#1 Rezensionen von Gronik 12.10.2012 17:29

Bitte stellt in diesen Thread am Ende der Runde eure Rezensionen ein!

#2 RE: Rezensionen von merlin78 19.10.2012 10:30

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Jenna ist erst 14, als sie einen schrecklichen Autounfall überlebt. Doch seit dem Tag ist ihr Leben nicht mehr das, was es zuvor war. Eine Gesichtshälfte ist verbrannt und Jenna muss mit dieser Entstellung leben. Sie fühlt sich hässlich und abstoßend und hat Angst vor den Blicken ihrer Mitschüler und Nachbarn. Am liebsten verkriecht sie sich in ihrem Zimmer.

Als sie eines Tages den 16jährigen Ryan trifft, ist auch er zunächst ein wenig geschockt, doch der Junge schaut hinter ihre Fassade. Ganz langsam entsteht eine Freundschaft, die beide nicht erwartet haben. Und plötzlich ist es mehr, Jenna verliebt sich in den smarten Ryan und auch er entwickelt tiefere Gefühle.

Diese einleitenden Worte zu schreiben, fällt mir in diesem Fall sehr schwer, denn ich möchte nicht mehr über dieses wunderbare Buch verraten, als unbedingt nötig. Um das Buch zu verstehen, muss man es einfach gelesen werden. Jenna ist verunsichert und traurig. Sie hat bei dem Verkehrsunfall ihre beste Freundin und ihre Schönheit verloren. Einzig ihre Freundin Beth scheint noch einen Draht zu dem jungen Mädchen zu haben. Als Ryan sich mit Jenna beschäftigt, bröckeln langsam die Brocken in ihrer Mauer des Schweigens und aus dem einst traurigem Kind, wird eine zuversichtliche junge Frau, die bereit ist, wieder an die Zukunft zu glauben.

Ryan ist der Sohn von Karen, die an einer bipolaren Störung leidet und damit Ryan häufig ans Ende seiner Kräfte treibt. Er kümmert sich liebevoll um seine Mutter, doch die Lebensumstände sind für ihn nicht einfach. Sie leben als Vagabunden auf einem Hausboot und verdienen sich ihr Geld durch den Verkauf von selbsthergestellten Schmuck. Karen hat Ryan zu Hause unterrichtet und ihn so an sich und das Hausboot gebunden. Dennoch ist Ryan eine starke und selbstbewusste Persönlichkeit, die schon in jungen Jahren viele harte Erfahrungen hat machen müssen.

Die Geschichte liest sich ganz leicht und schon nach wenigen Seiten kann der Leser sich durch die wechselnde Erzählperspektive genau in die Gedankenwelt der beiden Hauptprotagonisten hinein versetzten. Beide Charaktere sind überaus sympathisch beschrieben, Ryan wirkt ein wenig erwachsener als das Alter vermuten lässt, Jenna ist tief verletzt und hat einen Schutzpanzer um sich errichtet.

Der Handlungsstrang ist gut ausgearbeitet und ein Spannungsbogen zieht sich über das gesamte Werk und bietet einen soliden und glaubwürdigen Abschluss. Das Buch ist nicht kitschig geschrieben, viel mehr romantisch und lebendig. Durch die fesselnden Worte der Autorin ist es einfach, dem Verlauf der Erzählung zu folgen. Das Buch ist nicht als reines Jugendbuch zu bezeichnen, auch junge Erwachsene werden beim Lesen viel Freude erleben und sich noch einmal in die eigene Jugend zurück versetzt fühlen. Denn wünscht sich nicht jedes Mädchen einen Helden wie den jungen Ryan.

Fazit: Unglaublich romantisch, zugleich liebenswert und nachvollziehbar. Ein Roman, der gelesen werden muss und den Leser perfekt unterhält. Empfehlungsgarantie!

#3 RE: Rezensionen von Lilli33 19.10.2012 12:11

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Klasse Jugendbuch, auch für Erwachsene empfehlenswert!

