#1 Der Hobbit (J.R.R. Tolkien) von Adaneth 05.12.2012 10:35

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Hier können eure Rezensionen eingestellt werden :-)

#2 RE: Rezensionen von Lerchie 06.12.2012 21:09

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Eines schönen Sommertages kam Gandalf zu Bilbo Beutlin, dem Hobbit. Er sprach von Abenteuern, doch Bilbo meinte, er habe für Abenteuer nichts übrig. Und doch ließ er sich in eines hineinziehen, wie es größer kaum sein konnte. Dreizehn Zwerge kamen zu ihm. So langsam, tröpfchenweise. Gandalf hatte ihnen Bilbo als Meisterdieb schmackhaft gemacht und sie wollten, dass er mit ihnen kam um dem Drachen Smaug ihren Schatz zu rauben. Und als Bilbo schließlich doch noch mitging, tat er das ohne irgendetwas mitzunehmen, keine Taschentücher, keinen Hut. Am Anfang ging es noch recht gemächlich, doch dann löste ein Abenteuer das andere ab. Trolle, Riesenspinnen, Orks, und Waldelben bis hin zu dem Drachen, dem Höhepunkt der Reise. Zuerst hatten die Zwerge den Hobbit nicht ernst genommen, aber nachdem er ihnen das Leben gerettet hatte, sahen sie ihn anders an. Respektvoller. Gut, Bilbo hatte auch Glück, aber auch die richtige Nase und die richtigen Ideen.
Dieses Buch ist der Vorgänger des Herrn der Ringe. Denn den bewussten Ring hatte Bilbo hier bei diesen Abenteuern gefunden. Und er hat ihn geheim gehalten bis Gandalf (in Der Herr der Ringe) dahinterkam. Es ist ein Kinder- und Jugendbuch, was man auch am Schreibstil bemerkt. Doch nichtdestotrotz ist es auch für Erwachsene durchaus lesbar. Mir jedenfalls hat es sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen.

#3 RE: Rezensionen von Mimi19 11.12.2012 17:33

Danke dass ich mitlesen durfte :) Hier ist meine Rezi:

Der Hobbit Bilbo Beutlin sitzt eines Tages von seinem Haus in der Sonne und raucht Pfeife.
Da kommt der Zauberer Gandalf des Weges und berichtet Bilbo Beutlin von Abenteuern. Am nächsten Tag zur Teezeit klopft es an die Tür, und nach und nach strömen 12 Zwerge und der Zauberer hinein. Trotz Ablehnung und Skepsis machen sie sich zu 14 auf den Weg, und bestehen so manche Abendteuer um am Ende an den Berg des Drachen Smaug zu gelangen.

Die Sprache in der Herr Tolkien geschrieben hat ist ein wenig altmodisch, jedoch noch so, dass man sich gut darin zurechtfinden kann. Außerdem passt sie wunderbar in diese Zeit hinein. Und auch der Erzählstil gefiel mir gut. An manchen Stellen zog sich die Geschichte ein wenig oder es wurde zu viel erklärt, wodurch man aber dafür ein sehr genaues Bild von dem Set hatte, an dem die Geschichte gerade spielt. Das Cover ist sehr gut gewählt, jedoch gibt es unterschiedliche Ausgaben, speziell für Kinder, mit vielen Zeichnungen und Bildern...

Mein Fazit: Dieses Buch ist meiner Meinung nach für alle Altersgruppen geeignet. Fantasy mit einer Brise Abenteuer, Spannung und Spaß.

#4 RE: Rezensionen von Büchernische 12.12.2012 17:43

Vor 120 Jahren wurde ein Autor geboren, der mit seinem Lebenswerk den Grundstein des Fantasygenres gelegt hat. Ich spreche von John Ronald Reuel Tolkien, Professor für englische & altenglische Sprache und Literatur in Großbritannien und Autor eines der berühmtesten literarischen Werke aller Zeiten: die Geschichten rund um Mittelerde, die Geschichte des Rings und eines kleinen Hobbits namens Bilbo Beutlin. Vor 75 Jahren erschien sein für Kinder angedachtes Buch über die Abenteuer des Bilbo Beutlin im Allen & Unwin Verlag und wurde als Kinderbuch des Jahres angepriesen. Bis zur Veröffentlichung des Hobbit schrieb Tolkien mehrere verschiedene Fassungen, korrigierte, verwarf, benannte Charaktere um und fertigte unzählige Zeichnungen an. Der Mann war nicht allein Autor, sondern auch Künstler.

J.R.R. Tolkien hat ein fantastisches Universum, eine unvergleichliche Mythologie geschaffen, wie sie umfangreicher und phantasievoller kaum sein kann. Bevor ich mir also heute Abend das visuelle Erlebnis auf der Leinwand ansehe, das übrigens in prächtiger Dreidimensionalität und mit einer erhöhten Framerate von 48fps gezeigt wird - ich bin gespannt auf die Qualität - habe ich vor zwei Wochen begonnen, das Buch zu lesen. Doch nicht irgendein Buch...

In einem Loch im Boden...

...da lebte ein Hobbit!" Das sind die wohl bekanntesten ersten Sätze, die in die Geschichte des Hobbit eingingen. Vor Bilbo Beutlins Türe, ebenselben Hobbit, der in einer gemütlichen Wohnhöhle inmitten des friedlichen Auenlandes lebte, steht eines Tages Gandalf, alter Freund und Vertrauter. Doch er kommt nicht alleine, in seinem Gefolge purzeln - man mag es kaum glauben - dreizehn Zwerge in sein Haus! Bilbo staunt nicht schlecht, als Gandalf ihn zu einem Abenteuer bittet, ein gefährliches Abenteuer, denn der Weg soll sie nach Osten führen, in die karge Wildnis, zu den Ruinen der Stadt unter dem Berg, wo Smaug, ein gewaltiger Drache auf einem uralten Schatz thront und Angst & Schrecken verbreitet. Doch noch etwas bahnt sich an, der Himmel verfinstert sich, die Krähen fliegen über Mittelerde...

