#1 Steffi von Wolff - Ausgebucht von SabrinaK1985 13.01.2011 19:28

Land unter in Altkirchtrup

"Also es ist ja nicht so, dass ich einer von diesen militanten Naturschützern bin", sagte Udo und lächelte die Zwillinge an . "Aber es sit nun mal eine Tatsache, dass der Krwawallquerwimpel da oben auf dem Dach nistet, und das schon seit Ewigkeiten. Jedes Jahr wieder." Er deutete auf das Dach des Friesenzaubers, vor dem sie nun wieder standen.

Katinka und Dine, Zwillinge, die sich hassen wie die Pest. Nicht eine Minute halten sie es miteinander aus. Friedfertigkeit und Geschwisterliebe sind Fremdwörter für sie. Ihre Urgroßmutter Fanny ist verstorben und hinterlässt ihren Urenkelinnen jetzt jeweils eine Million Euro, unter einer Bedingung: Sie erben ebenfalls ein Hotel, den Friesenzauber, in Altkirchtrup und dieses müssen sie gemeinsam renovieren und dafür sorgen, dass es binnen einen Jahres für drei Monate am Stück ausgebucht ist. Und da fangen die Probleme an....

Steffi von Wolffs Roman "Ausgebucht" ist ein unterhaltsamer und kurzweiliger Jugendroman. Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und gut zu lesen.
Die Grundidee des Romans gefällt mir sehr gut: Zwei sich ewig zankende Schwestern durch einen große Herausforderung aneinander zu binden und zu gewöhnen. Auch die zahlreichen Rückschläge und Hindernisse geben dem Buch Pepp. Aber, was mir nun leider gaar nicht gefallen hat ist, dass die Charaktere oftmals total überzogen dargestellt werden. Ok, ich denke die meisten von uns kennen Streit unter Geschwistern, aber seien wir mal ehrlich: Welche 18jährigen Mädchen reißen sich gegenseitig die Haare aus, oder stechen sich mit Gabeln in die Beine? Das ist echt too much. Und auch bei anderen Charakteren werden die Klischees so ausgeschlachtet, dass es beim lesen manchmal schon weh tut. Natürlich gibt es auch viele gute Stellen, ich persönlich liebe die Geschichte vom Schutz des Krawallquerwimpels.
Zum Ende des Buches hin, wurde ich noch mal ein bisschen traurig, zwar wurden Dina und Katinka erwachsener und auch normaler, dafür nahm dann aber die Geschichte ganz abstruse Wendungen.
Das Cover ist in knalligen Farben gehalten. ImVordergrund ein roter Koffer, über dem ein paar Beine aufragen.

Ich empfehle dieses Buch jungen Mädchen ab 14 Jahren, die gerne lachen und auch einer Liebesgeschichte gegenüber nicht abgeneigt sind.

#2 RE: Steffi von Wolff - Ausgebucht von Ichbinswieder 11.03.2011 11:32

Die Geschichte

Uroma Fanny ist gestorben. Sie hinterlässt sie ihren Urenkeln, den Zwillingen Katinka und Dine ein Hotel und eine Million Euro, wobei die Erbschaft des Geldes an eine Bedingung geknüft ist. Sie müssen erst das heruntergekommene Hotel „Friesenglück“ renovieren und anschließend dafür sorgen, dass es drei Monate am Stück ausgebucht ist. Zeitlimit: ein Jahr….. Soweit so gut.

Das erste Problem ist aber, dass sich Dine und Katinka absolut nicht ausstehen können. Sie streiten den ganzen Tag. Dazu kommt noch, dass das Hotel in dem sehr ländlichen Fleckchen Altkirchtrup an der Nordsee liegt und total marode ist. Die Einheimischen sind Fremden gegenüber eher feindseelig eingestellt, und untereinander sind sie sich auch nicht immer „grün“. Und als nach langem hin und her die Renovierung endlich voranschreitet, erfahren die Zwillinge etwas aus Uroma Fannys Vergangenheit, dass Einiges verändert….

Fazit

Die Idee der Geschichte gefiel mir, und die Leseprobe habe ich genossen.

Die Protagonisten haben alle einen gewissen Charm. Die streitenden Zwillinge, der ewig „Jo“-sagende Bendix, seine Frau Merit, die immer am Herd vor sich hinwerkelt und Angst vor den Russen hat, um nur einige Beispiele zu nennen.
Jedoch wurden diese (eigentlich) liebenswerten Eigenschaften so oft und ausführlich angeführt, dass ich es irgendwann nicht mehr lesen mochte. Besonders das ewige gezicke der Zwillinge störte den Fluß der Geschichte irgendwann sehr. Hinzu kam noch, dass man beim lesen immer wieder hessischen und friesischen Dialekt fand. Dies im Wechselspiel mit Hochdeutsch war mitunter recht anstrengen zu lesen. Und spätestens beim „furiosen“ Ende traute ich meinen Augen kaum. An den Haaren herbei gezogen trifft es wohl am besten. Die Geschehnisse am Ende konnte ich nur mit einem Kopfschütteln quittieren.
Es war eine sehr leichte Lektüre, mit einigen, wenigen humoristischen Situationen, die mich insgesamt leider nicht überzeugen konnte. Es haperte oft bei der Umsetzung des Themas, da u.a. Einiges sehr gezwungen wirkte…

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