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#31 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von StackOfBooks 28.02.2013 12:48

Zitat von Gesil im Beitrag #29


Ich glaube nicht, dass ein Pappkarton oder ähnliches stilvoller wäre. Ich glaube, da ist die Bank einfach pragmatisch und nimmt das, wo viel reingeht - der MA soll ja nicht nocheinmal wiederkommen (müssen) - und das zudem immer verfügbar ist.
Mülltüten werden die Reinigungskräfte wohl immer vorrätig haben oder - wenn die Reinigung outgesourced ist - sie lassen sich platzsparend irgendwo deponieren.




Ich denke das es da eher um ein symbolisches Statement geht. Hellcat ist die reichste Bank oder? Die könnten die Habseligkeiten ihrer ehemaligen Mitarbeiter theoretisch in Goldpapier einpacken und mit einer Schleife nach Hause liefern. Stattdessen gibt es nur einen Müllsack, der vor den Augen aller anderen gepackt und von Security eskortiert nach draussen befördert werden muss. Das zeigt dem ehemaligen Mitarbeiter das er nichts mehr wert ist, der Bank nichts mehr bedeutet und allen anderen macht das Angst.


Zitat von Cekay im Beitrag #30
Hmm vielleicht geh ich auch zu sehr von mir aus. Ich würd das niemals mit einer/m meiner Mitarbeiter machen. Egal was er/sie angestellt hätte


Ne ich auch nicht.. aber bei Geld hört bei so vielen die Freundschaft auf, da werden sämtliche Werte über Bord geworfen um noch 100€ mehr in die Tasche zu bekommen (bei Hellcat sicher in anderen Dimensionen).. traurig aber leider wahr..

#32 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Gesil 28.02.2013 13:36

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Zitat von StackOfBooks im Beitrag #31
Zitat von Gesil im Beitrag #29


Ich glaube nicht, dass ein Pappkarton oder ähnliches stilvoller wäre. Ich glaube, da ist die Bank einfach pragmatisch und nimmt das, wo viel reingeht - der MA soll ja nicht nocheinmal wiederkommen (müssen) - und das zudem immer verfügbar ist.
Mülltüten werden die Reinigungskräfte wohl immer vorrätig haben oder - wenn die Reinigung outgesourced ist - sie lassen sich platzsparend irgendwo deponieren.




Ich denke das es da eher um ein symbolisches Statement geht. Hellcat ist die reichste Bank oder? Die könnten die Habseligkeiten ihrer ehemaligen Mitarbeiter theoretisch in Goldpapier einpacken und mit einer Schleife nach Hause liefern. Stattdessen gibt es nur einen Müllsack, der vor den Augen aller anderen gepackt und von Security eskortiert nach draussen befördert werden muss. Das zeigt dem ehemaligen Mitarbeiter das er nichts mehr wert ist, der Bank nichts mehr bedeutet und allen anderen macht das Angst.


Das stimmt auch wieder. *seufz*

#33 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Gesil 28.02.2013 19:14

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Zitat von Sirion im Beitrag #23



Bei einer Sache könnt ihr mir vielleicht helfen:
So richtig verstehe ich nicht, wieso die Händler im Bunker Millionen damit scheffeln, indem sie Aktien verkaufen / abstoßen, die immer weniger wert werden. Dass sie bei niedrigstmöglichem Kurs dann wieder kaufen und auf einen Anstieg der Aktien hoffen, kann ich wieder nachvollziehen, ist ja logisch - aber wieso vorher bei den Verkäufen? Machen wir mal ein Beispiel: wenn die Aktie von Bank A 30 Dollar wert war, als es der Bank gut ging, und die Aktien fallen und die Händler sie vielelicht noch für 20 Dollar verkauft bekommen, bevor sie weiter in den Keller stürzt - wie lässt sich bei abfallendem Wert so viel Geld verdienen?

Irgendwie habe ich hier ein Brett vom Kopf - wo genau kommen also die Gewinne her?