Als ich dieses wunderschöne Buch in Empfang nahm, glänzten meine Augen. In der Hand hielt ich ein etwa 25cm hohes und ca. 20cm breites gebundenes Buch, petrolfarben eingeschlagen, ein gelbes Lesebändchen lugte zwischen den Seiten hervor. »Das große Hobbitbuch - J.R.R. Tolkien« steht in großen goldglänzenden Buchstaben auf der Vorderseite des Covers, darunter befindet sich eine farbenfrohe Illustration Smaugs sowie der Hinweis, dass ich hier den kompletten Text des Hobbit mit Kommentaren und Bildern in Händen halte. Federführend für die Übersetzung war Douglas A. Anderson, der weltweit bekannteste Tolkienforscher und Literaturwissenschaftlicher. Anderson beschäftigte sich sehr intensiv mit Tolkiens Werk und brachte bereits 1988 eine ausführliche und kritische Textstudie zum Hobbit heraus.

Ich möchte euch nun aber nicht allzu viele Informationen vorweg nehmen, denn dieses Buch bietet einen sehr tiefen Einblick in Tolkiens Welt. Literarische Einflüsse - beispielsweise aus der nordischen Sage -, Erlebnisse auf seinen Reisen, u.a. in die Schweizer Alpen, Epochen wie das Mittelalter und Literatur, welche Professor Tolkien selbst sehr beeindruckt haben - hier seien William Morris und E.A. Wyke-Smith genannt - flossen in seine Idee für Mittelerde ein. Er schuf ein einzigartiges mythologisches Universum, angefangen von intensiven illustratorischen Studien & Kartenzeichnungen bis hin zur Poesie und der elbischen Runenschrift. Dieses Buch bietet nicht nur den vollständigen Text inklusive mehrerer Gedichte und Liedtexte, die in so mancher Übersetzung fehlten, sondern erweitert den Horizont eines jeden Hobbitologen gewaltig. Wer noch nicht allzu viel rund um diesen Autor weiß, der wird spätestens mit diesem Buch zwar nicht zum Experten, aber doch um sehr, sehr viel Wissen rund um Tolkien, sein Mittelerde, Gegenstände, Personen und Sprachgebrauch reicher sein.

Kommentiert, illustriert, inspiriert!

Zeitweise fiel es mir etwas schwer, der Handlung zu folgen und, sobald eine Fußnote auftauchte, selbige sofort zu lesen und somit an den Rand des Buches zu springen, auf welchem zahlreiche Kommentare zu Begriffen, Textstellen, Daten usw. in blauer Farbe kleingedruckt zu lesen sind. So begnügte ich mich schließlich damit, bis zum Ende eines Sinnabschnitts zu lesen und dann erst der Randanmerkung zu folgen. Zahlreiche Illustrationen, Schwarz-Weiß-Zeichnungen Tolkiens, aber auch von Illustratoren der verschiedensten weltweiten Ausgaben sind am Rand neben dem Haupttext zu bewundern und lockern das Gesamtbild des sehr dicht geschriebenen Werkes auf. Darunter sind auch Zeichnungen des begnadeten Künstlers Alan Lee, der als kreativer Kopf für die Verfilmung des Herrn der Ringe am Set von Peter Jackson arbeitete und die Vorstellungen des Regisseurs in Zeichnungen Farbe und Form verlieh. Mittelerde, wie sie im Film zu sehen ist, erhielt durch ihm erst seine Gestalt. So freue ich mich sehr, einige seiner Werke auch im Hobbit am Rand entdecken zu können. Ich möchte an dieser Stelle auch erwähnen, dass - ebenfalls bei Klett-Cotta Hobbitpresse - eine von Alan Lee illustrierte Ausgabe ebenfalls erhältlich ist (die ich übrigens meinem Mann zum Geburtstag schenken werde *zwinker* ja, ich darf auch mal "klammern"!)

Während man im Großteil des Buches wie oben beschrieben schwarz-weiße Zeichnungen verschiedenster Künstler findet - so zum Beispiel aus rumänischen, französischen, slowakischen oder portugiesischen Ausgaben des Hobbit - finden sich am Rande des Haupttextes auch handgefertigte Skizzen von Tolkien, Aquarellbilder die seine Vorstellung von Mittelerde darstellen sowie farbenprächtige Bildtafeln in der Mitte des Buches, auf deren 16 Seiten man die verschiedenen Cover der Hobbitausgaben seit 1937, Gemälde von Tolkien & Alan Lee, Karten & Skizzen des Professors sowie Bilder anderer namenhafter Künstler zum Thema bewundern kann.

Ich war zunehmend begeistert davon, wie tief man in die Gedankenwelt des Autors, seine Beweggründe und Inspirationen abtauchen konnte. Man liest den Hobbit viel intensiver & aufmerksamer, wenn man diese Ausgabe in der Hand hält. Es macht einen großen Unterschied, ob man einfach nur das Buch liest, oder sich nebenher zum Beispiel fragen kann, warum der Autor nun gerade hier dies und das erwähnt. Übrigens findet man auch einen psychologischen Ansatz im Text (Seite 287), den einzigen, wie Douglas A. Anderson anzumerken hatte. Dabei ging es um die Verwendung von Metaphern. Tolkien wusste geschickt zu kritisieren, dass der Leser verlernt hat, sich etwas vorzustellen, ohne es mit verschiedensten Wörtern zu umschreiben. Wortwörtliche Bedeutung und Metaphorik trennt Tolkien nicht. Wenn der Anblick Smaugs mit seiner diamantverkrusteten Haut Bilbo den Atem raubt, dann ist das wortwörtlich so und nicht als Metapher zu verstehen. Was ich damit sagen will:

Dieses Buch liest man nicht nur, man denkt darüber nach. Man reflektiert, sinniert, taucht tief ein. Ich wurde selten in ein Buch so hingesogen wie von diesem.

