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#1 Rezensionen von Quantaqa 13.09.2012 21:03

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Und hier bitte ich die Gewinner der Freiexemplare, nach dem Lesen des Buches eine Rezension einzustellen. Selbstverständlich können aber auch die anderen Teilnehmer an dieser Stelle Rezis posten

Viele Grüße
Jana

#2 RE: Rezensionen von CasusAngelus 20.09.2012 15:55

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Ich hab meine Rezi gerade fertig geschrieben:

Buchinfos:
Titel: Legend 1: Fallender Himmel
Autorin: Marie Lu
Originaltitel: Legend
Übersetzerin: Sandra Knuffinke, Jessika Komina
Erscheinungsdatum: 10. September 2012
ISBN: 978-3-7855-7394-5
Seitenzahl: 368
Verlag: Loewe

Klappentext:
"Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!

Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos – angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist."

Inhalt:
Day ist der meist-gesuchte Verbrecher der Republik, der er schon viel Ärger gebracht hat. Als seine Familie, die er immer noch heimlich besucht, von einer Seuche befallen wird, tut er alles daran, ihnen Heilung zu beschaffen. Dabei trifft er auf June, das Wunderkind der Republik, welche den Auftrag hat, ihn aufzuspüren und gefangen zu nehmen. Day soll ihren Bruder getötet haben, doch je näher sie ihn kennen lernt, desto mehr kommen ihr Zweifel daran und an Allem wofür die Republik steht.

Meine Meinung:
"Fallender Himmel" ist der erste Teil von Marie Lus dystopischer "Legend"-Trilogie. Sie spielt in einer Welt, wo die Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr existieren, sondern durch eine große Flut entzweit wurde. Nun gibt es nur noch die Republik Amerika und die Kolonien, die erbitterte Gegner sind und gegeneinander Krieg führen.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von Day und June aus der Ich-Perspektive, was der Autorin sehr gut gelungen ist. Denn genau diese wechselnde Sichtweise zwischen den einzelnen Kapiteln hat einen enormen Suchtfaktor auf mich ausgeübt. Sobald der eine mit seinem Kapitel fertig war, wollte ich unbedingt wissen, wie es in der Zwischenzeit dem anderen ergangen ist. Und auch wenn ich bei dieser Erzählweise nicht das Gefühl hatte, etwas in der Geschichte des jeweils Anderen zu verpassen, ist es mir sehr schwer gefallen, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Informationen zum Gesellschaftssystem sind sehr gut in die Handlung mit eingebaut, zum Beispiel durch Erinnerungen von Day oder June. Doch es bleibt am Ende auch einiges offen, so dass in den nächsten beiden Teilen noch genug Stoff übrig ist und man beim Lesen auch nicht mit zu vielen Fakten überhäuft wird. Dadurch, dass die Sachen erst langsam aufgedeckt werden, bleibt beim Lesen außerdem viel Zeit zum spekulieren und überrascht werden.

Dadurch, dass die beiden Protagonisten anfangs Gegner sind, bekommt man als Leser zwei verschiedene Sichtweisen auf die Republik. June ist als Wunderkind, welches schon mit 15 Jahren einen College-Abschluss bekommt, aufgewachsen und steht der Regierung positiv und pflichtbewusst gegenüber. Doch eine leicht rebellische Ader hat sie auch, da sie gerne mal ihren eigenen Kopf durchsetzt. Day ist in Armut aufgewachsen und hat viel von der Republik erleiden müssen. Er ist bei dem sogenannten "Großen Test", den jeder 10jährige absolvieren muss, um über die Zukunft zu entscheiden, durchgefallen und seit dem ein erbitterter Gegner der Republik.

Fazit:
"Legend - Fallender Himmel" von Marie Lu ist ein toller Auftakt zu einer dystopischen Trilogie, der mich einfach süchtig gemacht hat durch ihren Erzählstil. Wer gerne beim Lesen spekuliert und miträt, ist bei diesem Buch genau richtig. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne.

#3 RE: Rezensionen von Niccy 20.09.2012 16:24

Marie Lu
Übersetzung: Sandra Knuffinke, Jessika Komina
ab 14, 1. Auflage 2012
368 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-7855-7394-5
Hardcover
17,95 € (D)

Los Angeles im Jahr 2130.Zwischen der Republik (ehemaliges Amerika) und den Kolonien herrscht Krieg. Eine Seuche wütet in den Kolonien und rafft täglich neue Opfer dahin. Einer aus den Armenvierteln, Day, gilt als Feind der Republik weil dieser immer wieder Anschläge verübt und kleine Diebstähle um seiner Familie zu helfen. Dabei wird Metian, der Bruder von Elitesoldatin June getötet. Voller Hass auf den Regimefeind und Mörder ihres Bruders macht sie sich auf den Weg ihn zu stellen.

2013 hat isch alles verändert, weite Teile des ehemaligen Amerikas sind nun unter Wasser, das Land hat sich geteil in die Republik und die Kolonien die im Krieg miteinander liegen. Das es in den Kolonien so gut wie keinen Luxus gibt, wird schnell klar. Hier kämpfen die Menschen um ihr Überleben. Während in der Republik alles perfekt zu sein scheint.
Und so unterschiedlich wie die Verhältnisse sind aus denen Day und June stammen, so unterschiedlich sind die beiden selbst. Day ist mit seinen jungen Jahren bereits der gesuchteste Verbrecher und gilt als Systemfeind. Er sabotiert, stielt und ist der Republik ein Dorn im Auge. Dennoch macht Day das nicht einfach grundlos, er versorgt seine Familie und möchte seinem kranken Bruder helfen. Day ist ein sympathischer, hilfsbereiter und cleverer Junge, den man als Leser auch gleich sympathisch findet. Auf einem seiner Fluchtversuche verletzt er Metin, Junes Bruder scheinbar so schwer, das dieser stirbt.
Deshalb will Day, eine blutjunge Elitesoldatin ihn fangen und sich an ihm rächen. Sie gilt als Wunderkind und durfte einige ihrer Klassen überspringen. Ihre Wut auf Day scheint ihren Vorgesetzten Grund genug, sie auf ihn anzusetzen. June ist , als Kind des Regimes vollkommen von dem System überzeugt. Trotz ihrer Begabungen ist sie jedoch am Boden geblieben und wird dem Leser schnell sympathisch. Sie ist eifrig, klug und ebenfalls sehr sympathisch. Also sie Day trifft erkennt sie das nicht alles wahr ist das sie bisher geglaubt hat.
Beim lesen von Legends- Fallender Himmel sollte man etwas Zeit mitbringen. Es ist auch wieder so ein Buch mit hohem Suchtfaktor, einmal in die Hand genommen mag man es erst wieder weglegen, wenn man es beendet hat. Dafür sorgt schon allein der schön leserliche Schreibstil des Autors und die spannende Geschichte. Man wird gleich von der Handlung gepackt und will einfach wissen wie es weiter geht.Thomas mustert mich. Er wirkt nicht sonderlich amüsiert. „June, ich wollte Sie schon die ganze Zeit fragen…“ Er zögert. „Als sie mit Day draußen im Lake-Sektor waren, hat er Sie da geküsst?“
Marie Lu versteht es den Leser mit ihrem leicht leserlichen Schreibstil und den gut ausgearbeiteten Charakteren zu fesseln. Selbst Nebencharaktere wie Thomas sind so gezeichnet das man sie als Leser versteht, sie wirken niemals deplatziert sondern passen gut in die Handlung hinein. Den einzigen Kritikpunkt den ich gefunden habe war „Cousin“ , eine Anrede mit der Day die meisten in seinem Viertel begrüßt. Es wurde leider nicht erklärt was das Bedeutet, aber vielleicht hat sich Marie Lu das auch bis zum nächsten Teil der Triologie aufgesparrt.

Macht das Buch inhaltlich schon spaß, so ist es auch Optisch ein Hingucker, in dezentem Weiß gehalten prangt das goldenes Republiksymbol auf dem Cover, eine schönes lila Leseband rundet das edle Aussehen des Buches ab.
Fazit:
Legends - Fallender Himmel macht Lust auf mehr. Ich konnte nach den ersten Seiten nicht mehr zu lesen aufhören, so eine spannende Geschichte und dazu interessante Charaktere liesen mich das ganze Buch in einem Rutsch durchlesen ;) ich musste einfach wissen wie es weiter geht, der leichte Schreibstil war so angenehm zu lesen das man das umblättern gar nicht bemerkt hat. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.

Marie Lu wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of South California studierte. Das kalifornische Wetter hat sie überzeugt dortzubleiben und nun wohnt Marie Lu mit ihrem Freund und drei Hunden in Pasadena, einem Vorort von Los Angeles. Vor ihrem Erfolg als Autorin arbeitete sie als künstlerische Leiterin bei einem Unternehmen, das Videospiele produziert. Marie Lu mag Cupcakes, fröhliche Menschen, Kampfjets, Regen und natürlich Bücher.