Ich versuchs mal, wie ich es verstanden habe:
Du hast deine Aktie von 30 Dollar in der linken Hand - und nichts in der rechten
Nun verkaufst du die Aktie für 30 Dollar
In der linken Hand nichts - in der rechten Hand 30 Dollar Cash
Der Wert der Aktie fällt
Jetzt kaufst du dieselbe Aktie für 20 Dollar zurück
Linke Hand Aktie für 20 Dollar - rechte Hand 10 Dollar Cash
Jetzt kommt der Dead Cat Bounce - der kurzfristige Kursanstieg vor dem Crash
Du verkaufst deine Aktie wieder für 30 Dollar
Linke Hand 30 Dollar für die Aktie - rechte Hand 10 Dollar Cash vom Verkauf zuvor
Macht unter dem Strich einen Gewinn von 10 Dollar pro Aktie

Und dazu kommen noch die Spekulationen, dass die Bank gerettet wird - aber das natürlich Abseits des öffentlichen Handels.
Möglich, dass ich mit meiner Erklärung vollkommen daneben liege, aber so stell ich mir das vor.

#34 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Cekay 28.02.2013 19:43

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Ah das hatte ich mich auch gefragt. Danke :) klingt zumindest etwas logischer als das was ich im Kopf hatte.

bis Kapitel 22
Momentan frag ich mich, wann Jonah versteht was die da treiben. Er sieht nur die Gewinne, aber scheinbar nicht, dass da Existenzen vernichtet werden.

#35 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Cekay 28.02.2013 20:02

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Zitat von eleasy im Beitrag #4
Der Baron bekommt immer wieder Insider-Informationen zugespielt und macht so seine Gewinne – nur scheint diesmal was schiefgelaufen zu sein!
Jetzt rollen die Köpfe – oh weh!


Ob Clive deswegen tot ist? Ich kann nicht glauben, dass er sich und seine Frau umgebracht hat.

#36 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Kanya 28.02.2013 21:59

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Dieser Abschnitt hat sich für mich etwas in die Länge gezogen.
Ich frage mich, wie alt Jonah nun ist. Ich schätze so 16?
Die ganze Börsenthematik fande ich hier etwas langweilig, auch wenn sie zu der Handlung passt und mir ist der Baron immer noch nicht geheuer. Wieso investiert er wohl Jahre in den Jungen? Da steckt bestimmt einiges dahinter.
Die Auswirkungen des Börsenmarktes auf die Finanzkriese finde ich erschreckend, faszinierend und alles wirkt gut recherchiert.

Dass Jonah sich von dem Barin verführen lässt, kann ich gut verstehen. Wer hätte nicht gerne so viel Geld?
Und als er dann von Amelia die tolle Ausstattung bekommt, das ist schon verführerisch.

Ich frage mich, wer Kloot ist.
Creedence finde ich total sympatisch und ich hoffe, dass die beiden sich noch näher kommen.
Clives Tod finde ich erschreckend, ich glaube nicht, dass er sich umgebracht hat.

#37 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Sirion 01.03.2013 21:33

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Zitat von Cekay im Beitrag #28
Das versteh ich schon, aber wie realistisch ist das? Ich kann nicht glauben, dass (ausgerechnet) eine Bank so mit ihren Ex-Mitarbeitern umgeht


Das halte ich sogar für sehr realistisch, leider. Wenn ich mir angucke, wie in Deutschland schon im öffentlichen Dienst mit Mitarbeitern umgegangen wird ... Da wundert mich nicht, dass eine ausländische und international tätige Bank so mit ihren Mitgliedern verfährt. Menschen tun sich nunmal gerne schlimme Dinge an. Wo wir bei der Diskussion zu Abschnitt eins bei Vorurteilen waren : hätte ich eher einem amerikanischen als einem englischen Arbeitgeber zugetraut. Aber zutrauen tu ichs ihnen. Da gibt es bestimmt vielmehr Arbeitgeber, die einen morgens gar nicht erst wieder reinlassen, und wo man noch nicht einmal seine Habseligkeiten zurückbekommt ...

Zitat von Gesil im Beitrag #33
Ich versuchs mal, wie ich es verstanden habe:
Du hast deine Aktie von 30 Dollar in der linken Hand - und nichts in der rechten
Nun verkaufst du die Aktie für 30 Dollar
In der linken Hand nichts - in der rechten Hand 30 Dollar Cash
Der Wert der Aktie fällt
Jetzt kaufst du dieselbe Aktie für 20 Dollar zurück
Linke Hand Aktie für 20 Dollar - rechte Hand 10 Dollar Cash
Jetzt kommt der Dead Cat Bounce - der kurzfristige Kursanstieg vor dem Crash
Du verkaufst deine Aktie wieder für 30 Dollar
Linke Hand 30 Dollar für die Aktie - rechte Hand 10 Dollar Cash vom Verkauf zuvor
Macht unter dem Strich einen Gewinn von 10 Dollar pro Aktie


Auf diese Weise würde das wirklich Sinn machen. Setzt aber voraus, dass man die Aktien rechtzeitig abstößt, bevor der Wert fällt (kann ja auch durch andere Spekulanten passieren) und darauf vertraut, dass es wirklich zum "Dead Cat Bounce" kommt - sollte das mal nicht der Fall sein (vielleicht nicht immer?) und eine Firma pleite gehen, ohne dieses letzte Aufbäumen, wäre das Risiko für den Spekulanten gewaltig. Aber gut, das ist es vermutlich ohnehin, wenn man mit solchen Dimensionen "spielt".

