#1 Sternensturm - Kim Winter (Band 2) von MacBaylie 04.06.2012 00:47

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Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (22. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3522503099
Empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Preis: 16,95

Info:
Bei „Sternensturm“ handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie!
Allen, die den ersten Teil dieser Sternen-Trilogie „Sternenschimmer“ noch nicht gelesen haben, empfehle ich, lest nicht den Klappentext von „Sternensturm“. Euch würde eine Menge an Spannung verloren gehen.
Aus diesem Grunde werde ich die Kurzbeschreibung weglassen und mich nur auf den Schreibstil, die Umsetzung, die Charaktere und meinen Leseeindruck beschränken. Keine Spoiler - versprochen!

Meine Meinung:
Auch der zweite Teil lässt sich wunderbar lesen.
Kim Winters Schreibstil ist einfach gehalten jedoch sehr angenehm und größtenteils alles andere als oberflächlich. Sie ist in der Lage kleine, unscheinbare Details in die Geschichte einzubauen ohne es für den Leser langatmig wirken zu lassen. Ganz im Gegenteil, eben diese kleinen Details geben dem Inhalt die nötige Authentizität. Mir hat das sehr gut gefallen.

„Sternensturm“ist jedoch eine ganze Ecke düsterer als „Sternenschimmer“ und genau darin liegen meiner Meinung nach hier die kleinen Schreibstil-Defizite, die ich zu beanstanden habe. Ich meine jetzt nicht die Tatsache an sich, dass es diesmal düsterer ist, das hätte gar nicht anders sein dürfen. Ich meine z.B.
die Kampfszenen. Die konnten mich von der Umsetzung her nicht wirklich überzeugen. Da fehlten mir so manche Beschreibungen um es mir bildlich vorstellen zu können, und ich musste zu häufig auf meine eigene Fantasie ausweichen. Außerdem wurden sie mir im Vorfeld und in der Anschlusshandlung zu schnell abgehandelt. Hier hätte ich mir einige Details, die ich von der übrigen Geschichte her gewohnt war, mehr gewünscht.

Sehr gut haben mir in diesem Teil die verschieden Wendungen gefallen. Dazu sage ich aber nichts. Ich kann nur verraten, dass es beim Lesen wahrscheinlich nicht ohne das ein oder andere Tränchen vonstatten gehen wird.
Und ich muss unbedingt „mehr“ über den Loduunschen Kuss wissen!

Insgesamt gesehen war es wieder ein tolles Leseerlebnis und die Liebesgeschichte um Mia und Iason kann in die dritte Runde gehen :-)
Ich bin sehr gespannt, was sich Kim Winter für den Showdown ausgedacht hat.

Zum Cover und zur Buchaufmachung muss ich wohl nichts mehr sagen, oder? ;-)
Das ist sooo schön!!!

Fazit:
Ein würdiger Nachfolger mit winzig kleinen Defiziten.
Emotional, tragisch und Loduunisch romantisch.

#2 RE: Sternensturm - Kim Winter von KimVi 01.07.2012 10:21

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Nach all den Aufregungen der letzten Zeit kehrt endlich ein wenig Ruhe in Mias Leben ein. Der attraktive Loduuner Iason steht zu ihrer gemeinsamen Liebe, sodass Mia eigentlich rundum glücklich und zufrieden sein könnte. Doch plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Als Mia immer öfter ein unheimliches Flüstern wahrnimmt und jemand aus ihrem näheren Freundeskreis zu den Vermissten zählt, keimt in ihr der furchtbare Verdacht auf, dass eine dunkle Macht versucht, die Kontrolle zu übernehmen. Schon bald traut Mia sich selbst nicht mehr über den Weg. Ausgerechnet jetzt landen die Wächter von Loduun auf der Erde. Sie verlangen von Iason eine Entscheidung und genau zu dem Zeitpunkt, an dem Mia Iason am meisten braucht, scheint er sich von ihr abzuwenden.....

