Seite 1 von 2
#1 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von Gronik 12.10.2012 17:21

Los gehts!

Ich freue mich, euch zu einer weiteren Leserunde hier im Forum begrüßen zu dürfen!

Im ersten Abschnitt geht es bis einschließlich Kapitel 10, also bis Seite 71.

Viel Spaß!

#2 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von Gronik 13.10.2012 17:20

So, der erste Abschnitt ist gelesen.
Auch wenn es momentan so scheint, als wäre die Story recht vorhersehbar, gefällt mir das Buch bisher doch gut.

Jenna tut mir schrecklich leid. So eine Entstellung muss schrecklich sein, und dann auch noch in diesem Alter, wo Äußerlichkeiten doch sowieso so wichtig sind und das eigene Selbstbewusstsein oft noch nicht gefestigt ist.
Ob die Narben mit der Zeit verblassen bzw. mit plastischer Chirurgie da noch was verbessert werden kann?

Ryan hat es auch nicht leicht mit seiner Mutter und ihrem Lebensstil. Ich habe den Eindruck, er würde gerne sesshaft werden und endlich mal ein "normales" Leben ausprobieren.
Vor allem stelle ich es mir schwierig für einen Jungen in seinem Alter vor, quasi die einzige Bezugsperson der Mutter zu sein. Sie war ja schon schlecht drauf, als er den ersten Tag unterwegs war, sie verlässt sich wohl sehr auf ihn und ist ansonsten ziemlich einsam.
Warum die Beziehung zwischen ihr und Cole wohl auseinandergegangen ist?

Ich bin gespannt, wie es mit Ryan und Jenna weitergeht, die ersten beiden Begegnungen waren ja schon mal nix...

#3 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von Lilli33 13.10.2012 20:02

avatar

Mir gefällt das Buch bisher wirklich gut. Es ist trotz des schrecklichen Themas leicht zu lesen. Schön ist auch der Wechsel zwischen den Perspektiven, dass also sowohl Jenna als auch Ryan zu Wort kommen und man als Leser beide Sichtweisen mitbekommt. Die Kapitel sind für mich als Erwachsene fast ein bisschen zu kurz, aber Jugendlichen aus der Zielgruppe, die vielleicht nicht so gerne und viel lesen wie ich, kommt das sicher entgegen.

„Hässliche Menschen haben keine Gefühle.“ So hat Jenna gedacht, bevor sie selbst betroffen war. Und ich glaube wirklich, dass das auch in der Realität viele Leute denken. Oder zumindest machen sie sich nicht das Gegenteil bewusst. Jenna kann ich eigentlich noch gar nicht richtig einschätzen. Wirklich sympathisch ist sie mir nicht. Sie versinkt in Selbstmitleid, was ja nur zu verständlich ist. Dabei kriegt sie aber gar nicht mit, dass manche Leute es gut mit ihr meinen. Schlimm finde ich, dass sogar ihr kleiner Bruder Charlie sich in der Öffentlichkeit von Jenna distanziert.

Ryan dagegen finde ich klasse. Er hat so eine offene, lockere Art, die mir super gefällt. Immerhin konnte er Jenna damit beeindrucken, dass er offen über die Narbe gesprochen hat. Ich glaube, man sollte das viel öfter tun, mit Menschen ganz normal über ihre Handycaps sprechen und sie nicht ignorieren, aber auch nicht anstarren.

Ryans Mutter scheint ja eine ganz Alternative zu sein ;) Aber ich fürchte, Ryan ist von diesem freien Leben fernab der Zivilisation nicht mehr begeistert. Ist ja auch kein Wunder. Welcher 16-Jährige genießt es schon, den ganzen Tag Alleinunterhalter für seine Mutter zu spielen? Ryan fühlt sich ja dadurch auch sehr eingeengt, während seine Arbeit ihm ein Freiheitsgefühl gibt. Witzig, dass er sich wie ein Rebell fühlt, nur weil er Fleisch isst ;)

#4 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von Lilli33 13.10.2012 20:05

avatar

Zitat von Gronik im Beitrag #2
So eine Entstellung muss schrecklich sein, und dann auch noch in diesem Alter, wo Äußerlichkeiten doch sowieso so wichtig sind und das eigene Selbstbewusstsein oft noch nicht gefestigt ist.


