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#1 Rezensionen von Quantaqa 30.03.2013 08:08

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Hier stellen bitte diejenigen, die ein Freiexemplar gewonnen haben, am Ende der Leserunde ihre Rezension ein. Selbstverständlich freuen wir uns aber auch bei allen anderen Teilnehmern der Leserunde über ihre Fazits und Rezensionen.

#2 RE: Rezensionen von zehn123 04.04.2013 21:50

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Und keiner wird dich kennen von Katja Brandis

Der Inhalt:
Maja lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder in Offenbach. Seit drei Jahren wohnen sie dort und endlich läuft es für Maja richtig gut. Sie ist verliebt und hat einige gute Freunde gefunden. Lorenzo ist ihre erste große Liebe und dann wird Majas Alltag mit einem Brief jäh zerstört. Der ehemalige Freund ihrer Mutter kommt nach drei Jahren aus dem Gefängnis frei. Wegen ihm waren sie schon aus ihrer alten Heimat geflohen und nun soll sich das alles wiederholen. Von heute auf morgen müssen sie alles zurücklassen, dürfen sich von niemandem verabschieden und müssen an einem anderen Ort, mit anderen Identitäten, völlig neu anfangen.

Meine Meinung:
Katja Brandis hat einen überaus spannenden Jugendthriller über das Thema Stalking und Opferschutzprogramm geschrieben. Gleich von der ersten Seite an war ich gefesselt. Die Gefühle der 16-jährigen Maja gingen mir unglaublich nah. Sie erlebt gerade ihre erste große Liebe und muss Lorenzo von heute auf morgen verlassen. Sie darf sich nicht einmal verabschieden. In einer völlig neuen Umgebung muss sie über ihre Vergangenheit lügen, darf niemandem erzählen woher sie wirklich kommt und was sie erlebt hat. Das gelingt ihr leider nicht so besonders gut. Ihre neuen Freunde ahnen, das mit Maja etwas nicht stimmt und auch Maja fühlt sich mit dieser Situation überhaupt nicht wohl. Immer muss sie bangen die zarten Bande der Freundschaften mit ihren Lügen zu zerstören, dabei braucht sie doch ganz dringend Freunde. Und schließlich begeht sie einen Fehler, einen Fehler der schlimme Konsequenzen nach sich zieht.

Auch Lorenzo kann mit der Situation nicht so wirklich gut umgehen. Er versteht nicht warum Maja so einfach aus seinem Leben verschwunden ist. Auch Lorenzo hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Auch er vergisst Maja nicht einfach und wendet sich dem nächsten Mädchen zu.

Und dann lesen wir auch immer wieder Kapitel über Robert Barsch. Er kommt aus dem Gefängnis frei und macht sich gleich wieder auf die Suche nach Lila, Majas Mutter. Er will sich an ihr rächen, aber er will sie auch wieder für sich gewinnen. Seine krankhafte Denkweise ist so was von beängstigend, aber sehr glaubwürdig dargestellt. Genau so stelle ich mir die Wirklichkeit vor. Dem krankhaften Täter werden einfach nicht die Möglichkeiten genommen, seine Opfer zu terrorisieren.

Ich glaube man merkt, das ich von der Geschichte begeistert war. Packend geschrieben und mit sehr glaubwürdigen Charakteren, kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Auch für erwachsene Leser eignet sich die Geschichte und regt zum Nachdenken an.

#3 RE: Rezensionen von Katja Brandis 05.04.2013 09:11

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Übrigens, wenn du mir einen Gefallen tun willst, dann wäre es supernett von dir, wenn du deine Rezi auch bei einem Buchversender (Amazon, Buecher.de, bol.de oder so) einstellen könntest... das hilft uns AutorInnen enorm, weil dadurch Buchkäufer auf den Roman aufmerksam werden!

#4 RE: Rezensionen von zehn123 05.04.2013 12:29

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Das mache ich gerne......

#5 RE: Rezensionen von Rebecca 05.04.2013 14:58

Maja ist sechzehn Jahre alt und hat eigentlich alles was ein Mädchen in ihrem Alter sich nur wünschen kann. Ein schönes zuhause, guten Kontakt zu ihren Freunden und natürlich Lorenzo ihren Freund einen besseren kann man sich nicht wünschen.
Aber dann kommt der Tag vor dem sich Maja und ihre Mutter schon seit Jahren gefürchtet haben. Der Mann der Lila Majas Mutter gestalkt und terrorisiert hat wird aus dem Gefängnis entlassen und er schreckt auch nicht davor zurück sofort wieder mit seinen Bedrohungen zu beginnen.
Die Familie lebt sofort wieder in Angst und Schrecken auch der erst siebenjährige Elias hat große Angst.
Ihnen bleibt gar nichts anderes übrig als mit Hilfe der Polizei unterzutauchen.
Das heißt für die ganze Familie keinen Kontakt mehr zum alten Leben, für Maja eben auch das sie Lorenzo niemals mehr sehen wird.
Maja hat nun einen neuen Namen Alissa wird sie nun genannt. Ein neuer Abschnitt beginnt zwar, doch wie soll Maja Anschluss finden wenn sie niemand die Wahrheit sagen kann.
Doch dann macht Maja einen ganz großen Fehler der schlimme Folgen mit sich zieht.