Meine Meinung

Nach "Sternenschimmer" ist dieser Band der zweite Teil der Trilogie um Mia und Iason. Das Geschehen knüpft beinahe nahtlos an das Ende des ersten Teils an. Durch eingestreute Hinweise auf die Ereignisse im vorangegangenen Band, gelingt der erneute Einstieg in die Handlung mühelos. Man ist sofort wieder mitten im Geschehen und kann von Anfang an in die Handlung eintauchen. Genau wie im ersten Buch, erzählt Kim Winter die Geschichte in der Ich-Form aus der Sicht der Hauptprotagonistin Mia. Dadurch kann man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben. Der Autorin gelingt es auch in diesem Band wieder hervorragend, Mias Empfindungen so glaubhaft zu beschreiben, dass man sie quasi selbst durchlebt. Da Mia und Iasons Liebe sich erst noch bewähren muss, kann man sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle einstellen.

Es gibt in diesem Band ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus dem ersten Teil, doch auch neue Charaktere werden in die Handlung eingeführt. Kim Winter beschreibt ihre Protagonisten detailliert, sodass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann. Sie wirken lebendig und rufen spontan Sympathien oder auch Abneigungen hervor. Man fiebert regelrecht mit ihnen mit und kann sich so ganz auf die Handlung einlassen. Auch der Handlungsort, die Erde der Zukunft, wird so facettenreich beschrieben, dass man sich die entsprechenden Szenen sehr gut vorstellen kann.

Am Anfang des Folgebands kann man die Liebe zwischen Mia und Iason förmlich spüren. Sie ist präsent und wirkt gelegentlich schon fast zu zuckersüß. Doch dieser Eindruck schwindet schnell, denn in diesem Band hält das Schicksal einige Überraschungen und Prüfungen für das Paar bereit. Denn die beiden wissen bald selbst nicht mehr, was eigentlich vorgeht und wem sie noch vertrauen können. Spannung und actiongeladene Szenen kommen ebenfalls nicht zu kurz. "Sternensturm" ist von Anfang an spannend und Kim Winter schafft es mühelos, diesen Level durchgehend zu halten. Das Ende liefert zwar schlüssige Antworten zum aktuellen Geschehen, doch es gibt noch einige lose Fäden, die neugierig auf die Fortsetzung machen.

Obwohl ich ja eigentlich kein Freund von hochromantischen Liebesgeschichten bin, mache ich für Mia und Iason gerne eine Ausnahme. Denn die Liebe der beiden wirkt auf mich nicht übertrieben, sondern nachvollziehbar und glaubhaft. Außerdem sorgen spannende Haupt- und Nebenhandlungen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Ich warte bereits jetzt ungeduldig auf die Fortsetzung und vergebe begeisterte fünf Sterne.

#3 RE: Sternensturm - Kim Winter von Yvonnes Lesewelt 02.07.2012 17:50

Noch solch ein wunderbares Buch, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Kim Winter hat es auch mit dem zweiten Band der Trilogie um Iason und Mia geschafft mich völlig in ihren Bann zu ziehen. In dieser Fortsetzung von Sternenschimmer fand ich Mia allerdings stellenweise etwas nervig. Sie benimmt sich nicht wie eine fast erwachsene Frau, sondern doch eher wie ein trotziges Kind. Sie hat Geheimnisse vor Iason, Finn und den anderen, obwohl das in der Situation in der sich die Freunde immer noch befinden nicht gerade förderlich ist. Sie bringt sich damit natürlich wieder selbst in Gefahr. Das Buch ist auch insgesamt düsterer als Sternenschimmer. Es wird mehr gekämpft und weniger geliebt. Die Geschichte weist ziemlich viele Kampf- und Actionszenen auf. Es ist natürlich immer noch nicht brutal oder so, aber es ist auch nicht ganz so schmusig, wie Sternenschimmer es war.

Als interessante neue Figur wird Skyto eingeführt. Der Anführer der Wächter ist eine sehr spannende Persönlichkeit, die Kim Winter wieder hervorragend ausgearbeitet hat. Skyto ist hart und herrschsüchtig, aber das muss er in seiner Stellung auch sein. Wie er mit Mia und Iason umspringt dafür habe ich ihn gehasst, aber andererseits gibt das natürlich dem Buch auch die gewisse Würze. Es passiert aber so einiges, an dem vor allem Mia, aber auch der kleine Tony nicht ganz unschuldig sind, und am Ende der Geschichte liebte ich ihn dann doch irgendwie. Es hatte etwas Rührendes. Aber, lest selbst ;)

Bei diesem Buch ist es wirklich schwierig eine tiefer gehende Rezension zu schreiben, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Ich kann aber sagen, dass das Buch wieder ein richtiger Pageturner ist und kann es nur empfehlen das Buch zu lesen! Von mir wieder 5 volle Federn für dieses wunderbare Buch.

