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III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 28.09.2010 21:17von Kendra • Büchernarr | 655 Beiträge
Also der packende und vor allem volle Inhalt macht einen ja ganz schön süchtig weiterzulesen
Und außerdem finde ich, bemerkt man sehr schön die Weiterentwicklung von Judith und von Hartmann! Da merkt man dass die Menschen früher schneller gereift sind, als heutzutage, aber kein Wunder das Leben damals war ja auch härter und ziemlich komplizierter in gewisser Hinsicht.
(Da bin ich doch froh in der heutigen Zeit zu leben) Vor allem wenn ich mir die "Ehe" von August und Judith anschaue.
Die Arme,,,,heutzutage gibt es wennschon noch die Scheidung...
Da Judith aber nun mal von der "Blamage" und von den Zukunftsaussichten gehemmt ist, wenn sie mit einem anderen Mann durchbrennt, verhindert sie damit dass sie doch noch mit Hartmann glücklich wird....schade...aber ich hoffe mal dass sie dennoch in ferner Zukunft zusammenfinden![engel]
Wobei ja ihr "fürsorglicher und zärtlicher Ehemann"
zuerst abgehauen ist,...und dass um mit seinen tollen Kumpels auf Raubzüge zu gehen und die armen Menschen zu ermorden.
Zum Glück hat er ja schlussendlich doch noch das bekommen was er verdiente!!! Und dass von dem guten Dankwart...schnief, ich hoffe doch dass er das überlebt??!!! Obwohl ich ja kein gutes Gefühl habe, genauso wie seine Ehefrau!
Lustig fand ich in diesem Abschnitt die Passage , als die Hofdame versuchte ihn zu verführen und er sich beharrlich geweigert hat *hihi*
So nun mache ich mal weiter
Bin immer noch richtig in der Story drinnen.
Liebe Grüße
Kendra
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 29.09.2010 20:33von Tim Pieper • Autor | 27 Beiträge
Hallo Kendra,
ich freue mich sehr, dass du immer noch in der Geschichte "drin" bist. Für einen Autor gibt es eigentlich nichts Schöneres, als mitzubekommen, dass der Roman, an dem man lange und mit Leidenschaft gebastelt hat, ein(e) Leser(in) fesselt. 
Ja, ich stimme dir vollkommen zu, was das frühzeitige Reifen betrifft. Die Mädchen wurden teilweise schon früh verheiratet und die Knaben wurden z. T. schon früh in Kampfhandlungen verwickelt. Beide Geschlechter werden von Kindesbeinen an hart gearbeitet haben und waren möglicherweise den Launen eines Herrn ausgesetzt. Vergehen wurden hart bestraft, eine Rechtsprechung im heutigen Sinne gab es nicht. Da blieb den jungen Menschen wahrlich nicht viel Zeit, das Leben spielerisch zu erkunden und sich den oder anderen Fehltritt zu erlauben. Sie werden sehr viel elemtarer gedacht haben und ihr Handeln an Notwendigkeiten ausgerichtet haben.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Weiterlesen.
Liebe Grüße Tim
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 29.09.2010 23:49von Shadow • Leser | 56 Beiträge
Zitat von Tim Pieper
Für einen Autor gibt es eigentlich nichts Schöneres, als mitzubekommen, dass der Roman, an dem man lange und mit Leidenschaft gebastelt hat, ein(e) Leser(in) fesselt.
Hallo Tim
,
auch mich fesselt dein Roman! Es ist der erste historische Roman, den ich lese - bin begeistert!
Liebe Abendgrüße von Shadow!
"Freue dich auf alles Schöne, als geschehe es zum ersten Mal - genieße alles Schöne, als geschehe es zum letzten Mal ... "
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 01.10.2010 09:21von Tim Pieper • Autor | 27 Beiträge
Hallo Shadow, 
herzlich Willkommen in der Leserunde. Ich freu mich sehr, dass "Der Minnesänger" dich so begeistert. Vielleicht kannst du ja durch ihn auch das Histo-Genre für dich entdecken. Bei historischen Romanen finde ich immer interessant, dass sie sowohl eine spannende Geschichte erzählen als auch Informationen über eine vergangene Epoche vermitteln. Auf packende Weise lernt man noch etwas dazu und das ist doch ein schöner Nebeneffekt!
Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Weiterlesen.
Liebe Grüße
Tim
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 01.10.2010 11:40von Aphrodite • Moderatorin/Rezensentin | 599 Beiträge
Hallo zusammen,
na wunderbar, jetzt seid ihr ja alle schon ziemlich weit!
Also was das Tempo des Buches betrifft, fand ich es auch sehr flüssig und spannend. Was mich allerdings etwas störte, war, das sehr oft (hab´s nicht gezählt) vorkam: "Blicke streifen über das Geschlecht..." (die vom Schäfer bei Judith, die von Johannes bei Hartmann...) Auch waren mir persönlich so manch Sexszenen zu "derb", gerade die des Schäfers. Das hat auch nichts mit Prüderei meinerseits zu tun, aber ich fand dies einfach nicht notwendig. Zu schreiben, dass Judith nun aufeinmal auffiel oder einfiel (weiß das nicht mehr so genau), bei welcher "Pforte" der Schäfer denn nun....... Also weder für den Verlauf der Geschichte noch für die ganze Szene war dies m.E. notwendig, also einfach überflüssig.
Einen Punkt hab ich noch, den ich nicht so "passend" fand im Buch, aber dazu später.
Im Gesamten ist die ganze Geschichte sehr flüssig erzählt und kompakt. Auch sind alle Handlungen (bis auf eine) stringent und glaubhaft.
Nun ist´s ja nicht mehr weit bis zum Ziel!
Viel Vergnügen noch mit Hartmann und Judith 
liebe Grüße
Daniela
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 01.10.2010 19:09von Tim Pieper • Autor | 27 Beiträge
Hallo Daniela,
es freut mich sehr, dass du Geschichte sehr flüssig und spannend findest.
Was du hinsichtlich der Sexszenen schreibst, kann ich nachvollziehen. Wenn ich mir allerdings "Die Säulen der Erde", "Die Entscheidung der Hebamme", "Die Wanderhure" und viele, viele weitere Bestseller im Histo-Genre ansehe, glaube ich, dass die Autoren (und auch ich) bei der Beschreibung der Sexszenen ein bisschen derber vorgegangen sind, um der größeren Ursprünglichkeit und Direktheit der Menschen im Mittelalter gerecht zu werden. Die etwas derbere Beschreibungsweise fügt sich so in ein realistisches Gesamtbild ein und ist - meiner Meinung nach - sehr gerechtfertigt.
Ganz konkret spielt die versuchte Vergewaltigung durch den Schäfer für den Handlungsfortgang ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Als Autor musste ich Judiths Wehrlosigkeit und ihre Schutzbedürftigkeit so klar herausstellen, dass der Leser nachvollziehen kann, warum sie sich auf eine Heirat mit August einlässt. Eine "softe" Szene oder nur der Druck der Mutter hätten hier - meiner Meinung nach - nicht ausgereicht, um ihre Handlungsweise zu rechtfertigen. Sie brauchte schon einen "handfesten" Grund. Judith zieht ja zudem aus dem Erlebten die Erkenntnis, dass sie auch an jedem anderen Ort der Willkür der Männer ausgeliefert wäre, und nimmt von einer Flucht (alleine und später auch mit dem unerfahrenen Hartmann) Abstand. Insofern hat die Szene auch ganz konkret eine sehr wichtige Bedeutung.
Ich bin gespannt auf deine weiteren Eindrücke.
Liebe Grüße
Tim
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 02.10.2010 11:04von Aphrodite • Moderatorin/Rezensentin | 599 Beiträge
Hallo Tim,
nun ja, wenn du gerade Sabine Ebert oder auch Iny Lorentz als Beispiele anführst, schreiben die beiden (oder drei) für mich zwar unterhaltsame (und sehr erfolgreiche!!) Romane mit guter hist. Recherche, vom Niveau her aber... nun ja.......- Ken Follett ist bekannt für seine derben Szenen, die ich ebenso (wie bei den anderen) überflüssig finde. Dass viele Leser dies lieben, weiß ich, sonst wären die Bücher nicht so erfolgreich.