#4 RE: Rezensionen von fantasticbooks 21.09.2012 19:18

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Die Welt, wie wir sie kannten, hat sich verändert. "Legend - Fallender Himmel" spielt in einer fiktiven Zukunft, in der ein Teil der Vereinigten Staaten Überschwemmungen zum Opfer gefallen ist, während sich der Rest in die sogenannten Kolonien und die Republik spalten. Beide Parteien sind aufs ärgste verfeindet und leben im ständigen Krieg miteinander.
June und Day sind beide in der Republik aufgewachsen, jedoch an entgegengesetzten Enden des sozialen Gefüges. Während June privilegiert lebt, aufgrund eines speziellen Eignungstests, bei dem sie außergewöhnlich gut abgeschnitten hat, fürs Militär ausgebildet wird und nach dem Unfalltod der Eltern gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Metias lebt, gehören Day und seine Familie zu den Sozialschwachen mit wenig Aussicht auf eine gute Zukunft.
Nachdem Day bei dem vorgenannten Test, dem sich alle Kinder mit 10 Jahren unterziehen müssen, sehr schlecht abgeschnitten hat, soll er in ein vermeintliches Arbeitslager deportiert werden, landet jedoch in einem Versuchslabor, aus dem er glücklicherweise entkommen kann. Seitdem lebt er auf der Straße und ist derzeit der meistgesuchte Verbrecher der Republik, da er diese bei jeder sich bietenden Gelegenheit sabotiert. Lediglich seine Mutter und seine Brüder halten ihn davon ab, sich allerdings anderswo in Sicherheit zu bringen.
Plötzlich wird sein kleiner Bruder von einer heimtückische Seuche befallen, die immer wieder die Runde in den Armenvierteln macht, so dass Day alles daran setzt, ein Medikament dagegen zu bekommen. Als er nicht einmal vor einem Krankenhauseinbruch zurückschreckt, wird er bei seiner Flucht druch Metias gestellt, setzt diesen jedoch mit einem Messer außer Gefecht und kann schwer verletzt entkommen.
Als June wenig später den Ort des Geschehens erreicht, ist Metias bereits tot. Fortan setzt sie alles daran, Day für diese Tat zur Rechenschaft zu ziehen und taucht getarnt in den Armenvierteln ab. Bei einem Straßenkampf wird sie verwundet, weil sie ein anderes Mädchen schützen will. Nur mit Hilfe des Begleiters des Mädchens gelingt ihr die Flucht vor der Meute, die auf die Fortführung des Kampfes besteht.
Gemeinsam mit dem Jungen und Tess, dem Mädchen, dass eigentlich hätte kämpfen sollen, machen sie sich aus dem Staub und versorgen zunächst Junes Wunde. Misstrauisch beäugen sich der Junge und June, beide mit der Intention, möglichst nichts von sich preiszugeben. Doch die beiden fühlen sich merkwürdigerweise zueinander hingezogen. Die Erkenntnis seiner Identität zieht June in Konflikte, die so vor wenigen Tagen noch nicht für möglich gehalten hätte. Und nicht nur das: Die Dinge in der Republik scheinen längst nicht das zu sein, wonach sie aussehen. Wie wird sich June entscheiden? War ihr bisheriges Leben eine Lüge?

Marie Lu hat ihren Roman abwechselnd aus der Sicht von June und Day geschrieben. So erhält man als Leser einen viel größeren Einblick in die Handlung und in die Gefühlswelten der beiden Protagonisten, die mir beide gleich sehr sympathisch erschienen. Ihre Gefühle und Gedanken werden dabei so ausführlich geschildert, dass ich direkt mit den beiden mitgefiebert habe.

Beide scheinen sehr gut in der Lage zu sein, auf sich selbst aufzupassen und besitzen einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Sie mussten jeder bereits persönliche Verluste in ihrem Leben hinnehmen und sind doch stets daran gewachsen. Als sie sich kennenlernen, ist die Anziehung zwischen ihnen sehr schnell größer als ihr Misstrauen zueinander, dass in dieser Welt fast jeder mit sich herumträgt, ob privilegiert oder nicht. Diese Zuneigung ist der Nährboden für Junes wachsende Zweifel und ihre darauf basierenden anschließenden Nachforschungen stellen ihr Leben auf den Kopf.

Nichts ist wie es scheint und man sollte von Äußerlichkeiten nicht auf den Charakter schließen, sind die Botschaften des Buches, die mir vordergründig ins Auge stechen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir unheimlich gut gefallen. Er ist sehr lebendig und emotional und hat mich sogleich gefesselt. Die Beschreibungen sind sehr detailgetreu und haben die Szenen wie einen Film vor meinem geistigen Auge erscheinen lassen.

Das Cover des Buches wirkt besonders edel auf mich mit seinem einfarbigen, weißen Hintergrund mit den goldenen Lettern und dem - vermutlichen - Republiksymbol darauf. Ein Buch, an dem man im Fachgeschäft nicht so einfach vorbeigehen kann.

"Legend - Fallender Himmel" ist der Auftakt einer dystopischen Trilogie aus der Feder der Autorin Marie Lu, die damit ihr Debüt präsentiert. Die Geschichte hat mich von Anfang an berührt und gefesselt, insbesondere auch durch die hervorragend und ausführlich gezeichneten Charaktere und den stetig spannenden Wechsel der Erzählperspektive. Ein geniales Buch aus dem Dystopiegenre, dessen Fortsetzung von mir sehnlichst erwartet wird.

#5 RE: Rezensionen von lexxi2k 22.09.2012 20:37

Das Cover:

Das Cover ist sehr schlicht gehalten, wirkt aber durch den weißen Hintergrund, dem goldenen Druck und der Lila Schrift richtig edel. Sehr schön finde ich auch das lila farbene, integrierte Lesebändchen. Für mich ist das Cover ein richtiger Hingucker und ich kann es gar nicht oft genug ansehen. Allerdings finde ich die weiße Farbe des Einbandes, auch wenn sie edel aussieht, schlecht gewählt, da dieser sehr leicht dreckig werden kann.

Erster Satz:

Meine Mutter glaubt, dass ich tot bin.

Der Inhalt:

Day ist der meist gesuchte Verbrecher in der Republik und ihm wird zur Last gelegt, bei einem Einbruch in ein Krankenhaus, Junes Bruder Medias, getötet zu haben. Die Republik setzt June darauf an, Day zu finden. June, getrieben von Wut auf den Mörder ihres Bruders, macht sich auf die Suche nach Day und begibt sich in die tiefen der Slums. Dort angekommen gerät sie in eine Schlägerei aus der ihr ein Junge das Leben retten. Die beiden lernen sich immer näher kennen und es entwickeln sich Gefühle. Allerdings bekommt June dann heraus das der Junge der sie gerettet hat, Day ist. Schafft sie es, trotz allem was die beiden zusammen erlebt haben, ihn auszuliefern?

Meine Meinung:

Legend – Fallender Himmel ist der erste Teil der Trilogie aus der Feder von Marie Lu. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Day und June erzählt. Der Perspektiven-wechsel hat mir sehr gut gefallen, da man dadurch die Republik aus verschiedenen Blickwinkeln kennen gelernt.

Die beiden Hauptprotagonisten fand ich sehr interessant und gut gewählt. Day ist ein Straßenkind das durch den großen Test, den alle 10jährigen ablegen müssen, gefallen ist. Eigentlich sollte er deshalb in die Arbeitslager, aber er ist entkommen. Seitdem lebt er auf der Straßen und hält sich bedeckt das keiner weiß wer er wirklich ist. June ist das Wunderkind, das als einzige seit langem die vollen 1500 Punkte im großen Test geschafft hat. Ihr Bruder Metias ist der einzigste der Ihr aus Ihrer Familie geblieben ist, da nach einem Autounfall ihre Eltern gestorben sind. Als Metias getötet wird, holt die Regierung sie ins Boot und wollen das sie Day findet.

Wer denkt das sich in diesem Buch alles um die Liebesgeschichte zwischen Day und June dreht, wird jedoch enttäuscht. Die Liebesgeschichte der beiden spielt sich eher im Hintergrund ab und rückt fast in Vergessenheit. Mehr wird hier das Augenmerk auf die Republik und ihre finsteren Machenschaften gelegt. Dies finde ich sehr interessant da man erfährt das nicht alles so ist wie es scheint.

Die Dystopie Legend spielt in einer Welt, wo die Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr existieren, sondern durch eine große Flut entzweit wurde. Nun gibt es nur noch die Republik Amerika und die Kolonien, die erbitterte Gegner sind und gegeneinander Krieg führen. Die einzelnen Informationen zum Gesellschaftssystem wurden sehr gut in die Handlung eingebaut, und zum Beispiel durch Erinnerungen von Day oder June wieder gegeben. Allerdings bleibt am Ende auch einiges offen, wo ich hoffe in den nächsten beiden Teilen ein Auflösung dazu zu finden. Dadurch, dass die Rätsel erst langsam aufgedeckt werden, bleibt beim Lesen viel Zeit zum spekulieren und der Spannungsbogen wird aufrecht erhalten.

Marie Lus Schreibstil ist jugendlich, spannend und flüssig. Das Buch wird, auch wenn die Geschichte teilweise vorhersehbar war, zu keiner zeit langweilig. Als ich mit der Geschichte warm geworden bin hat es mich richtig gefesselt und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen und habe es nur so verschlungen.

Mein Fazit:

Legend – Fallender Himmel von Marie Lu ist ein toller Auftakt einer dystopischen Trilogie, der mich einfach süchtig gemacht hat und den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich vergebe 5 von 5 Sterne

#6 RE: Rezensionen von Kendra 24.09.2012 11:42

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Legend-Fallender Himmel“ von Marie Lu, wer hat nicht schon von diesem Buch gehört?!