Ja, das stimmt natürlich. Dieses Alter ist denkbar schlecht für so eine blöde Verunstaltung.

#5 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von fantasticbooks 13.10.2012 22:03

avatar

Das Buch ist toll. Wenn man einmal an der Geschichte dran ist, kann man irgendwie nicht mehr aufhören.

Jenna hat definitiv mein Mitgefühl. Nicht nur, wegen dem, was ihr Schlimmes passiert ist, sondern auch hinsichtlich ihres mangelnden Selbstbewußtseins, das ich aber nicht unüblich finde für eine 14-jährige. Schon während der Fahrt war ihr unwohl, doch sie hat sich nicht getraut, etwas zu sagen oder gar zu bitten, aussteigen zu dürfen. Sie wollte halt dazugehören und hat sich deswegen auch von ihrer Freundin tunen lassen, obwohl sie gespürt hat, dass das für sie eine Verkleidung war.
Ryan finde ich ausgesprochen sympathisch und trotzdem er mit seiner Mutter und wegen des Lebens, das sie führen, schon einiges mitgemacht hat, ist er doch oder gerade deswegen ein toller Charakter.

#6 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von fantasticbooks 13.10.2012 22:05

avatar

Zitat von Gronik im Beitrag #2


Ryan hat es auch nicht leicht mit seiner Mutter und ihrem Lebensstil. Ich habe den Eindruck, er würde gerne sesshaft werden und endlich mal ein "normales" Leben ausprobieren.
Vor allem stelle ich es mir schwierig für einen Jungen in seinem Alter vor, quasi die einzige Bezugsperson der Mutter zu sein. Sie war ja schon schlecht drauf, als er den ersten Tag unterwegs war, sie verlässt sich wohl sehr auf ihn und ist ansonsten ziemlich einsam.


Das stelle ich mir auch sehr schwierig vor. Zum einen hat ihn das sicherlich schneller erwachsen werden lassen, aber zum anderen muss das einen Jungen in seinem Alter ja geradezu ersticken.

#7 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von fantasticbooks 13.10.2012 22:12

avatar

Zitat von Lilli33 im Beitrag #3

„Hässliche Menschen haben keine Gefühle.“ So hat Jenna gedacht, bevor sie selbst betroffen war. Und ich glaube wirklich, dass das auch in der Realität viele Leute denken. Oder zumindest machen sie sich nicht das Gegenteil bewusst.

Ich denke, eher letzteres. So dumm kann eigentlich keiner sein, dass er annimmt, hässliche Menschen haben keine Gefühle. Aber wer weiß? Umgekehrt denken vielleicht auch viele hässliche Menschen, die von den schönen schlecht behandelt werden, dass diese keine Gefühle haben oder zumindest kein Mitgefühl....

Zitat von Lilli33 im Beitrag #3

Ryans Mutter scheint ja eine ganz Alternative zu sein ;) Aber ich fürchte, Ryan ist von diesem freien Leben fernab der Zivilisation nicht mehr begeistert. Ist ja auch kein Wunder. Welcher 16-Jährige genießt es schon, den ganzen Tag Alleinunterhalter für seine Mutter zu spielen? Ryan fühlt sich ja dadurch auch sehr eingeengt, während seine Arbeit ihm ein Freiheitsgefühl gibt. Witzig, dass er sich wie ein Rebell fühlt, nur weil er Fleisch isst ;)


Ist eine beneidenswerte und bescheidene Einstellung. Meine Arbeit gibt mir leider kein Freiheitsgefühl - seufz - aber ich denke, man weiß die Dinge, die man hat, gar nicht richtig zu schätzen.

#8 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von lexxi2k 14.10.2012 08:14

Das erste Kapitel hat bei mir schon Gänsehaut verursacht. Eine Gruppe Jugendlicher die unter Alkohol und Drogen in einem Auto sitzen. Dann passiert ein Unfall und zwei der Mädchen sterben. Jenna wird kurz bevor das Auto explodiert aus dem Wagen gezogen. Sehr schrecklich wenn man sowas ließt und die weckt Erinnerungen in mir.