Da ich schon ein Jugendbuch von Katja Brandis gelesen habe und dieses mir sehr gut gefallen hat, war ich nun gespannt wie mir dieser Jugendthriller gefallen wird.
Das Thema hatte mich auch angesprochen und die Geschichte hat mich auch recht schnell in ihren Bann gezogen.
Zwar konnte ich Maja und ihre Ängste und Probleme sehr gut verstehe, doch war ich dann doch auch entsetzt wie Naiv sie sich in manchen Situationen verhalten hat. Denn gerade durch das was sie mit ihrer Familie erlebt hat hätte sie reifer und verständiger für ihr Alter sein müssen, einfach zu früh erwachsen geworden.
Ganz gut gefallen hat mir dagegen, das auch de regionalen Unterschiede aufgezeigt wurden, sei es nun der Dialekt oder auch das essen, hier merkt man das die Autorin dies selbst erlebt hat als die damals nach Bayern gezogen ist.
Ebenso waren die Beschreibungen der Umgebung sehr anschaulich beschrieben, egal ob es die Landschaft war oder die einer Wohnung.
Sehr gut fand ich auch das den Jugendlichen aufgezeigt wird wie schnell man durch das Internet ausspioniert werden kann, es aber auch wieder sehr nützlich werden kann. Man sollte eben gut überlegen was man in einem Profil bekannt gibt und was nicht. Denn auch Facebook kann ein Fluch sein.
Auch das Thema Stalking wird gut erklärt und man hat so einen kleinen Einblick wie es sich für die Opfer und ihre Familie anfühlt.
Etwas störend fand ich nur, das aus drei Sichten die Geschichte erzählt wird, dies aber nie erkenntlich ist und es einem erst beim lesen auffällt um welche Person es sich gerade handelt, dies hätte man vielleicht anders lösen können.
Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen.

#6 RE: Rezensionen von Gizmo 06.04.2013 17:05

Maja geht in Offenbach zur Schule, hat ein Jugend forscht-Projekt, 120 Freunde bei Facebook und ist glücklich verliebt in Lorenzo. Doch dann holt sie die Vergangenheit ein und nichts ist mehr wie es war. Nachdem Majas Familie drei Jahre lang ein normales Leben führen konnte, kommt der Ex-Freund ihrer Mutter aus dem Gefängnis und bedroht sie. Mit nur wenigen Habseligkeiten tauchen sie zunächst unter und beginnen dann im Rahmen des Opferschutzprogramms ein neues Leben. Fern von allen Verwandten und Freunden unter einem neuen Namen müssen sie bei Null beginnen, alle Brücken hinter sich abbrechen und dürfen mit niemandem über früher sprechen. Maja darf auch keinen Kontakt mehr zu ihrer ersten großen Liebe Lorenzo haben, dabei war sie doch gerade so glücklich. Von nun heißt sie Alissa, kennt niemanden und hat Null Freunde bei Facebook, das ab sofort Tabu ist und wohnt in der Nähe von München. Von Lorenzo darf sie sich nicht mal verabschieden, dabei sehnt sie sich so sehr nach ihm, dass es weh tut. Und immer ist die Angst da, dass sie der Ex doch aufspürt... Kann sie der Sehnsucht widerstehen und sich ein neues Leben aufbauen?

Lorenzo versteht die Welt nicht mehr. Plötzlich ist Maja wie vom Erdboden verschluckt. Sie ist nicht mal auf ihrem Handy zu erreichen. Dann kommen die eMails zurück und ihre Facebook-Seite verschwindet. Was ist bloß passiert? Und warum sucht dieser Polizist nach ihrer Familie? Verzweifelt sucht Lorenzo nach Maja. Ich mag ihn sehr. Ganz einfach weil er ein Kämpfer ist.

Robert Barsch, der Ex, ist noch im Gefängnis, aber bald ist er draußen und dann wird er dafür sorgen, dass Lila zu ihm zurück kommt. Ihn anfleht. Aber nicht ohne sie für ihren Verrat zu bestrafen. Immer wieder gibt es Einblicke in das Denken des Verfolgers, die zeigen, dass er grausam und kaltblütig nur ein Ziel vor Augen hat: Majas Mutter Lila. Er ist hochintelligent und versteht es die Leute für sich einzunehmen. Da ist es leicht nachvollziehbar, dass eine junge Frau von ihm angetan ist und wer denkt schon von dem neuen Freund, dass er vorbestraft sein könnte?

Während Robert einfallsreich versucht sie zu finden, gibt auch Lorenzo nicht auf. Eines abends stößt Alissa beim Surfen im Internet auf Lorenzos Nick und begeht einen folgenschweren Fehler...

