#1 Dead Beautiful-Deine Seele in mir von Yvonne Woon von zehn123 11.01.2012 21:45

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Yvonne Woon ist ein durchaus gutes Erstlingswerk gelungen.

Renèe findet an ihrem 16. Geburtstag die Leichen ihrer Eltern im Wald. Von diesem Moment an verändert sich ihr Leben. Ihr Großvater, zu dem sie vor dem Tod ihrer Eltern keinen Kontakt hatte, soll sich nun um sie kümmern. Er schickt Renèe in ein Internat, das Gottfried-Institut. Am Institut herrschen seltsame und strenge Regeln. Schnell schließt Renèe Freundschaft mit ihrer Mitbewohnerin Eleanor. Auch zu Dante fühlt sich Renèe magisch hingezogen. Doch Dante ist irgendwie seltsam, seine Haut ist kalt, er ißt nicht und scheint auch keinen Schlaf zu brauchen. Nur sehr langsam findet Renèe heraus was das Gottfried-Institut wirklich ist und was es mit seinen Schülern auf sich hat.

Das Buch ist in der Ich-Erzählform geschrieben und liest sich sehr leicht und flüssig. Die ersten 100 Seiten waren für mich sehr spannend. Dann wird es ein bißchen langatmig. Das Ende ist dann wieder flott, die kleinen Andeutungen und einige seltsame Unterrichtsmethoden finden eine schlüssige Erklärung. Alles in allem ein gelungener Fantasy-Roman.

#2 RE: Dead Beautiful-Deine Seele in mir von Yvonne Woon von Yvonnes Lesewelt 15.05.2012 06:53

Über dieses Buch bin ich eher zufällig gestolpert und habe es in die Hand genommen, da mir das Cover total gefiel. Das Buch erzählt die Geschichte, wie Renée ihre Eltern verliert und von ihrem Großvater auf das Internat “Gottfried-Institut” geschickt wird. Zunächst will Renée dort nicht hin, will ihre Freunde nicht verlassen. Als sie aber dort angekommen ist lebt sie sich trotz der zum Teil merkwürdigen Unterrichtsfächer und altmodischen Regeln schnell ein. Lange bleibt unklar, um was für ein Internat es sich handelt, was es mit den Wächtern auf sich hat und warum diese altmodischen Regeln aufgestellt wurden. Erst nach über der Hälfte des Buches wird einiges klarer.
Renée ist eine sehr schön farbig gezeichnete Figur, die einem sofort sympathisch ist. Auch die Nebencharaktere sind super ausgearbeitet und wuchsen mir sofort ans Herz.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Geschichte entwickelt sich stetig vorwärts, allerdings wusste der Leser viel früher als Renée worauf alles hinauslaufen würde, so dass ich manchmal etwas genervt von ihr war und dachte “warum kommt sie da denn jetzt nicht drauf?”. Das Ende fand ich nicht ganz überzeugend, vor allem, weil es auf den letzten paar Seiten alles sehr schnell ging und man nicht so recht wusste, wem nun damit eigentlich geholfen war, dass es so passierte, wie es passierte…
Aber da ich gesehen habe, dass ein weiteres Buch erscheinen wird, werde ich es mir zu gegebener Zeit besorgen und dann sehen, wie die Geschichte weitergeht.

Mein Fazit:
Trotz einiger Schwächen ein leicht und schnell zu lesendes Buch das ich wirklich empfehlen kann.

#3 RE: Dead Beautiful-Deine Seele in mir von Yvonne Woon von Kate88 22.11.2012 17:21

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Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr so, wie es mal war. An ihrem Geburtstag findet Renee ihre Eltern im Wald - Beide tot, auf eine seltsame Art und Weise. Von nun an wird sie bei ihrem Großvater leben, mit dem sich ihre Eltern schon vor Jahren zerstritten haben. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, muss sie auch noch die Schule wechseln. Das Gottfried-Institut ist wahrlich keine normale Schule. Gartenbau und Bestattungskunde stehen dort auf dem Stundenplan. Während Renee noch versucht sich mit all dem Neuen auseinander zu setzten, schleicht sich immer wieder jemand anderes in ihre Gedanken - Dante.
Dante, den ein Geheimnis umgibt und der bei jeder Berührung etwas merkwürdig wunderbares mit ihr geschehen lässt. Doch kann sie ihm wirklich trauen? Und was hat es mit den Todesfällen im Gottfried-Institut auf sich?

Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen. Ich war so gefangen in der Welt von Renee und Dante und konnte gar nicht genug bekommen. Natürlich ist es keine neue Thematik, aber trotzdem hatte ich pures Lesevergnügen.
Renee als auch Dante sind zwei äußerst interessante Charaktere. Die Verbindung, die beide für einander empfinden, ist schon fast greifbar gewesen. Mir fällt dazu nur ein Wort ein - Leidenschaft. (Natürlich im Jugendbuchstil)
Aber auch die anderen Figuren in dem Buch waren alles andere als Farblos. Überhaupt die ganze Welt um das Gottfried-Institut war außergewöhnlich, geheimnisvoll und düster. Dante und Renee haben Licht in die Geschichte gebracht und dieser Ausgleich macht die Geschichte zu etwas Besonderem.
Zum Schreibstil von Yvonne Woon bleibt eigentlich nicht viel zu sagen. Er war wunderbar leicht und flüssig zu lesen, war bildhaft und hat mich Stundenlang in eine andere Welt entführt.
Das Ende hat einen leichten Cliffhanger, weil der Leser nicht genau, wie es mit Renee und Dante weiter gehen wird. Der Cliffhanger ist aber zu verkraften und steigert die Vorfreude auf den zweiten Teil umso mehr.

Fazit:

Wer düstere, geheimnisvolle, aber vor allem leidenschaftliche Geschichten mag, ist bei Dead Beautiful genau richtig. Ich hatte atemberaubende Lesestunde und pures Lesevergnügen. Den zweiten Teil kann ich kaum erwarten!

#4 RE: Dead Beautiful-Deine Seele in mir von Yvonne Woon von goat 25.05.2013 01:13

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Autor: Woon, Yvonne
Titel: Dead Beautiful - Deine Seele in mir
Originaltitel: Dead Beautiful
Verlag: Dtv
Erschienen: 1. Oktober 2011
ISBN-13: 978-3423760386
Seiten: 480 Seiten
Einband: Gebundene Ausgabe
Serie: Band 1 der Dead-Beautiful-Reihe
Empfohlenes Alter: ab 14
Preis: 16,95 €

Autorenportrait:

Zitat
Yvonne Woon, geboren 1984, wuchs in Worcester, Massachusetts, und in Frankreich auf. Nachdem sie 2006 an der Columbia University ihren Abschluss in Englisch und Creative Writing erlangt hatte, arbeitete sie als Assistentin in einer Literaturagentur und absolvierte ein Aufbaustudium. › Dead Beautiful - Deine Seele in mir‹ ist ihr erster Roman.


Quelle: Klappentext


Inhaltsangabe:

Zitat
Was tun, wenn man jemanden, den man über alles liebt, nicht lieben darf? Yvonne Woon erzählt in ›Dead Beautiful - Deine Seele in mir‹ eine packende Geschichte vom Leben und vom Tod, von Sehnsucht und Schmerz und von einem Kuss, der das Ende von allem bedeuten kann.

Nach dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern ist in Renée Winters' Leben nichts mehr, wie es einmal war. Von ihrem Großvater wird die 16-Jährige auf das Gottfried-Institut geschickt, eine elitäre Privatschule von Weltruf mitten in den Wäldern von Maine. Schnell merkt Renée, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht: Der Fokus des Unterrichts liegt auf Fächern wie Gartenbau und Bestattungskunde und Latein scheint die Insider-Sprache zu sein. Darüber hinaus gibt es am Gottfried einige mysteriöse Todesfälle. Obwohl die strengen Regeln der Schule private Verabredungen zwischen Mädchen und Jungen verbieten, verliebt sich Renée in den kühlen, zurückgezogenen und wunderschönen Dante Berlin. Auch er scheint Gefühle für sie zu haben, doch einen Kuss verwährt er ihr. Welches tödliche Geheimnis versucht er vor Renée zu verbergen?


Quelle: Verlagsseite

Meine Meinung:

Für die 16-jährige Renée ändert sich auf einen Schlag das ganze Leben, als sie ihre Eltern in einem Wald tot auffindet. Dass sich rund um die Leichen Münzen befinden und sowohl ihr Vater als auch ihre Mutter ein Stück Mull im Mund haben, scheint niemanden zu verwundern. Für die Polizei steht fest, dass die beiden an Herzversagen starben. Einzig ihr Großvater, der von ihren Eltern als Vormund bestimmt wurde, mit dem sie aufgrund eines großen Streits seit Jahren aber keinen Kontakt mehr hatten, interessiert sich etwas näher für Renées Entdeckung. Doch statt sie zu unterstützen und ihr zu helfen, den schrecklichen Fund zu verarbeiten, schickt er sie nach Maine auf eine elitäre Privatschule. Fern ihrer Heimat und ihren alten Freunden, ist Renée nun völlig auf sich allein gestellt. Schon bald merkt sie, dass dort merkwürdige Dinge geschehen und auch Dante, ein überaus schöner Junge, in den sich Renée sofort verliebt, scheint ein dunkles Geheimnis in sich zu tragen. Was ist geschehen, dass plötzlich ihr ganzes Leben aus den Fugen gerät und vor allen Dingen, warum scheint sie auf einmal den Tod immer wieder magisch anzuziehen?