Inhalt:
Die 14-jährige Jenna erleidet bei einem schweren Autounfall Verbrennungen im Gesicht. Es ist für immer durch Narben entstellt. Die Leute starren sie an oder schauen betreten weg. Sie wird zur Außenseiterin. Doch dann taucht eines Tages der 16-jährige Ryan auf. Er lebt mit seiner Mutter auf einem Hausboot und zieht durchs Land. Er weiß, was es heißt, ein Außenseiter zu sein, und akzeptiert Jenna so, wie sie ist. Nach und nach entwickeln sich zarte Liebesbande zwischen den beiden. Doch dann geschieht ein Mord und Ryan wird verdächtigt…

Meine Meinung:
Laura Jarrett gelingt es mit diesem Buch auf sehr sensible Art und Weise, ein heikles Thema darzustellen. Es geht um die erste Liebe, um Ausgrenzung, um innere Werte, aber auch darum, dass ein einziger Fehler eines Einzelnen einen Rattenschwanz von Folgen für viele Menschen nach sich ziehen kann.

Das Buch ist im Präsens geschrieben, so dass man das Gefühl hat live dabei zu sein. In den einzelnen Kapiteln, die relativ kurz sind und so auch für Wenig-Leser gut zu bewältigen, wechseln sich Jenna und Ryan als Ich-Erzähler ab. Dabei erfährt man so viele Details über ihre Gedanken und Gefühle, über ihre Zweifel, man lernt die Protagonisten richtig gut kennen. Jenna kann sich seit dem Unfall nicht mehr im Spiegel ansehen und verkriecht sich in ihr Schneckenhaus. Einfühlsam und mit viel Geduld holt Ryan sie da raus. Dabei hat er auch mit eigenen Problemen zu kämpfen, denn seine Hippie-Mutter ist alles andere als einfach.

Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich habe mit den Protagonisten gebangt und gelitten und ich gebe es zu, sogar ein bisschen geheult. Es ist einfach so gefühlvoll geschrieben, ohne jemals kitschig zu sein. Die Schreibweise ist lebendig und leicht. An etlichen Stellen muss man schmunzeln, an anderen möchte man die eine oder andere Person nur noch schütteln. Es ist ein Buch, das den Leser mitnimmt auf eine Achterbahn der Gefühle und ihn am Ende hoffnungsvoll und begeistert zurücklässt.

Fazit:
Unbedingt lesen!

#4 RE: Rezensionen von norwaytroll 20.10.2012 11:19

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Ich habe fertig, werde heut nachmittag auch noch meine Rezi schreiben, jetzt muss ich erst mal schlafen, bin total krank.............!

#5 RE: Rezensionen von fantasticbooks 20.10.2012 20:16

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Bei einem furchtbaren Autounfall verliert die 14-jährige Jenna nicht nur ihre beste Freundin, sondern erleidet zudem schwere Verbrennungen in ihrem Gesicht. Selbst nach monatelanger Behandlung, inklusive einer Hauttransplantation, traut sie sich aufgrund ihrer Entstellung kaum noch aus dem Haus. Von ihren Eltern gezwungen nimmt sie inzwischen wieder am Schulunterricht teil, doch jeder Tag ist wie ein Spießrutenlauf für sie. Die anderen Kinder und selbst auch die Erwachsenen starren sie an und begegnen ihr entweder mit Mitleid oder mit Abscheu und offensichtlicher Ablehnung.

Erst als sie durch Zufall bei einem Spaziergang auf den 16-jährigen Ryan trifft, der gemeinsam mit seiner eigenwilligen Mutter mit einem Hausboot durchs Land zieht, scheint sich ihr Leben wieder langsam zu verändern. Begegnet sie auch ihm zunächst noch mit Angst und Ablehnung, verändern sich ihre Gefühle und ihr Verhalten jedoch alsbald. Nachdem er in einer häßlichen Situation eines Abends für sie offensichtlich Partei ergreift, ist das Eis zwischen ihnen vollends gebrochen und Jenna vertraut sich ihm als erstem nach dem schrecklichen Unfall an. Die beiden entwickeln freundschaftliche Gefühle füreinander, die Jenna immer mehr und mehr die Kraft geben, aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen, doch der plötzliche Mord an Steven, dem damaligen Unfallfahrer, der mit einer viel zu geringen Strafe davongekommen ist und, den Jennas Vater seitdem vehement bekämpft, bringt wieder alles durcheinander. Wer hat Steven getötet? Wird Jenna sich ihre neu gewonnene Stärke bewahren können oder werden die Verdächtigungen gegen Freunde und Familie sie erneut in die Einsamkeit zwingen?