Über das könnte man jetzt lange diskutieren, da dies auf jeden Fall auch Geschmacksache ist, aber eben nicht meiner. Dass dies auch anders und ebenso effektvoll geht, zeigen auf hervorragende Weise die Bücher von Sabine Weigand, Charlotte Lyne, Ruth Berger oder auch (ganz hervorragend) Viktor Glass in "Goethes Hinrichtung". Mann "muss" dies also nicht detailliert ausschmücken, um beim Leser diese extreme Empathie für die Figur zu erzeugen.
Ich will dir da jetzt wirklich nicht zu nahe treten, das darfst du mir glauben, aber ich denke, dass dies auch ein "Wachsen des Autors" ist, wenn er es schafft, dem Leser so eine Szene glaubwürdig und authentisch (!!) zu vermitteln, ohne dass er zu detaillierter Beschreibung greifen muss. Für mich ist das eine eigene Kunst, die wirklich nicht viele können, deine beispielhaft benannten Autoren belegen dies ja... 
liebe Grüße
Daniela
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 02.10.2010 16:42von JennyB • Autorin | 204 Beiträge
Ich lese gespannt, was Daniela schreibt. Das habe ich z.B. wieder ganz anders empfunden, ich fand die Darstellungen jetzt gar nicht soo schlimm. Ich mag das jetzt sehr ungern mit anderen Autoren vergleichen (ich persönlich mag nämlich gar nicht verglichen werden) aber da Tim selbst den Vergleich brachte, wird das wohl okay sein? In jedem Fall wurde mir bei Follett z.B. schon übel bei einer Misshandlungsszene und ich nahm das als positiv wahr, weil ich mich so involviert fühlte.
Im Minnesänger war es nun so, dass ich gemerkt habe, wie rau zuging in diese Zeit, und ich habe das eher als authentisch empfunden, nicht als zu reißerisch. Allerdings bi ich auch für deutliche Worte. Eher finde ich, dass ein frühzeitigeres Ausblenden oder weniger deutliche Worte manchmal etwas "beschönigend" wirken können, und all das sind Themen, bei denen mich das ernsthaft stören würde. Auch hier wohl wieder reine Geschmackssache.
Weil die Guten manchmal böse sind ... (Wink)
Liebe Grüße, Jenny
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 02.10.2010 16:53von JennyB • Autorin | 204 Beiträge
Hier mal meine Eindrücke zum Abschnitt:
Wie schon erwartet, ergeht es Judith schlecht.
Dass sie aber zur Kriegerin mutiert und nachts nackt (?) und mit einem Stein bewaffnet (??) einen Angriff auf ihn plant, kaufe ich ihr nicht ab. Sie lebt in einer Welt, in der es selbstverständlich ist, dem Mann zu gehorchen, und in der Gottesfurcht sehr groß geschrieben wurde. Der Mann hat ihr permanent gezeigt, dass er körperlich stärker ist als sie und vor Gewalt nicht halt macht. Und da plant sie mal eben … ja was? Ihn umzubringen? Der plötzliche übermenschliche Mut und Kampfsinn erscheint mir fehl am Platz, ich musste das mehrfach lesen weil ich glaubte, etwas verpasst zu haben, z.B. dass sie das nur träumt. Mir ist schon klar, dass hier ein bewusster Bruch in der Charakterisierung erfolgen soll, aber der ist mir persönlich einfach zu radikal. Zumal ich mich später fragte, was die Szene sollte, denn es führt ja letztlich zu nichts, da der Typ verschwunden ist.
Hartmann derweil stellt das Gegenteil von August dar. Immer brav, keusch, treu und tapfer macht er sein Ding, überzeugt den Herzog von sich und ist dann nicht nur begnadeter Harfenist, sondern auch nach wenigen Monaten mit der Kampfeskunst vertraut. Gut, er ist gebildet; dass er die Theorien leichter lernt als die anderen, geht mir in den Kopf. Aber er ist auch mit dem Schwert geschickter als andere, denen der Kampf schon deutlich länger vertraut sein müsste, und das, obwohl er im Kloster sicher nie eine Waffe in der Hand hielt. Ähnlich wie auch Judith scheint er es sich sehr leicht damit zu tun, grundsätzlich „besser“ zu sein als alle anderen.