#4 RE: Sternensturm - Kim Winter von Gronik 10.07.2012 15:38

Mit Sternensturm wird die in Sternenschimmer begonnene Geschichte um Mia und Iason fortgesetzt. Iason hat sich entschieden, bei Mia auf der Erde zu bleiben und die beiden sind einfach nur verliebt und glücklich.

Doch schon bald ziehen Wolken über dem jungen Glück auf. Junge Menschen verschwinden aus der Stadt und keiner hat eine Ahnung, was mit ihnen passiert. Die Bevölkerung wird zunehmend misstrauischer gegenüber den Loduunern. Und Mia hört merkwürdige Stimmen in ihrem Kopf, die sie nicht zuordnen kann. Aber sie hat Angst, sich jemandem anzuvertrauen.

Als eine Gruppe Wächter um den Anführer Skyto auf die Erde kommt,wird die Liebe zwischen Iason und Mia auf eine harte Probe gestellt. Ist Mia wirklich Iasons Sinn? Und wenn ja, ist es wirklich seine Aufgabe, sie zu beschützen oder sieht der loduunische Plan etwas ganz anderes für sie vor?

Sternensturm unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Jugendbüchern. Gerade in diesem zweiten Band ist die Stimmung ziemlich ernst, teilweise regelrecht düster und verzweifelt. Das hübsche, in zarten Rosatönen gehaltene Cover entspricht nicht wirklich dem Inhalt und als Leser sollte man keine heile Zuckerguß-Welt erwarten. Nichtsdestotrotz kommen romantische Gefühle hier aber auch nicht zu kurz, genausowenig wie Action, Spannung und Humor. Man fiebert und leidet als Leser sehr mit den Figuren mit und die Autorin hat sich vor allem gegen Ende so einige Überraschungen einfallen lassen.

Teil 3 erscheint voraussichtlich im zweiten Quartal 2013.

#5 RE: Sternensturm - Kim Winter von Sinkana 31.08.2012 10:30

Inhalt:
Die Geschichte von Mia und Iason geht in die zweite Runde. Im Tulpenweg herrscht das übliche Chaos und Mia und Iason sind überglücklich miteinander. Doch das soll sich schlagartig ändern. Mia fängt plötzlich an, ein Flüstern in ihrem Kopf zu hören. Erst denkt sie, sie wird verrückt oder es wäre eine Nachwirkung von dem schweren Unfall letzten Sommer. Gleichzeitig verschwinden in der Stadt aber zahlreiche junge Mädchen. Mia fühlt sich hin- und hergerissen. Soll sie dem Flüstern in ihrem Kopf, das sie zu sich bittet, folgen oder nicht? Erst später wird ihr klar, dass das Böse versucht sie zu lenken. Mia vertraut niemandem mehr, am wenigsten sich selbst und zweifelt daran, den Frieden über Loduun bringen zu können. Als die Wächter von Loduun auf die Erde kommen muss Iason eine schwere Entscheidung treffen. Wird die Liebe der beiden das ganze Chaos überstehen?

Zum Buch:
Der erste Teil hat mich total in den Bann gezogen und ich dachte mir, den kann man nicht übertreffen. Doch mit „Sternensturm“ hat sich die Autorin selbst übertroffen. Das Buch hat mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich es nicht mehr weglegen konnte. Das Buch ist durchgehend bis zum Ende wahnsinnig spannend und es hält einige Überraschungen bereit.

Der Schreibstil:
Das Buch war leicht und flüssig zu lesen. Die Kapitel waren recht kurz, was zu einem angenehmen Lesefluss führte. Andererseits konnte man so das Buch noch schwerer aus der Hand legen („Nur noch ein Kapitel…“). Ein paar loduunische Wörter haben auch den Weg ins Buch gefunden, doch diese sind alle am Ende des Buches auf Deutsch übersetzt.