Im Anhang des Großen Hobbitbuches findet sich auch »Die Fahrt zum Erebor« ein Anhang der eigentlich ursprünglich im Herrn der Ringe seinen Platz finden sollte, dann aber aus Platzgründen nicht mehr eingebunden wurde und nun hier in dieser Ausgabe zu lesen ist. Dieser Text stellt die Geschehnisse noch einmal aus Gandalfs Sicht dar, warum wählte er Bilbo für die Reise zu Smaug aus, was hatte er so Dringendes zu erledigen, das ihn dazu veranlasste, die Zwerge mit Bilbo alleine ziehen zu lassen?

Für Kinder? Oder vielleicht doch nicht?

Ein paar wenige Kritikpunkte habe ich allerdings auch, doch diese beziehen sich nicht auf die Fülle an Informationen rund um das Buch, sondern auf Tolkiens Text selbst. Er spricht den Leser an. Er schreibt manches in Klammern. Gut, das ist nicht nur ungewöhnlich, es regte mich auch zeitweise doch ein wenig auf. Ich dachte mir dann so im Hinterkopf: "Ok, ein Tolkien darf das wohl einfach. Ob man das wohl heutzutage so schreiben darf?" Tja, diese Frage müsste ich nun einem Autor stellen, dem ein Lektor gründlich mit dem Rotstift durch sein Manuskript fuhr, sollte er es gewagt haben, eben solche Besonderheiten zu nutzen. Ich belasse es nun einfach mal dabei, dass diese Art zu schreiben, intelligent, sehr eloquent & mit gewisser Prise Witz & Humor, das Buch einzigartig macht. Daher kann ich mit ruhigem Gewissen nach Beendigung des Buches sagen, dass ich doch schmunzelnd in meiner Leseecke saß, als Tolkien mal wieder einen seiner "So, im nächsten Kapitel erfahrt ihr dann, wie es weitergeht"-Sätze zum Besten gab. Kleine Anmerkung noch: Die fehlende Textstelle am Ende des 6. Kapitels auf Seite 282 wurde übrigens auf einem Einlegeblatt ergänzt, auf dessen Vorderseite man eine Zeitungsanzeige des Allen & Unwin Limited Verlages aus dem Jahr 1937 betrachten kann. Ursprünglich musste man das fehlende Textstück aus dem Netz laden, das hat der Verlag nun auf diese wie ich finde elegante Weise gelöst.

Im Gegensatz zum Herrn der Ringe wirkt dieses Werk übrigens eher kindlich, ob das von Tolkien so beabsichtigt war, . Tolkiens Sprößlinge waren wie ich gelese habe auch sehr angetan vom Buch ihres Vaters. Der Herr der Ringe ist die epische Fortsetzung des Hobbit, das Buch eines Autors, dessen Schreiben reifer und noch tiefgründiger geworden war.

Was ich jedem nur empfehlen kann, der gerne mit Musik im Hintergrund liest: Hört euch den Soundtrack zum Hobbit von Howard Shore an ♥ einfach nur wunderschön!

Mein Fazit: »Der Hobbit« in vollkommener Form, ein Juwel von Buch, absolutes Muss für jeden Tolkienfan und ein umfassendes Werk für all jene, die die Mythologie Tolkiens kennenlernen wollen und sich auch für die Hintergründe des Buches in all seiner Komplexität interessieren! Buchtipp der Woche!

Meine Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 Sternen

#5 RE: Rezensionen von Schmökereck 25.12.2012 13:31

Der Hobbit: oder Hin und zurück

Autor: J. R. Tolkien
Seiten: 397
ISBN: 3608938001
Verlag: Klett – Cotta

Bilbo Beutlin trifft eines schönen Tages, während er genüsslich seine Pfeife raucht, Gandalf, einem alten Bekannten der Familie. Kurz darauf lernt er noch eine Horde Zwerge kennen, die sein schönes Leben total durcheinander bringen. Denn sie wollen Bilbo auf eine Reise mitnehmen, die alles andere als ruhig und beschaulich ist. Dabei bringen sie sich in so einige Gefahren, in denen des Öfteren Bilbo der Retter ist. Dies liegt aber auch daran, dass Bilbo auf seiner Reise Gollum begegnet, aber was es damit auf sich hat, dass müsst ihr schon selber lesen!

Die Geschichte an sich ist sehr vielversprechend, doch leider habe ich persönlich meine kleinen Probleme mit dem Schreibstil von Tolkien. Denn er beschreibt sehr viel von der Umgebung und der Reise, was mir leider einfach ein bisschen zu viel war. Ich mag es lieber, wenn man „gleich zur Sache“ kommt. Dennoch war es eine sehr spannende Geschichte, da man sich sehr mit Bilbo und seinen Kumpanen verbunden fühlt und man die Reise mit ihnen erleben möchte. Für mich war es ein besonderes Erlebnis mit ihnen zu reisen. Dies wird auch durch besondere Ausgabe des Klett-Cotta-Verlages unterstützt, die mit so vielen wunderschönen Bildern versehen ist. Diese tollen Kunstwerke, die die Geschichte farblich darstellen, zeigen sehr detailliert, wie Bilbo und die Zwerge die Reise erleben!

#6 RE: Rezensionen von Carriecat 29.12.2012 17:33

Die Jugendausgabe von Tolkiens Hobbit ist mir gleich durch den wunderschön gestalteten Schutzumschlag aufgefallen. Der Blick ins ferne Land, wo noch die Abenteuer warten und über die Brücke marschieren in Reih und Glied die Zwerge mit einem kleinen Hobbit (Bilbo) am Ende und einem forschen Gandalf vorneweg.

