#1 Mücke im März (Veronika Rotfuß) von elbenwind 01.03.2012 09:32

Mücke im März von Veronika Rotfuß ist ein Roman mit Tiefgang.
Mücke ist ein Teenager, sie hat Stress in der Schule, Klausuren am Hals, der kleine Bruder, der manchmal nervt, Ärger mit der Freundin und einen heimlichen Schwarm Yurik. Ihr Vater ist viel geschäftlich unterwegs auf Dienstreise und das Schlimmste ihre Mutter ist krank. Schwerkrank. Sie hat eine Demenz und baut immer weiter ab. Sie wird zum Pflegefall.
Mücke im März ist kein leichter, fröhlicher Jugendroman mit einer Liebesgeschichte, sondern ein Roman zum Nachdenken. Die Mutter ist krank, sterbenskrank und sie baut intelektuell immer weiter ab, manchmal erkennt sie Mücke nicht mehr. Wie soll Mücke damit zurecht kommen? Gerade nun braucht sie ihre Mutter. Die erste Liebe zu Yurik, die Pubertät, Erwachsenwerden im Schnelldurchgang. Ein Buch was eine traurig macht, es regt zum Nachdenken an, was wäre, wenn da nicht Mücke im März stände, sondern mein Name und es ginge um meine Mutter oder Vater, die an Alzheimer erkrankt wären? Und dann die zusätzlichen Sorgen, ist es erblich? Wie soll man leben, sein Leben gestalten mit dieser ständigen Angst im Nacken, die Krankheit zu bekommen. Ich würde das Buch ab mindestens 16 Jahre empfehlen. Es liest sich flüssig, geht nicht zu sehr auf die Erkrankung der Mutter ein, sondern behandelt wirklcih Mückes Leben. Wie geht sie damit um. Wie entwickelt sich die Beziehung zu Yurik. Ein anspruchsvolles Thema und ein trauriges, aber gut geschriebenes Buch und auch die Umsetzung dieses Thema ist sehr gelungen. Es lässt einen nachdenklichen und traurigen Leser zurück. Das Buch hat wieder einen schönen Schutzumschlag und das für ein Taschenbuch.

Carlsen Verlag
Mücke im März
ISBN 9783551581952

Veronika Rotfuss

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