Zitat von Kanya im Beitrag #36
Ich frage mich, wer Kloot ist.
Creedence finde ich total sympatisch und ich hoffe, dass die beiden sich noch näher kommen.
Clives Tod finde ich erschreckend, ich glaube nicht, dass er sich umgebracht hat.


Zu Kloot bin ich auch sehr neugierig. Aktuell habe ich den Eindruck, dass er "der Baron in Groß" ist, aber bin mir nicht so sicher, ob ich damit richtig liege.
Was Creedence angeht, ich finde das auch süß, aber ich habe eine fixe Idee zu ihr, die ich hier noch nicht verraten möchte. Ich bin mal sehr gespannt auf die nächsten Abschnitte.
Und Clive? Interessanter Gedanke, dass er vielleicht seinen Tod nicht selbst herbeigeführt hat - in diese Richtung habe ich noch gar nicht gedacht. Allerdings könnte ich mir schon vorstellen, dass ein Verlust in der besagten Summe zu einem Selbstmord treibt, je nachdem, wie die Chefetage in dieser Frage auf ihn zurückgekommen ist. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war Clive schon lange dabei - wenn er also zum Inventar gehört, vielleicht hatte er auch Angst, selbst mit einem schwarzen Müllsack herausgeworfen zu werden ...

#38 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Gesil 02.03.2013 10:34

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Zitat von Sirion im Beitrag #37


Zitat von Gesil im Beitrag #33
Ich versuchs mal, wie ich es verstanden habe:
Du hast deine Aktie von 30 Dollar in der linken Hand - und nichts in der rechten
Nun verkaufst du die Aktie für 30 Dollar
In der linken Hand nichts - in der rechten Hand 30 Dollar Cash
Der Wert der Aktie fällt
Jetzt kaufst du dieselbe Aktie für 20 Dollar zurück
Linke Hand Aktie für 20 Dollar - rechte Hand 10 Dollar Cash
Jetzt kommt der Dead Cat Bounce - der kurzfristige Kursanstieg vor dem Crash
Du verkaufst deine Aktie wieder für 30 Dollar
Linke Hand 30 Dollar für die Aktie - rechte Hand 10 Dollar Cash vom Verkauf zuvor
Macht unter dem Strich einen Gewinn von 10 Dollar pro Aktie


Auf diese Weise würde das wirklich Sinn machen. Setzt aber voraus, dass man die Aktien rechtzeitig abstößt, bevor der Wert fällt (kann ja auch durch andere Spekulanten passieren) und darauf vertraut, dass es wirklich zum "Dead Cat Bounce" kommt - sollte das mal nicht der Fall sein (vielleicht nicht immer?) und eine Firma pleite gehen, ohne dieses letzte Aufbäumen, wäre das Risiko für den Spekulanten gewaltig. Aber gut, das ist es vermutlich ohnehin, wenn man mit solchen Dimensionen "spielt".

Natürlich wäre/ist das Risiko gewaltig, aber ich vermute, da kommen dann die Insider-Informationen mit ins Spiel. Und der Baron macht das wohl auch nur dann, wenn er (wie er zumindest glaubt) zu 100 Prozent gesicherte Infos hat.
Anders kann ich mir die Gewinne aber auch nicht erklären!


Zitat von Sirion im Beitrag #37
Was Creedence angeht, ich finde das auch süß, aber ich habe eine fixe Idee zu ihr, die ich hier noch nicht verraten möchte. Ich bin mal sehr gespannt auf die nächsten Abschnitte.

Jetzt hast du mich neugierig gemacht und du musst uns deine Idee erzählen, auch wenn sie nicht zutreffen sollte *bettel*

Zitat von Sirion im Beitrag #37
Und Clive? Interessanter Gedanke, dass er vielleicht seinen Tod nicht selbst herbeigeführt hat - in diese Richtung habe ich noch gar nicht gedacht. Allerdings könnte ich mir schon vorstellen, dass ein Verlust in der besagten Summe zu einem Selbstmord treibt, je nachdem, wie die Chefetage in dieser Frage auf ihn zurückgekommen ist. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war Clive schon lange dabei - wenn er also zum Inventar gehört, vielleicht hatte er auch Angst, selbst mit einem schwarzen Müllsack herausgeworfen zu werden ...