Fazit:
Mehr konnte man aus diesem Band und der Geschichte wirklich nicht herausholen. Ich bin immer noch total begeistert. Jetzt freue ich mich umso mehr auf den dritten und letzten Teil der Reihe. Von mir gibt es volle 5 Sterne für diese wunderschöne, zwischendurch traurige und überraschende Geschichte.

#6 RE: Sternensturm - Kim Winter von BeBubbly 13.08.2013 18:31

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" Tropfende Steinwände." (Erster Satz)
Mia und Iason sind am eine Hochpunkt in ihrer Beziehung, aber auf der Erde spielen sich merkwürdige Dinge ab. Es verschwinden immer mehr Leute und Mia hört ein merkwürdiges Flüstern in ihrem Kopf, dass sie sich selbst verlieren lässt. Immer mehr zweifelt sich an sich selbst und dann erscheinen die Wächter auf der Erde und alles gerät aus den Fugen, denn Skyto, der oberste Wächter ist nicht mit der Liebe zwischen Mia und Iason einverstanden, aber kann Mia sich ohne Iasons Hingabe diesem Flüstern entziehen oder ist ihr Schicksal mit der Distanz zu Iason besiegelt?

Meinung:
Auch bei diesem Teil war der Schreibstil bemerkenswert, aber auch hier hatte ich meiner Probleme, denn ich kam nicht drum herum einige Zeilen mehrfach zu lesen, wobei das nicht nur an dem für ein Jugendbuch anspruchsvollem Schreibstil liegt. Dennoch freundete ich mich sehr viel schneller mit dem Schreibstil an, als es beim ersten Teil der Fall war.
Dafür fand ich aber sehr lange nicht in die Geschichte rein, und dass obwohl ich den ersten Teil nur ein Tag vorher noch gelesen habe, denn die Handlung war sehr stumpf und wiederholte sich oft. Meiner Meinung nach gab es für den Seitenumfang viel zu wenige Höhepunkte, die für Spannung sorgen.
Und auch die Charakter verloren den Glanz, den ich im Auftakt der Reihe so gemocht habe.
Vor allem Mias Veränderung setzte mir sehr zu, denn sie verlor nicht nur sich selbst. Sie zog sich immer weiter zurück und tat in vielen Momenten nichts außer Trübsal blasen, was einerseits verständlich war, aber andererseits unerwartet, da sie immer nur so vor Hoffnung sprudelte.
Aber Iason hat eine sehr krasse Veränderung durchlebt, die aber anders als bei Mia eher eine große und willkommene Abwechslung war und für den Handlungsverlauf wichtig war, weshalb ich hier nicht so geschockt war.
Und auch wenn sich dieses Buch hier sehr gezogen hat und der Funke erst sehr spät übergesprungen ist, lag
in diesem Teil sehr viel mehr Gefühl, als in dem Vorgänger, denn nicht nur einmal stürmten die Gefühle auf mich ein. Deshalb bin ich trotz allem sehr gespannt auf das Finale dieser Reihe und hoffe auf noch mehr Abwechslung und einem durchdachteren und geordneterem Handlungsverlauf, wie er in diesem Teil nicht zu finden war.

Fazit:
Während die letzten 100 Seiten mich voll überzeugen konnten, tat ich mir mit dem Rest des Buches sehr schwer, denn die fehlende Handlung und das Durcheinander im Handlungsverlauf nahmen mir trotz der Abwechslung, die die Charaktere bewirkten, ein wenig das Lesevergnügen.
Trotzdem will ich den letzten Teil nicht verpassen, denn ich setzte alle Hoffnung darauf, dass die Autorin das Showdown gut rüberbringt und frischen Wind in die Story bringt.
Deshalb sollte jeder, der die Entwicklung von Mia und Iason weiter verfolgen will auch zu diesem Teil greifen, aber keine großen Erwartungen an die Spannung und die Handlung haben.

