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#16 RE: Abschnitt 1: Seite 7 bis 102 (Kapitel 1 bis 6) von JennyB 17.01.2011 08:23

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Zitat
@Jenny

Zitat Manchmal kann eine Weiterentwicklung echt ein Übel sein


Hast du das auch schon mal erlebt?



Ich bin prädestiniert für sowas.
Weil ich gerne ausprobiere und Ratschläge (benutze nicht dies und das) nur annehme, wenn ich sie verstehe und ansonsten ignoriere. Blöd, wenn man es dann später doch versteht.

Ich habe deine Blogeinträge gelesen. Verstehe.
Wobei das ja mehr stilistisch ganz andere Ansätze sind, quasi ein kompletter Neuversuch. Da würde ich nicht von Fehlern sprechen. Macht aber neugierig auf deinen nächsten Roman!



Zitat
Zitat auch wenn ich mich frage, wie sie zu einer so kritischen, intelligenten jungen Frau werden konnte


Das ist eine sehr gute Frage. Und, wie beantwortest du sie?



Naja, teilweise zupft es mich etwas raus, weil ich den Eindruck habe, dass die Figur nicht ganz konsequent durchgesetzt ist. Manchmal blitzt durch, dass sie etwas weltfremd ist (was ich normal finde - nicht, weil sie dumm ist oder war, sondern weil sie eben die letzten 12 Jahre in diesem Mitttelding Kind-Ratte ganz andere Sorgen gehabt haben muss, die Welt eben aus Augen einer Ratte gesehen) Ich denke, das hättest du aber gar nicht deutlicher rausstellen können, da sie ja eine Hauptfigur ist und Möglichkeit zur Identifikation mit ihr bestehen muss. Auch in der Liebesgeschichte. Vermutlich wäre es seltsam, wenn sie kindlicher oder tierischer anmuten würde.
Überwiegend erklärte ich mir das also so, dass sie viel beobachtet und dadurch gelernt haben muss. So wie man ja auch im Schlaf lernen kann, ohne sich hinterher daran zu erinnern. Es wird trotzdem abgespeichert.

Andererseits kommen dann solche Sache wie der Vergleich mit dem Platz vorm Weißen Haus - und wie sie darauf kommt, bleibt mir etwas schleierhaft.
Dafür fand ich C - merkwürdiger Brezel - A absolut geil und passend *lol*.

#17 RE: Abschnitt 1: Seite 7 bis 102 (Kapitel 1 bis 6) von elfirina 17.01.2011 08:35

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@Jana

Zitat
Obwohl man wahrscheinlich im Nachhinein immer etwas findet, dass man lieber anders geschrieben/ausgedrückt hätte ...


Wenn man im Nachhinein etwas findet, also wenn das Buch schon gedruckt ist, dann stört mich das nicht so sehr. Es ist ein Teil vom "Loslassen", was man lernen muss - das Buch wandert irgendwo da draußen herum, und man muss langsam Abstand dazu finden, sich einen freien Kopf machen und neue Projekte anfangen.
Wirklich schlimm ist es, wenn man theoretisch doch noch was ändern könnte, kann man es aber dann doch nicht wirklich.

Zitat
Hast/hattest du auch Ratten, liebe Olga?


Nein, das ist nur Recherche. Aber es freut mich sehr, dass Rattenliebhaber darin das Verhalten erkennen :)

Liebe Grüße,
Olga

#18 RE: Abschnitt 1: Seite 7 bis 102 (Kapitel 1 bis 6) von elfirina 17.01.2011 08:39

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@Sarah

Wie geht es deinem Kleinen?

Zitat
Ja, bei Alfred musste ich schon länger überlegen wo er nun hingehört!


Mein Ziel war, dass die Figuren immer wieder auftauchen und die neuen kommen eher selten dazu. Das bedeutet, diejenigen, die in den anderen Bänden nur eine Statistenrolle gespielt haben (Roland zB.) in einem anderen Band eine größere Rolle bekommen. So erfährt man etwas mehr über die Charaktere, die vorher vielleicht eher im Schatten standen.
Aber wenn zwischen den Büchern ein halbes JAhr Abstand liegt, ist es natürlich schwerer, sie alle auf die Reihe zu bekommen. Muss man aber im Prinzip auch nicht, in diesem Fall kann man sie dann als neue Figuren behandeln.