Ich hab auch an den Selbstmord geglaubt - ich gehöre aber auch nicht zu denen, die grundsätzlich ersteinmal alles in Frage stellen.

#39 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von eleasy 02.03.2013 23:46

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Zitat
Zitat von Gesil im Beitrag #33
Ich versuchs mal, wie ich es verstanden habe:
Du hast deine Aktie von 30 Dollar in der linken Hand - und nichts in der rechten
Nun verkaufst du die Aktie für 30 Dollar
In der linken Hand nichts - in der rechten Hand 30 Dollar Cash
Der Wert der Aktie fällt
Jetzt kaufst du dieselbe Aktie für 20 Dollar zurück
Linke Hand Aktie für 20 Dollar - rechte Hand 10 Dollar Cash
Jetzt kommt der Dead Cat Bounce - der kurzfristige Kursanstieg vor dem Crash
Du verkaufst deine Aktie wieder für 30 Dollar
Linke Hand 30 Dollar für die Aktie - rechte Hand 10 Dollar Cash vom Verkauf zuvor
Macht unter dem Strich einen Gewinn von 10 Dollar pro Aktie


Auf diese Weise würde das wirklich Sinn machen. Setzt aber voraus, dass man die Aktien rechtzeitig abstößt, bevor der Wert fällt (kann ja auch durch andere Spekulanten passieren) und darauf vertraut, dass es wirklich zum "Dead Cat Bounce" kommt - sollte das mal nicht der Fall sein (vielleicht nicht immer?) und eine Firma pleite gehen, ohne dieses letzte Aufbäumen, wäre das Risiko für den Spekulanten gewaltig. Aber gut, das ist es vermutlich ohnehin, wenn man mit solchen Dimensionen "spielt".



Über diese Sache habe ich auch längere Zeit gegrübelt, weil ich es nicht ganz verstanden habe.
Leider hat Nic Bennett einen Aspekt der Sache auch nicht gut erklärt, nämlich die Leerverkäufe.
Ich hab dazu mal gegoogelt . . . und erst jetzt kapier ich die Dimension des Ganzen!
"Leerverkäufer sind Spekulanten, die auf fallende Kursen setzen.
Dafür leihen sie sich Aktien gegen eine Gebühr von meistens um die zwei Prozent des Aktienwertes und verkaufen sie.
Geht ihre Wette auf, können sie später die Papiere günstiger erwerben und dem Verleiher zurückgeben.
Die Differenz zwischen Verkaufspreis und Rückkaufpreis ist ihr Gewinn."
Der springende Punkt ist:
Sie handeln gar nicht mit den eigenen Aktien und wenn sie Insider-Informationen über einen Kursverfall haben, tragen sie gar kein Risiko!
Leerverkäufe gelten mittlerweile als Bedrohung für die Finanzmärkte und sind in einigen Länder teilweise schon verboten.

#40 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Gesil 03.03.2013 11:39

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Zitat von eleasy im Beitrag #39


Über diese Sache habe ich auch längere Zeit gegrübelt, weil ich es nicht ganz verstanden habe.
Leider hat Nic Bennett einen Aspekt der Sache auch nicht gut erklärt, nämlich die Leerverkäufe.



Danke eleasy,
an die Leerverkäufe hatte ich weder gedacht noch sie verstanden.
Leerverkäufe hiess für mich: den eigenen Bestand verkaufen, bis nix mehr da is, eben leer.

#41 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von schlumeline 03.03.2013 12:28

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Jonah ist zurück in der Bank und in den Fängen des Barons. Nach wie vor empfindet er Faszination für den Alltag dort und er wird gleich zu Beginn seiner Laufbahn dort zum Teil einer großen Spekulationssache, die für den Baron und seine Leute gut ausgeht. Das ist schon wirklich gruselig zu beobachten, wie manche Menschen ihren Reichtum auf Kosten anderer mehren. Leider gibt es das nur allzu häufig, an der Börse nur wesentlicher ausgeprägter. Als Nicht-Insider dieser Geschäfte ist das teilweise wirklich schwer nachzuvollziehen.