Bilbo ist eindeutig eine Couchpotatoe (falls Hobbits überhaupt eine Couch haben?) ihn freut nichts so sehr wie eine anständige Mahlzeit, gerne 5,6 mal am Tage, danach schön eine rauchen und in der Sonne sitzen. Mit anderen Leuten hat er es jetzt nicht so arg, nicht das Bilbo unhöflich wäre, aber sie sind ihm meist zu anstrengend....
Dummerweise bekommt er überraschend Besuch: Ein Zwerg steht vor der Tür, drängelt sich vorbei und futtert Bilbo das Essen weg. Bilbo hat kaum Zeit sich zu erholen, als es schon wieder klopft und ..... ein Zwerg steht vor der Tür, drängelt sich vorbei und futtert Bilbo das Essen weg. Bilbo hat kaum Zeit sich zu erholen, als es schon wieder klopft und ..... und so weiter und so weiter und so weiter.....
Nun hat der arme Bilbo das Erdhaus voller ihm unbekannter Zwerge und leider keine Ahnung was sie von ihm wollen. Als der Zauberer Gandalf hinzukommt und endlich die "Bombe platzen lässt" macht es das auch nicht besser. Bilbo endet mitten in einem Abenteuer, ohne Frühstück und Taschentücher!!! Skandalös!!!
Was Bilbo alles erlebt und wie wacker er sich dabei schlägt, das müsst ihr aber selbst herausfinden!

Fazit:
Ein schönes Buch nicht nur für die junge Leserschaft. Aber man darf beim Lesen nicht vergessen, dass der Autor das Buch für seine Kinder geschrieben hat. Es geht also nicht ganz so heftig zu wie später im Herr der Ringe, die Figuren sind auch noch nicht so ausgereift. Der Erzählstoff ist sozusagen mit den Kindern gewachsen, denke ich ;-)
Was mir besonders gefallen hat war der kokette Stil des Autors. Manchmal spricht er den Leser direkt an, zeigt viel Humor und man merkt einfach das ihm die Figuren am Herzen liegen.

#7 RE: Rezensionen von PeMo 10.02.2013 14:04

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Der Zauberer Gandalf ist schuld daran, dass der Hobbit Bilbo Beutlin sein geruhsames Leben im Auenland aufgeben und sich mit dreizehn Zwergen auf eine Abenteuerreise begeben muss. Gandalf hat ihn den Zwergen nämlich als Meisterdieb angepriesen. Und da es darum geht, dem Drachen Smaug seinen Hort abzunehmen, denn das meiste dieses Schatzes hat er selbst den Zwergen gestohlen, kommt so ein Meisterdieb gerade recht. Unterwegs erlebt die Gruppe allerhand Abenteuer bis Bilbo dann tatsächlich dem Drachen gegenübersteht.

Was soll ich sagen, ich werde mit diesem Buch einfach nicht warm, schon vor gut einem Vierteljahrhundert habe ich es gelesen, damals im Anschluss an die „Herr der Ringe“-Trilogie und schon damals fand ich es eher – langweilig. Im Rahmen einer Leserunde habe ich jetzt die Gelegenheit genutzt, es noch einmal zu lesen, in der Hoffnung, dass ich es nun anders beurteile. Aber leider ist dem nicht so. Ich finde es immer noch langweilig …,auch wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine Geschichte handelt, die im Gegensatz zum „Herr der Ringe“ eher an jüngere Leser gerichtet ist. Denn auch solche Geschichten können für Erwachsene ansprechend und spannend sein. Sicher war es nicht die ganze Zeit langweilig, ab und zu sogar richtig spannend, insgesamt wiegt das aber die langgezogenen, langweiligen Passagen nicht wirklich auf.

Ich glaube größtenteils liegt mein Nicht-Warmwerden auch daran, dass mir die Figuren nicht gefallen. Die Elben haben nichts Edles an sich, sie sind einfach nur albern, die Zwerge sind boshaft und faul und Gandalf – der ist schon ein bisschen hinterlistig und nicht der abgeklärte Zauberer als den man ihn kennt.

Es liegt aber auch an der Erzählweise, sie ist viel zu weitschweifig, andererseits wird die Rückreise ziemlich schnell abgehandelt. Da hätte man einiges raffen können und anderes dafür erzählen sollen.

Was mir gefällt, ist der Humor, da findet sich doch einiges im Buch. Was mir – auch im „Herr der Ringe“ gar nicht gefällt, ist Tolkiens Drang nach Gereimtem, ich habe da immer den Drang schnell darüber hinweg zu lesen.

Ich besitze eine Ausgabe mit der Übersetzung Werner Scherfs und Illustrationen Klaus Ensikats. Auch letztere sind wohl mit Schuld daran, dass sich der Lesegenuss bei mir in Grenzen hielt, sie passen meiner Meinung nach nicht wirklich zur Geschichte. Bilbo ist viel zu winzig, Gollum sieht aus wie eine riesige Kröte, die Zwerge als seien sie dem Märchen „Schneewittchen“ entsprungen und Smaug, der wirkt gar nicht schrecklich. Auch die Illustrationen sind hier eher kindgerecht.

Mag sein, dass ich von der Filmtrilogie „verdorben“ bin, aber wie oben schon erwähnt, gefiel mir die Geschichte auch schon vor gut 25 Jahren nicht, lange bevor es die Filme gab.

Als Prequel zum „Herr der Ringe“ sollte man den Hobbit wenigstens einmal gelesen haben. Schließlich wird hier auch die Geschichte erzählt, wie Bilbo zu dem Ring kam, der in der Trilogie eine bedeutende Rolle spielt. Und auch Gollum taucht hier das erste Mal auf.

Sehr gespannt bin ich nun auf die Verfilmung, die ich noch nicht gesehen, von der ich aber schon viel Gutes gehört habe. Vielleicht sehe ich dann dieses Buch noch einmal mit anderen Augen, wer weiß.

