An dem, was Alisha da zum Thema Buchschmuck sagte, ist viel Wahres dran. Leider. Wenn man auf Leserforen schmökert, kristallisieren sich bald typische Gruppen heraus. Das passt nicht unbedingt auf alle Leser, auch nicht uneingeschränkt, aber ich fasse mal zusammen, was mir bisher untergekommen ist:
Es gibt die Leser, denen es (nach eigener Aussage) nur auf den Inhalt ankommt, Cover etc nebensächlich.
Es gibt Schöngeister, denen das Bild und die Gestaltung wichtig ist, und den Kauf positiv beeinflusst.
Für viele ist ein Titelbild immerhin Anreiz, das Buch in die Hand zu nehmen und zu prüfen. Ob es zum Inhalt passt, wissen sie zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung noch nicht.
Wenige lassen sich von schlechten Bildern wirklich abschrecken. Nicht wenige regen sich über unpassende oder austauschbare Coverbilder auf.
Aber zusammengefasst (nach dem, was ich selbst so mitverfolge): die meisten haben nichts gegen passende Cover und Illustrationen, sind allerdings nur selten bereit, dafür mehr auszugeben. Und der Preis ist auf dem hart umkämpften Buchmarkt und zu Zeiten der Krise natürlich immer ein Argument.
Wobei natürlich klar, ist, dass die Geschmacksfrage umso stärker zum Tragen kommt, umso mehr "Spielwiese" das Buch bietet. Bilde ich z.B. eine Figur ab, werden sich immer Leser daran gestört fühlen, weil sie sich die Person doch ganz anders vorgestellt haben. Keine Illustrationen zu haben, ist dann ein einfacherer Weg. Aber auch ein besserer?
Ich (als Leserin und Autorin) freue mich, wenn (m)ein Buch ein kleines Kunstwerk ist, unverwechselbar und individuell wie der Inhalt 
Gruß,
Linda