Bereits im Vorfeld wurde ja fleißig Werbung für diesen ersten Teil der Dystopie-Trilogie gemacht. Auch ich hatte auf meinem Blog fleißig einen Countdown dafür eingerichtet^^ Deswegen war die Spannung auf das Buch umso höher….ist die Euphorie wirklich berechtigt…kann das Buch den hohen Erwartungen standhalten? Die Antwort: Ja definitiv!!
Das Buch ist tatsächlich eine absolute Kaufempfehlung. Denn es ist alles vorhanden was meiner Meinung nach einen exzellenten Start einer Reihe ausmacht. Es ist packend, dramatisch, einfühlsam und verdammt gut geschrieben. Außerdem hat es sehr gute Charaktere an Bord und June und Day geben hervorragende Hauptfiguren ab.
Da beide sehr verschieden sind und beide aus einem anderem Umfeld kommen, macht es um so spannender ihre beiden verschieden Blickwinkel der Dinge zu betrachten. Dabei hilft die abwechselnde Schreibperspektive von Day und June.


Day, der Rebell der aus armen Verhältnissen stammt und seine Familie schützen will und June die für die Regierung arbeitet und den „Test“ als Beste bestanden hat, wogegen Day durchgefallen ist und damit sein Schicksal besiegelte. Denn all diejenigen die nicht bestehen, kommen in ein Arbeitslager , dagegen werden die besten als Soldaten für die Regierung ausgebildet.
Day, der ein riskantes Manöver durchführt, um an ein Gegenmittel gegen die Seuche zu erhalten, da sein Bruder daran erkrankt ist, trifft dort auf Junes Bruder. Diese Begegnung ist der Start einer Verfolgungsjagd auf ihn durch June. Doch bevor sie beide jeweils wissen wer der andere ist, werden sie für kurze Zeit Verbündetet und sie fangen an sich zu verlieben…..nichts ahnend dass sie eigentlich Totfeinde sind….

Mehr möchte ich eigentlich zu der Handlung nicht verraten, da ich sonst die schöne Spannung wegnehmen würde.
Jedenfalls sei soviel gesagt, dass Junes Denken noch gehörig auf den Kopf gestellt wird…..^^
Auch Thomas ein Charakter der einen perfekten Bösewicht abgibt, ist sehr gelungen dargestellt worden und man fragt sich, ob er wirklich böse ist oder einfach nur blind Befehlen folgt ohne sich dessen Auswirkungen bewusst zu werden… Tess, ein Waisenmädchen dass sich zusammen mit Day verbündet, ist auch durchaus interessant aufgebaut und ich denke mir , dass in diesem Mädchen noch viel Potenzial für die nächsten Folgen steckt^^ Auch die Rebellen werden sicherlich noch weiter beleuchtet werden. Tja und sicherlich werden die 2 Hauptcharaktere noch einiges überstehen müssen, doch bei ihrem Geschick bin ich mir fast sicher, dass sie es schaffen werden^^

Ich werde mir ganz sicher den nächsten Teil holen, da mich bereits dieses Band sehr überzeugen konnte

#7 RE: Rezensionen von Morgaine 25.09.2012 14:35

Rezension:



Day:


Er streift wachsam durch den Lake-Sektor, seinem Heimatbezirk in Los Angeles. Day ist ein Verbrecher, ein gesuchter Staatsfeind, ein geflohener Internierter. Immer lautlos zu sein, nirgens Aufmerksamkeit zu erregen, das hat Day in den letzten Jahren auf der Straße trainiert. Er ist in Höchstform, sowohl was die körperliche Fitness angeht, als auch die mentale Schärfe und die Reaktionszeit in brenzlichen Situationen. 
Day ist eine immense und imaginäre Gefahr für die Republik, deshalb ist er zur Fahndung ausgeschrieben und auf seine Ergreifung eine hohe Belohnung ausgesetzt.

Das Leben, für das sich Day entschieden hat, ist sehr einsam, ruhelos und strapaziös. Die einzige Verbindung zur Vergangenheit ist sein Bruder John, der zusammen mit seiner Familie immer noch in dem engen kleinen Haus aus Day‘s Kindertagen lebt. Durch heimliche Treffen erfährt Day, dass ein Familienmitglied mit einer gefährlichen Seuche infiziert ist und nur er ist in der Lage zu helfen, in dem er die unerschwinglich teuren Medikamente irgendwie besorgt. Doch diese Mission wird ihn vor die größte Herausforderung seines Lebens als unsichtbarer Rebell stellen, denn während seines Alleingangs, passiert ihm das, was er sich immer in den schlimmsten Szenarien vorgestellt hat: Er trifft auf eine Einheit der republikanischen Polizei, die ihm bei seinem Coup in die Quere kommt.

Er muß sich entscheiden, entweder sein Leben auf‘s Spiel zu setzen und möglicherweise entdeckt werden oder mit leeren Händen zurückzukehren und jemanden sterben lassen, den er unendlich liebt! Er muss seine Wahl innerhalb von Sekunden fällen, denn ein Zögern kann er sich nicht erlauben! Es könnte tödlich sein...

June:

Die letzten Tage ihrer harten Ausbildung an der Drake Universität sind angebrochen. Doch das Wunderkind June fühlt sich immer wieder unterfordert, sodass sie auch jetzt noch ab und an über die Stränge schlägt und für ihr tadelhaftes Verhalten von den Vorgesetzen Verweise erhält. Ihr großer Bruder Metias konnte sie schon das ein um andere Mal vor den Bestrafungen beschützen, denn er hat eine hohe Position im Polizeidienst und gute Beziehungen zu den Vorgesetzten an der Drake.

Metias und June sind ein Herz und eine Seele und stehen sich auch aus dem Grund so nahe, da sie ihre beiden Eltern vor einigen Jahren verloren haben. June ist etwas besonderes, nicht nur für ihren Bruder der sie vergöttert, sondern in der ganzen Republik. Als beste Absolventin des großen Tests genießt sie gerade an der Uni einen gewissen Sonderstatus und überall wird über sie geredet. Allerdings macht sie sich nichts aus dem Tara um ihre Person und ihre Gedanken drehen sich momentan eher um den bevorstehenden Abschluss. Ihre Zukunft sieht in der Einheit, an der Seite von Metias, zum Wohle der Republik und seiner Bürger. Ihren größten Ruhm könnten sie beide erlangen, wenn sie diesen Verbrecher Day stellen und überführen. Sie freut sich auf diesen Tag und ebenso auf den Dienst für die Republik, den Schutz der Einwohner von L.A. und den Kampf gegen die Patrioten.

Dann wird Metias zu einem Einsatz gerufen und ein Zwischenfall während der Streife wird alle Träume von June zerstören und nicht nur das! Sie wird mit einer Tatsache konfrontiert werden, die ihr mehr als nur das Herz bricht, ihre Seele traumatisch verletzt und den Verstand rauben soll. Diese veränderte Perspektive soll all ihrem Denken und Handeln bald eine neue Definition geben...

Mein Fazit:



Was für ein pulsierender und schlagkräftiger Auftakt zur einer neuen dystopischen Trilogie! Hierauf hatte ich insgeheim auch gehofft, nachdem ich schon viele begeisterte Leserstimmen vernommen habe. 
„Legend - Fallender Himmel“ ist das Debüt der amerikanischen Autorin Marie Lu, die damit voll den Nerv der Dystopie-Liebhaber, wie mich, trifft.

Sie nimmt uns mit in‘s Jahr 2130 an die Küste des nordamerikanischen Kontinents, die von einer schweren Flut, hervorgerufen durch den Klimawandel, überrollt wurde. Die Stadt Los Angeles und deren Umland ist jetzt zu großen Teilen zerstört und unbewohnbar geworden. Immer noch stehen weite Teile der Stadt komplett unter Wasser und die Bevölkerung haust in Ruinen oder unter freiem Himmel. Die Gesellschaft befindet sich in einem Bürgerkrieg um brauchbares Land und ist in zwei verschiedene Lager gespalten: die Republik und die Kolonien. 

Mitten in diesem Endzeitszenario treffen Day und June aufeinander, 2 Jugendliche, die kaum verschiedener sein könnten. Day ist ein gesetzloser Rebell, der meistgesuchte Staatsfeind des Landes und June eine konditionierte Elite-Soldatin, die auf ihn angesetzt wird. Sofort wird klar, hier geht es hart zur Sache, denn es gibt keine verbindlichen Regeln und Grundsätze, auf jeder Seite sind unterschiedliche Massstäbe zu Moral, Ehre und Ideologien ausgegeben.
Hintergrundinformationen zu den beiden Protagonisten, ihrem Werdegang und familären Umfeld werden zu Beginn nur spärlich gehalten und man tappt daher erstmal im Dunkeln. Daher wirkt es auch erstmal recht oberflächlich.
Schnell wird aber klar, dass beide Charaktere und ihre Ziele im Leben kaum verschiedener sein könnten und daher auch diese teilweise extrem gegensätzlichen Entscheidungen nach sich ziehen (müssen) und das bringt mitunter absurde Äusserungen und Reaktionen der Beiden mit sich.

Day und June empfand ich für ihr jugendliches Alter (15) fast ein wenig zu erwachsen, unnachgiebig und zäh, sodass ich bisweilen Schwierigkeiten mit der Glaubwürdigkeit ihrer Denkweisen, Dialoge und Entscheidungen hatte. Dennoch haben sie ganz klar polarisiert und nicht nur sie sind so unglaublich verschieden, sondern auch die Systeme in denen sie leben.