#8 RE: Rezensionen von Lerchie 06.12.2012 21:09

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Eines schönen Sommertages kam Gandalf zu Bilbo Beutlin, dem Hobbit. Er sprach von Abenteuern, doch Bilbo meinte, er habe für Abenteuer nichts übrig. Und doch ließ er sich in eines hineinziehen, wie es größer kaum sein konnte. Dreizehn Zwerge kamen zu ihm. So langsam, tröpfchenweise. Gandalf hatte ihnen Bilbo als Meisterdieb schmackhaft gemacht und sie wollten, dass er mit ihnen kam um dem Drachen Smaug ihren Schatz zu rauben. Und als Bilbo schließlich doch noch mitging, tat er das ohne irgendetwas mitzunehmen, keine Taschentücher, keinen Hut. Am Anfang ging es noch recht gemächlich, doch dann löste ein Abenteuer das andere ab. Trolle, Riesenspinnen, Orks, und Waldelben bis hin zu dem Drachen, dem Höhepunkt der Reise. Zuerst hatten die Zwerge den Hobbit nicht ernst genommen, aber nachdem er ihnen das Leben gerettet hatte, sahen sie ihn anders an. Respektvoller. Gut, Bilbo hatte auch Glück, aber auch die richtige Nase und die richtigen Ideen.
Dieses Buch ist der Vorgänger des Herrn der Ringe. Denn den bewussten Ring hatte Bilbo hier bei diesen Abenteuern gefunden. Und er hat ihn geheim gehalten bis Gandalf (in Der Herr der Ringe) dahinterkam. Es ist ein Kinder- und Jugendbuch, was man auch am Schreibstil bemerkt. Doch nichtdestotrotz ist es auch für Erwachsene durchaus lesbar. Mir jedenfalls hat es sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen.

#9 RE: Rezensionen von Mimi19 11.12.2012 17:33

Danke dass ich mitlesen durfte :) Hier ist meine Rezi:

Der Hobbit Bilbo Beutlin sitzt eines Tages von seinem Haus in der Sonne und raucht Pfeife.
Da kommt der Zauberer Gandalf des Weges und berichtet Bilbo Beutlin von Abenteuern. Am nächsten Tag zur Teezeit klopft es an die Tür, und nach und nach strömen 12 Zwerge und der Zauberer hinein. Trotz Ablehnung und Skepsis machen sie sich zu 14 auf den Weg, und bestehen so manche Abendteuer um am Ende an den Berg des Drachen Smaug zu gelangen.

Die Sprache in der Herr Tolkien geschrieben hat ist ein wenig altmodisch, jedoch noch so, dass man sich gut darin zurechtfinden kann. Außerdem passt sie wunderbar in diese Zeit hinein. Und auch der Erzählstil gefiel mir gut. An manchen Stellen zog sich die Geschichte ein wenig oder es wurde zu viel erklärt, wodurch man aber dafür ein sehr genaues Bild von dem Set hatte, an dem die Geschichte gerade spielt. Das Cover ist sehr gut gewählt, jedoch gibt es unterschiedliche Ausgaben, speziell für Kinder, mit vielen Zeichnungen und Bildern...

Mein Fazit: Dieses Buch ist meiner Meinung nach für alle Altersgruppen geeignet. Fantasy mit einer Brise Abenteuer, Spannung und Spaß.

#10 RE: Rezensionen von Büchernische 12.12.2012 17:43

Vor 120 Jahren wurde ein Autor geboren, der mit seinem Lebenswerk den Grundstein des Fantasygenres gelegt hat. Ich spreche von John Ronald Reuel Tolkien, Professor für englische & altenglische Sprache und Literatur in Großbritannien und Autor eines der berühmtesten literarischen Werke aller Zeiten: die Geschichten rund um Mittelerde, die Geschichte des Rings und eines kleinen Hobbits namens Bilbo Beutlin. Vor 75 Jahren erschien sein für Kinder angedachtes Buch über die Abenteuer des Bilbo Beutlin im Allen & Unwin Verlag und wurde als Kinderbuch des Jahres angepriesen. Bis zur Veröffentlichung des Hobbit schrieb Tolkien mehrere verschiedene Fassungen, korrigierte, verwarf, benannte Charaktere um und fertigte unzählige Zeichnungen an. Der Mann war nicht allein Autor, sondern auch Künstler.

J.R.R. Tolkien hat ein fantastisches Universum, eine unvergleichliche Mythologie geschaffen, wie sie umfangreicher und phantasievoller kaum sein kann. Bevor ich mir also heute Abend das visuelle Erlebnis auf der Leinwand ansehe, das übrigens in prächtiger Dreidimensionalität und mit einer erhöhten Framerate von 48fps gezeigt wird - ich bin gespannt auf die Qualität - habe ich vor zwei Wochen begonnen, das Buch zu lesen. Doch nicht irgendein Buch...

In einem Loch im Boden...

...da lebte ein Hobbit!" Das sind die wohl bekanntesten ersten Sätze, die in die Geschichte des Hobbit eingingen. Vor Bilbo Beutlins Türe, ebenselben Hobbit, der in einer gemütlichen Wohnhöhle inmitten des friedlichen Auenlandes lebte, steht eines Tages Gandalf, alter Freund und Vertrauter. Doch er kommt nicht alleine, in seinem Gefolge purzeln - man mag es kaum glauben - dreizehn Zwerge in sein Haus! Bilbo staunt nicht schlecht, als Gandalf ihn zu einem Abenteuer bittet, ein gefährliches Abenteuer, denn der Weg soll sie nach Osten führen, in die karge Wildnis, zu den Ruinen der Stadt unter dem Berg, wo Smaug, ein gewaltiger Drache auf einem uralten Schatz thront und Angst & Schrecken verbreitet. Doch noch etwas bahnt sich an, der Himmel verfinstert sich, die Krähen fliegen über Mittelerde...

