#1 Anna im blutroten Kleid - Kendare Blake von Kate88 27.01.2013 12:38

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Inhalt:

Manche Geister sollte man nicht sich selbst überlassen

Cas Lowood hat eine dunkle Berufung: Er ist ein Geisterjäger. Mit seiner Mutter zieht er quer durchs Land, immer auf der Suche nach den ruhelosen Seelen, die oft schon seit Jahrzehnten die Lebenden in Angst und Schrecken versetzen – bis Cas ihrem Treiben ein Ende bereitet. In einer Kleinstadt in Ontario wartet die berüchtigte Anna im blutroten Kleid auf ihn, eine lokale Berühmtheit, deren Leben in den 50er-Jahren ein grausames Ende fand. Seitdem bringt sie jeden um, der es wagt, das verlassene viktorianische Anwesen zu betreten, das einst ihr Zuhause war. Doch bei Cas macht die schöne Tote eine Ausnahme …

Meine Meinung:

Theseus Cassio Lowood, genannt Cas, hat keinen 08/15 Job, denn er ist Geisterjäger. Zusammen mit seiner Mutter zieht er von Stadt zur Stadt, um die Geister, die ihr Unwesen treiben, endgültig ins Jenseits zu befördern.

So auch in Thunder Bay. Dort erwartet in ein Geist der Extraklasse - Anna im blutroten Kleid. Ein Mädchen, dass in den fünfziger Jahren brutal ermordet worden ist und seitdem schon unzählige Menschen auf dem Gewissen hat. Ein Fall ganz nach Cas' Geschmack. Doch dieses Mal ist alles anders, denn auch die Geister der Vergangenheit heften sich an Cas Fersen. Wenn dazu auch noch komische Gefühle entstehen, ist das Chaos perfekt.

Normalerweise mache ich immer einen ganz großen Bogen um Bücher oder Filme, die auch nur im entferntesten Sinne was mit Horror zu tun haben. Doch dieses Buch hat mich dennoch angesprochen und bin alles andere als enttäuscht, dass ich "Anna im blutroten Kleid" eine Chance gegeben habe.

Dies liegt zum größten Teil an Cas. Kendare Blake hat so eine unglaublich amüsante und sympathische Figur erschaffen, dass sie mir sogar ein Horror- und Gruselbuch schmackhaft gemacht hat. Durch seinen Sarkasmus und einem unverwechselbaren Humor musste ich so manches Mal herzhaft lachen. Dazu beweist er dennoch Tiefgang, was bei mir noch mehr Sympathie für ihn erweckt hat.

Aber auch die anderen Figuren, insbesondere Anna, deren Geschichte dem Leser wirklich unter die Haut geht, machen dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen der ganz besonderen Art.

Auch der Schreibstil der Autorin, die aus der Ich-Perspektive erzählt, hat stark zum Leseerlebnis beitragen. Es war ein kurzweiliges Abenteuer, welches mich, in ein mir eher abgeneigtes Genre, entführt hat und tolle Lesestunden bereitet hat.

Dennoch muss ich erwähnen, dass sich im Buch Horrorelemente befinden, die sich unter anderem mit recht blutigen Szenen deutlich zeigen und nichts für schwache Nerven oder jugendliche Leser mit einer eher dünneren Haut sind. Es gab so manche Passagen, die mir regelrechte Gänsehautschauer über den ganzen Körper beschert haben und dies ist nicht immer im positiven Sinne gemeint.

Das Ende könnte als ein abgeschlossenes betrachtet werden, jedoch gibt es im englischen bereits die Fortsetzung "Girl of Nightsmares". Es ist ein Action- und Spannungsgeladener Schluss ohne allzu blutig zu sein. Mich hat die Geschichte überzeugt und ich werde mit Sicherheit auch den Folgeband lesen.

Fazit:

Ein kurzweiliges Lesevergnügen der ganz besonderen Art. Ich wurde wirklich positiv überrascht und hatte spannende und mehr als unterhaltsame Lesestunden.

Vielleicht nicht ganz geeignet für Leser mit schwachen Nerven oder jugendliche Leser, die eher zart besaitet sind.

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