Schon zu Anfang konnte ich eine große Sympathie für beide entwickeln, mich gut in sie hineinfühlen, weil die Autorin auch immer die nur gedachten Gedanken und Empfindungen ihrer Figuren dem Leser offenbart hat. Es scheint fast so, als hätten sie mich an sich gezogen und gebeten einen intensiveren Blick in ihr Innerstes zu wagen.
Ich war von beiden Charakteren, ihrem Idealismus für die richtige Seite und Sache zu kämpfen und ihrer schier unbändigen mentalen und physischen Stärke und Entwicklung überwältigt, teilweise atemlos. Aber auch der Weg der zärtlichen Annäherung und das Chaos nach der Erkenntnis über ihre Identitäten und der damit verbundenen Wendung ihrer Gefühle war grandios mitzuerleben.

Was beide lange Zeit nicht wissen: Der tiefe Verlustschmerz, fast zeitgleich ausgelöst durch den Tod geliebter Menschen macht sie zu unwissentlich zu Leidensgenossen. Vergeltung ist die Quelle ihrer Kraft und der Motor für den großen Kampfgeist, der beiden nie auszugehen scheint.
Rasant wird man hinein gesogen in einen Strudel aus Machenschaften, verzwickten Beziehungsansprüchen, begegnet korrupten Behörden und emphatielosen Marionetten der Regierung, aber auch die liebevollen, leisen und herzlichen Momente bleiben in diesem harten Umfeld nicht auf der Strecke.

Dieses Buch lebt durch seinen rebellischen Grundgedanken und das Aufbegehren gegen fehlerhafte Gesetze, Einschränkungen und ein kaputtes System in kleinen wie in großen Momenten. An vielen Stellen wird mit direkt geschilderter Brutalität, blutiger Folter und rauen Kampszenen schon knapp an der Grenze, des in einem Jugendbuch Vertretbaren, gekratzt. Doch hätte man diese Stellen anders dargestellt, wäre ihre Wirkung und Authenzität verloren gegangen, die „Legend“ Spannung und Dramatik verleiht.

Die Art wie Marie Lu beide Charaktere einzeln und dennoch im zusammenhängenden Wechsel ihre Geschichte erzählen lässt, finde ich 
sehr gut gelungen. Kontinuierlicher Perspektivwechsel auf ihre Emotionen, geplanten Aktionen und die Lebensumstände in den Sektoren, die sich dann auch immer wieder überschneiden und die Verschmelzung einer Situation daher aus 2 Blickwinkeln ermöglichen, liest sich um ein Vielfaches ansprechender und packender. Genau damit hebt sich „Legend“ für meinen Geschmack von der Masse der Dystopien ab.

Wenn ich Extrapunkte für Spannung und einen flüssigen Schreibstil vergeben könnte, würde ich es definitiv hier machen. Unmöglich diese Geschichte länger als nötig beiseite zu legen und ohne Angespanntheit und klopfendem Herzen auf die nächste Seite zu blättern.
Sogar der finale Teil kam genauso daher, wie ich es mir erhofft hatte und es war wieder reine Nervensache, hier nicht zu vergessen weiter zu atmen. Nach einem spektakulären Showdown klingt das Buch dann ganz ohne erwarteten Cliffhanger und schön bedächtig, fast poetisch, mit einer für mich sehr symbolträchtigen Szene im Regen, aus.

Meine Interpretation zur Schlusssequenz: Regen hat eine reinigende Wirkung, Regen kann verräterische Spuren verwischen und Regen kann auch bewirken, dass wir auf einen Regenbogen blicken können, der einen Neuanfang symbolisiert. Mit dieser Momentaufnahme habe ich das Buch zugeklappt und war wirklich begeistert. Nun heißt es leider warten auf die Fortsetzung, die voraussichtlich im Frühjahr 2013 erscheint.

Kurz gesagt: Wer Dystopien, kampflastige und anspruchsvolle Jugendliteratur liebt, sollte sich „Legend“ sofort zulegen. Ein packender Roman, der den Leser in eine harte Realität zweier Jugendlicher und zwischen die Fronten eines Krieges zwingt, der Fragen nach dem Sinn von Leben und Überleben in einer kollabierten und unterdrückten Gesellschaft aufwirft, der das Nachdenken zu moralischen und zwischenmenschlichen Grundwerten neu anregt! Bereits nach wenigen Seiten stellt sich ein Mix aus Spannung, Hoffen, Angst und Nachdenken ein, der einen das Buch regelrecht verschlingen lässt. Der erste Teil einer neuen Serie macht definitiv Lust auf mehr und das liegt nicht allein an der rasanten und gut durchdachten Story, sondern auch am besonderen Stil diese Geschichte zu erzählen und den Blick auf eine Zukunft, die uns so hoffentlich erspart bleibt. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

Meine Wertung: 5 von 5 Sternen

#8 RE: Rezensionen von MacBaylie 26.09.2012 13:14

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Bevor es los geht:
Hier haben wir wieder den Fall, dass die Kurzbeschreibung vom Verlag viel zu viel verrät, und ich bin froh, dass ich diese Beschreibung vor Monaten das letzte Mal gelesen habe und somit die Infos, die ich im Vorfeld gar nicht haben wollte, schon wieder vergessen hatte.
Ich verstehe zwar, dass man bei einer Trilogie versucht ist etwas weiter auszuholen, aber es sollte doch auch möglich sein, dies zu tun ohne zu spoilern.


Kurzbeschreibung:
June und Day sind beide 15 Jahre alt. Ihr Leben könnte aber nicht unterschiedlicher verlaufen sein.

June wächst im reichen Kern der Republik auf, geht zur Schule und wird perfekt ausgebildet um unter anderem Regimegegner aufzuspüren. Als ihr Bruder, der einzige Verwandte den sie noch hat, getötet wird, muss sie ihre Ausbildung vorzeitig beenden und sich auf die Suche nach dem Mörder, dem Rebellen Day, machen.

Day lebt in einem der Außenbezirke. Auch er hat gelernt zu kämpfen, nur für ihn bedeutet das, dass er ums reine Überleben kämpfen muss, denn in den Außenbezirken herrscht Armut und Krankheit.
Er ist inzwischen der meistgesuchte Verbrecher der republik. Diebstahl, Beschädigung staatlichen Eigentums und Brandstiftung sind nur einige Dinge die ihm vorgeworfen werden. Und nun auch noch Mord.

Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht preisgeben.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich fesselnd. Einmal begonnen mag man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.
Von Anfang an wird Spannung aufgebaut, die bis zum Schluss hin anhält.
Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch wirklich mit Begeisterung gelesen habe, obwohl ich zwischendurch doch einiges an Beschreibungen und Gefühl vermisst habe.
Ich hätte gerne viel mehr über die Lebensweise der Menschen, die in der Republik, den Kolonien und in den Außenbezirken leben, erfahren. Das, und auch ein paar Eindrücke der Umgebung, um mir ein besseres Bild von den Örtlichkeiten machen zu können.
Auch die Tatsache, dass June Day, der doch schon so lange gesucht wird, mal eben schnell auf Anhieb gefunden hat und die beiden auch recht schnell tiefere Gefühle für einander hegen, ging mir ein bisschen zu schnell.
Sehr beeindruckend fand ich jedoch, dass die Autorin mich im ersten Moment über diese Fragen hat hinwegsehen lassen, weil es immer wieder spannende Wendungen gab. Vielleicht lag es auch ein bisschen daran, dass die abwechselnden Kapitel von June und Day immer recht kurz gehalten wurden.

Alles in Allem hat mir dieser erste Teil aber sehr gut gefallen und ich hoffe, im nächsten Teil einen besseren Einblick in diese zukünftige Welt zu bekommen.
Es gibt noch viele offenen Fragen, auch einige Ungereimtheiten, die ich hier aber nicht benennen kann ohne zu viel zu verraten, und ich freue mich jetzt schon darauf diese alle beantwortet zu bekommen.

Fazit:
Eine spannende Dystopie, die zwar nicht all zu viel Neues zu bieten hat, jedoch mitreißend geschrieben ist.

#9 RE: Rezensionen von BeBubbly 27.09.2012 23:29

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Titel: Legend - Fallender Himmel
Originaltitel: Legend
Autor: Marie Lu
Genre: Dystopie/ Jugendbuch
Verlag: Loewe
Erschienen: September '12
Seitenanzahl [HC] : 363 Seiten
ISBN:9783785573945
Preis:17,95€
Der erste Teil der Legend - Trilogie.




Cover:
Also wie ihr seht, ist das deutsche Cover zeimlich schlicht und auch das englische sieht ziemlich ähnlich aus, unterscheidet sich lediglich in den Farbtönen. Trotzdem finde ich das Cover, obwohl es so leer ist, ziemlich beeindruckend. Das weiße, lilane und goldene ergänzt sich super und die Zeichen auf dem Buch, das Republikzeichen und die Sterne erinnern mich an diese amerikanischen Flugzeuge, wisst ihr was ist meine?
Aber ich muss sagen, ich finde dieses englische Cover rechts wirklich super.
Denn auch hier sieht man diese Goldtöne in Form der Sonne, aber auch die dunklen Wolken, die nach Unheil aussehen. Auch hier sieht man das Zeichen, dass für die Republik steht. Im Hintergrund sieht man noch Los Angeles, das teils zerstört ist und aus dem sich teils Hochhäuser ziehen. Doch das was mich am meisten beeindruckt ist June, die auf dem Dach eines Hauses steht, denn genauso habe ich sie mir vorgestellt, ich finde das Cover wirklich schön.


