#1 Rebellen der Ewigkeit (Gerd Ruebenstrunk) von elbenwind 01.03.2012 09:30

Was wäre, wenn man Lebenszeit kaufen könnte? Oder Lebenszeit verkaufen könnte, um damit sein Leben zu verlängern? Willis ist Fahrradkurier und im Waisenhaus aufgewachsen. Er bekommt durch Zufall einen neuen Job als Assistent bei einer Privatdetektivin, die im Auftrag der Firma Tempus Fugit ermittelt. Diese Firma handelt mit Lebenszeit. Sie besitzt eine Technologie aus der Quantenphysik, die ihnen die Speicherung und Übertragung von Lebenszeit ermöglicht. Jemand versucht nun diese Firma zu sabotieren. Zusammen mit Valerie, einer jungen Frau, ermittelt Willis nun im Auftrag der Firma.
Aber dann kommt es zu gehäuften Fällen, in denen Menschen behaupten, ihre Realität hätte sich verändert. Hat es etwas mit der Technologie zu tun? Ist diese Methode, die ja auf quantenphysikalischen Methoden beruht überhaupt sicher?
Auffallend ist das Buch schon durch seine Gestaltung. Die vorwiegende Farbe ist Orange, das einem förmlich ins Auge sticht. Dann das Cover mit dem orangen Auge, sehr ansprechend.
Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Immer wieder eingebaut sind die Kapitel über die Realitätsverschiebungen der verschiedenen Menschen. Die Idee des Buches Lebenszeit zu verkaufen bzw. zu kaufen ist originell. Die Charaktere sind sympathisch und der Leser fiebert mit ihnen. Das Buch hat mir recht gut gefallen, manchmal fand ich die Charaktere nicht so ausgereift, es fiel mir schwer, mir sie vorzustellen. Was ich mir auch mehr gewünscht hätte, wenn am Anfang schon mehr auf die eigentliche Technologie eingegangen wurden wäre. Insgesamt ein spannendes Jugendbuch mit einem hochinteressanten Thema, deshalb 4 von 5 Punkten.
Das Buch würde ich ab mind. 14 Jahren empfehlen, da eine Szene äußerst brutal ist.

Rebellen der Ewigkeit
Gerd Ruebenstrunk
ISBN 9783760765396
2012
Ars Edition
17,99

#2 RE: Rebellen der Ewigkeit von Zack 11.03.2012 14:35

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Die Idee klingt aber sehr ähnlich wie im Film "In Time" ... gibts außer der Grundidee weitere Parallelen? Die Idee an sich finde ich sehr interessant, aber gerade wegen der auffälligen Parallele zu einem Film bin ich skeptisch ...

#3 RE: Rebellen der Ewigkeit von elbenwind 14.03.2012 09:10

ich kenne den Film leider nicht

#4 RE: Rebellen der Ewigkeit von Zack 14.03.2012 09:46

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Mhm, ich werd "Rebellen der Ewigkeit" mal selbst lesen die Grundidee ist ja schon recht interessant :)

#5 RE: Rebellen der Ewigkeit von merlin78 14.03.2012 10:51

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Ich habe das Buch schon zu Hause - brauche nur noch ein wenig Zeit zum Lesen zu finden :)

#6 RE: Rebellen der Ewigkeit von Gronik 28.03.2012 10:17

Zum Inhalt:

Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Menschen Lebenszeit kaufen und verkaufen können. Der Konzern „Tempus fugit“ macht es möglich, indem er die verkaufte Zeit der einen in sogenannte Zeitbatterien speichert und dann anderen zur Verfügung stellt. Angeblich alles völlig ungefährlich und so eine wunderbare Möglichkeit für junge Menschen, ein paar Jahre, die sie doch vielleicht eh nie brauchen werden, gegen Geld abzugeben – genauso wie für ältere Menschen, ihr Leben zu verlängern. Doch ist dies alles wirklich so ungefährlich oder spielt Tempus fugit hier mit Dingen, die zu groß sind, um sie sicher zu beherrschen?

Als die junge Valerie aufgrund der kostenintensiven Krankheit ihrer Mutter beschließt, einige Jahre ihrer Lebenszeit zu verkaufen, lernt sie kurz darauf durch Zufall den Fahrradkurier Willis und die Privatdetektivin Karelia kennen. Letztere hat gerade den Auftrag erhalten, Feinde von Tempus fugit ausfindig zu machen und nimmt die beiden jungen Leute kurzerhand in ihr Team auf. Doch dieser Auftrag entwickelt sich völlig anders als anfangs vermutet.


Meine Meinung:

Die Idee des Zeitverkaufs fand ich sehr spannend, mal ein ganz anderes Konzept.
Leider konnte mich das Buch insgesamt eher weniger überzeugen. Das lag hauptsächlich daran, dass die Charaktere für mich nicht besonders glaubwürdig rüberkamen und ich ihre Handlungen und Motive größtenteils nicht wirklich nachvollziehen konnte. Das fängt mit so harmlosen Kleinigkeiten an, warum z.B. Karelia zwei ihr völlig unbekannte Jugendliche spontan in ihre Ermittlungen mit einbezieht und geht bis zum Verhalten von Willis Mutter. Da blieben mir die meisten Charaktere einfach viel zu blass.

Mir ist völlig klar, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und man daher vielleicht nicht allzu viel Komplexität voraussetzen sollte. Andererseits kommen hier auch ziemlich gewalttätige Szenen vor, die dann meiner Meinung nach konsequenterweise auch nicht in ein Jugendbuch gehören.

Gut gemacht fand ich die „wissenschaftlichen“ Erklärungen zu der Thematik des Zeithandels und der damit verbundenen Quantenphysik.

Insgesamt für mich ein Buch mit einer spannenden Grundidee mit deutlichen Schwächen in der Umsetzung.

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