Zitat von Gesil im Beitrag #40
Zitat von eleasy im Beitrag #39


Über diese Sache habe ich auch längere Zeit gegrübelt, weil ich es nicht ganz verstanden habe.
Leider hat Nic Bennett einen Aspekt der Sache auch nicht gut erklärt, nämlich die Leerverkäufe.



Danke eleasy,
an die Leerverkäufe hatte ich weder gedacht noch sie verstanden.
Leerverkäufe hiess für mich: den eigenen Bestand verkaufen, bis nix mehr da is, eben leer.


Eigentlich konnte der große Gewinn sich nur so erklären, dass der Baron auf fallende Kurse gesetzt hat. Er hat ja bereits angedeutet, dass ein Dead Cat Bounce im derzeitigen Bullenmarkt bevorsteht, da war das zu erwarten. Der Markt geht schlecht, alle glauben es geht wieder aufwärts, aber es ist nur ein kurzes aufbäumen vor dem endgültigen Absturz.

Mir hat es übrigens gefallen, dass Jonahs Vater endlich gemerkt hat, wie sehr er seinen Sohn in den vergangenen Jahren ignoriert hat. Aber er ist tatsächlich zu weich, er schafft es einfach nicht ihm jetzt reinen Wein einzuschänken. Der Gesprächsversuch scheitert kläglich, weil dieser Mann einfach nicht genug Biss hat. Ich hoffe das ändert sich bald.

Die Romanze zwischen Jonah und Creedence ist richtig schön, allerdings befürchte ich, dass Jonah sich in der jungen Frau täuscht. Ich glaube sie wird auf der Seite des Geldes und damit auf der Seite des Barons stehen, wenn es darauf ankommt, Jonah aber sicher nicht.

#42 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von schlumeline 03.03.2013 12:31

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Zitat von Gronik im Beitrag #3

Die Darstellung wie einige wenige mit ihren Spekulationen ganze Unternehmen oder gar Länder zu Fall bringen, ist ja leider nicht aus der Luft gegriffen. Hier stehe ich auf demselben Standpunkt wie Jonahs Vater, das ist doch kein "verdientes" Geld, diese Millionen, die die Truppe da scheffelt, das ist doch erstens gar nicht wirklich real und zweitens ganz massiv auf Kosten von anderen und letztlich zu Lasten von allen, denn am Ende zahlen diejenigen, die ihre tatsächliches Geld in solchen Aktien angelegt haben oder über Steuern dann schließlich die Rettungsaktionen tragen müssen...

Trotzdem kann ich schon verstehen, dass für einen jungen Mann wie Jonah diese Welt und das schnelle Geld verführerisch sind.
Wem ginge das nicht so, wenn er die Möglichkeit hätte?




Das ist ja gerade das Schlimme. Das schnellverdiente Geld wird immer wieder Menschen locken und daher wird es auch immer schwer sein solche Machenschaften tatsächlich vollständig zu unterbinden. Hier werden alle Schlupflöcher genutzt, die sich bieten und der Finanzmarkt bietet wohl so einige. Die meisten Menschen denken so wie wir und Jonahs Vater, aber leider eben nicht alle und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Leider! Aber es ist schon schrecklich das zu sehen.

#43 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Sirion 03.03.2013 17:13

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Zitat von Gesil im Beitrag #38
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Zitat von Sirion im Beitrag #37
Was Creedence angeht, ich finde das auch süß, aber ich habe eine fixe Idee zu ihr, die ich hier noch nicht verraten möchte. Ich bin mal sehr gespannt auf die nächsten Abschnitte.

Jetzt hast du mich neugierig gemacht und du musst uns deine Idee erzählen, auch wenn sie nicht zutreffen sollte *bettel*


Okay, ist aber nur eine fixe Idee, die noch nicht bestätigt ist, daher bitte nur lesen, wenn ich Euch und Euren Gedanken damit nicht vorweg greife:

Franky hat - im zweiten Abschnitt?? - von einer möglichen Anzeige bei der Aufsichtsbehörde gesprochen, die wohl ein Kunde gegen die Händler vornehmen will. Da habe ich mich gefragt, wie die Aufsichtsbehörde manche Machenschaften nachweisen will, wenn die Daten zunächst nur innerhalb der Bank zugänglich sind. Und hier bin ich auf die Idee gekommen - wie besagt, erstmal nur eine fixe Idee - dass Creedence vielleicht auch eine Art Spionin der Aufsichtsbehörde ist, die in die Bank eingeschmuggelt wurde, um Beweise gegen die Chefetage und den Baron als Chef-Händler zu sammeln.