Bei „Dead Beautiful“ handelt es sich um einen Jugendroman, was auch optisch durch das Cover schon klar wird. Von dort blickt dem Leser das Gesicht eines jungen Mädchens mit strahlend blauen Augen entgegen. Es sieht ein bisschen geheimnisvoll aus, was auch durch den Zusatz des Buchtitels „Deine Seele in mir“ noch untermauert wird. Nimmt man den Schutzumschlag der gebundenen Ausgabe ab, so erscheint darunter ein schwarzer Einband. Passend dazu gibt es auch ein Lesebändchen in dem gleichen Farbton.

Die Leser meiner Rezensionen wissen, dass ich mich die letzte Zeit öfter mit Jugendbüchern beschäftigt habe, von denen es immer mehr richtig gute gibt. Dementsprechend habe ich mich sehr auf diese Neuerscheinung gefreut. Nach dem ganzen Vampirhype war ich auch froh, mal etwas anderes Paranormales lesen zu können. Mit ihrem Debüt hat mich Yvonne Woon zwar nicht enttäuscht, aber meine Erwartungen wurden leider auch nicht ganz erfüllt.

Nach einem kurzen Prolog wird der Leser gleich mit dem Tod von Renées Eltern konfrontiert. Das Auffinden wirkt zunächst noch zufällig, weil Renée das Auto ihrer Eltern an der Straße stehen sieht, und dies auch nur, weil sie ihre Freundin überredet hat, eine Abkürzung zu fahren. Natürlich kommt es ihr komisch vor, dass das Auto vor dem Wald abgestellt ist und obwohl es bereits recht finster ist, macht sie sich, mit einer Taschenlampe bewaffnet, sofort auf den Weg. Selbst ihre Freundin kann sie nicht davon abhalten. Immer läuft sie in den Wald und stößt plötzlich auf die Leichen ihrer Eltern. Ihr erster Impuls ist, zum Auto zurück zu rennen und nach Hilfe rufen, doch das bringt sie nicht fertig, weil sie weiß, dass dies die letzten Augenblicke sind, die sie jemals mit ihren Eltern haben wird. Als sie dann den Kopf auf die Brust ihrer Mutter legt, hat mich das sehr berührt. Aber ich wurde trotzdem den Gedanken nicht los, dass ein junges Mädchen niemals alleine im Dunkeln in den Wald gelaufen wäre und nach dem Auffinden der toten Eltern so „gelassen“ reagiert hätte. In so einem Fall wäre wohl eher Panik angebracht gewesen und die Angst, dass der Mörder sich vielleicht noch in der Nähe aufhält, hätte greifbar sein müssen.

Und genau das ist es, was ich auch während des weiteren Lesens ständig vermisst habe. Dieser Ansatz von überwältigendem Gefühl, als sie die letzten Minuten allein mit ihren toten Eltern verbringt, den hätte ich mir auch für den Rest der Geschichte gewünscht. Aber das ist leider im Sande verlaufen, was ich etwas schade finde. Dabei hätte dieser Charakter so toll ausgearbeitet werden können. Auch das Verhalten des Großvaters war für mich nicht nachzuvollziehen. Wie kann man seine Enkeltochter so kurz nach dem Tod der Eltern einfach in ein Internat abschieben? Und das auch noch mit dem Wissen, dass niemand an einen Mord glaubt, obwohl die Indizien dafür sprechen? Der Leser möchte sich doch eigentlich gerne mit den Figuren identifizieren können. Aber hier kommen die Figuren nüchtern und unglaubwürdig rüber.

Was die Spannung angeht, so wird der Spannungsbogen stetig aufgebaut, ist aber durch ein sehr plumpes und konstruiertes Ende einfach kaputt geschrieben worden. Die Ereignisse überschlagen sich plötzlich und das Ende des Buches wird dem guten Start der Geschichte einfach nicht mehr gerecht. Zwar lässt sich das Buch flüssig lesen, aber die Autorin hat sich einfach zuviel vorgenommen und wohl leider versucht, aus mehreren Bestsellern eine eigene Geschichte zu konstruieren. Aber die Autorin hat mit der Fortsetzung, die 2012 in Deutschland erscheinen wird, die Möglichkeit zu beweisen, dass sie es besser kann und auch die vielen noch offenen Fragen, die sich im Verlauf der Geschichte gestellt haben, zu beantworten.

Von mir gibt es diesmal nur drei Sterne und eine sehr verhaltene Empfehlung.

3 von 5 Sternen

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