Laura Jarratts Debütroman hat es geschafft, mich von Anfang bis Ende zu fesseln. Ich war richtig hin und weg und habe neben mir nichts mehr wahrgenommen bis ich das Ende des Buches erreicht habe.
Es ist im Präsens geschrieben, immer abwechselnd aus der Sicht von Jenna oder Ryan. Die beiden Charaktere sind dabei so ausführlich geschildert, dass ich mich unvermittelt zugehörig zur Geschichte fühlte. Jenna, die schon immer eher schüchtern, folgsam und zurückhaltend scheint, lässt sich von ihrer besten Freundin überreden, sich aufzubrezeln und mit einigen anderen in ein Auto zu steigen, dass von Steven, der Drogen und Alkohol gegenüber nicht abgeneigt ist, gelenkt wird. Die Situation eskaliert, es kommt zu einem Unfall, bei dem 2 Mädchen sterben und Jenna ihre furchtbaren Verletzungen davonträgt. Da sie nicht nur das Gefühl hat, dass alle anderen jetzt ein Monster in ihr sehen, sondern auch sie selbst mit ihren äußerlichen Veränderungen nicht klarkommt, zieht sie sich immer mehr zurück. Ihre Eltern, die voller Sorgen sind, drängen Jenna immer wieder gegen ihren Willen zurück ins "normale" Leben. Dabei erfährt sie stets neue Verletzungen, die letztendlich auf einer Party eskalieren. Jenna ergreift die Flucht, wird an dieser aber von Ryan gehindert, der ganz klar gegenüber allen anderen Stellung für sie bezieht und sich als Retter in der Not herausstellt. Hierdurch von ihm eingenommen, lässt Jenna ihn als ersten langsam näher an sich heran, so dass Ryan sie stetig weiter zurück ins Leben stupsen kann.

Ryan selbst hat bereits als Kind schon viele schlechte Erfahrungen gemacht. Als "Zigeuner" und "Penner" beschimpft oder verprügelt, hatte er nie die Möglichkeit nähere Bindungen einzugehen, zumal er und seine Mutter nie lange an einem Ort geblieben sind. Erst Cole, ein zeitweiliger Freund seiner Mutter, nimmt ihn unter seine Fittiche und dient ihm als männliches Vorbild. Trotz allem ist Ryan sehr senibel und aufgrund seines einfachen Lebens ausgesprochen bescheiden und genügsam. Dabei kümmert er sich vorbildlich um seine Mutter. Leider muss er bei ihr nur allzu oft die Rolle des Erwachsenen übernehmen, so dass er an dieser Verantwortung in seinen jungen Jahren bereits schwer zu tragen hat.
Seinem Einfühlungsvermögen ist es zu verdanken, dass er Zugang zu Jennas Gedanken- und Gefühlswelt bekommt. Er lockt sie immer mehr aus ihrer Einsamkeit heraus und gibt ihr langsam ein neues Gefühl der Selbstsicherheit. Er schafft es als einziger, ihr Aussehen komplett auszublenden und sich lediglich auf ihr Wesen, ihren Charakter und ihre Persönlichkeit zu konzentrieren.

Auch die Nebencharaktere werden hier sehr schön beschrieben. Beim Lesen wird sehr klar deutlich, wie sehr auch Jennas Familie von ihrem Unfall betroffen ist. Während ihre Mutter hier ganz klar die Stärkere ist, scheint Jennas Vater sich mit dem, was seiner Tochter passiert ist, nicht abfinden zu können und statt seine Tochter zu unterstützen, steckt er alle seine Energien in den Kampf gegen den Unfallverursacher.
Die vielschichtige Persönlichkeit von Ryans Mutter hat mir besonders gut gefallen. Von der gebildeten, selbstbewußten Frau bis hin zur egozentrischen, verantwortungslosen Mutter zeigt sie unheimlich viele Facetten, die immer wieder für eine Überraschung gut waren.

Nebenbei ist "Skin Deep - Nichts geht tiefer als die erste Liebe" nicht nur ein wundervoller Jugendliebesroman, der mich tief berührt hat, sondern auch gleichzeitig ein Kriminalroman. Hierbei ist das aufzuklärende Verbrechen geschickt mit der restlichen Geschichte verwoben und bildet dabei eine runde Einheit. Laura Jarratts Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen und wird bestimmt nicht der letzte ihrer Romane in meinem Bücherregal sein.

#6 RE: Rezensionen von norwaytroll 21.10.2012 11:12

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Skin Deep Nichts geht tiefer als die erste Liebe
„Hässliche Menschen haben keine Gefühle.“ So hat Jenna gedacht, bevor sie selbst betroffen war.