Liebe Grüße,
Olga

#19 RE: Abschnitt 1: Seite 7 bis 102 (Kapitel 1 bis 6) von elfirina 17.01.2011 08:57

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@Jenny

Zitat
Weil ich gerne ausprobiere und Ratschläge (benutze nicht dies und das) nur annehme, wenn ich sie verstehe und ansonsten ignoriere. Blöd, wenn man es dann später doch versteht.


Ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich sage: Man kann gar nicht behaupten "benutze dies oder das nicht". Alles darf man benutzen, man sollte sich nur im Klaren sein, welche Wirkung das hat. Zb. sagt man oft: Man muss zu den Figuren Nähe erzeugen, man darf nicht distanziert schreiben etc. Aber nun betrachte ich diese Distanz als ein zusätzliches Stilmittel und im neuen Roman erzielt es eine - für mich - wunderbare Wirkung: Eine Nebenfigur erzählt ihre Geschichte in der Ich-Person, ist zu Beginn dem Leser ganz nahe, und wird mit der voranschreitender Handlung immer ferner, weil das die Entwicklung ist, die sie durchmachen muss. Diese Ferne kann ich bereits stilistisch im Text erzeugen (unter anderem durch die Reduzierung von zitierter Rede), so dass der Leser es schon spürt, bevor er sich erklären kann, was da eigentlich geschieht. (Zumindest hoffe ich das)
Ein sehr interessantes Experiment, muss ich sagen!

Zitat
Wobei das ja mehr stilistisch ganz andere Ansätze sind, quasi ein kompletter Neuversuch. Da würde ich nicht von Fehlern sprechen.


Deshalb habe ich das Wort Fehler in die Gänsefüßchen gesetzt. Natürlich sind das keine richtigen Fehler, aber für mich hat sich das so angefühlt, weil ich dachte: Das alles hättest du ganz anders machen können (besser?). Dadurch entstand das Gefühl, diesem Roman einfach nicht gerecht geworden zu sein.
Ich habe etwas gebraucht, bis ich verstanden habe: Ne, der Roman ist nicht schlecht, er ist einfach anders als das Projekt, an dem ich gerade arbeite. Anders bedeutet nicht sofort besser oder schlechter.

Zitat
weil ich den Eindruck habe, dass die Figur nicht ganz konsequent durchgesetzt ist.


Aber genau das wollte ich eigentlich erreichen. Ylva ist nicht aus einem Guß wie du und ich - sie ist zum Teil ein Tier, zum Teil ein Dämon, zum Teil Mensch usw. usf. Das musste irgendwie "spürbar" werden. Daher wollte ich, dass sie in einigen Abschnitten so "inkonsequent" ist, weil immer wieder irgendetwas durchblitzt (Die Betonung liegt auf "durchblitzt"). Zum größten Teil musste sie natürlich doch noch "leserkonform" sein, also damit man sie verstehen kann und damit sie einen Kern hat, den man als "Ylva" definieren kann. Daher wollte ich diese Inkonsequenz nicht auf die Spitze treiben, sondern nur ab und zu zum Vorschein kommen lassen.
Zu dem Spoiler: Irgenwo im Text stand ja, dass vieles der Dämon ihr "zuflüstert". Ich glaube, das war bezüglich des Wortes "delikat", weiß aber nicht genau, in welchem Abschnitt. Aber natürlich besteht Ylva nicht nur aus dem Dämon, der durchaus lesen kann, sondern muss sich selbst als Charakter entfalten und Neues lernen.

Liebe Grüße,
Olga

#20 RE: Abschnitt 1: Seite 7 bis 102 (Kapitel 1 bis 6) von Quantaqa 17.01.2011 18:29

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Hallo ihr Lieben,

ich fand und finde Ylva nach wie vor eine sehr interessante Figur - vielleicht die Interssanteste?!? Es ist spannend, dass sie so undurchschaubar und eigen ist, und ich freue mich darauf, sie auf den kommenden Seiten näher kennen zu lernen. Daher werde ich gleich auch erstmal weiter lesen

Zitat
Aber nun betrachte ich diese Distanz als ein zusätzliches Stilmittel und im neuen Roman erzielt es eine - für mich - wunderbare Wirkung: Eine Nebenfigur erzählt ihre Geschichte in der Ich-Person, ist zu Beginn dem Leser ganz nahe, und wird mit der voranschreitender Handlung immer ferner, weil das die Entwicklung ist, die sie durchmachen muss. Diese Ferne kann ich bereits stilistisch im Text erzeugen (unter anderem durch die Reduzierung von zitierter Rede), so dass der Leser es schon spürt, bevor er sich erklären kann, was da eigentlich geschieht. (Zumindest hoffe ich das)
Ein sehr interessantes Experiment, muss ich sagen!