Hier findet ihr die ganze Rezension

#7 RE: Sternensturm - Kim Winter von Lydia255 19.08.2013 14:50

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Klappentext: Eine Liebe überbrückt Welten.
Iason hat sich entschieden: für die Liebe, für ein Leben mit Mia. Eigentlich perfekt. Aber plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Und ein unheimliches Flüstern spricht in der Nacht zu Mia. Sie fühlt sich gezogen und weiß nicht wohin. Stimmt es, dass die Entführer in Wirklichkeit hinter ihr her sind? Zweifel keimen auf, ob es Mia wirklich bestimmt ist, den Frieden nach Loduun zu bringen. Und bald schon nährt sich der Verdacht, dass sie vielmehr von einer dunklen und gefährlichen Macht gelenkt wird. Als Wächter seines Planeten muss Iason eine folgenschwere Entscheidung treffen und Mia gerät in ein Netz aus Intrigen, in dem sie niemandem trauen kann, am wenigsten sich selbst.

Cover und Buchtitel:
Die Bücher der "Sternen"-Trilogie besitzen wirklich zwei der schönsten Buchgestaltungen überhaupt! Das Cover zu Band 2 gefällt mir sogar ein Stückchen mehr, als das von Band 2. Die zarten, fliedernen Farben gehen diesmal mehr ins Rosa und auch die Blumen sind schön rosa. Statt einer Karikatur eines runden Planeten, befindet sich ein herzförmiger Planet im Zentrum des Covers. Was ich noch wichtig finde, ist dieser klar erkennbare Riss des Herzen, der bis in die Mitte hinein dringt. Der Einband Der Titel "Sternensturm" hört sich spannend an und das Cover lädt praktisch dazu ein, das Buch zu lesen.

Schreibstil und Charaktere:
Wie ich es schon von "Sternenschimmer" gewohnt bin, schreibt Kim Winter in einem flüssigen und angenehmen Stil. Wieder habe ich diese zwei Seiten, diese zwei Facetten feststellen können: im ersten Moment frech, kindisch und einfach, im nächsten Moment emotional geladen, ernst und dramatisch. Aber ich habe eine Verbesserung erkennen können, denn der Wechsel dieser zwei Seiten, ist nicht mehr so sprunghaft und unpassend, sie fließen diesmal ineinander ein. Noch ein Unterschied zwischen den Bänden wird aber auf jeden Fall deutlich: Band 1 ist ziemlich oberflächlich und kindisch, dagegen geht es im zweiten Band schon ums Eingemachte und es war tatsächlich so, als würde ich nach fünf Jahren, einem alten Freund wieder begegnet. Der Freund hat sich zum Positiven verändert, ist reifer und ernster geworden, aber trotzdem bleibt er der Freund, den man früher gekannt hat. Mia, die Protagonistin, erzählt die Geschichte in Ich-Form und in Vergangenheit, was den Leser tief in ihr Gefühlsleben und ihre Charakter blicken lässt. Doch trotz dieser Schreibweise, bleibt immer eine Art Distanz zwischen dem Leser und Mia. Ich weiß nicht genau, woran das liegen könnte, aber vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass Mia die Meisterin des Verdrängens ist und sehr oft sich selbst etwas vormacht.

Mia hat braune und lange Locken, grüne und strahlende Augen und 17 Jahre alt.. Außerdem ist sie auch sehr stur, witzig, verrückt, aufgeschlossen, hilfsbereit und liebenswürdig. Was sie aber zu etwas Besonderem macht, ist ihre Rolle im Schicksal Loduuns... Mia liebt Iason. Sie als Irde (Mensch) und er als Loduuner, befinden sich genau zwischen zwei entfernt verwandten Planeten. Mia weiß, dass ihre Liebe sehr stark sein muss, um die unvermeidlichen Widersacher fernzuhalten und die vielen Hindernisse zu überbrücken. Lokondra ist immer noch dabei, Loduun vollends zu zerstören und Loduun für sich allein zu beanspruchen. Die verschiedenen Clans Loduuns versuchen gegen ihn anzukommen, aber er und sein Clan sind einfach zu stark. SAH, (Stimme, Auge, Hand) seine drei "Stellvertreter" sind nun tot und trotzdem wird er nicht schwächer. Wegen der Situation auf Loduun, mussten viele Kinder auf die Erde fliehen, einer von ihnen auch Iason. Doch warum verflechtet das Schicksal Mia, eine einfache Irdin, immer wieder mit dem Planeten Loduun?