Mir gefiel allerdings die Szene, als er den Schweineknecht zusammenstaucht; da zeigt er mal ein bisschen „Pfeffer im Hintern“ und verhielt sich einen Satz lang nicht so nett und immerbrav ;-)
Als Friedrich der Schwarze zum ersten Mal erwähnt wird, ist gleich klar, dass Hartmann gegen ihn kämpfen wird, und dass höchstens unsportliches Verhalten ihn den Sieg gegen den erfahrenen und gefürchteten Ritter kosten kann. Zumindest hatte er anfangs mal Angst und ist vor dem ersten Angriff geflüchtet.
Der tjost war sehr spannend. Da kommen Erinnerungen hoch - ich bin selbst mal tjosts geritten (wenn auch natürlich nur zu Showzwecken).
Das Zusammentreffen mit Judith ist ja dann nicht so erfreulich. Hach, tragisch.
Übrigens habe ich in den Rezis zum Buch gelesen, dass einigen die Zeitsprünge nicht gefielen. Das kann ich nun gar nicht verstehen. Ich finde es gut, dass immer nur die interessanten Szenen gezeigt werden und die Geschichte dadurch ein angenehmes Tempo drauf hat.
Normalerweise interessieren mich politische Verwicklungen in Romanen nicht soo besonders. Als der Herzog hier zu Ende des Abschnitts eine verlauten lässt, hab ich mich ehrlich gesagt etwas gefreut, weil es Abwechslung reinbringt. Bisher ging es ja doch überwiegend um die Schicksale, bzw. die Liebe von Judith und Hartmann. Hartmann soll also nach Frankreich und hier beginnt dann auch sein späterer Werdegang als Dichter wichtig zu werden. Das gefällt mir sehr gut!
Dankwart fällt ausgerechnet August zum Opfer. Das hatte er nicht verdient, wie tragisch. Schön, dass er zuvor nochmal begreift, wie sehr er seine Agnes liebt. Nicht so schön, dass er ihr das nicht mal mehr sagt, ehe er von Fatalismus geritten in die Nacht aufbricht. Na ja. Männer *lol*. Es passt auch gut zu ihm, nichts zu sagen sondern einfach zu gehen. Der ist und bleibt solide charakterisiert.
Weil die Guten manchmal böse sind ... (Wink)
Liebe Grüße, Jenny
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 03.10.2010 10:19von Aphrodite • Moderatorin/Rezensentin | 599 Beiträge
Zitat
Eher finde ich, dass ein frühzeitigeres Ausblenden oder weniger deutliche Worte manchmal etwas "beschönigend" wirken können, und all das sind Themen, bei denen mich das ernsthaft stören würde.
Da hast du aber etwas total mißverstanden, denn zwischen "beschönigen" und - ach nein, ich will jetzt nicht untergriffig werden bzw. haben dass dies so verstanden wird. Das was ich meinte hat absolut nichts damit zu tun, etwas schön zu schreiben oder überhaupt wegzulassen, nur weil es eben brutal war oder der Zeit entsprach. Ich sag mal so: eine etwas subtilere Beschreibung wäre mir lieber gewesen. Aber egal, ich könnte dies sicher besser erklären, aber ich will jetzt auch Tim nicht auf die "Zehen treten", denn das wäre nicht fair.
liebe Grüße
Daniela
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 03.10.2010 11:51von JennyB • Autorin | 204 Beiträge
Nein, Daniela, ich habe dich schon richtig verstanden. Eine subtilere Darstellung muss natürlich nicht beschönigen, das wollte ich auch nicht sagen. Die "Gefahr" zu beschönigen ist einfach nur größer, ich habe durchaus schob subtile Szenen erlebt, die auf mich "beschönigt" wirkten - eine subtilere GUTE Beschreibung ist daher vermutlich wirklich anspruchsvoller, damit hast du recht.