Als ich dieses wunderschöne Buch in Empfang nahm, glänzten meine Augen. In der Hand hielt ich ein etwa 25cm hohes und ca. 20cm breites gebundenes Buch, petrolfarben eingeschlagen, ein gelbes Lesebändchen lugte zwischen den Seiten hervor. »Das große Hobbitbuch - J.R.R. Tolkien« steht in großen goldglänzenden Buchstaben auf der Vorderseite des Covers, darunter befindet sich eine farbenfrohe Illustration Smaugs sowie der Hinweis, dass ich hier den kompletten Text des Hobbit mit Kommentaren und Bildern in Händen halte. Federführend für die Übersetzung war Douglas A. Anderson, der weltweit bekannteste Tolkienforscher und Literaturwissenschaftlicher. Anderson beschäftigte sich sehr intensiv mit Tolkiens Werk und brachte bereits 1988 eine ausführliche und kritische Textstudie zum Hobbit heraus.

Ich möchte euch nun aber nicht allzu viele Informationen vorweg nehmen, denn dieses Buch bietet einen sehr tiefen Einblick in Tolkiens Welt. Literarische Einflüsse - beispielsweise aus der nordischen Sage -, Erlebnisse auf seinen Reisen, u.a. in die Schweizer Alpen, Epochen wie das Mittelalter und Literatur, welche Professor Tolkien selbst sehr beeindruckt haben - hier seien William Morris und E.A. Wyke-Smith genannt - flossen in seine Idee für Mittelerde ein. Er schuf ein einzigartiges mythologisches Universum, angefangen von intensiven illustratorischen Studien & Kartenzeichnungen bis hin zur Poesie und der elbischen Runenschrift. Dieses Buch bietet nicht nur den vollständigen Text inklusive mehrerer Gedichte und Liedtexte, die in so mancher Übersetzung fehlten, sondern erweitert den Horizont eines jeden Hobbitologen gewaltig. Wer noch nicht allzu viel rund um diesen Autor weiß, der wird spätestens mit diesem Buch zwar nicht zum Experten, aber doch um sehr, sehr viel Wissen rund um Tolkien, sein Mittelerde, Gegenstände, Personen und Sprachgebrauch reicher sein.

Kommentiert, illustriert, inspiriert!

Zeitweise fiel es mir etwas schwer, der Handlung zu folgen und, sobald eine Fußnote auftauchte, selbige sofort zu lesen und somit an den Rand des Buches zu springen, auf welchem zahlreiche Kommentare zu Begriffen, Textstellen, Daten usw. in blauer Farbe kleingedruckt zu lesen sind. So begnügte ich mich schließlich damit, bis zum Ende eines Sinnabschnitts zu lesen und dann erst der Randanmerkung zu folgen. Zahlreiche Illustrationen, Schwarz-Weiß-Zeichnungen Tolkiens, aber auch von Illustratoren der verschiedensten weltweiten Ausgaben sind am Rand neben dem Haupttext zu bewundern und lockern das Gesamtbild des sehr dicht geschriebenen Werkes auf. Darunter sind auch Zeichnungen des begnadeten Künstlers Alan Lee, der als kreativer Kopf für die Verfilmung des Herrn der Ringe am Set von Peter Jackson arbeitete und die Vorstellungen des Regisseurs in Zeichnungen Farbe und Form verlieh. Mittelerde, wie sie im Film zu sehen ist, erhielt durch ihm erst seine Gestalt. So freue ich mich sehr, einige seiner Werke auch im Hobbit am Rand entdecken zu können. Ich möchte an dieser Stelle auch erwähnen, dass - ebenfalls bei Klett-Cotta Hobbitpresse - eine von Alan Lee illustrierte Ausgabe ebenfalls erhältlich ist (die ich übrigens meinem Mann zum Geburtstag schenken werde *zwinker* ja, ich darf auch mal "klammern"!)

Während man im Großteil des Buches wie oben beschrieben schwarz-weiße Zeichnungen verschiedenster Künstler findet - so zum Beispiel aus rumänischen, französischen, slowakischen oder portugiesischen Ausgaben des Hobbit - finden sich am Rande des Haupttextes auch handgefertigte Skizzen von Tolkien, Aquarellbilder die seine Vorstellung von Mittelerde darstellen sowie farbenprächtige Bildtafeln in der Mitte des Buches, auf deren 16 Seiten man die verschiedenen Cover der Hobbitausgaben seit 1937, Gemälde von Tolkien & Alan Lee, Karten & Skizzen des Professors sowie Bilder anderer namenhafter Künstler zum Thema bewundern kann.

Ich war zunehmend begeistert davon, wie tief man in die Gedankenwelt des Autors, seine Beweggründe und Inspirationen abtauchen konnte. Man liest den Hobbit viel intensiver & aufmerksamer, wenn man diese Ausgabe in der Hand hält. Es macht einen großen Unterschied, ob man einfach nur das Buch liest, oder sich nebenher zum Beispiel fragen kann, warum der Autor nun gerade hier dies und das erwähnt. Übrigens findet man auch einen psychologischen Ansatz im Text (Seite 287), den einzigen, wie Douglas A. Anderson anzumerken hatte. Dabei ging es um die Verwendung von Metaphern. Tolkien wusste geschickt zu kritisieren, dass der Leser verlernt hat, sich etwas vorzustellen, ohne es mit verschiedensten Wörtern zu umschreiben. Wortwörtliche Bedeutung und Metaphorik trennt Tolkien nicht. Wenn der Anblick Smaugs mit seiner diamantverkrusteten Haut Bilbo den Atem raubt, dann ist das wortwörtlich so und nicht als Metapher zu verstehen. Was ich damit sagen will:

Dieses Buch liest man nicht nur, man denkt darüber nach. Man reflektiert, sinniert, taucht tief ein. Ich wurde selten in ein Buch so hingesogen wie von diesem.