Das hört sich wirklich spannend an! Ich mag durchaus Experimente und bin gespannt, was du dir da feines ausgedacht hast.
Apropos Experiment: Kennt von euch jemand "Du" von Zoran Drvenkar? Dieser Roman ist komplett in der zweiten Person geschrieben - das fand ich auch sehr spannend und absolut gelungen umgesetzt.

Viele Grüße
Jana

#21 RE: Abschnitt 1: Seite 7 bis 102 (Kapitel 1 bis 6) von elfirina 17.01.2011 19:46

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Zitat
Apropos Experiment: Kennt von euch jemand "Du" von Zoran Drvenkar? Dieser Roman ist komplett in der zweiten Person geschrieben - das fand ich auch sehr spannend und absolut gelungen umgesetzt.


Ich habe davon gehört, aber nicht gelesen.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Unterhaltungslitertur ruhig etwas mutiger sein kann. Der Idealfall (aus meiner Sicht) ist, wenn der Inhalt und der Stil harmonieren, wenn beide einander ergänzen. Das erweitert die Wirkung eines Romans ungemein, finde ich.

Liebe Grüße,
Olga

#22 RE: Abschnitt 1: Seite 7 bis 102 (Kapitel 1 bis 6) von Kendra 21.01.2011 20:51

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huhu

so bin nun auch endlich dazu gekommen zu lesen :-))
Und muss sagen , ich bin richtig schnell und super ins Buch hineingekommen!
Obwohl es ja schon etwas länger her ist als ich die beiden anderen Teile gelesen habe, fand ich mich gleich wieder in der Welt der Nachzehrer und Metamorphonen zurecht! Auch die einzelnen Charaktere konnte ich wieder zuordnen hihi.

Ja was soll ich sagen die Ratte Yvla ist endlich wieder menschlich und nicht weiter schwachsinnig! Klasse! Sie hat mir ja schon im vorherigen Teil sehr gut gefallen , die Kleine!
Auch dass sie sich noch an Finn erinnern konnte, fand ich süß!! Ach ja dass mit Conrad und ihr scheint ja noch ziemlich spannend zu werden Ist dies vielleicht ein Grund warum der Messias sie unbedingt haben will? Oder könnte es etwa darum gehen, dass sie etwas besonderes in sich trägt....wie die schwarze Kraft in ihrem Inneren, dass sie wie eine Berserkerin kämpfen lässt?

Auch dass diese Stelle anscheinend gegen ihre einstige Clanmitglieder vorgeht finde ich sehr gut umgesetzt, man kann auch sehr gut ihren inneren (ab und zu auftauchenden) Konflikt nachvollziehen, den sie hegt. Anscheinend hat sie ab und zu kleiner Gewissensbisse.....auch als sie diesen Alfred foltert
Apropos Alfred.....war das nicht noch mal der Arzt? Der schon mal aufgetaucht war?

Ach ja bin gespannt was Linnea von dem Plan Oyas erzählt! Und ob der kurze Waffenstillstand zwischen den beiden verfeindeten Cliquen :-) weiter anhält

Liebe Grüße
Nadine

#23 RE: Abschnitt 1: Seite 7 bis 102 (Kapitel 1 bis 6) von elfirina 22.01.2011 07:07

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Liebe Nadine,

Freut mich, dass du ins Buch leicht reingekommen bist.

Conrad und Ylva sind natürlich kein "einfaches" Pärchen. Von daher ist das besonders schön, dass sie hier so gut ankommen.

Zitat
Apropos Alfred.....war das nicht noch mal der Arzt? Der schon mal aufgetaucht war?


Ganz genau. Das ist der Arzt, der nicht gekommen ist, als Finn es gebraucht hat. Nun weiß man auch, warum.

Zitat
Und ob der kurze Waffenstillstand zwischen den beiden verfeindeten Cliquen :-) weiter anhält


Bei der Entwicklung der Trilogie fand ich den Gedanken besonders spannend, dass der Krieg im ersten Band gar nicht DER Krieg ist, der so gefährlich ist. Dass es in Wirklichkeit um viel mehr geht, als um die Feindschaft zweier Rassen. Und im 3. Band wollte ich dann mit dem Gedanken spielen, was passiert, wenn sich die Nachzehrer und Metamorphe vereinen müssen.

Liebe Grüße,
Olga

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