Ich hatte aber hier den Eindruck, dass Tim nicht aus fehlender Traute vor der subtilen Darstellung sehr deutlich geworden ist, sondern dass das einfach eher sein Ding ist. Und ich persönlich fand das an den Stellen auch gut (ich bin aber auch hart im Nehmen *fg*). Vor allem aber fand ich, dass diese Derbheit auch gut zu seinem permanent direktem Stil passt, an sowas muss man ja bei solchen Beschreibungen auch denken.
Weil die Guten manchmal böse sind ... (Wink)
Liebe Grüße, Jenny
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 03.10.2010 19:39von Kendra • Büchernarr | 655 Beiträge
Mhmm, also ich fand keineswegs das manches zu derb oder zu heftig beschrieben wurde, im Gegenteil so wird doch die etwas rauere damalige Zeit besser umgesetzt! Vor allem da ich einige Bücher kenne ( auch historische) indenen es da viel heftiger und in meinen Augen schockierendere Szenen gab. Aber das denke ich ist auch Ansichtssache, der eine mag es lieber im deftigeren Ton und der andere möchte es lieber umschrieben haben,
Liebe Grüße
Nadine
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 06.10.2010 17:19von MinaLosa • Leser | 39 Beiträge
Dass die Sexszenen so direkt und derb beschrieben werden, passt zu dem gesamten Stil des Buches. Deshalb empfinde ich sie auch nicht als störend.
August hat Judith viel Schlimmes angetan. Deshalb kann ich sehr gut nachvollziehen, dass sie an einem gewissen Punkt entschlossen war, ihren Mann umzubringen. Das Fass war sozusagen zum Überlaufen voll. Leider ist August dann ja verschwunden. Diese Szene fand ich von großer Bedeutung, weil sie zeigte, dass Judith mit einem Mal eine erwachsene und selbstbewusste Frau geworden war. Das beweist sich ja auch in vielen anderen Szenen.
Etwas stört mich, dass man nie weiß, wie alt die betreffenden Personen gerade sind, außer August in einer Szene (erst in einem späteren Abschnitt). Dies ist für mich oft irritierend.
Dass Hartmann immer der Brave, Gute und Intelligente war, hat ihn ja auch zu seiner Position geführt. Als nicht Standesgemäßer, musste er sich sehr anstrengen, in dieser Position zu bleiben.
Sehr tragisch war, dass Dankwart auf diese schreckliche Art ums Leben kommen musste und Agnes im Ungewissen blieb. Auch wenn ihr klar sein musste, dass Dankwart nicht mehr lebte, die Ungewissheit blieb. Schrecklich
Liebe Grüße
Martina
RE: III___zweiter Teil__ Seite 187 - 304__Jahr 1176 Kap 1 - Jahr 1182 Kap 8
in Der Minnesänger (Tim Pieper) 06.10.2010 19:54von Tim Pieper • Autor | 27 Beiträge
Hallo zusammen,
der Minnesänger ist mein Debütroman und ich erhalte zum ersten Mal ein ungefiltertes Feedback. Deshalb sind eure Meinungen zu den Sexszenen für mich von großem Interesse und werden mir auch beim nächsten Buch helfen.
So wie ihr klar erkannt habt, habe ich im ganzen Roman auf eine direkte Sprache gesetzt, die alle Handlungen konkret benennt. Davon habe ich mir eine größere Bildhaftigkeit und Dynamik versprochen. Die verstärkte Verwendung von Hilfsverben oder das Ausweichen in den metaphorischen Bereich, also Maßnahmen, die eine subtilere Darstellung vorausgesetzt hätten, habe ich wohl nicht einmal in Erwägung gezogen, weil sie einen Bruch mit der übrigen Erzählweise bedeutet hätten.
Wie ich die Sexszenen in Zukunft darstelle, ob alles beim Alten bleibt oder ob ich kleine Änderungen vornehme, werde ich mir überlegen. Dieses Überlegen und die Entscheidung für oder gegen etwas macht dann wohl den Reifeprozess aus, den ein Autor durchläuft. Und eure Meinungen haben daran einen Anteil. Vielen Dank dafür!
Liebe Grüße
Tim
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