doch eigentlich rechnet sie sich keine Chancen bei ihm aus, die angesagten Mädchen der Schule sind schließlich alle hinter ihm her und zu denen gehört Sophie nicht mal ansatzweise. Und außerdem ist da ja noch ihr großes Geheimnis, von dem niemand wissen darf, nicht einmal ihre beste Freundin Lena. Denn Sophie hat Angst, geisteskrank zu sein, sie sieht Gefühle in Form von Farben und die Welt ist für sie daher oft eine ganz besonderes. Ihre Eltern haben ihr aber schon immer untersagt, mit irgendjemand darüber zu reden, sie behaupten, Sophie würde sich das einbilden und wenn sie dem nachgibt, würde sie genauso in der Psychiatrie landen wie ihre Großmutter, die innerhalb der Familie allerdings totgeschwiegen wird.

Ich habe in den letzten Jahren mehrere (Jugend)Romane gelesen, in denen das Thema Synästhesie vorkam. Von daher war mir schon auf den ersten Seiten klar, was es mit Sophies Gabe auf sich hat. Nicht ganz einleuchtend fand ich, dass sie selber bisher nie nachgeforscht hat, was es damit auf sich hat. Erklärt wird dies durch ihre Angst, herauszufinden, dass sie verrückt ist, was ich nur teilweise nachvollziehen kann. Völlig unverständlich sind mir hier auch die Eltern, die ihre Tochter zwingen wollen, ihre Gabe zu unterdrücken und ihr diese Angst vor einer Geisteskrankheit einreden. Beim Lesen fragte ich mich hier öfter, in welchem Jahrzehnt die Geschichte eigentlich spielt, denn die Eltern verhalten sich ganz sicher nicht zeitgemäß.

Der Rest der Handlung war mir zu klischee-überladen. Unscheinbares Mädchen verliebt sich in gutaussehenden Jungen, ist auf einmal gar nicht mehr so unscheinbar, er sucht sich aus allen Schulschönheiten dann völlig unerwartet gerade sie aus, sie verlieben sich, usw. Die Liebesgeschichte zwischen Sophie und Mattis war mir viel zu süßlich-kitschig und konnte mich nicht wirklich überzeugen. Laut Klappentext hat auch Mattis ein besonderes Geheimnis, hier werden meiner Meinung nach Erwartungen geschürt, die die Geschichte nicht erfüllen kann. Erstaunlich für ein Jugendbuch fand ich die recht ausführlich geschilderten Szenen, in denen es um Sex geht, diese nehmen einen recht großen Platz in der ansonsten eher unspektakulären Handlung ein.

Insgesamt für mich leider ein recht enttäuschendes Jugendbuch voller Klischees.

#9 RE: Rezensionen von Helen07 31.08.2013 12:07

Die 16jährige Sophie lebt mit ihren Eltern auf dem Land. Sie ist anders als andere Menschen und diese Andersartigkeit hütet sie auch vor ihren Eltern bzw. ihrer gesamten Umgebung, da sie nicht weiß wie ihr Umfeld darauf reagieren würde.
Eines Tages kommt ein neuer Schüler in ihre Klasse. Mattis sieht gut aus und ist der Schwarm aller Mädchen. Auch Sophie ist überwältigt von ihm, wenn auch auf etwas andere Weise als ihre Mitschülerinnen. Für sie ist Mattis Liebe auf den ersten Blick.

Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin ließ sich das Buch sehr gut runterlesen. Ich war erstaunt wie schnell ich durch die Seiten flog. Trotzdem fehlte es am Anfang an Tiefe, die sich aber später einstellte. Wenn ich das Buch unter dem Aspekt bewerte, dass es für junge Menschen ab 14 Jahren geschrieben wurde, finde ich es sehr gelungen. Die erste Liebe, die damit verbundenen Gefühle, die Leichtigkeit des Seins in diesem Alter, die ersten sexuellen Erfahrungen, der Schulalltag, Freundschaft, Verhältnis zu den Eltern das sind alles Themen, mit denen junge Menschen zu tun haben. Hinzu kommen die beiden sympathischen Protagonisten mit denen sich sicherlich manche jugendliche Leser auch identifizieren können. Was sich hier in diesem Buch allerdings von anderen Jugendbüchern unterscheidet ist Sophies "Andersartigkeit". Für mich war das völlig neu, da ich bisher noch kein Buch gelesen habe, in dem dieses Thema vorkommt. Allerdings konnte mir die Autorin mit ihren Beschreibungen, die zum Teil auch ihrer Kreativität zu verdanken sind ein sehr gutes Bild davon vermitteln.
Deshalb kann ich auch gut nachempfinden wie es Sophie ergangen sein muß als sie Mattis zum ersten Mal sieht.
Titel, Cover und Inhalt wurden aufeinander abgestimmt und sind zielgruppenorientiert. Mir gefällt besonders das Cover, es verleiht der äußeren Erscheinung des Buches Authentizität.