Katja Brandis entführt in diesem packenden Jugendthriller zum Thema Stalking in eine erschreckend hilflose Situation. Die 16jährige Maja war mir sofort sympathisch. Ich habe mit ihr geliebt, gefühlt, gehofft und gelitten von der ersten bis zur letzten Seite. Ihr kleiner Bruder Finn ist ein starker, kleiner Mann. Lorenzo, ach ja, ein toller Typ. Jedes Mädchen sollte solch einen Freund haben. Die neuen Freunde finde ich richtig klasse. Einzig über Lila rege ich mich auf. Sie erscheint mir überfordert und lädt ihre Verantwortung und auch Angst auf Maja ab, die eigentlich selbst noch ein Kind ist, aber ihrer unschuldigen Kindheit beraubt wurde. Auf der anderen Seite kann ich Lila auch wieder verstehen. Alles lastet auf ihr und sie hat ihn immerhin in ihr Leben gelassen. Das muss hart sein.

Eine erschreckende Geschichte, die vielleicht irgendwo gerade für eine kleine Familie traurige Realität ist und mich zum Nachdenken anregt. Über Täter und deren Möglichkeiten und Opfer und ihre Hilflosigkeit, über Gesetze, die Opfer nicht wirklich schützen und Beamte, die nicht helfen können - sei es weil sie keine rechtliche Handhabe oder zu wenig Personal haben, über das Vertrauen, das man anderen entgegenbringt, wie gefährlich Drogen ein können (auch beim Erstkonsum) und auch den Umgang mit sozialen Netzwerken.

Vielen Dank an Katja und alle Mitleser für die schöne und interessante Leserunde. Es war ein tolles Erlebnis einen tieferen Blick ins Buch werfen zu dürfen als dies beim normalen Lesen möglich gewesen wäre.

#7 RE: Rezensionen von MacBaylie 09.04.2013 12:45

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Meine Meinung:
Mit „Und keiner wird dich kennen“ hat Katja Brandis einen hervorragenden Jugendthriller, zu einem leider immer aktuellen Thema, erschaffen.
Die Geschichte beginnt eigentlich recht entspannt. Maja lebt mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder in Offenbach und ist seit langem endlich mal wieder glücklich. Die schwere Zeit, die sie hinter sich hat, scheint allmählich zu verblassen. Sie hat Freunde und sie ist verliebt in Lorenzo. Doch mit einem Schlag ist alles vorbei. Ein Brief, ein Anruf und alles ist kaputt.
Robert Barsch, der Exfreund ihrer Mutter Lila, hat seine Strafe verbüßt und wird aus dem Gefängnis entlassen. Und er weiß bereits, wo Lila und ihre Kinder zu finden sind.

Mit einfachen aber sehr einfühlsamen Worten beschreibt Katja Brandis hier die Ängste und Gefühle ihrer Figuren. Wie fühlt es sich an ständig in Angst zu leben, immer auf der Hut sein zu müssen? Wie geht man mit dem Trennungsschmerz lieb gewonnener Personen um? Was bedeutet es mit absolut Nichts, außer seinen Erinnerungen, von Null anfangen zu müssen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich hatte es in einem Rutsch durch, weil ich es schwerlich aus der Hand legen mochte.
Alle Beteiligten waren sehr gut und authentisch ausgearbeitet. Jeder hat seine Vorgeschichte, seine Gedanken und seine Beweggründe bekommen, sodass man immer nachvollziehen konnte, was und warum sie handelten, wie sie es taten.
Das Thema ist natürlich ein sehr bedrückendes und man mag sich gar nicht vorstellen, wie es wäre, käme man selber mal in eine solche Situation. Deshalb kann ich mir auch nicht anmaßen irgendeine Handlungsweise, sei es von Lila, Maja, Lorenzo oder sonst wem zu kritisieren, denn ich habe (gottseidank) keine Ahnung, wie man sich während eines solchen Wahnsinns verhält. Zu was man überhaupt noch fähig sein kann.

Die Story ist absolut glaubwürdig. Da musste nichts aufgehübscht oder unnatürlich dramatisiert werden. Eine Geschichte, die leider genau so, jederzeit und überall, gerade in diesem Moment wieder irgendwo geschehen kann.

Mein einziger Kritikpunkt wäre die Namensgebung von Majas Mutter. Lila ...
Zu Lila fällt mir leider ständig diese einäugige Figur aus Futurama ein, auch wenn diese Leela geschrieben wird. Immer wenn also der Name Lila fiel, musste ich einen Moment inne halten, um mich dann wieder dem Ernst der Lage widmen zu können.

Männliche Leser sollten sich nicht von dem Aufkleber (Mädchen Liebling) irritieren lassen - dieser lässt sich mühelos entfernen :-)

Fazit:
Ein spannender, sehr authentischer Jugendthriller für alle Altersgruppen. Ein Buch, dessen Thema viel Stoff zum Nachdenken bietet.