Im Anhang des Großen Hobbitbuches findet sich auch »Die Fahrt zum Erebor« ein Anhang der eigentlich ursprünglich im Herrn der Ringe seinen Platz finden sollte, dann aber aus Platzgründen nicht mehr eingebunden wurde und nun hier in dieser Ausgabe zu lesen ist. Dieser Text stellt die Geschehnisse noch einmal aus Gandalfs Sicht dar, warum wählte er Bilbo für die Reise zu Smaug aus, was hatte er so Dringendes zu erledigen, das ihn dazu veranlasste, die Zwerge mit Bilbo alleine ziehen zu lassen?

Für Kinder? Oder vielleicht doch nicht?

Ein paar wenige Kritikpunkte habe ich allerdings auch, doch diese beziehen sich nicht auf die Fülle an Informationen rund um das Buch, sondern auf Tolkiens Text selbst. Er spricht den Leser an. Er schreibt manches in Klammern. Gut, das ist nicht nur ungewöhnlich, es regte mich auch zeitweise doch ein wenig auf. Ich dachte mir dann so im Hinterkopf: "Ok, ein Tolkien darf das wohl einfach. Ob man das wohl heutzutage so schreiben darf?" Tja, diese Frage müsste ich nun einem Autor stellen, dem ein Lektor gründlich mit dem Rotstift durch sein Manuskript fuhr, sollte er es gewagt haben, eben solche Besonderheiten zu nutzen. Ich belasse es nun einfach mal dabei, dass diese Art zu schreiben, intelligent, sehr eloquent & mit gewisser Prise Witz & Humor, das Buch einzigartig macht. Daher kann ich mit ruhigem Gewissen nach Beendigung des Buches sagen, dass ich doch schmunzelnd in meiner Leseecke saß, als Tolkien mal wieder einen seiner "So, im nächsten Kapitel erfahrt ihr dann, wie es weitergeht"-Sätze zum Besten gab. Kleine Anmerkung noch: Die fehlende Textstelle am Ende des 6. Kapitels auf Seite 282 wurde übrigens auf einem Einlegeblatt ergänzt, auf dessen Vorderseite man eine Zeitungsanzeige des Allen & Unwin Limited Verlages aus dem Jahr 1937 betrachten kann. Ursprünglich musste man das fehlende Textstück aus dem Netz laden, das hat der Verlag nun auf diese wie ich finde elegante Weise gelöst.

Im Gegensatz zum Herrn der Ringe wirkt dieses Werk übrigens eher kindlich, ob das von Tolkien so beabsichtigt war, . Tolkiens Sprößlinge waren wie ich gelese habe auch sehr angetan vom Buch ihres Vaters. Der Herr der Ringe ist die epische Fortsetzung des Hobbit, das Buch eines Autors, dessen Schreiben reifer und noch tiefgründiger geworden war.

Was ich jedem nur empfehlen kann, der gerne mit Musik im Hintergrund liest: Hört euch den Soundtrack zum Hobbit von Howard Shore an ♥ einfach nur wunderschön!

Mein Fazit: »Der Hobbit« in vollkommener Form, ein Juwel von Buch, absolutes Muss für jeden Tolkienfan und ein umfassendes Werk für all jene, die die Mythologie Tolkiens kennenlernen wollen und sich auch für die Hintergründe des Buches in all seiner Komplexität interessieren! Buchtipp der Woche!

Meine Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 Sternen

#11 RE: Rezensionen von Schmökereck 25.12.2012 13:31

Der Hobbit: oder Hin und zurück

Autor: J. R. Tolkien
Seiten: 397
ISBN: 3608938001
Verlag: Klett – Cotta

Bilbo Beutlin trifft eines schönen Tages, während er genüsslich seine Pfeife raucht, Gandalf, einem alten Bekannten der Familie. Kurz darauf lernt er noch eine Horde Zwerge kennen, die sein schönes Leben total durcheinander bringen. Denn sie wollen Bilbo auf eine Reise mitnehmen, die alles andere als ruhig und beschaulich ist. Dabei bringen sie sich in so einige Gefahren, in denen des Öfteren Bilbo der Retter ist. Dies liegt aber auch daran, dass Bilbo auf seiner Reise Gollum begegnet, aber was es damit auf sich hat, dass müsst ihr schon selber lesen!

Die Geschichte an sich ist sehr vielversprechend, doch leider habe ich persönlich meine kleinen Probleme mit dem Schreibstil von Tolkien. Denn er beschreibt sehr viel von der Umgebung und der Reise, was mir leider einfach ein bisschen zu viel war. Ich mag es lieber, wenn man „gleich zur Sache“ kommt. Dennoch war es eine sehr spannende Geschichte, da man sich sehr mit Bilbo und seinen Kumpanen verbunden fühlt und man die Reise mit ihnen erleben möchte. Für mich war es ein besonderes Erlebnis mit ihnen zu reisen. Dies wird auch durch besondere Ausgabe des Klett-Cotta-Verlages unterstützt, die mit so vielen wunderschönen Bildern versehen ist. Diese tollen Kunstwerke, die die Geschichte farblich darstellen, zeigen sehr detailliert, wie Bilbo und die Zwerge die Reise erleben!

#12 RE: Rezensionen von Carriecat 29.12.2012 17:33

Die Jugendausgabe von Tolkiens Hobbit ist mir gleich durch den wunderschön gestalteten Schutzumschlag aufgefallen. Der Blick ins ferne Land, wo noch die Abenteuer warten und über die Brücke marschieren in Reih und Glied die Zwerge mit einem kleinen Hobbit (Bilbo) am Ende und einem forschen Gandalf vorneweg.