Wenn ich das Buch aus meiner Sicht bewerte und ich bin keine 14 Jahre alt mehr, empfinde ich es als durchschnittlich, nicht mehr aber auch nicht weniger. Einziger besonderer Aspekt ist die Andersartigkeit von Sophie. Eine schöne Lektüre für zwischendurch, die man gelesen haben kann, aber nicht muß. Eine angenehme Kurzweil.

#10 RE: Rezensionen von Lesefix 01.09.2013 14:28

Inhalt:

Sophie ist 16 Jahre und wächst in einer beschaulichen Kleinstadt auf. Solange sie sich an die Regeln ihrer Eltern hält, verläuft ihr Leben in geordneten Bahnen. Doch in Sophie brodelt es! Ihre Emotionen sind mit Farbe und Schattierungen versetzt und das macht ihr Angst! Hilfe sucht sie bei ihren Eltern vergeblich und je näher sie daran ist, vielversprechende Antworten zu finden, desto schlechter geht es ihrer Mutter dabei. Was steckt hinter dem Farbensehen und warum ist das Thema in Sophies Familie absolutes tabu? Als Mattis in Sophies Kleinstadt zieht, ist er erstmals nur ein gutaussehender, zurückhaltender Junge. Doch bald entwickelt sich ein festes Band zwischen Ihnen doch wie kann sich etwas ernsthaftes und tolles entwickeln, wenn er ihr Geheimnis nicht kennt?

Meinung:
Die Geschichte von Sophie und Mattis entpuppt sich als schöne Liebesgeschichte von Jugendlichen, die ein sehr ernstes Thema im Hintergrund begleitet. Sophie fühlt sich schon ihr ganzes Leben als Außenseiterin aufgrund dessen, dass sie Emotionen in Farbe sehen kann. Mattis scheint auf den ersten Blick auch wie ein ganz normaler Jugendlicher aber auch bei ihm verbirgt sich eine Besonderheit. Diese damit einhergehenden Probleme werden sehr anschaulich beschrieben und weisen daraufhin, das diese „Begabung“ viel zu wenig thematisiert wird und vielfach auch von Eltern und ihren betroffenen Kindern nicht erkannt wird. Die Folgen sind für die Kinder wohl am schlimmsten. Dennoch ist nicht nur dieses Thema zentral im Buch verortet sondern auch die zarte Liebesgeschichte von Sophie und Mattis. Beide Personen waren mir sympathisch, wobei Sophie sehr naiv wirkt. Mattis fand ich sehr glaubwürdig dargestellt, wie auch Sophies beste Freundin Lena. Die Entwicklung der Romanze ging mir leider viel zu schnell! Viele schöne Begebenheiten wurden abgehandelt ohne ihr ganzes Potenzial auszuschöpfen. Auch zu den Besonderheiten von Sophie, Mattis und seinem Vater hätte ich gerne noch ein bisschen mehr gelesen... Insgesamt war mir das Buch einfach etwas zu kurz, sodass der Roman seine vielversprechende Geschichte zu schnell erzählt hat.
Zum Schluss muss ich noch anmerken, dass das Cober zwar sehr schön ist, ich mir aber sehr gewünscht hätte, dass das Cover von den Farben so gestaltet wäre, wie Sophie Mattis wahr nimmt. Das wäre vermutlich nicht nur wunderschön, sondern auch einzigartig gewesen!

#11 RE: Rezensionen von eleasy 22.09.2013 23:56

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Inhalt
Die eher unscheinbare 16jährige Sophie lebt in einem kleinen Ort ganz in der Nähe von München und gehört in ihrer Schule nicht gerade zu den angesagten Mädchen.
Sophie hütet ein für sie belastendes Geheimnis, das sie seit ihrer Kindheit mit sich herumträgt. Sie besitzt eine außergewöhnliche Fähigkeit, die sie auf Wunsch ihrer Eltern vor allen geheim hält.
Als eines Tages der neue, aus München zugezogene Mitschüler Mattis auftaucht, sind alle Mädchen von dem selbstbewussten, äußerst attraktiven Jungen angetan.
Auch Sophie verliebt sich hoffnungslos in sein halbes Lächeln und seine schokoladenbraunen Augen, ein Blick von ihm taucht ihre Welt in ein Funken sprühendes Himmelblau!
Doch scheint Mattis irgendetwas zu verbergen. Was steckt wohl hinter seiner unerwartet unnahbaren und zurückgezogenen Art?
Als Mattis und Sophie sich in den Ferien immer näher kommen, gerät Sophies Welt völlig aus den Fugen, denn Sophie möchte keine Geheimnisse vor Mattis haben.
Wird es ihr endlich gelingen, ihrem eigenen Geheimnis und der dunklen Vergangenheit ihrer Familie auf den Grund zu gehen und sich auch unangenehmen Wahrheiten zu stellen, um ihrer großen Liebe offen begegnen zu können?