#8 RE: Rezensionen von Wildpony 10.04.2013 18:58

Und keiner wird dich kennen - Katja Brandis

Kurzbeschreibung Amazon:

Ganz neu anfangen, alles hinter sich lassen, in eine andere Haut schlüpfen ... Was für manche ein verlockendes Gedankenspiel ist, wird für die 16-jährige Maja tödlicher Ernst. Ein packender Thriller um Identität, Stalking und die Macht des Internets. Gute Freunde, ein schönes Zuhause und den tollsten Jungen der Welt zum Freund: Nach Jahren der Angst ist Maja endlich glücklich. Bis zu dem Tag, als der Mann aus dem Gefängnis entlassen wird, der Majas Familie einst brutal terrorisiert hatte. Er schreckt auch jetzt vor nichts zurück. Die Familie muss untertauchen: neue Stadt, neue Identität, alles auf Null. Nicht mal zu Lorenzo, ihrem Freund, darf Maja, die nun Alissa heißt, Kontakt haben. Ein neuer Albtraum beginnt: Wie soll sie Freunde finden, wenn sie nur Lügen erzählen darf und schon das kleinste Partybild auf Facebook ihr Leben in Gefahr bringen kann? Und wie könnte sie Lorenzo je vergessen? Einsam, voller Wut und Sehnsucht trifft Maja eine verhängnisvolle Entscheidung …

Mein Leseeindruck:

Mich hat dieser Krimi/Thriller sehr beeindruckt.
Und er hat mich auch sehr nachdenklich gemacht.
Denn alles was so absolut spannend in diesem Buch thematisch aufgegriffen wurde, kann jederzeit in unsere realen Welt ganz genauso passieren.
Was geschieht wenn ein Straftäter nach Verbüßung seiner Strafe wieder rehabilitiert in die Freiheit entlassen wird?
Wenn er sich Rache geschworen hat an den Menschen, die seiner Meinung nach schuld an seiner Inhaftierung sind?
Was passiert wenn Menschen plötzlich durch eine Opferschutzprogramm einfach von einem Tag auf den anderen Tag verschwinden müssen und keinen Kontakt mehr zu nahestehenden Personen haben dürfen.
Wie meistern sie diese neue Leben?
Zerbrechen sie an der neuen Identität und der anhaltenden Angst, doch gefunden zu werden?
Und wie geht ein Teenager damit um, wenn die erste Liebe davon betroffen ist. Es keine Chance auf ein Wiedersehen gibt?

Absolut packend erzählt das Buch von Katja Brandis von diesem brisanten Thema.
Und es ist von der ersten bis letzten Seite einfach nur spannend und tiefgehend.
Es hat mir einige Tränen in die Augen getrieben und ich habe nach dem spannende ShowDown am Ende erst einmal richtig aufgeatmet.

Fazit:

Dieses Buch wird jeden Leser begeistern - ob jung oder älter.
Denn das Thema dieses Buches ist aus dem wahren Leben gegriffen und berührt den Leser sehr.
Es wird in einer deutlichen Sprache aufgezeigt, wie die Flucht aus einem jetzt noch ruhigen normalen Leben plötzlich in ein ganz neues Leben stattfinden kann.
Und welche Probleme, Sorgen, Ängste und auch Sehnsüchte und Emotionen damit begleitet sind.

Das Buch verdient uneingeschränkt volle 5 Sterne!
Ich werde es absolut weiter empfehlen und bin jetzt noch total gefangen davon!

#9 RE: Rezensionen von Katja Brandis 11.04.2013 07:36

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Danke für diese total interessante Leserunde (hat Spaß gemacht, sie zu begleiten) und eure tollen Rezensionen!!!

#10 RE: Rezensionen von Tina 14.04.2013 17:56

Inhalt: Die Hauptprotagonistin dieses Jugendthrillers ist die sechszehnjährige Schülerin Maja.Sie erlebt die erste große Liebe,sie versteht sich sehr gut mit ihrer Mutter und dem kleinen Bruder.In der Schule ist alles im grünen Bereich und das Leben könnte so schön sein, wenn es nicht Robert Barsch geben würde, den gefährlichen Exfreund ihrer Mutter.Auf längere Zeit inhaftiert wegen schwerer Körperverletzung an Majas Mutter , steht seine Entlassung bevor.Noch im Gefängnis droht er der kleinen Familie das Schlimmste an.In einer Nacht und Nebelaktion flüchten sie erst einmal aus ihrer alten Wohnung und warten auf die Erstellung völlig neuer Identitäten.Aus Maja wird Alissa und wieder muss sie Schule ,Wohnung und Freundeskreis wechseln um Barsch zu entkommen.
Meine Meinung: Ein Jugendthriller der es in sich hat: spannend, realitätsnah und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.An diesem aktuellen ,interessanten Thema dürften auch viele ältere Leser Gefallen finden.Der Schreibstil ist leicht zu lesen(aber niemals seicht)und man kann die Ängste der kleinen Familie völlig nachempfinden.Die Handlungsweise von Maja wirkt glaubwürdig und nachvollziehbar,auch wenn man sie manchmal stoppen möchte. Eindrucksvoll und etwas beängstigend waren für mich die Abschnitte, in der Robert Barsch das Geschehen und seine Ansichten von Liebe erzählte.Mir hat nicht nur die spannende Geschichte gefallen, das Grundthema hat mich auch die nächsten Tage noch sehr beschäftigt.Ich bin von"Und keiner wird dich kennen" begeistert und vergebe fünf Sterne, für diesen spannenden,aus dem Leben gegrifffenen Lesegenuss.Ich kann es nur weiter empfehlen,mir geht die Geschichte so schnell nicht mehr aus dem Kopf.
Auch die Covergestaltung verdient ein Lob,einfach gestaltet , doch auffallend.Manchmal ist weniger doch mehr.