Der Junge, der den Unfall gebaut und somit zwei Menschen getötet und Jenna entstellt hat, bekommt Bewährung und ein Fahrverbot. In meinen Augen ist das viel zu wenig, wenn man bedenkt das er mehrere Leben zerstört hat. Die Eltern der verstorbenen Mädchen, Jenna und deren Familie. Schön finde ich das sich hier Jennas Vater gegen Verkehrssünder einsetzt und härtere Strafen und mehr Kontrollen fordert. Das kann das Unglück zwar nicht mehr rückgängig machen, aber vielleicht weitere verhindern.

Ryan kommt mit seiner Mutter in die Stadt. Sie bezeichnen sich als New-Age Nomaden und leben auf einem Hausboot. Als Ryan das Boot putzt kommt ihm ein Hund entgegen, der nicht auf seine Herrin hören will. Er hält das Mädchen für eingebildet, nimmt diesen Gedanken aber zurück als er sie sieht. Es ist Jenna mit ihrem entstellten Gesicht. Jenna denkt natürlich gleich wieder das er sie nur anstarrt wie alle anderen auch und rennt weinend davon. Ich kann sie auch verstehen, da es für solche Menschen sicherlich sehr schwer ist. Ich kenne selbst jemanden dessen eine Gesichtshälfte komplett verbrannt ist und wie die Leute ihn anstarren.

Mich macht das Buch jetzt schon nachdenklich da es sich wirklich um eine schlimme Geschichte handelt. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie sich Jenna fühlen mag.

#9 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von lexxi2k 14.10.2012 08:19

Zitat von Lilli33 im Beitrag #3

„Hässliche Menschen haben keine Gefühle.“ So hat Jenna gedacht, bevor sie selbst betroffen war. Und ich glaube wirklich, dass das auch in der Realität viele Leute denken.



Der Gedanke macht schon nachdenklich aber ich glaube nicht das dies viele Leute denken. Zumindest kenne ich keinen der so denkt. Aber diejenigen die das denken sind in meinen Augen einfach nur arm dran, den jeder Mensch hat Gefühle.

#10 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von Lilli33 14.10.2012 09:29

avatar

Zitat von lexxi2k im Beitrag #9
Zitat von Lilli33 im Beitrag #3

„Hässliche Menschen haben keine Gefühle.“ So hat Jenna gedacht, bevor sie selbst betroffen war. Und ich glaube wirklich, dass das auch in der Realität viele Leute denken.



Der Gedanke macht schon nachdenklich aber ich glaube nicht das dies viele Leute denken. Zumindest kenne ich keinen der so denkt. Aber diejenigen die das denken sind in meinen Augen einfach nur arm dran, den jeder Mensch hat Gefühle.

Ich glaube, ich muss mich hier mal korrigieren: Die Leute denken einfach nicht so weit, dass auch hässliche Menschen Gefühle haben.

#11 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von Gronik 14.10.2012 09:50

Und dass man diese Gefühle durch Starren, hektisches Weggucken, etc. verletzt. Ich denke, das ist das Hauptproblem.


Kleine organisatorische Bitte:
Da noch nicht alle Teilnehmer ihre Bücher erhalten haben, möchte ich euch bitten, ein wenig langsamer zu lesen, damit wir nicht fertig sind, wenn die anderen anfangen, ok?

#12 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von norwaytroll 14.10.2012 10:41

avatar

So, mein Buch ist gestern mit der Post gekommen, ich musste schnell mein anderes Buch zu Ende lesen, damit ich das nafangen konnte!

Das Buch liest sich sehr gut, mir tut jenna schon sehr leid, aber die Autorin bringt es auch sehr schön rüber, wie man mit dieser Entstellug sich fühlt. und ich meine nicht, so die normalen Floskeln, sondern so die tiefgreifenden Sätze, die find ich toll. Ich hab mich dabei erwischt, dass ich mit überlegt hab, ob und wie ich mich dann fühlen würde.
Gut, man weiß schon von Anfang an, um welches Liebespaar es sich handeln wird, nämlich jenna und Ryan, aber wie es vorangeht, das find ich schon spannend, denn die ersten Seiten verraten ja erstmal nur normal Begegnungen.
Die Eltern von Jenna find ich manchmal richtig gut, aber manchmal auch ein wenig komisch, gut, sie haben auch ihr Laster zu tragen, mit der Entstellung von Jenna, aber sie bräuchte manchmal halt auch mal ein nettes und auch ein bestimmendes Wort.
Witzig fand ich die Szene vom Bruder von Jenna, der sich aufs Bett schmeißt, weil er das Fußballspiel vergeigt hat und Jenna vorwirft, dass sie nichts mehr mit ihm macht, wie z. B. sich ins Tor stellen, da wird Jenna aufgerüttelt, dass sie nicht allein ist, dass sie auch noch verantwortung hat.
Also, bis jetzt, find ich das Buch klasse!