Iason ist Wächter und ist vom Clan des Stolzes. Die Überraschung, mit der niemand gerechnet hat: Mia ist sein Sinn! Für sie würde er also eines Tages sterben, womit Mia allerdings nicht so einfach leben kann. Nach den vielen rasanten und gefährlichen Ereignissen mit Tom O'Brians Entführung und Erpressung von SAH und seiner schlimmen Nahtoderfahrung, kann alles natürlich nicht einfach so seinen gewohnten Gang gehen. Für alle, die mit dabei waren; Greta, Frank, Lena, Tom, Finn, Iason und Mia, wird die Zeit danach sehr schwer. Besonders Mia stürzt nach diesen Erlebnissen in tiefe Zweifel. Was, wenn Iason und sie wirklich keine gemeinsame Zukunft haben und ihre Beziehung andere gefährdet? Iason hat sich jedoch schon entschieden, er kann ohne Mia nicht leben und glaubt endlich daran, dass er sein Schicksal in die Hand nehmen und bei Mia auf der Erde bleiben kann.

Ich finde die Charaktere sehr schön ausgearbeitet und authentisch. Ab und zu schwappt zwar noch etwas "Kindisches" durch, aber sonst sind sie ohne Ausnahme für mich "echt" gewesen. Man kann sie sich sehr gut vorstellen und was mich auch über alle Maßen freut, ist dass Mia und Iason eine richtige Charakterentwicklung durchmachen. Es ist eine erfrischende Abwechslung, wenn in einer Geschichte nicht immer alles gleich bleibt, sondern sich auch mal die Sichtweisen und Fronten verschieben. Das macht die Geschichte lebendig und glaubwürdig. Es kommen außerdem auch viele neue Charaktere dazu; Taria, Lyra, Demian, Skyto und viele mehr.

Meine Meinung:
Ich bin ehrlich positiv überrascht! Während mir "Sternenschimmer" nur bedingt gefallen hat, war ich von "Sternensturm" von der ersten Seite an gebannt. Es liegt wahrscheinlich wirklich daran, dass die Geschichte einen Ticken reifer geworden ist und der Schreibstil sich verbessert hat. Zudem gefällt es mir, wie die Geschichte nun auch mehr ins Dramatische übergeht und es tiefe Gefühle und es richtige Tiefs und Hochs gibt. Es ist zwar nicht von Anfang an spannend, aber ich wollte trotzdem immer weiterlesen, so als hätte ich schon ein Gefühl, dass der eigentliche Knüller noch kommt - und ich hatte recht! Nach ca. 200 Seiten kommt eine riesige Wendung, die mich kalt erwischt hat. Danach wird die Geschichte erst recht interessant und spannend, weil viele neue Charaktere dazu kommen und sich das Gefühlschaos in unseren Protagonisten endlich legt. Die Geschichte entwickelt sich zu einer Art Fantasy-Dystopie-Science-Fiction-Romance-Krimi Geschichte, was, wie ich finde, eine ziemlich gewagte und chaotische Mischung ist. Der Krimi und Romance Teil überwiegt je nach Situation aber meistens. Ich mag Krimi nicht so, deshalb konnte ich mich nicht so stark reinsteigern wie vielleicht Krimi-Fans, aber der Romance Teil hat mir sehr gut gefallen. Generell finde ich, dass die Dramatik in diesem Band viel stärker vertreten ist. Super! Ich werde Band 3 auf jeden Fall lesen!

Fazit:
4,5 von 5 Punkten! :)
Es gibt eine enorme Steigerung der Geschichte in Band 2 der "Sternen"-Trilogie! :)

#8 RE: Sternensturm - Kim Winter von BeBubbly 30.09.2013 22:02

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"In der Nähe einer zerstörten und verlassenen Siedlung in den Bergen tauchte Damian mit Tony wieder auf." (Erster Satz)
Obwohl Mia und Iason schon tief verbunden sind, möchte Iason nicht auf eine traditionelle Verbindungsfeier verzichten. Aber keiner von ihnen konnte ahnen, dass es so gar nicht nach Plan läuft und die Stimme sie nicht einmal an diesem Tag der Liebe verschonen wird.
Obwohl die Vergangenheit Mia und Iason gezeigt hat, dass sie zusammen besser dran sind, entscheidet sich Iason dafür, wieder nach Loduun zu fliegen und dort zu helfen, wo er kann. Währenddessen soll Skyto auf Mia acht geben, aber nicht einmal er scheint dieser Aufgabe gewachsen zu sein, denn Mia hat überirdische Hilfe.