Inhalt:
Erster Satz: Meine Mutter glaubt, dass ich tot bin.
Das Buch erzählt von Day und June, deren Liebe zur Legende wird. June und Day sind in zwar in der selben Stadt aber in zwei verschiedenen Welten aufgewachsen. June ist eine Topagentin des Staates, und das Wunderkind der Republik. Und Day flüchtet vor der Republik, denn er ist der Staatsfeind Nummer eins.
Als Day eines Tages versucht mit seinem Verbrechen etwas gutes zu tun, sorgt er dafür, dass June ihren geliebten Bruder verliert, und sie schwört sich sie wird den Mörder nicht ungestraft davon kommen lassen. Da beginnt die Jagd nach ihrem Erzfeind, ...


Meinung:
Der Schreibstil hat mich sofort an Godspeed erinnert, denn man liest das Buch abwechselnd aus Junes und Days Sicht, jedoch gibt es einen großen Unterschied zwischen Godspeed und Legend, klar zwei Dystopien und zwei Personen die komplett verschieden aufgewachsen sind, ABER June und Day sind garnicht so verschieden wie ich und vielleicht auch andere zunächst meinten.
Durch die geringen Unterschiede in der Denkweise der zwei, von Grund auf verschiedenen, Charaktere liest sich das Buch überaus flüssig und man kann garnicht mehr aufhören, da man gleich am Anfang ins kalte Wasser geworfen wird. Die Autorin vertrieb ihre Zeit nicht mit einer langen Einleitung, sondern begann gleich nach ein paar Seiten mit den überaus interessanten und überraschenden Ereignissen.
Ich war nur zuerst überrascht, als das erste Kapitel nicht die Leseprobe war und dachte ich bin irgenwie falsch, aber es stimmt, die Leseprobe wurde dem mittleren Teil des Buches entnommen und nicht etwa dem Anfang. Und obwohl es mich sehr überrascht hat, hat mir diese Art gefallen, denn so wusste man nicht, was einen erwartet, was der Anfang des Buches in Wirklichkeit hergibt.
Überrascht war ich auch von den Details, die die Autorin herausgearbeitet hat, so als hätte sie selber sehr ausgeprägte Sinne und ein stark ausgeprägtes Empfindungsvermögen und ein guten Sinn für Folgerungen.
Denn die Charaktere waren wirklich top ausgebildet, so dass ich mich selber oft fragen musste, ob ich sowas überhaupt bewusst aufnehmen würde, oft musste ich dies im Nachhinein ausschließen, denn Junes und Days Fähigkeiten sind überragend.
Dazu gab es dann immer noch tolle Stilmittel, die genau an den richtigen Stellen zu finden waren, und ein paar tolle Zitate in einigen der Day/June Momenten, auf die ich einfach nicht hätte verzichten können.
Und das gefiel mir am Buch, denn obwohl Day und June so verschieden waren, so unterschiedlich aufgewachsen sind, sind sie sich doch ähnlicher als June vermutet. Nur das Day nicht so viel Glück hatte, wie viele andere Kinder, armer Familien.
Aber wenn man Junes Umfeld analysiert ist es sehr auffällig, dass es kaum unfähige Menschen gibt, alle sind sehr gebildet und haben einen Sinn für Logik, so wie June auch, im Gegensatz zu Days Umfeld, um ihn herum sind viele die kaum alleine überleben können und vieles nicht verstehen oder wahrnehmen, aber zum Glück gibt es auch hier Menschen, die genauso gut in Junes Umfeld passen würden und nur im Falschen Bezirk aufwachsen mussten.
Auch von den Protagonisten war ich von Anfang an angetan, June hat eine sehr harte Schale und lässt kaum etwas an sich heran, doch trotzdem spürst du ihn ihr das Feuer, wie sie sich durch Aktionen wie auf Hochhäuser klettern schon am Anfang gegen die Regierung auflehnt, auch wenn sie schwört der Regierung treu zu dienen. Sie lässt kaum Gefühle zu, denn genau darauf wurde sie trainiert, doch trotzdem blitzt in ihren Augen etwas mehr auf, als sie will.
Man merkt aber dennoch, dass sie nicht die Kontrolle über ihr Leben hat, im Gegensatz zu Day, der zwar immer auf der Flucht ist und nichts von der Regierung hält, trotzdem immer das schafft, was er sich vornimmt, obwohl er kaum Hilfe bezieht. Und das die Regierung ihn einfach nicht verhaften kann ist am Anfang verwunderlich, denn er verkleidet sich "nur". Damit sollte wohl eine Regierung noch klar kommen, sollteman meinen.
Zudem hat auch die Atmosphäre im Buch gestimmt, denn sie abwechslungsreich und oft bis zum zerreißen gespannt. Und doch gab es Momente in denen mein Herz vor Rührung fast ausgesetzt hat.
Außerdem finde ich, dass die Protagonisten, besonders June, sich im Laufe des Buches total verändern, und man erlebt die Verwandlung zusammen mit ihr, und freut sich auch für sie.
Auch die Handlung war immer total interessant und geriet nie ins "schleifen". Denn schon von Anfang an, nach Days Einbruch und Junes Schwur, dass sie ihn in die Finger kriegt, bis hin zu ihrer tiefen Verbundenheit und dem Verrat, denn June begeht nur um sich dann doch nicht sicher zu sein, was richtig ist, ist man mit der Geschichte irgendwie verbunden. Beim Lesen war man immer ganz nah dabei und hatte ein richtiges "Kopfkino" Feeling. Auch durch die Schauplatzwechsel, die zwar ab und zu statt fanden, aber nicht zu oft, so dass man verwirrt wird, steigt das Interesse an der Geschichte und ihren Protagonisten.
Natürlich gibt es gerade haufenweise Dystopien, da der Büchermarkt davon gerade überschwemmt wird, aber Legend ist eine Dystopie der Extra-Klasse, man bekommt alles was man erwartet.
Auch das Ende ist akzeptabel, sodass man die Wartezeit bis zum nächsten Teil gerade noch so erträgt, es gibt keinen Kliff-Hänger, der einen in den Wahnsinn treibt, aber trotzdem würde man nichts lieber tun, als den zweiten Teil gleich hinterher zu verschlingen, da Legend 01 so düster und ein wenig zu trocken endet. Man fragt sich gleich nachdem man das Buch abgeschlossen hat, wie lange dieses düstere und geheimnisvolle die Reihe noch beherrschen mag, oder ob es sich ganz schnell wieder ändert.


Fazit:
Wenn Liebe zu Legende wird. Das ist ein toller Spruch, der jede Werbung zum Buch begleitet hat und das zu Recht! Natürlich möchte ich nicht alles vorweg nehmen und verraten wieso dieser Satz so zum Buch passt, das müsst ihr schon selber herausfinden. Aber auch Legend - Fallender Himmel ist ein würdiger Name, denn auch das Sprichwort "Ich glaube, die Decke fällt mir gleich auf den Kopf" könnte wirklich zu den zwei Protagonisten passen. Ich bin schon gespannt, welchen Titel das zweite Buch tragen wird, denn die Reihe ist mir jetzt schon sehr ans Herz gewachsen.
Natürlich war es von Anfang an ein Wunschbuch, nach dem ich es kennengelernt hatte, war es sofort auf meiner Wunschliste gelandet, aber ich habe z.B. nicht an der Bloggeraktion teilgenommen, doch dann kam meine Chance, und als ich erfahren habe, dass ich es wirklich gewonnen habe, war ich richtig glücklich, wahrscheinlich wie alle anderen Blogger, die das Buch schon vor dem offiziellen Erscheinungsdatum in den Händen halten durften.
Und das Buch schon vorher verschlingen durften, denn anders kann man es nicht nennen, wenn man das Buch am liebsten am Stück durchlesen würde, besonders da es sich so gut und leicht und besonders ohne Probleme lesen lässt.
Dazu gab es absolut nichts was mir gefehlt hätte, es beinhaltete alles was ich erwartet habe, ganz viel Action, eine Prise Liebe, und auch etwas bei dem man den Tränen nah ist, dazu kamen atemberaubende Protagonisten und eine interessante Story, die dem Buch die richtige Würze verliehen. (Oh Gott, jetzt hört es sich schon fast an, wie ein Rezept zum perfekten Buch :D)

Das Buch ist ein absolutes Muss für alle Fans von Dystopien. Besonders wenn euch Panem gefallen hat oder auch Cassia&Ky, solltet ihr euch das Buch schnappen, denn ich wette, es wird euch gefallen, ansonsten könnte es auch jedem ab 15 Jahren gefallen, aber auch älteren Lesern und Leserinnen.


Abschlusszitat:

Hier ist das Abschlusszitat, dass ich auch richtig toll finde, denn in solchen Zitaten erkennt man, wer June wirklich ist.

Die Leute schreien, applaudieren, buhen. Ich fühle, wie ich wieder auf die Füße gezerrt werde. Bevor sie mich zurück ins Innere der Batalla-Zentrale schleifen, wird mir bewusst, dass mich das Mädchen anstarrt. Ihre Miene wirkt ausdruckslos, doch in ihren Augen meine ich eine Regung zu erkennen. Eine Emotion, die nur ganz kurz aufflackert und sofort wieder verschwunden ist. Aber irgendetwas in ihrem Blick, der nun auf mir ruht, hindert mich daran.
Legend (S.233)


Hiermit möchte ich dem Loewe-Verlag herzlich danken und auch einem Dank der Leser-Welt zukommen lassen.