#13 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von norwaytroll 14.10.2012 10:46

avatar

Zitat
Der Junge, der den Unfall gebaut und somit zwei Menschen getötet und Jenna entstellt hat, bekommt Bewährung und ein Fahrverbot. In meinen Augen ist das viel zu wenig, wenn man bedenkt das er mehrere Leben zerstört hat. Die Eltern der verstorbenen Mädchen, Jenna und deren Familie. Schön finde ich das sich hier Jennas Vater gegen Verkehrssünder einsetzt und härtere Strafen und mehr Kontrollen fordert. Das kann das Unglück zwar nicht mehr rückgängig machen, aber vielleicht weitere verhindern.







Ja, das stimmt schon, aber man muss auch die andere Seite sehen, wo gibt es Gerechtigkeit und man weiß auch noch nicht, ob der Unfallverursacher nicht auch leidet, das wird man noch sehen, vielleicht hat er auch Schuldgefühle, obwohl ich es mir nicht so richtig vorstellen kann.
dass der Vater diese Initiative gegründet hat, find ich toll, vielleicht ist das seine Art, mit dem geschehenen um zu gehen, denn ich wüßte auch erst mal nicht, wie ich damit umgehen soll, denn zwar ist Jenna nicht tot, aber dafür für immer entstellt und ob sie jemals wieder richtig Zutrauen zu jemanden ausserhalb der Familie fasst, weiß man noch nicht!

Auf jeden Fall ein spannendes Thema, was ich toll finde und weiterlesen muss,




edit: ich hab nur schnell das Zitat korrigiert, LG, Spatzi

#14 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von norwaytroll 14.10.2012 10:51

avatar

Zitat von Lilli33 im Beitrag #10
Zitat von lexxi2k im Beitrag #9
Zitat von Lilli33 im Beitrag #3

„Hässliche Menschen haben keine Gefühle.“ So hat Jenna gedacht, bevor sie selbst betroffen war. Und ich glaube wirklich, dass das auch in der Realität viele Leute denken.



Der Gedanke macht schon nachdenklich aber ich glaube nicht das dies viele Leute denken. Zumindest kenne ich keinen der so denkt. Aber diejenigen die das denken sind in meinen Augen einfach nur arm dran, den jeder Mensch hat Gefühle.

Ich glaube, ich muss mich hier mal korrigieren: Die Leute denken einfach nicht so weit, dass auch hässliche Menschen Gefühle haben.


Genau, das ist gut, die anderen Leute, die das betrifft, haben auch andere Prioritäten, um sich darüber Gednaken zu machen. Ich habe früher mit Behinderten Jugendlichen gearbeitet, wie da manche Leute gestarrt haben, das war schon nicht mehr schön, als wenn behinderte nicht auch Gefühle oder Emotionen haben können .....................schlimm! Ausserdem Gefühle hat jeder, egal ob hübsch oder hässlich und es kommt auf die inneren Werte an, aber leider sieht das die Jugend meist nicht so, das kommt erst mit dem reiferen Alter......lach!!!

#15 RE: 1. Abschnitt: Prolog bis Kapitel 10 (S. 71) von merlin78 14.10.2012 12:52

avatar

Ich habe den ersten Abschnitt auch gelesen und mir gefällt die Erzählweise unglaublich gut. Beide Seiten werde so sehr realistisch und lebendig wiedergegeben, dass ich mir alles wunderbar vorstellen kann.
Jenna ist sehr zerbrechlich, was man an ihren Reaktionen und Aktionen deutlich erkennen kann. Sie ist unsicher und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. Ihre Mitschüler sehen in ihr eine Art Monster und sie versteckt hinter selbst errichteten Mauern.
Ryan gefällt mir auch, er wirkt schon viel älter und erwachsen. Hat bestimmt mit dem Verhalten der Mutter zu tun.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de
Datenschutz