Meinung:
Während ich bei den letzten Teilen etwas länger gebraucht habe, um in die Geschichte zu finden, fand ich hier schon wesentlichen früher - auch wenn nicht sofort - in die Story um Mia und Iason hinein. Vor allem der Prolog und die Gefühlsbechreibungen haben es mir angetan. Denn Kim Winter hat Mia's Gefühle von Beginn an nicht nur realistisch, sondern auch wunderbar liebevoll umschrieben - vor allem hat sie mir persönlich noch einmal die tiefen Gefühle zwischen den Protagonisten klar gemacht, mich aber auch tief im Herzen berührt, weil ich mich Mia's Gefühlen so nah gefühlt habe. Aber ich muss gestehen, dass ich zwei bis drei Mal schmunzeln musste, weil mich diese Stellen an Twilight erinnert haben.
Natürlich gab es auch tieftraurige Stellen oder Stellen, die Empörung in mir hinterlassen haben, somit bekam ich eine Abwechslung, wie sie sein sollte. So rückt der Krieg, der doch oft hinter der Liebesgeschichte steht auch nicht komplett in den Hintergrund, sondern spielt weiterhin eine große Rolle. Obwohl sich viele Handlungsverläufe logisch erschließene ließen, sorgte die Autorin bei mir auch für einige Überraschungsmomente.
Aber nun zu den Protagonisten, denn vor allem zu Mia die in diesem Teil um einige Erfahrungen reicher und einige Jahre älter schien, als sie tatsächlich war, überraschte mich total oft. Wie erwartet behielt Mia aber auch einige Charakterzüge bei, so blieb mir ihre sympatische Sturheit, aber auch ihre Naivität erhalten. Sie ist eben eine gesunde Mischung aus allem, was ihre Personalität erst so interessant gestaltet.
Auch Iason war mir weiterhin sympatisch, berührte mich aber deutlich weniger als Mia es tat. Dafür schloss ich aber auch einige andere Charakter, wie Skyto, ins Herz, obwohl sie mir bis zum Schluss hin ein Rätsel waren.
Leider kam mir - wie in den Vorgängern - auch in diesesm Teil die tolle Architektur zu kurz, obwohl es auch hier tolle Ansätze gab, wo hingegen die restliche Kulisse mich sehr überzeugen konnte.
Dafür sorgte Frau Winter aber für reichlich Spannung, die mir teilweise in den Vorgängern gefehlt hat, denn ich wollte das Buch nicht nur nicht mehr aus der Hand legen, sondern war auch noch über den größten Teil der Handlung hinweg auf Hochspannung.
Mit dem Schluss konnte mich Kim Winter noch einmal ganz besonderes überraschen, denn sie fand nicht nur den perfekten, abgerundeten Schluss, sondern brachte mich auch mit den letzten Worten noch einmal dazu all meine Gefühle an den Tag zu legen und die Trilogie mit einem lachendem und einem weinenden Auge zu beenden.

Fazit:
Trotz einiger Enttäuschungen bei den Vorgängern, hat der finale Band der Sternentrilogie definitiv fünf Sterne
verdient, denn er war nicht nur abwechslungsreich, sondern konnte auch mit seiner nach kurzer Zeit aufgebauten und schließlich permanenten Spannung überzeugen.
Außerdem ist diese Reihe auch für jeden Fan von Romantik und tiefgründigen Charakteren ein Muss. Aber auch jeder, der mal wieder ein Buch braucht, dass seine Emotionen auf Hochtouren bringt und gerne mal ein Buch zum weinen und zum lachen braucht, ist hier genau richtig, da die Protagonistin einen mit ihrer gefühlsgeladenen Art ziemlich schnell ansteckt.
Deshalb sollten auch alle Fans der Reihe unter keinen Umständen diesen Band verpassen, sondern Mia und Iason auch auf ihren letzen Seiten begleiten.

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