#10 RE: Rezensionen von Carriecat 05.10.2012 13:23

Legend- Fallender Himmel

Cover:
Das goldene Zeichen in der Mitte war mit einem schönen Metallic- Effekt gleich ein eyecatcher. Irgendwie erinnert es mich an das US Air Force Zeichen, vielleicht ist das ja auch gar nicht wichtig, jedenfalls ist es eindeutig militärischen Ursprungs.
Der cremefarbene Einband des Buches ist in edler Optik gehalten, erinnert mich an handgemachtes Briefpapier für besondere Anlässe. Die Struktur fühlt sich nicht glatt an, wie die in Gold eingeprägten Teile, sondern fast wie Leinenstoff.
Und ja, der Schutzumschlag ist empfindlich, aber bei mir ist er hell geblieben.

Inhalt:
June ist der Star der Republik. Ein echtes Wunderkind, eine Supersoldatin, hochbegabt, bestes Testergebnis, jung und schön, einfach perfekt. Ihr steht eine glänzende Karriere bevor, sie könnte sogar ihren Bruder Metias beim Militär überflügeln. June ist ohne ihre Eltern aufgewachsen, deshalb ist der republiktreue, korrekte Bruder ihr einzigstes Vorbild.

Day lebt auf der Schattenseite der Gesellschaft. Er kam nicht in einer reichen Familie auf die Welt, sondern in einem verseuchten Armensektor. Von seinem Vater hat er nur noch einen mysteriösen Talisman, seine Mutter denkt er wäre tot.
Doch Day lebt, er schlägt sich auf der Straße durch, kämpft einen einsamen Kampf gegen die Republik. In einer dunklen Nacht gerät er in Lebensgefahr und trifft auf den jungen Offizier Metias......

June schwört Rache für den Tod ihres Bruders und schmiedet einen Plan Day aus seinem Versteck zu locken...

Stil:
June und Day sind die beiden Hauptfiguren im Buch, deshalb sind beide gleichermaßen die Erzähler. In immer abwechselnden Kapiteln erzählt jeder aus seiner eigenen Sicht, so dass dem Leser nichts verborgen bleibt. Besonders interessant ist das natürlich dann, wenn es um die innere Haltung der Protagonisten geht. An diesen Stellen konnte man sich besonders gut in die Charaktere hinein fühlen und die Motivation für ihr Handeln nachvollziehen.
Um es dem Leser einfacher zu machen, sind die jeweiligen Kapitel immer mit der Hauptfigur und manchmal auch mit dem Ort des Geschehens überschrieben. So kann man sich gleich zurechtfinden und bleibt auch nach einer Unterbrechung in der Geschichte.

Fazit:
Eine Dystopie, die den Leser fesselt. Viele offene Fragen machen Lust auf die beiden Folgebände, obwohl die Geschichte nach dem ersten Band einen guten Abschluß (fürs Erste) gefunden hat. (Ich ärgere mich nämlich immer über einen cut mitten im Geschehen, da habe ich das Gefühl, dass ich die Charaktere so jetzt nicht alleine lassen kann ^-^)
Ich bin schon gespannt, mehr von dieser ach so schönen neuen Welt zu erfahren!

#11 RE: Rezensionen von RoccosMom 05.10.2012 21:02

„Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!“

Day und June sind wie Tag und Nacht. Day ist ein gesuchter Verbrecher, er lebt im Untergrund und muss sich versteckt halten. June dagegen wurde von der Republik dazu ausgebildet Verbrecher aufzuspüren. Als Day Junes Bruder Metias getötet haben soll, wird June auf Day angesetzt. Sie taucht Undercover in die Slums der Republik ein und beginnt langsam die Welt aus anderen Augen zu sehen. Stimmt wirklich alles, was das Regime propangiert oder sollte sie anfangen Dinge zu hinterfragen?

„Fallender Himmel“ ist der erste Band der Legend-Trilogie und hat mich absolut begeistert. Marie Lu hat eine einfache, lockere Ausdrucksart und baut fremde Begriffe so selbstverständlich mit ein, dass sie einem ganz natürlich vorkommen.

Day und June sind die Protagonisten dieser Dystopie. Sie leben in derselben Republik, die einmal Amerika war, und kommen dennoch aus zwei völlig verschiedenen Welten.
Um noch zu vertiefen, das sie auf verschiedenen Seiten stehen, sind die Kapitel abwechselnd aus Junes und Days Sicht geschrieben, wodurch man das Leben der elitären Gesellschaft genauso kennen lernt wie das harte Leben auf der Straße. Es wird durch die verschiedenen Sichtweisen und Erinnerungen offensichtlich, dass sie dazu erzogen werden sollten einander zu fürchten und zu hassen. Dass es aber auch um den Ausbruch aus einem alten Leben geht wird besonders im zweiten Teil des Buches „Das Mädchen, das das Glas zerschmettert“ klar.

Beide Charaktere gefallen mir total gut, wobei mir der vielschichtige Day noch einen Ticken sympathischer ist. Er wird wegen Körperverletzung, Brandstiftung, Diebstahl, Beschädigung staatl. Eigentums und Behinderung militärischer Dienste gesucht. Er lebt auf der Straße weil seine Gene nicht gut genug sind und er mit zehn Jahren beim großen Test durchgefallen. ist. Trotzdem verfügt Day über eine erstaunliche Auffassungsgabe und unglaubliche Talente, für die ihn sogar June bewunderte, bevor er ihren Bruder tötete um an Medikamente für seine Familie zu kommen. Trotz des harten und ungerechten Lebens hat Day es geschafft sich eine treue, selbstlose Ader mit dem Hang zur Gerechtigkeit zu erhalten. Kurzum, er ist ein guter Mensch der nur um sein Überleben kämpft.

June hingegen ist das Wunderkind der Republik. Als einzige hat sie den großen Test mit der vollen Punktzahl bestanden und wurde für das Militär ausgebildet. Denn die diktatorische Republik ist seit langen im Krieg mit den Kolonien. Sie besitzt eine ungeheuer detaillierte Beobachtungsgabe, die mich jedes Mal aufs Neue fasziniert hat. Als sie auf Day angesetzt wird, um ihn Dingfest zu machen, muss June nach und nach feststellen dass nicht alles so ist wie es scheint. Sie beginnt sich zu fragen ob ihr ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut und sie nur Teil einer großen Verschwörung ist.

Das Cover wirkt in seiner Schlichtheit sehr ansprechend. Selbst wenn man den Umschlag abnimmt ist der Bucheinband komplett weiß und mit goldenen Lettern bedruckt. Das bibliophile Vergissmeinnicht in Form eines Lesebändchens ist in passendem lila gehalten.

Ich muss zugeben dass ich total gespannt war, ob „Legend“ das hält, was es nach dem tollen Marketing versprochen hat. Das ist definitiv der Fall! Diese Dystopie ist einfach toll geschrieben. Intrigen und Gewalt sind genauso an der Tagesordnung wie Liebe und Zusammenhalt. Absolut empfehlenswert für Dystopien-Fans!

#12 RE: Rezensionen von Helen07 06.10.2012 15:01

Legend – Fallender Himmel

Der Schutzumschlag von „Legend – Fallender Himmel“ hebt sich wohltuend von der breiten Masse ab. Diese Schlichtheit und Eleganz mit dem besonderen Emblem als Aufdruck stellt einen schönen Blickfang dar. Auch wenn man das Buch aufschlägt enthalten die Coverinnenseiten ein dezentes Muster, welches eine ansprechende Wirkung hatte.

Angesprochen durch die Inhaltsbeschreibung des Buches und dem großen Hype um den Roman bin ich mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch „rangetreten“, die aber nicht vollständig erfüllt werden konnten. Dafür merkt man dem Buch einfach an, dass es sich um das Debüt einer Autorin handelt. Auch sind gute Ansätze vorhanden, die aber ausbaufähiger gewesen werden.

Die Welt, in der June und Day aufwachsen erscheint teilweise ziemlich undurchsichtig. Das Buch beginnt langsam, um dann mit zunehmender Seitenzahl immer spannender, ereignisreicher, unvorhersehbarer, interessanter zu werden. Dann aber packt einen das Buch und lässt einen bis kurz vor dem Ende nicht mehr los. Der Perspektivenwechsel innerhalb des Buches bietet gute Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Protagonisten Day und June. Wobei mir June’s Gefühls- und Gedankenwelt mehr zusagte als Day’s, weil mir ihre Motivation, die Vielschichtigkeit ihres Charakters und ihr Handeln schlüssiger, nachvollziehbarer erschienen sind.
Die Liebesgeschichte zwischen Day und June entwickelt sich langsam, wobei auch hier die Gefühle, die Day für June empfindet meines Erachtens zu plötzlich aufkamen. Es handelt sich nicht um eine Liebesgeschichte wie ich sie erwartet habe. Eine durch die man nahezu spürt wie beide Protagonisten „zusammenschmelzen“ eine Einheit bilden, um gegen ein Regime zu kämpfen. Zwar liefert die Inhaltsbeschreibung zum Buch gerade diese „Schlagworte“ „zusammen sind sie eine Legende“, „erbitterte Gegner“, doch werden beide Protagonisten und der Roman selbst kaum für diese Legende mit soviel Inhalt gefüllt, um dieser Bedeutung gerecht zu werden. Hier hätte das auch das Konfliktpotential durchaus stärker herausgearbeitet werden können z.B. June’s Hass auf Day. Auch zu den Hintergründen, um die Stärken der beiden Protagonisten erfährt der Leser nicht viel. Warum ist Day trotz seiner überragenden Intelligenz/Stärken der meistgesuchte Verbrecher geworden und nicht wie June ein Wunderkind ihrer Republik? Als Nebencharaktere überzeugten mich Metias, Kadea, Tess und Thomas. Besonders das frühe Ausscheiden von Metias habe ich bedauert.