Die 14jährige Jenna ist eigentlich ein ganz normaler Teenager, als sie eine furchtbare Dummheit begeht, sie steigt mit ein paar Jungen und ihrer besten Freundin Lindsay. Lindsay überlebt den Unfall nicht und Jenna wird aus dem Wrack gezogen und hat seitdem schwere Verletzungen im Gesicht. Es kommt , wie es kommen muss, Ryan und Jenna lernen sich kennen und lieben. Es könnte so schön sein, wenn nicht Steven erschlagen worden wäre von einem aus dem Dorf. Und da zufällig Ryan und seiner Mutter mit dem Hausboot da sind, ist er doch der perfekte Kandidat für die Polizei.
Der Schreibstil ist sehr schön fließend, es gibt immer nur zwei Erzählreihen, einmal die von Jenna und einmal die vom Zigeuner Ryan. Ab und zu gleicht sich auch der kapitelanfang, da meist einer von den beiden nochmal das Geschehene beschreibt, aber aus seiner subjektiven Art und Weise. Man kann sich sicherlich denken, wie das Buch ausgeht, obwohl es dann schon zu einem ganz anderen Schluss kam, was für mich sehr bewegend und auch irgendwie realitätsnah war. Aber trotzdem hält das Buch seine Spannung und durch die unterschiedlichen Verdachtsmomente, bringt die Autorin noch ein wenig Spiel mit rein. Mir gefielen auf jeden Fall die schönen Worte und auch, wie Jenna sich selbst gesehen hat, einfach nur toll. Dadurch, dass das Buch im Präsens geschrieben wurde, denkt man, man ist ein Akteur und kann was verändern.
Was mich an dem Buch so fasziniert hat, war auch dieser Ryan, ein 16järiger Zigeuner, der mit seiner psychisch labilen Mutter auf einem Hausboot wohnt und dementsprechend von vielen angepöbelt und sogar geschlagen wird. Denn für Normalos sind Zigeuner immer noch Exoten, die nicht in unsere Weltanschauung passen, bei vielen zumindest. Aber Ryan schafft es, sich einen Job zu ergattern, den er sogar behalten kann, auch nachdem er des Mordes verdächtigt wurde. Das fand ich von dem Bootsbauer auch sehr sozial, denn ich denke, die meisten hätten ihn dann nicht mehr eingestellt. Und Ryan schafft es, durch seine direkte, aber nicht aufdringliche Art, Jenna dazu zu bringen, mit ihren narben umzugehen und es auch anderen beweisen , dass man stark ist und nur Opfer eines tragischen Unfalls war. Jenna erzählt viel von ihren narben, wie sie sich gerade fühlt und ich kann das sehr gut nachvollziehen. Es entsteht eine zarte, junge Liebe, die auch dem stärksten Widerstand trotzt, nämlich einer eventuellen Verurteilung von Ryan.
Was mich ein wenig irritiert hat in dem Buch, dass die Eltern zwar übervorsorglich mit Jenna umgehen, aber sie nicht unterstützen wollen, indem sie was mit Ryan anfängt. Auch, als der Vater unter Mordverdacht steht, kommt es mir so vor, dass sie so langsam, so lethargisch, mit allen sind. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie Jenna nicht so viel Selbstwertgefühl zugetraut hätten, mit den Narben und den Widrigkeiten des Lebens umzugehen. Schade eigentlich, denn Eltern sollten immer ihre Kinder unterstützen, egal, was sie verbockt haben.
Alles in allem, war ich sehr positiv überrascht über das Buch, ich hab es relativ schnell gelesen und es war psychisch und emotional sehr ansprechend. Ab und zu verirrte sich auch ein Schmunzeln über mein Gesicht und auch ein Kopfschütteln konnte ich manchmal nicht unterdrücken. Da ich sehr erstaunt über unsere lieben Mitmenschen war, was sie manchmal von sich gegeben haben. Ich bin sehr mitgegangen mit dem Buch, konnte mich in beide jungen Leute hineinversetzen und war sehr traurig, als das Buch schon zu Ende war.
Ein paar, wie ich finde, sehr treffende Worte :
„Ja, ich bin doch nicht blöd. Zweiter Grad in besonders schwerer Ausprägung. Die oberste hautschicht komplett verbrannt. Das haben sie mit mir besprochen, als sie mir Haut für die Transplantate entfernten, und dann nochmal. Es bedeutet, die Verbrennungen sind oberflächlich. Und Schönheit ist auch oberflächlich!“