Bilbo ist eindeutig eine Couchpotatoe (falls Hobbits überhaupt eine Couch haben?) ihn freut nichts so sehr wie eine anständige Mahlzeit, gerne 5,6 mal am Tage, danach schön eine rauchen und in der Sonne sitzen. Mit anderen Leuten hat er es jetzt nicht so arg, nicht das Bilbo unhöflich wäre, aber sie sind ihm meist zu anstrengend....
Dummerweise bekommt er überraschend Besuch: Ein Zwerg steht vor der Tür, drängelt sich vorbei und futtert Bilbo das Essen weg. Bilbo hat kaum Zeit sich zu erholen, als es schon wieder klopft und ..... ein Zwerg steht vor der Tür, drängelt sich vorbei und futtert Bilbo das Essen weg. Bilbo hat kaum Zeit sich zu erholen, als es schon wieder klopft und ..... und so weiter und so weiter und so weiter.....
Nun hat der arme Bilbo das Erdhaus voller ihm unbekannter Zwerge und leider keine Ahnung was sie von ihm wollen. Als der Zauberer Gandalf hinzukommt und endlich die "Bombe platzen lässt" macht es das auch nicht besser. Bilbo endet mitten in einem Abenteuer, ohne Frühstück und Taschentücher!!! Skandalös!!!
Was Bilbo alles erlebt und wie wacker er sich dabei schlägt, das müsst ihr aber selbst herausfinden!

Fazit:
Ein schönes Buch nicht nur für die junge Leserschaft. Aber man darf beim Lesen nicht vergessen, dass der Autor das Buch für seine Kinder geschrieben hat. Es geht also nicht ganz so heftig zu wie später im Herr der Ringe, die Figuren sind auch noch nicht so ausgereift. Der Erzählstoff ist sozusagen mit den Kindern gewachsen, denke ich ;-)
Was mir besonders gefallen hat war der kokette Stil des Autors. Manchmal spricht er den Leser direkt an, zeigt viel Humor und man merkt einfach das ihm die Figuren am Herzen liegen.

#13 RE: Rezensionen von PeMo 10.02.2013 14:04

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Der Zauberer Gandalf ist schuld daran, dass der Hobbit Bilbo Beutlin sein geruhsames Leben im Auenland aufgeben und sich mit dreizehn Zwergen auf eine Abenteuerreise begeben muss. Gandalf hat ihn den Zwergen nämlich als Meisterdieb angepriesen. Und da es darum geht, dem Drachen Smaug seinen Hort abzunehmen, denn das meiste dieses Schatzes hat er selbst den Zwergen gestohlen, kommt so ein Meisterdieb gerade recht. Unterwegs erlebt die Gruppe allerhand Abenteuer bis Bilbo dann tatsächlich dem Drachen gegenübersteht.

Was soll ich sagen, ich werde mit diesem Buch einfach nicht warm, schon vor gut einem Vierteljahrhundert habe ich es gelesen, damals im Anschluss an die „Herr der Ringe“-Trilogie und schon damals fand ich es eher – langweilig. Im Rahmen einer Leserunde habe ich jetzt die Gelegenheit genutzt, es noch einmal zu lesen, in der Hoffnung, dass ich es nun anders beurteile. Aber leider ist dem nicht so. Ich finde es immer noch langweilig …,auch wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine Geschichte handelt, die im Gegensatz zum „Herr der Ringe“ eher an jüngere Leser gerichtet ist. Denn auch solche Geschichten können für Erwachsene ansprechend und spannend sein. Sicher war es nicht die ganze Zeit langweilig, ab und zu sogar richtig spannend, insgesamt wiegt das aber die langgezogenen, langweiligen Passagen nicht wirklich auf.

Ich glaube größtenteils liegt mein Nicht-Warmwerden auch daran, dass mir die Figuren nicht gefallen. Die Elben haben nichts Edles an sich, sie sind einfach nur albern, die Zwerge sind boshaft und faul und Gandalf – der ist schon ein bisschen hinterlistig und nicht der abgeklärte Zauberer als den man ihn kennt.

Es liegt aber auch an der Erzählweise, sie ist viel zu weitschweifig, andererseits wird die Rückreise ziemlich schnell abgehandelt. Da hätte man einiges raffen können und anderes dafür erzählen sollen.

Was mir gefällt, ist der Humor, da findet sich doch einiges im Buch. Was mir – auch im „Herr der Ringe“ gar nicht gefällt, ist Tolkiens Drang nach Gereimtem, ich habe da immer den Drang schnell darüber hinweg zu lesen.

Ich besitze eine Ausgabe mit der Übersetzung Werner Scherfs und Illustrationen Klaus Ensikats. Auch letztere sind wohl mit Schuld daran, dass sich der Lesegenuss bei mir in Grenzen hielt, sie passen meiner Meinung nach nicht wirklich zur Geschichte. Bilbo ist viel zu winzig, Gollum sieht aus wie eine riesige Kröte, die Zwerge als seien sie dem Märchen „Schneewittchen“ entsprungen und Smaug, der wirkt gar nicht schrecklich. Auch die Illustrationen sind hier eher kindgerecht.

Mag sein, dass ich von der Filmtrilogie „verdorben“ bin, aber wie oben schon erwähnt, gefiel mir die Geschichte auch schon vor gut 25 Jahren nicht, lange bevor es die Filme gab.

Als Prequel zum „Herr der Ringe“ sollte man den Hobbit wenigstens einmal gelesen haben. Schließlich wird hier auch die Geschichte erzählt, wie Bilbo zu dem Ring kam, der in der Trilogie eine bedeutende Rolle spielt. Und auch Gollum taucht hier das erste Mal auf.

Sehr gespannt bin ich nun auf die Verfilmung, die ich noch nicht gesehen, von der ich aber schon viel Gutes gehört habe. Vielleicht sehe ich dann dieses Buch noch einmal mit anderen Augen, wer weiß.

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