Fast über das gesamte Buch lässt die Autorin den Leser über die Welt von Day und June im Dunkeln tappen, um dann mit Spannung auf das Ende hinzuwirken. Das Ende selbst war kaum überraschend, lässt einen Leser nicht im luftleeren Raum hängen, aber beantwortet auch nicht alle während des Lesens aufgekommenen Fragen. Es läßt den Leser mit einer gewissen Hoffnung für die Zukunft in diesem Roman zurück.
Gesamtwertung: Legend Fallender Himmel wird dem Hype um das Buch nur teilweise gerecht, denn es sticht nicht besonders hervor aus der Masse von Dystopien, bietet aber einen guten steigerungsfähigen Auftakt, auf dessen Fortsetzung man gespannt sein darf.

#13 RE: Rezensionen von Cinderella 07.10.2012 15:25

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Day und June – manchmal ist nicht alles, wie es scheint

Inhalt:
June gilt als Wunderkind der Republik und stammt aus einer wohlhabenden Familie. Day hingegen ist der meistgesuchte Verbrecher aus armen Verhältnissen. Dennoch sind ihre Schicksale miteinander verknüpft. Schließlich ist es June, die Jagd auf Day macht. Doch Day gelingt es, June zum nachdenken anzuregen und so stellt sie nach und nach das Regime und dessen Machenschaften in Frage – aber ist es dazu vielleicht schon zu spät?

Beurteilung:
Marie Lu lässt Day und June abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählen, was dem Buch einen ganz eigenen Charme verleiht und dafür sorgt, dass der Leser beiden Protagonisten so nah ist, dass beide Sichtweisen jederzeit nachvollziehbar sind. Auch wenn sich die Ereignisse mal nicht überstürzen gelingt es der Autorin, die Geschichte so dicht weiter zu erzählen, dass keine Längen entstehen. Vielmehr bekommt der Leser hier und da tiefere Einblicke und kann auch mal Luft holen, zwischen den temporeicheren Phasen.
Leider ist das Setting der Dystopie in diesem Band noch eher schwach umrissen und viele Fragen bleiben offen, aber der Geschichte selbst tut das keinen Abbruch. Dennoch bleibt zu hoffen, dass man über die Welt von Day und June im nächsten Band mehr erfahren wird.
Der recht lockere Schreibstil trägt zu einem sehr flüssigen Lesen bei und ist den Protagonisten, die zwar sehr reif für ihr Alter zu sein scheinen, gut angepasst. In Verbindung mit dem Spannungsbogen, mag man das Buch nur ungern zur Seite legen. Viel zu schnell ist man somit auch auf der letzten Seite angelangt.

Fazit:
Achtung! Suchtgefahr! Lesenswerte Neuerscheinung im Bereich der Dystopien!

In Sternen ausgedrückt erhält dieses Buch von mir 5 von 5 Sternen!

#14 RE: Rezensionen von his-her-books 10.10.2012 07:21

IHRE Meinung:

Zitat:
"Im Spiegel sehe ich aus wie immer. Doch im Inneren bin ich ein anderer Mensch."
(S.300)

"Jeder Tag bedeutet vierundzwanzig neue Stunden. Jeder Tag bedeutet, dass alles möglich ist. Man lebt den Moment oder man stirbt darin, aber man lebt sein Leben einen Tag nach dem anderen. [...] Und man versucht immer, auf die Sonnenseite zu gelangen. Ins Licht."

Inhalt:
Die ehemaligen westlichen Bundesstaaten der USA bilden die Republik, die sich mit den anderen, den "Kolonien" im Kampf befindet.
Innerhalb der Grenzen tobt ständig eine Seuche, die aufgrund routinemäßiger Seuchenkontrollen nach kürzester Zeit jedoch immer wieder eingedämmt werden kann. Die Angst davor schürt aber das Vertrauen des Volkes in den Elektor, das Staatsoberhaupt.
Mit 10 Jahren wird jedes Kind getestet. Das Ergebnis stellt die Weichen für die Zukunft. Je näher an den 1500 Punkten, desto besser sind die Ausbildungsmöglichkeiten und die späteren Karrieren.

Day lebt auf der Straße. Er ist der Staatsfeind Nummer 1. Seine Mutter hält ihn für tot. Er wacht aber aus sicherer Entfernung über seine Mutter und die beiden Geschwister. Als Day wieder einmal eine Routinekontrolle seiner Familie beobachtet, passiert es: Das Haus wird unter Quarantäne gestellt. Sein kleiner Bruder Eden ist infiziert. Doch anstelle des normalen X, das die Seuche ausweist, ist das X auf der Tür seiner Familie durchgestrichen - was noch niemals vorher so war.
Um seine Familie zu retten will Day Medikamente stehlen, wird dabei aber von einem Offizier gestellt. In letzter Sekunde kann er fliehen...

June ist das Wunderkind der Nation, die einzige die den großen Test mit 1500 Punkten abgeschlossen hat. Bereits mit 15 Jahren ist sie im Abschlussjahr der elitärsten Universität der Republik und strebt eine militärische Karriere an.

Meinung:
Entgegen den meisten Dystopien ist der Leser in "Legend" von Beginn an mit beiden "Seiten" konfrontiert. Er lernt das "tolle" Leben in der Gesellschaft und das karge am Rande von ihr kennen. Und doch ist von Beginn an sicher, dass diese beiden Leben verbunden werden - die Frage ist nur, wie und wann. "Berührungspunkte" sind von Beginn an vorhanden.

Denn beide Hauptprotagonisten sind auf ihre Art "berühmt": Day als meistgesuchter Verbrecher der Republik und June als einzige, die den Test mit Höchstpunktzahl abgeschlossen hat. Aber WIE ähnlich sie sich wirklich sind, erfährt der Leser erst später.

Day hat eine sagenhafte Verbrecherkarriere hinter sich. Er sorgt für sich, das Straßenmädchen Tess und seine Familie. Er versucht, neue Kämpfe und Soldatenopfer zu verhindern, indem er Geräte der Republik sabotiert. Er fügt aber niemals einem Menschen leid zu, wenn es sich verhindern lässt.
Day hängt sehr an seiner Mutter und den beiden Geschwistern, auch wenn ihn alle außer seinem großen Bruder John, durch den er den Kontakt hält, für tot halten. Denn Day ist beim großen Test durchgefallen und wurde in ein "Arbeitslager" gebracht, konnte aber fliehen. Die Sorge um seine Familie macht ihn fertig. Er hat sich immer geschworen, sich niemals auf der Straße verlieben. Aber dieses Mädchen macht es ihm unmöglich.

June ist das Wunderkind, von dem jeder gehört hat aber niemand genaueres weiß. Sie ist ein Genie und körperlich topfit. Doch so brilliant sie ist, so störrisch und eigensinnig ist sie und macht ihrem Bruder Metias das Leben schwer. Ihre Eltern sind vor Jahren bei einem Unfall gestorben.
Dann wird ihr der einzige Halt in ihrem Leben, die einzige Bezugsperson; der Mensch, der versprochen hat, immer da zu sein, weggenommen.
Sie schwört Rache und ergreift kurz darauf die Chance, die sich ihr bietet.
Bei einem Kampf trifft sie auf Day, der seine Identität nicht preisgibt. Sie lernt ihn näher und näher kennen und stellt immer wieder fest, wie sehr sie sich ähneln.
June muss sich der Wahrheit stellen - eine schlimmer als die andere und sie erkennt die Wahrheit über Menschen, die sie ihr Leben lang zu kennen geglaubt hat - und sie beginnt zu zweifeln...

Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, nicht übermäßig detailliert, aber dennoch sind die Szenen und Schilderungen greifbar. Day und June erzählen abwechselnd kapitelweise aus der Ich-Perspektive und der Leser ist hin- und hergerissen zwischen dem "guten Mädchen" und dem "bösen Jungen", denn ihre Gedanken erläutern dem Leser ihre Taten und Handlungen und jeder ist für sich der Meinung, dass er im Recht ist.

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil beginnt interessant, aber noch unspektakulär, steigert sich aber mit jeder Seite. Der zweite Teil packt den Leser dann umso mehr! Ich kann nicht viel darüber sagen, um euch nicht die Spannung zu nehmen, aber ich habe gemeinsam mit June erschütternde Erkenntnisse gewonnen! Überraschende Wendungen und unverhersehbare Tatsachen jagten sich gegenseitig und machten "Legend - Fallender Himmel" zu einem absoluten Lesegenuss!

Urteil:
"Legend - Fallender Himmel" ist eine Geschichte voller Spannung, Leid, gebrochenem Vertrauen, Enttäuschungen und dem einen Menschen, der einem ähnlicher ist, als alle anderen... Das Buch hat mich gefesselt und ich komme nicht umhin, 5/5 Bücher zu vergeben.

Es ist ein Must-Read für Dystopie-Fans und alle anderen, die gute Unterhaltung und Überraschungen lieben und gerne mit ihren Protagonisten mitfiebern.

##########

SEINE Meinung:

Zitat:
"Jeder Tag bedeutet vierundzwanzig neue Stunden. Jeder Tag bedeutet, dass alles möglich ist. Man lebt den Moment oder man stirbt darin, aber man lebt sein Leben einen Tag nach dem anderen."