#7 RE: Rezensionen von Wildpony 21.10.2012 15:30

Skin Deep - Nichts geht tiefer als die erste Liebe - Laura Jarratt

Kurzbeschreibung Amazon:
Und plötzlich ist nichts, wie es war. Jenna ist 14, als sie bei einem Autounfall ihre Freundin Lindsay verliert und selbst schwerste Gesichtsverbrennungen erleidet. Von heute auf morgen ist sie eine Außenseiterin, die in der Schule und auf der Straße angestarrt wird. Auch der junge Ryan, der mit seiner Mutter von Stadt zu Stadt zieht, ist allein. Die beiden geben einander Halt und es entspinnt sich eine zarte erste Liebe. Doch dann wird Unfallfahrer Steve ermordet und Ryan gerät unter Verdacht. Eine behutsame Liebesgeschichte mit Krimi-Elementen und Stoff zum Nachdenken über den Wert von Äußerlichkeiten und Freundschaft.

Mein Leseeindruck:

Ein ganz beeindruckendes Buch!

Es beginnt mit einem schweren Autounfall aus Leichtfertigkeit bei dem Drogen und Alkohol mit im Spiel sind. Dabei sterben zwei Jugendliche und Jenna überlebt mit schweren Verbrennungen und bleibenden Narben.
Das junge Mädchen muss sich langsam wieder ins normale Leben finden - und dabei hilft ihr die erste zarte Liebe zu Ryan, der es ebenfalls nicht leicht im Leben hat und wie ein Zigeuner von Ort zu Ort mit seiner Mutter ziehen muss, die auf einem Hausboot lebt.
Langsam findet Jenna wieder zu ihren normalen Leben zurück... doch dann passiert ein Mord...
Der Mord an dem Unglücksfahrer.
Ab diesem Moment ist es nur noch absolut spannend, so daß man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Sehr sehr lesens- und empfehlenswert.
Und super geschrieben... mein Kompliment an die Autorin.
Dem Buch vergebe ich uneingeschränkt 5 Sterne und werde es weiter empfehlen!!!

Danke daß ich mitlesen durfte.... top!

#8 RE: Rezensionen von lexxi2k 21.10.2012 21:40

Inhalt:

Als die 14-Jährige Jenna zu einer Teenagerclique ins Auto steigt verändert dies ihr gesamtes Leben. Es passiert ein schrecklicher Unfall und zwei der Mädchen sterben. Jenna wird gerade noch rechtzeitig aus dem Auto gezogen bevor es explodiert. Allerdings ist ihr Gesicht nach diesem Unfall von Brandwunden gezeichnet. Jenna schafft es nicht mal mehr sich im Spiegel anzusehen und igelt sich immer mehr ein. Eines Tages trifft sie auf Ryan. Ryan lebt mit seiner Mutter auf einem Hausboot und fährt von Ort zu Ort. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verstehen sich die beiden immer besser und die beiden verlieben sich ineinander. Aber hat ihre Liebe eine Chance wenn beide doch wissen das Ryan irgendwann wieder die Stadt verlassen wird? Aber dies ist nicht das einzige Problem dem sich die beiden stellen müssen, den es geschieht eines Tages ein Mord und plötzlich werden alle um Jenna herum verdächtigt.

Das Cover:

Das rosane Cover finde ich sehr schon. Das Muster darauf würde ich als Narben deuten, da diese im Buch auch eine größere Rolle spielen. Der Titel des Buches wurde in einem dunkleren Pink abgedruckt und hebt sich so sehr gut vom Buch ab. Allgemein finde ich die farbliche Zusammenstellung des Covers sehr schön und mir würde das Buch im Buchladen sicherlich auffallen.