Meine Meinung
Bei dem Jugendbuch „Der Geschmack von Sommerregen“ handelt es sich um einen einfühlsamen, romantischen Liebesroman, der eine nette, unterhaltsame Sommerlektüre verspricht.
Die märchenhafte Liebesgeschichte zwischen dem Mauerblümchen Sophie und dem umwerfenden Mädchenschwarm Mattis lässt sicher viele Teenieherzen höher schlagen und inspiriert zum Träumen. Für meinen Geschmack war sie etwas zu klischeehaft umgesetzt.
Durch den wundervoll lockeren Erzählstil findet man sehr schnell in die Geschichte hinein, die ausschließlich aus der Ich-Perspektive der sehr sympathischen Sophie erzählt wird.
So kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen, auch wenn sie einem manchmal noch sehr naiv für ihr Alter vorkommt.
Vor allem die anschauliche Darstellung von Sophies überwältigenden Farbwahrnehmungen mit ihrer Formenvielfalt ist sehr gelungen und bringt einem die atemberaubende Welt eines Gefühlssynästhetikers näher. Eine spannende Leseerfahrung, vor allem für jene, die noch nie etwas über dieses Phänomen gelesen haben.
Die Problematik von Mattis großem Geheimnis empfand ich leider etwas zu sehr im Klappentext aufgebauscht und insgesamt weniger gelungen beschrieben.
Sein Charakter blieb mir in der Geschichte etwas zu oberflächlich und hätte angesichts seiner Besonderheit und seinen daraus resultierenden Problemen differenzierter gestaltet werden können.
Die Nebenfiguren sind allesamt recht gut ausgearbeitet, leider finden sich aber auch einigen Klischee-behaftete Charaktere wie zB. die leicht eingeschnappte beste Freundin, die eifersüchtigen Oberzicken der Schule oder der fiese, schleimige Exfreund.
Im Mittelpunkt der Handlung steht natürlich die sich sehr schnell entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Mattis und Sophie. Doch in ihrem Jugendroman spricht die Autorin neben der ersten Liebe und ihrem Gefühlschaos auch die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens und der Suche nach der eigenen Identität an.
So lässt sie mit dem großen Familiengeheimnis auch eine sehr ernste, tiefgründige Thematik in ihre Geschichte einfließen. Sehr schön hat die Autorin am traurigen Beispiel der Oma aufgezeigt, wie gefährlich es werden kann, wenn man nicht zu sich selbst und seinen Eigenheiten stehen kann und man sich verstellen muss, aus Angst von anderen nicht akzeptiert zu werden – und wie tragisch so ein Leben sogar enden kann.
Schade, dass diese sehr tragische Familiengeschichte aber gegenüber der anderen Handlung ziemlich in den Hintergrund tritt und dadurch deutlich zu kurz kommt.
Mir fehlte hier etwas die richtige Balance zwischen der Leichtigkeit der Liebesgeschichte, der vielen eingebrachten Klischees und der Tiefgründigkeit der angesprochenen Problematik!
Daher konnte mich das Buch auch mit der Vielzahl der angesprochenen Themen nicht vollkommen überzeugen. Die Geschichte wäre meiner Ansicht nach mit einem etwas anderen Fokus noch sehr viel fesselnder geworden.
Sehr überzeugend und mitreißend ist der jugendliche, flüssige und dennoch einfühlsame Schreibstil der Autorin, der mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ.
Ziemlich gewagt und ungewöhnlich für ein Jugendbuch ist übrigens, dass die körperliche Annäherung der beiden recht ausführlich beschrieben wird und es nicht bei einem ersten Kuss bleibt. Die Autorin schildert hier deren Lust und Sexualität sehr offen und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Es ist sicherlich Geschmackssache, ob dies bereits in einen Jugendroman ab 14 Jahren gehört.

Fazit
"Der Geschmack von Sommerregen" ist vor allem eine romantische Liebesgeschichte, aber auch das einfühlsame Portrait eines jungen Mädchens, das lernen muss, zu seinen besonderen Eigenheiten zu stehen, um glücklich zu werden!
Trotz einiger Schwächen ein lesenswertes Jugendbuch.

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