S. 363

Inhalt:
Los Angeles, Einwohnerzahl 20174282
Die Seuche greift um sich. Soldaten inspizieren die Häuser nach Opfern. Wer infiziert ist, wird erschossen.
Im Alter von zehn Jahren wartet auf die Kinder der Große Test. Vom Ergebnis des Tests hängt der weitere Lebenslauf ab. Wer durchfällt, kommt in ein Arbeitslager der Republik. Eigentlich kann die Republik aber keine Kinder mit schlechten Genen gebrauchen.

Day lebt auf der Straße. Er hatte den Großen Test vor Jahren nicht bestanden. Ihm gelang jedoch die Flucht.
Zusammen mit Tess beobachtet er, wie die Soldaten auch das Haus seiner Eltern durchsuchen. Die Inspektion dauert ungewöhnlich lange. Dann passiert etwas, das Day so noch nicht gesehen hat. Die Soldaten markieren die Tür seines Elternhauses mit einem vertikal geteilten "X". Was hat das zu bedeuten?

June studiert an der Drake-Universität. Ihre Eltern sind vor Jahren bei einem Autounfall ums leben gekommen. Sie hat kaum noch Erinnerungen an ihre Eltern. Nun wird sie wieder in das Büro des Dekans zitiert und bekommt ihren mittlerweile achten Schulverweis. Ihr Bruder Metias, im Rang eines Captains, holt sie im Schulbüro ab.
Metias muss heute zu einem Einsatz, der bis in die Nacht dauern wird. June wünscht ihm viel Glück und hofft, dass er auch diesmal unversehrt zurückkehrt.

Unterdessen versucht Day einen Einbruch in ein Krankenhaus, um an das Seuchenmedikament zu kommen, damit er seiner Familie helfen kann. Day schafft es, ins Krankenhaus zu gelangen. Allerdings wird er beim Versuch, die Medikamente zu stehlen, schwer verletzt. Es gelingt ihm, aus dem Krankenhaus zu entkommen. Auf seiner Flucht trifft er auf Metias, der sich ihm in den Weg stellt. Mit einem Messerwurf in Metias Schulter kann er diesen außer Gefecht setzen. Day flüchtet durch die Kanalisation. Kurz darauf verliert er das Bewusstsein.

Metias ist tot. June wird zu ihrem toten Bruder gebracht. Sie soll die Spuren am Tatort analysieren. Beim Anblick ihres toten Bruders schwört June grausame Rache! Day wird Junes erste Mission...

Meinung:
Was für ein Buch! Ich habe angefangen zu lesen und war sofort drin in der Geschichte. Die Autorin hat nicht lange damit gewartet, uns mitten in die Story hineinzuwerfen. Spannung von der ersten Seite an. Was will man mehr!? Aber ich fange mal von vorne an:

Schon das Design des Buches ist sehr ansprechend und ein echter Hingucker. Das goldene Symbol der Republik sticht einem schon förmlich ins Auge. Die pinkfarbene Schrift stellt hier einen guten Kontrast dazu her. Die Optik selbst ist also schon ein ziemlicher Appetizer, der Lust macht, das Buch lesen zu wollen.

Beim Lesen ist man sofort gefesselt vom Los Angeles in der Republik Amerika. Los Angeles selbst ist in Sektoren eingeteilt. Es gibt viele Armensektoren und wenige Sektoren für die Reichen. Die verschiedenen Stimmungen in den jeweiligen Gebieten werden sehr vorstellbar beschrieben. Ich jedenfalls war sofort Teil dieser Geschichte und konnte mich gut auf die jeweiligen Protagonisten einstellen.

Für die Erzählung hat die Autorin abwechselnd die Sicht von Day und June gewählt. Vor allem Day stellt einen Charakter dar, für den man auf Anhieb Sympathie empfinden muss. Day ist unabhängig und selbstbewusst. Für die Menschen, die ihm nahe stehen, würde er ohne zu zögern sogar sein Leben geben.

June ist sozusagen ein Wunderkind. Im Alter von zehn Jahren hatte sie den Großen Test mit der vollen Punktzahl bestanden. Das hat noch nie jemand geschafft. Durch dieses Ergebnis ist ihre Karriere in der Republik bereits vorgezeichnet. Anfangs ist June fester Bestandteil des Regimes. Zweifel an der Rechtmäßigkeit und den Taten der Diktatur kommen gar nicht erst in ihr auf. Nach dem Mord an ihrem Bruder Metias scheint der Schuldige auch schnell festzustehen. Doch dann kommen ihr Zweifel, durch die sie zunehmend verunsichert wird. June macht im Laufe der Geschichte eine großartige Entwicklung durch und prägt damit diese förmlich. Zu Beginn fühlt man ihr gegenüber sicherlich eine gewisse Antipathie, die sich nach und nach allerdings in das völlige Gegenteil umkehrt.

Es gibt in "Legend" natürlich jede Menge böser Charaktere. Stellvertretend möchte ich hier nur den unbarmherzigen, dem Regime treu ergebenen Thomas und die machtgierige, gefühlskalte Commander Jameson nennen. Man bekommt teilweise schier das Gefühl, die despotischen Protagonisten wären in einer deutlichen Überzahl und nehmen einem im wahrsten Sinne des Wortes aufgrund dieser Masse die Luft zum Atmen. Aber auch unter diesem Eindruck hat es die Autorin immer wieder verstanden, für Überraschungen zu sorgen und mich auf ein gutes Ende der Geschichte hoffen lassen.

"Legend" ist ein gut durchdachtes Buch, das mich oftmals überrascht hat. Einen gemeinen Cliffhanger braucht ihr übrigens nicht zu befürchten; dennoch hätte ich am liebsten weitergelesen!

Urteil:
"Legend" erhält von mir eindeutige 5 Bücher. Bei so einer gut durchdachten Geschichte mit erstaunlichen Protagonisten und vielem mehr kann ich auch gar nicht zu einem anderen Urteil kommen. Für alle Fans von Dystopien, in denen die Elemente Liebe, Spannung und Drama in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, ein absolutes Muss!

#15 RE: Rezensionen von Angels Bookart 16.10.2012 21:14

(...)
Das Äußerliche

Ich bin. Wirklich! Beindruckt vom Cover! Dieses Republik-Zeichen ist echt faszinierend, ich kanns kaum beschreiben. Dieser.. Kreis wo son R drin ist.. ich weiß nicht, wer das gemacht hat, aber er/sie/es hats toll gemacht!
Das Englische Cover ist da noch ein Tick besser, nicht wegen dem silbernen Hintergrund, nein, sondern wegen dieser Gold-Textur, das machts dann nochmal ein bisschen faszinierender.
Weiße Bücher sind zwar schön, aber leider hab ichs nicht geschafft, das Buch sauber zu halten :/
Ein weiteres Detail ist mir noch aufgefallen: die Seitenzahlen passen echt super zum Buch.
Ansonsten ist es eine der schönsten Aufmachungen, die ich bei Büchern bisher erleben durfte.

Meine Meinung

Am Anfang wird man direkt in die Geschichte rein geworfen mit dem tollen Satz „Meine Mutter glaubt, dass ich tot bin.“ Schon alleine diesen und den nächsten Satz lassen Day unglaublich sympathisch erscheinen. Ich zumindest habe mich sofort in Day verliebt und so habe ich dann das zweite Kapitel so schnell gelesen, dass ich hin und wieder mal zurückblättern musste, um z.B. bei einem Gespräch mitzukommen. Am Ende des ersten Kapitels, das ja aus Days Sicht geschrieben wurde, gibt es einen kleinen Cliffhanger und die Sichten wechseln ja immer (Day-June-Day...).
June war mir am Anfang nicht so sympathisch, schon etwas, aber nicht so sehr wie Day. Deshalb wollte ich am Anfang nur Days Sichten lesen.
Was mir überhaupt nicht gefallen hat, sind diese Sätze, die in Klammern stehen. Das reißt einen dermaßen aus der Geschichte, wenn man nicht richtig mit ihnen umgeht und das war in diesem Buch ein paar mal der Fall, nicht immer, aber zu oft.
Am Ende wird es dann nochmal richtig spannend, es werden Geheimnisse aufgedeckt, einen nach dem anderen.
Am Anfang wollte ich ja von Day nicht weg, aber am Ende wollte ich dann von June nicht mehr weg, also … eine komplette.. spannungs..umkehr..? Ja, ich finde nicht das richtige Wort :D Bei Day konnte ich dann nur noch spekulieren aber bei June habe ich alles erfahren. Also wirklch alles.
Das Ende ist ziemlich offen und lässt so einige Fragen zurück: „Wie geht es jetzt mit der Republik weiter“, usw. (Aber die wichtigste Frage ist immer noch: „Wann kommt der zweite Teil?“ XD)

Fazit

Ich habe wahrscheinlich wegen der Leseprobe zuviel vom Buch erhofft, weshalb die ersten paar Seiten für mich nicht so mitreißend waren, aber später wurde ich dann doch mitgerissen und meine Gefühle spielten verrückt, denn alle paar Kapitel passierte irgendetwas tragisches, das mir nach ein paar weiteren Kapiteln immer noch durch den Kopf spukte.

Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5
Spannung: 4,99/5
Emotionen: 4,99/5

Das Buch bekommt von mir:

Unsterbliche Flügel
11 von 12 Federn

(...)

(Ganze Rezension auf: http://angels-bookart.blogspot.de/)

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