#11 RE: Rezensionen von Riinaa 18.04.2013 18:36

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„ Und keiner wird dich kennen“ von Katja Brandis

"Wieso war mir eigentlich nicht klar, wie toll mein altes Leben war? Habe ich dreimal täglich Dankgebete dafür gesprochen? Habe ich versucht, es mit aller Kraft zu genießen? Habe ich Lorenzo oft genug gesagt, dass ich ihn liebe? Nein, habe ich nicht!" (S.232)

Zum Buchinhalt

Die sechzehnjährige Maja hat eigentlich alles, was sich ein Mädchen in ihrem Alter nur wünschen kann: Gute Freunde, ein schönes Zuhause und natürlich den besten Freund auf der ganzen Welt. Alles scheint perfekt…Bis zu dem Tag, als ein Brief diesen Frieden ein jähes bereitet. Robert Bartsch, der Exfreund ihrer Mutter Lila, der sie erst gestalkt und danach erbarmungslos terrorisiert hat, soll aus dem Gefängnis entlassen werden. Sofort sind die schrecklichen Erlebnisse von damals wieder präsent und auch die lähmende Angst beherrscht fortan wieder ihr Leben. Schließlich bleibt der Familie nichts anderes übrig, als unterzutauchen und das zurückzulassen, was sie sich in den letzten drei Jahren aufgebaut haben. Mit einer neuen Identität müssen sie an einem anderen Ort völlig neu anfangen. Und als wäre das nicht schlimm genug, ist jeglicher Kontakt zum alten Leben verboten. Für Maja, die nun Alissa heißt, eine schreckliche Vorstellung, der sie sich wohl oder übel fügen muss. Doch dann begeht sie einen großen Fehler, der schlimme Folgen mit sich bringt.

Zum Schreibstil

Katja Brandis Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Sie beschreibt sehr bildlich und schafft es so ihre Leser sogleich mitten ins Gesehen eintauchen zu lassen. Besonders gut gefallen hat mir jedoch wie feinfühlig sie auf die Ängste, Sorgen und Gedanken von Maja und ihrer Familie eingegangen ist - authentisch und jederzeit nachvollziehbar.

Meine Meinung

Der Einstieg in das Buch ist mir wirklich leicht gefallen, da die Geschichte mitten im Geschehen beginnt und sogleich Spannung aufgebaut wird.

Maja kommt von der Schule nach Hause und findet ihre Mutter Lila im Wohnzimmer vor. Eigentlich nichts ungewöhnliches, doch sie merkt schnell das etwas anders ist als sonst. Ein Brief von der Polizei war in der Post, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass Robert Barsch in ein paar Tagen aus der Haft entlassen wird.

Robert Bartsch…ich habe sofort die Angst gespürt, die allein schon der Name bei den beiden auslöst. Aber warum? Auf diese Antwort musste ich nicht lange warten, denn bei Maja gleich wieder alle Erinnerungen an die schreckliche Zeit von damals wach. Tja und wenn man sieht, was sie bereits alles wegen ihm durchmachen mussten, ist ihre Reaktion absolut nachvollziehbar.

An dieser Stelle ein riesen Kompliment an Katja Brandis! Ich finde sie hat das Thema wirklich toll umgesetzt, sodass ich als Außenstehende einen wirklich erschreckenden, aber sehr realistischen Eindruck davon bekommen habe, wie viel die Opfer von Stalking durchmachen müssen. Doch es ist der Autorin nicht nur gelungen mich zu fesseln…Nein, sie konnte mich auch zum Nachdenken anregen. Während des Lesens ist mir immer mehr bewusst geworden, wie gut es meiner Familie im Vergleich eigentlich geht. Denn im Gegensatz zu Maja, ihrer Mutter Lila und ihrem Bruder muss ich nicht ständig Angst vor irgendwelchen Leuten haben. Und das weiß ich jetzt im Nachhinein wirklich zu schätzen. Schade, dass das einem erst auffällt, wenn man mit dem Schicksal von anderen konfrontiert wird.

Maja war mir von Anfang an sympathisch. Man kann sich ganz leicht mit ihr identifizieren, auch wenn ich bisher das Glück hatte nicht in derselben Situation wie sie zu stecken. Sie ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das genau wie alle Teenager einfach ein bisschen Spaß am Leben haben und Zeit mit ihrer ersten große Liebe Lorenzo verbringen möchte. Doch durch die neue Identität und den Druck, sich nicht zu verraten, wird ihr das ziemlich schwer gemacht. Nichts desto trotz vergisst Maja manchmal ihre Angst und bringt sich durch die ein oder andere leichtsinnige Aktion unbewusst selbst in Gefahr.