Meine Meinung:

Wer denkt das es sich bei “Skin Deep – Nichts geht tiefer als die erste Liebe” um einen normaler Jugend-Liebesroman geht, den muss ich allerdings enttäuschen. Natürlich geht es in dem Buch auch in erster Linie um ein Mädchen und einen Jungen die sich kennen lernen und ineinander verlieben. Allerdings haben auch beide ihre eigenen Probleme. Jenna hat nach einem Autounfall Brandwunden im Gesicht davongetragen und Ryan ist ein New-Age Nomade, der mit seiner Mutter auf einem Hausboot lebt und von Ort zu Ort wechselt.
Jenna ist ein interessanter Charakter, da sie in ihren jungen Jahren, schon eine Menge mitmachen musste. Als sie mit ihrer besten Freundin unterwegs ist, ereignet sich ein Unfall und das Auto in dem die beiden sitzen, überschlägt sich und geht in Flammen auf. Ihre Freundin ist auf der Stelle tot und Jenna erleidet schwere Verbrennungen im Gesicht und am Hals. Nach dem Unfall ist alles anders. Jenna traut sich nicht mehr in die Öffentlichkeit, da sie Angst vor starrenden Blicken hat. Sie zieht sich immer mehr zurück und ihre Eltern machen sich große Sorgen um sie. Ich bewundere sie wie sie doch mit der gesamten Situation umgeht und habe mit Freude ihre Entwicklung im Buch verfolgt. War sie am Anfang noch scheu und hat sich verkrochen, fast sie langsam wieder Selbstvertrauen und traut sich wieder unter Leute. Dies hat sie zum größten Teil Ryan zu verdanken, der ihr das Gefühl gibt, wunderschön zu sein.

Aber auch Ryan war mir auch von Anfang an sympatisch. Er lebt alleine mit seiner Mutter auf einem Hausboot und zieht umher. Das dies nicht immer ganz einfach ist und sich ein 16-Jähriger Junge manchmal eine männliche Bezugsperson wünscht, stößt bei seiner Mutter auf taube Ohren. Trotz allem muss er in mit seinen jungen Jahren schon einiges bewerkstelligen und er wirkt sehr erwachsen.

Schon zu Anfang der Geschichte merkt man, dass dies kein herkömmlicher Jugendroman ist, sondern tiefer geht. Er zeigt auf, dass gerade Jugendliche manchmal nicht nachdenken, was sie so von sich geben und andere damit verletzen. Ich hoffe sehr das dieses Buch einige wachrüttelt und in Zukunft vorher daran gedacht wird, welche Konsequenzen das gesagte eventuell haben wird. Den eines sollte man sich immer vor Augen führen, jedem kann so ein Unfall passieren und dann möchte man sicherlich auch normal und Respekt behandelt werden.

Das Buch wurde abwechselnd aus der Sicht von Jenna oder Ryan geschrieben. Dies fand ich sehr schön, da man so beide Charakter besser kennen lernen konnte und ihre Handlungen nachvollziehbar erschienen. Der Schreibstil war jugendlich und locker und ich war von der ersten Seite an von der Story gefesselt. Sehr schön fand ich, dass es am Ende doch noch ein Happy End gab, obwohl ich dies so nicht erwartet hätte.

Mein Fazit:

Laura Jarratt hat einen mitreisenden und gefühlvollen Jugendroman geschrieben, der einem erkennen lässt, dass das Aussehen eines Menschen nicht alles ist. Mich hat dieser Roman echt bewegt und ich hoffe das er das selbe bei vielen anderen bewirkt. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und eine klare Kaufempfehlung.

#9 RE: Rezensionen von Sinkana 24.10.2012 08:45

Inhalt:
Die 14-jährige Jenna verliert durch einen Unfall nicht nur ihre beste Freundin, sondern auch ihre Schönheit. Sie erleidet schwere Verbrennungen und trägt schlimme Narben im Gesicht und am Hals davon. Ab jetzt ist sie eine Außenseiterin. Die Menschen ekeln sich vor ihr, starren sie an oder sehen panisch weg. Einzig ihre Freundin Beth steht zu ihr. Doch dann lernt sie den 16-jährigen Ryan kennen. Er weiß wie es ist ein Außenseiter zu sein, da er auf einem Hausboot lebt und ständig auf der Reise ist. Er sieht nicht nur das Äußere von Jenna, sondern auch ihr Inneres. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft die schnell zu größeren Gefühlen wechselt. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen und Jennas größte Angst, Ryan zu verlieren, scheint wahr zu werden.

Meine Meinung:
Laura Jarratt hat es geschafft, mich mit ihrem Debütroman komplett in den Bann zu ziehen. Sie schreibt sehr liebevoll und detailreich. Ich konnte es kaum mehr aus der Hand legen, weil es durchgehend spannend war. Das Buch behandelt eine Thematik, die nur zu real ist. Auch im wahren Leben werden Menschen, die entstellt sind, schnell zu Außenseitern. Dass sie auch Gefühle haben geht gänzlich unter.