Zitat von eleasy im Beitrag #39
"Leerverkäufer sind Spekulanten, die auf fallende Kursen setzen.
Dafür leihen sie sich Aktien gegen eine Gebühr von meistens um die zwei Prozent des Aktienwertes und verkaufen sie.
Geht ihre Wette auf, können sie später die Papiere günstiger erwerben und dem Verleiher zurückgeben.
Die Differenz zwischen Verkaufspreis und Rückkaufpreis ist ihr Gewinn."
Der springende Punkt ist:
Sie handeln gar nicht mit den eigenen Aktien und wenn sie Insider-Informationen über einen Kursverfall haben, tragen sie gar kein Risiko!
Leerverkäufe gelten mittlerweile als Bedrohung für die Finanzmärkte und sind in einigen Länder teilweise schon verboten.


Danke für diese Ausführungen, nun macht das Ganze noch einmal mehr Sinn. Auf den Gedanken, mal zu googeln, was Leerverkäufe sind, kam ich zwar mal kurz, aber der Gedanke war dann beim Lesen so schnell wieder verschwunden, wie er gekommen war. Eine wirklich raffinierte Form der Spekulation an der Börse - mit gemieteten Aktien sozusagen. Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine Form der Spekulationen ist, die nach der großen Finanzkrise 2009 nun in vielen Ländern verboten ist. Aber ob ich mit dieser Einschätzung richtig liege, davon hab ich natürlich keinen Plan .

#44 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Wildpony 04.03.2013 20:42

Zitat von Gesil im Beitrag #33
Zitat von Sirion im Beitrag #23



Bei einer Sache könnt ihr mir vielleicht helfen:
So richtig verstehe ich nicht, wieso die Händler im Bunker Millionen damit scheffeln, indem sie Aktien verkaufen / abstoßen, die immer weniger wert werden. Dass sie bei niedrigstmöglichem Kurs dann wieder kaufen und auf einen Anstieg der Aktien hoffen, kann ich wieder nachvollziehen, ist ja logisch - aber wieso vorher bei den Verkäufen? Machen wir mal ein Beispiel: wenn die Aktie von Bank A 30 Dollar wert war, als es der Bank gut ging, und die Aktien fallen und die Händler sie vielelicht noch für 20 Dollar verkauft bekommen, bevor sie weiter in den Keller stürzt - wie lässt sich bei abfallendem Wert so viel Geld verdienen?

Irgendwie habe ich hier ein Brett vom Kopf - wo genau kommen also die Gewinne her?


Ich versuchs mal, wie ich es verstanden habe:
Du hast deine Aktie von 30 Dollar in der linken Hand - und nichts in der rechten
Nun verkaufst du die Aktie für 30 Dollar
In der linken Hand nichts - in der rechten Hand 30 Dollar Cash
Der Wert der Aktie fällt
Jetzt kaufst du dieselbe Aktie für 20 Dollar zurück
Linke Hand Aktie für 20 Dollar - rechte Hand 10 Dollar Cash
Jetzt kommt der Dead Cat Bounce - der kurzfristige Kursanstieg vor dem Crash
Du verkaufst deine Aktie wieder für 30 Dollar
Linke Hand 30 Dollar für die Aktie - rechte Hand 10 Dollar Cash vom Verkauf zuvor
Macht unter dem Strich einen Gewinn von 10 Dollar pro Aktie

Und dazu kommen noch die Spekulationen, dass die Bank gerettet wird - aber das natürlich Abseits des öffentlichen Handels.
Möglich, dass ich mit meiner Erklärung vollkommen daneben liege, aber so stell ich mir das vor.


Danke...das ist eine tolle Erklärung... denn diese Frage hab ich mir auch gestellt... denn von Börse und Aktien hab ich absolut keine Ahnung

Daß Jonah jetzt da ganz eingestiegen ist beim Baron ist für mich nur verständlich.
Der Reiz des großen Geldes lockt...
Und er macht damit ja eine Menge Geld.

Ich habe aber ein ganz böses Gefühl daß da ganz bald was böse schief laufen wird... auch für iPod.

#45 RE: 2. Abschnitt: Zweiter Teil (Kapitel 15 bis 24) von Gesil 05.03.2013 07:59

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Hallo Wildpony,

ich denke, eleasy Erläuterungen zu den Leerverkäufen kommen der Sache wie das im Bunker abgelaufen ist, noch viel näher als meine Erklärung.
Aber wenn frau halt keinen Plan hat .. macht sie sich einen

Gruß Gesil

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