Auch die Nebencharaktere, vor allem Majas Mutter, sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Lila ist so eine starke Frau. Sie tut alles um ihre Kinder zu beschützen und ihnen, soweit es ihr möglich ist, ein normales Leben zu bieten -und das, obwohl sie selbst seit Jahren in Angst lebt. Doch sie lässt sich ihre eigenen Ängste und Sorgen nicht anmerken, was ich sehr beeindruckend fand.

Ach ja und zum Schluss hätte wir noch Robert Bartsch. Auf ihn möchte ich eigentlich gar nicht weiter eingehen. Seine krankhafte Denkweise war einfach nur beängstigend und hat mir desöfteren eine Gänsehaut beschert.

"So was ist unter seiner Würde, er ist schließlich kein Spanner. Er ist so viel mehr: ihr Schicksal." (Und keiner wird dich kennen, S. 96)

Gleichzeitig fand ich es auch äußerst interessant immer wieder Abschnitte aus seiner Perspektive zu lesen. Ich war quasi Zeugin wie er seine Pläne schmiedet und diese mit allen Mitteln verfolgt. Dieses Wissen hat im Wesentlichen dazu beigetragen, dass ich mit Maja und ihrer Familie mitgefiebert habe. Am liebsten hätte ich ihnen alles verraten, was ich weiß, damit die drei in Sicherheit sind.

Mit jeder Seite nahm die Geschichte an Spannung zu, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich musste einfach wissen, wie es mit den drei weitergeht und was als nächstes passiert. Welchen Plan setzte Robert als nächsten um, und vor allem wie? Wird er von der Polizei wieder gefasst?
Zum Ende hin kommt es schließlich zum alles entscheidenden Showdown, der mich noch einmal völlig packen konnte und mir sogar kurz den Atem geraubt hat.

Mein Fazit

Katja Brandis hat mit „Und keiner wird dich kennen“ einen überaus spannenden Jugendthriller geschrieben, der insbesondere auf das Thema Stalking eingeht. Gleich von der ersten Seite an war ich regelrecht gefesselt und konnte das Buch bis zum Ende fast nicht mehr aus der Hand legen. Majas Geschichte ging mir unglaublich nah und ist mir noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis geblieben. Emotional, aufrüttelnd und super spannend!

#12 RE: Rezensionen von schlumeline 20.04.2013 09:43

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Ich möchte nochmal danke sagen für die Möglichkeit der Teilnahme an der Leserunde und für das Leserundenexemplar. Es war eine schöne Runde hier und nun folgt auch meine Rezension:

Maja ist 16 Jahre alt und schwebt im siebten Himmel. Mit Lorenzo hat sie den Freund fürs Leben gefunden, da ist sie sich sicher. Eigentlich könnte alles wunderbar sein, doch ein Brief verändert ihr Leben und das ihrer Mutter Lila und ihres Bruders Elias. Robert Barsch, der ehemalige Lebensgefährte von Lila, wird in Kürze aus dem Gefängnis entlassen. Sofort ist die Angst wieder da, denn Robert hat die Familie bedroht, wurde sogar gewalttätig und musste dafür ins Gefängnis. Rache hat er geschworen und Rache kündigt er bereits telefonisch vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis an. Maja und Lila sind völlig aufgelöst, suchen Hilfe bei der Polizei. Doch wie will man hier helfen? Eine neue Identität wird der Familie angeboten, ein neues Leben. Das aber bedeutet auch alles hinter sich zu lassen, alle Verbindungen aufzugeben. Maja darf ihren Freund Lorenzo nicht wiedersehen, muss sich neue Hobbys suchen und neue Freunde. Aus Lila, Maja und Elias werden Julia, Alissa und Finn. Von Offenbach geht es in die Nähe von München. Dort zeigt sich vor allen Dingen für Maja und Lila wie schwer es ist, die alte Identität aufzugeben. Schließlich stellen neue Freunde und Bekannte auch Fragen und auch wenn man noch so gut vorbereitet ist verstrickt man sich hier schnell in Widersprüche.

Katja Brandis greift in ihrem Thriller für Jugendliche viele aktuelle Themen auf. Sie verdeutlicht was Stalking für ein Opfer bedeutet und wie schwer es ist damit im Alltag umzugehen und wie wenig Hilfe und Unterstützung man erhält. Die Opfer sind mehr oder weniger völlig hilflos. Auch das Thema soziale Netzwerke und deren Für und Wider spielt in diesem Buch eine große Rolle. Der Autorin gelingt es den Leser von der ersten Seite an mit den geschilderten Ereignissen zu fesseln. Stellenweise kommt sogar etwas Mitleid mit dem Täter auf. Bei ihm schwankt man zwischen Verständnis und absoluter Abneigung.