Die Charaktere:
Jenna und Ryan sind mir sehr sympathisch. Beide haben eine schwere Last mich sich zu tragen und halten trotzdem durch. Sie helfen sich gegenseitig und geben sich wieder neuen Lebensmut.

Fazit:
Ein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss. Es ist ein Jugendbuch, was ich aber guten Gewissens auch einem Erwachsenen empfehlen kann. Von mir gibt es auf jeden Fall 5 Sterne.

#10 RE: Rezensionen von Gronik 28.10.2012 10:15

Die 14jährige Jenna überlebt einen schrecklichen Autounfall. Ihre beste Freundin wird dabei getötet und Jenna selbst erleidet furchtbare Verbrennungen, die ihr Gesicht entstellen. Monate später wird sie aufgrund der Narben immer noch von allen angestarrt und zieht sich daher am liebsten zurück.

Ryan ist 16 und lebt mit seiner Mutter auf einem Hausboot. Sie ziehen durch die Gegend und bleiben nirgendwo besonders lange. Seine Mutter Karen leidet unter einer psychischen Krankheit und so trägt Ryan für einen Jungen seines Alters bereits viel Verantwortung.
Dann begegnet er Jenna und von Anfang an sieht er das liebenswerte Mädchen hinter den Narben. Zwischen ihnen entwickelt sich zuerst eine zarte Freundschaft und später dann auch noch mehr.

Doch Jennas Eltern halten nichts davon, dass sich ihre Tochter mit einem älteren Jungen ohne festen Wohnsitz einlässt. Und als dann in der kleinen Stadt etwas Schreckliches passiert, gerät Ryan auch noch ins Visier der Polizei.

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Sicht von Jenna und Ryan erzählt. Durch die knappen Abschnitte liest es sich sehr schnell.

Hinter dem pinken Cover verbirgt sich eine wunderschöne, einfühlsame Lovestory, nicht nur für Jugendliche. Behutsam thematisiert die Autorin auch ernste Dinge, wie Ausgrenzung, Vorurteile, Vertrauensverlust und psychischer Krankheit.

Natürlich bleiben bei alldem ein paar Klischees nicht aus, aber insgesamt hat mich das Buch absolut positiv überrascht und die Lektüre war einfach spannend und schön!

#11 RE: Rezensionen von Kendra 28.10.2012 11:10

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Skin Deep-Nichts geht tiefer als die erste Liebe von der Autorin Laura Jarratt ist ein einfühlsamer und emotional packender, sowie spannender Roman der nicht nur für Jugendliche ein tolles Buch ist! Obwohl das Cover in rosa gehalten ist und damit eher für Mädchen gestaltet worden ist, sollte der Leser sich nicht von der Verpackung beirren lassen, da die Handlung keineswegs kindisch oder kitschig ist!
Die Schreibweise der Autorin schafft es den Leser zugleich spielerisch leicht ins Geschehen zu katapultieren, dies liegt sicherlich auch an dem spannenden Prolog der nicht nur traurig sondern sehr berührend ist.
Aber auch die Erzählart der 2 Hauptcharaktere, die in abwechselnder Sichtweise erzählt wird, jeweils mit Namensüberschrift des Kapitels aus dessen Warte geschrieben wird, finde ich sehr toll gemacht.


Die 14 -jährige Jenna die bei einem schweren Autounfall nicht nur äußerlich gezeichnet ist, sondern auch tiefe innere Wunden der Seele heimträgt, ist seit diesem Erlebnis ein Außenseiter. Da sie sich aufgrund ihrer Narbe im Gesicht am liebsten für immer Zuhause vergraben würde, um nicht den entsetzten oder auch mitleidigen Blicken der anderen Menschen ausgesetzt zu sein.
Doch zum Glück hat sie ihren Hund, mit dem sie bei einer Gassitour den fremden Ryan kennenlernt. Ryan. ein 16-jähriger Junge der soeben in ihr Dorf gekommen ist, um dort für eine Weile zu leben.
Ryan lebt zusammen mit seiner "labil kranken und launenhaften" Mutter auf einem Hausboot und zieht von Ort zu Ort, da sie ohnen festen Wohnsitz sind und seine Mutter dem Hippi Kult noch nicht ganz abgeschworen hat. Dieser Junge schafft es mit seiner direkten und sehr sympathischen Art Jenna aus ihrem Schneckenhaus zu holen und auch den Leser zu begeistern!
Da er ebenfalls einige Probleme hat , tut es ihm ebenfalls gut, sie als Freundin zu haben. Zusammen fühlen sich beide nicht mehr alleine und als Außenseiter und schon bald entwickelt sich eine Liebe zwischen ihnen. Doch dann kommt es zu einem Mordfall im Dorf, und plötzlich gerät nicht nur Jennas Vater unter Mordverdacht sondern auch ihr Freund.....da dieser noch vorher in einer Prügelei mit dem Opfer verwickelt war, drängt sich bald beim Leser die Frage auf, ob er wirklich unschuldig ist??


