#1 Alles dreht sich - Rosemarie Eichinger von Glitzerfee 22.04.2013 19:00

Inhalt:
Linda erfährt, dass sie einen Gehirntumor hat. Im Krankenhauspark lernt sie Max kennen und sie befreunden sich schnell. Sie stellen eine Liste auf, was sie alles noch gerne machen möchten. Plötzlich wollen sie gemeinsam etwas verändern. Sogar Lindas beste Freundin Pia macht mit. Gemeinsam schaffen sie mit ihren Aktionen andere zum Nachahmen.

Meine Meinung:

Wer denkt, dass sich in „Alles dreht sich“ primär um den Gehirntumor dreht, ist leider falsch. Na klar, denkt Linda in ruhigen Momenten daran und denkt „Shit, bald werde ich sterben“. Doch durch die Ablenkung von Max und Pia schafft sie es, nicht ständig dran zu denken. Sie will sich nicht unterkriegen lassen von diesem blöden Gehirntumor.

Mit einer lockeren und flüssigen Art schreibt Rosemarie Eichinger sehr real von Linda, Max und Pia.

Das Buch ist nicht nur aus der Sicht von Linda geschrieben auch Max und Pia bekommen ihren Auftritt in der Ich-Perspektive. Das fand ich manchmal etwas verwirrend, da ich nicht immer gleich wusste, wer gerade im Vordergrund steht. Allerdings wird einem so noch stärker gezeigt was die einzelnen Personen fühlen und denken. Man bekommt ein wenig Hintergrundinformationen zum Familienleben.

Durch eine gemeinsame Liste die Linda und Max aufstellen, wird ihnen klar, dass sie gerne in der Welt etwas verändern wollen. Linda möchte in Erinnerung bleiben, noch nach ihrem Tod weiterleben. So starten sie eine Aktion nach der anderen, schreiben Plakate, wo sie darauf aufmerksam machen, wie viel Geld eine arme Näherin für z. B. eine Hose in Dritte-Welt-Länder bekommt. Sie sortieren ihre Kleider aus, wollen zeigen, dass wir alle viel zu viel im Schrank haben. Dem Trio fallen immer mehr Aktionen ein, um die Menschen aufzurütteln. Sie haben sogar Erfolg, bekommen Anhänger, es wird von ihnen berichtet. Ich möchte allerdings nicht zu viel verraten :).

Diese Aktionen regen zum Nachdenken an und ich denke, das wollte Rosemarie Eichinger bezwecken. Denn wenn jeder kurz darüber nachdenkt, hat sie schon etwas erreicht. Na klar, konnte ich nicht alles verstehen was sie getan haben, aber doch haben sie etwas Sinnvolles gemacht. Ich fand die Aktionen toll und auch mutig.

Fazit:

Ein Buch, was zum Nachdenken anregt. Es zeigt uns, dass wir eine viel zu starke Konsumgesellschaft sind. Es rüttelt ein wenig auf. Wer allerdings glaubt, hier geht es primär um den Gehirntumor von Linda, sollte das Buch lieber nicht in die Hand nehmen. Mir hat das Buch mit seinen 200 Seiten gut gefallen.

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