„Und keiner wird dich kennen“ ist eine absolute Leseempfehlung für Jugendliche und Erwachsene. Ein wirklich brisantes Thema, eingearbeitet in eine Geschichte, die von Seite zu Seite mit immer mehr Spannung und Emotionen aufwartet und den Leser zu einem wirklich brisanten Höhepunkt führt.

#13 RE: Rezensionen von Gronik 20.04.2013 16:21

Die 16-jährige Maja ist total verliebt. Eigentlich läuft alles toll in ihrem Leben, doch dann erhält sie eine niederschmetternde Nachricht. Der gewalttätige Exfreund ihrer Mutter Lila wird aus dem Gefängnis entlassen und droht ihnen wieder nachzustellen. Als einziger Ausweg bleibt der Familie, eine andere Identität anzunehmen. Doch das bedeutet, alles zurückzulassen. Ihr Zuhause, ihre Freunde, ihr Leben. Ihr kleiner Bruder tut sich mit der Entscheidung nicht so schwer, aber für Maja ist die Vorstellung, Lorenzo verlassen zu müssen und ihm nicht einmal sagen zu dürfen, warum sie gehen muss, einfach schrecklich. Doch haben sie eine andere Wahl?

Ein sehr spannendes Jugendbuch mit einer ersten Thematik. Stalking ist ein oft unterschätztes Verbrechen, vor dem man sich bei entsprechender Hartnäckigkeit des Täters kaum schützen kann.

Hier bleibt der kleinen Familie als letzte Konsequenz nur, völlig mit ihrem bisherigen Leben zu brechen und komplett neu anzufangen. Insbesondere für einen Teenager eine unglaublich schwierige Situation. Neue Freunde finden ist kompliziert, denn man darf niemandem zu viel erzählen. Maja und ihr kleiner Bruder müssen sich an neue Namen gewöhnen, sie müssen darauf achten, dass keine Fotos von ihnen gemacht und ins Netz gestellt werden, und noch vieles mehr, woran man im ersten Moment überhaupt nicht denkt.

Katja Brandis gelingt es sehr gut, diese ganzen Schwierigkeiten darzustellen. Sehr gut geschildert fand ich die Wut und Verzweiflung von Maja und ihrer Familie darüber, dass sie, die eigentlich die Opfer sind, nun so bestraft werden, dass es keine andere Möglichkeit gibt, sich zu schützen.

Der Einblick in die kranke Psyche des Täters wirkt richtig furchteinflößend und es wird gezeigt, wie erschreckend einfach es heutzutage ist, jemanden zu finden, wenn der Täter es darauf anlegt.

Für mich ein wirklich tolles, fesselndes Buch zu diesem Thema, das sicher nicht nur Jugendliche spannend finden werden!

#14 RE: Rezensionen von Kendra 21.04.2013 13:49

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Das Buch „Und keiner wird dich kennen“ von Katja Brandis ist ein gelungener Jugendthriller, der ein wirklich kritisches Thema beschreibt: Stalking!

Obwohl das Cover an sich eher nicht meinen Geschmack trifft, dafür ist es nämlich viel zu peppig und schrill, was nach meiner Ansicht nach etwas gewöhnungsbedürftig und vielleicht etwas unpassend zum Inhalt ist, doch dagegen spricht mich die Story vollkommen an.

Auch wenn es wegen dem Cover eher etwas kindlicher herüberkommt, überzeugt der Thriller dennoch auch jeden Erwachsenen.

Maja ist ein junges Mädchen, dass schon einiges in ihrem jungen Leben erlebt hat, aufgrund des sehr besitzergreifenden Ex Freundes ihrer Mutter, doch nachdem dieser nach tätlichen Handlungen ins Gefängnis gewandert ist, herrschte erst einmal Ruhe in dem Leben der kleinen Familie, bestehend aus ihrem jüngeren Bruder und ihrer Mutter.

Doch dies ist leider nur die Ruhe vor dem Sturm ,denn der Entlassungstermin von Robert Barsch steht bald bevor.....und mit ihm kommt die Angst zurück.

Diese ist auch nicht unbegründet, denn mit einem kurzen Anruf droht er ihnen zurückzukommen....Ab diesem Moment steht das Leben der Familie auf den Kopf, nachdem sie in einem Zeugenschutzprogramm eine neue Identität und ein neues Leben bekommen. Sehr zum Leidwesen von Maja, die in ihrem alten Leben mit ihren Freunden und vor allem ihrer ersten großen Liebe Lorenzo sehr glücklich war. Nun muss sie alles aufgeben was sie je besessen hat und es wird aufgrund dieses schmerzlichen Verlustes sehr schwer für Maja sich neu einzuleben. Doch zum Glück gibt es an ihrer neuen Schule ein Mädchen, dass sie mit ihrer quirligen Art von ihren Problemen kurzzeitig ablenkt. Doch leider kann sie ihre Vergangenheit nicht vergessen und tut etwas unüberlegtes, das plötzlich alle in Gefahr bringt.....

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Sehr toll fand ich den inneren Disput von Maja interessant, die zwischen Vernunft und Herz schwankt und immer in Sorge damit Leben muss, dass Robert Barsch sie findet.