Auch wenn das Ende etwas zu rosarot in meinen Augen war, und etwas unrealistisch, hat es dennoch meiner Begeisterung keinen Abbruch getan^^ Da ich generell eine romantische Ader habe, traf es daher meinen Nerv.

Ein wirklich tolles Buch, das für Jugendliche und Erwachsene sehr lesenswert und empfehlenswert ist.

Besonders ein Satz hat sich bei mir ins Gedächtnis gebrannt: "Aber auch häßliche Menschen haben Gefühle"
Wie wahr, und manchmal wird gerade dies von der heutigen Gesellschaft, die meistens nur auf Status und Aussehen beruht, verdrängt!


Liebe Grüße
Kendra

#12 RE: Rezensionen von Rebecca 06.11.2012 11:32

Jenna Reed hat einen schweren Autounfall überlebt. Allerdings hat sie dabei schwere Verbrennungen im Gesicht erlitten.
Nach ihrem langen Aufenthalt im Krankenhaus fühlt sie sich außer ihres schützenden Zuhauses als Außenseiter und da jeder sie wegen ihrer Verbrennungen wie ein Alien betrachtet, ist es für Jenna um so schwieriger sich in eine Normalität einzufinden. Am liebsten ist sie ganz für sich oder bei ihren Tieren, da diesen es egal ist wie sie aussieht.
Beth ihre beste Freundin versucht sie aus ihrem Schneckenhaus heraus zu locken, doch sie hat keinen großen Erfolg der Schmerz und die Angst sitzen bei Jenna einfach zu tief.
Jennas Vater begreift es einfach nicht und versucht sie seit dem Unfall noch mehr zu kontrollieren und sie zu bevormunden, da sie damals etwas verbotenes getan hat.
Aber dann taucht auf einmal Ryan auf. Ein Junge der mit seiner Mutter auf einem Hausboot lebt und so durch das Land zieht. Mit ihm freundet sich Jenna an und ihm gelingt es auch langsam, das Jenna endlich wieder mehr unter Leute geht und auch weiß wie sie mit den starrenden Blicken auf ihr Gesicht umgehen soll. Langsam kommt die alte Jenna zurück.
Ihm kann sie auch endlich erzählen was damals passiert ist. Ryan hat keine Probleme mit ihren Narben und er sieht sie einfach nicht, für ihn gehören sie einfach zu Jenna dazu. Was ich sehr großes Selbstvertrauen gibt.
Doch dann geschieht ein furchtbarer Mord und jeder in der Gegend gerät unter Verdacht. Selbst Jennas Vater und es dauert ewig bis die Polizei einen Anhaltspunkt gefunden hat. Aber jetzt hat Ryan ein Problem und weil er Jenna schützen will hat er kein Alibi.

Mich hat das Buch sehr angesprochen. Schon allen deshalb, weil es ein schwieriges Thema beschreibt. Alles kann genau so geschehen sein wie es hier beschrieben wurde und man kann sich vorstellen was dieses Mädchen alles mitmachen musste. Dieses buch zeigt Jugendlichen auf, nicht zu fahrlässig mit Alkohol und Drogen umzugehen und was die Konsequenz daraus sein kann.
Aber auch wie Ryan sich um Jenna bemüht und ihr Halt gibt ist sehr gut beschrieben worden.
Was ich auch sehr schön fand, ist wie erzählt wurde das auch Freundschaft die erste große Liebe werden kann.
Auch gut gelöst fand ich, das die Kapitel abwechselnd aus Jennas und Ryans Sicht erzählt wurden, so das es keine einseitige Erzählweise war und man an den Gedanken von beiden teilhaben konnte.
Alles in allem ein sehr schönes Jugendbuch das ich nur empfehlen kann.

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