Auch der Charaktere Robert Barsch in Form eines kranken und verschmähten Liebhabers, der ziemlich verrückt ist, wurde gut konstruiert. Ebenso die Tatsache, dass er kleine Anwandlungen hat, die ihn dann doch auch ab und zu durchaus sympathisch erscheinen ließ. Dadurch empfand ich fast so etwas wie Mitleid mit seinem Schicksal. Auch Majas Freund Lorenzo nimmt eine wichtige Rolle in dem Buch ein und überzeugt mit Reife und Fürsorge.

Auch der Inhalt der sehr spannend und erschreckend wahr sein könnte für jeden von einem, thematisiert ein wirklich furchtbares Thema. Stalking und dessen Auswirkungen, die in Gewalt ausarten kann. Tja, eigentlich kann sich nie jemand sicher sein, wie ein anderer Mensch tatsächlich ist.....so erging es ja auch leider Majas Mutter.

Ein Buch dass wirklich toll war, obwohl es im Bücherregal eher an mir vorübergezogen wäre, in der Sparte: zu jugendlich...^^

#15 RE: Rezensionen von norwaytroll 21.04.2013 18:54

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Und keiner wird Dich kennen
Cover: Das Cover hat mich ganz in seinen Bann gezogen, ich musste es immer wieder anschauen. Diese Art, wie eine Schnecke, die immer kleiner wird und in der Mitte sieht man ein Mädchen. Ich glaube, diese Spirale drückt schon aus, was uns dieses Buch sagen möchte, denn wenn man seine Identität zurücklassen muss und neu anfangen muss, zieht sich diese Spirale immer wieder durch. Denn es gibt immer neue Probleme und Szenen, die man so nicht vorher sehen konnte.
Kurzinhalt: Ganz neu anfangen, alles hinter sich lassen, in eine andere Haut schlüpfen ... Was für manche ein verlockendes Gedankenspiel ist, wird für die 16-jährige Maja tödlicher Ernst. Ein packender Thriller um Identität, Stalking und die Macht des Internets. Gute Freunde, ein schönes Zuhause und den tollsten Jungen der Welt zum Freund: Nach Jahren der Angst ist Maja endlich glücklich. Bis zu dem Tag, als der Mann aus dem Gefängnis entlassen wird, der Majas Familie einst brutal terrorisiert hatte. Er schreckt auch jetzt vor nichts zurück. Die Familie muss untertauchen: neue Stadt, neue Identität, alles auf Null. Nicht mal zu Lorenzo, ihrem Freund, darf Maja, die nun Alissa heißt, Kontakt haben. Ein neuer Albtraum beginnt: Wie soll sie Freunde finden, wenn sie nur Lügen erzählen darf und schon das kleinste Partybild auf Facebook ihr Leben in Gefahr bringen kann? Und wie könnte sie Lorenzo je vergessen? Einsam, voller Wut und Sehnsucht trifft Maja eine verhängnisvolle Entscheidung …
Mein Fazit: Maja hat eigentlich alles, was ihr Leben glücklich macht, aber dann kommen die neuen Situationen, die es ihr jeden Tag aufs Neue schwer machen, weil sie es sich so nicht vorgestellt hat. Es gibt so viele Momente, die eigentlich so in ihrer Art nicht schlimm sind, aber in diesem Zusammenhang eigentlich total verhängnisvoll. Seien es nur so kleine Gesten, die man immer an Menschen beobachten kann, die verraten dich auf einmal oder die Art, wie man sich begrüßt oder verabschiedet, sei es nur eine Floskel, die man immer wieder mal benutzt, diese ganzen Dinge machen dich kenntlich und dadurch wirst du erkannt und sie werden zum Verhängnis. Ich habe das selbst erlebt, als ich nach Bayern zog, es gibt immer Menschen, die mich trotzdem noch als Zugereister erkennen, es gibt so viele kleine Dinge, die dich auszeichnen und das wird gut im Buch gelöst.
Das Thema Internet, speziell Facebook , sehe ich schon lange mit anderen Augen, denn es ist fatal, durch welche Seitenbesuche oder Klicks man ausspioniert werden kann. Dieses Thema kam im Buch sehr gut zum Tragen, das fand ich sehr positiv. Auch das Thema Stalking wurde behandelt, sehr ausführlich, wie es für alle ist, Opfer und die nahen Freunde/Bekannten. Das Buch las sich sehr schnell und die Kapitel waren auch nicht zu lang. Ein wenig irritierend fand ich, dass aus 3 Erzählsträngen geschrieben wurde und leider hat man erst nach ein paar Zeilen wieder gewusst, um wen es sich handelt, schade! Dieses Buch empfehle ich allen, die noch einen sehr laschen Umgang mit den sozialen Netzwerken im Netz haben, dieses Buch lässt mich sehr nachdenklich zurück, denn es gibt eine Menge Fragen, die ich mir noch beantworten muss im Umgang mit Internet, aber auch mit dem Thema Stalking. Ein tolles Buch, was man schnell lesen kann!

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