So, ich bin ja hier die, die hinterherbummelt, aber selbst ich hab den zweiten Teil jetzt schon gelesen und muss sagen, es ist mir schwer gefallen, das Buch aus den Händen zu legen um jetzt diesen Beitrag hier zu verfassen 
Muss aber manchen Recht geben. Wenn ich bedenke, dass wir jetzt in etwas bei der Hälfte sind ist noch nicht wirklich etwas passiert. Wie ich ja schon bei meinem Post zum ersten Abschnitt geschrieben habe, ist das für mich so irgendwie das "Lost-Phänomen". Viele Fragen aufwerfen, vielleicht mal ein Detail klären und für jede Aufklärung gibt es aber gleich zig neue Fragen die auftauchen... Sprich es ist für knapp 150 Seiten einfach wenig Handlung. (Aber ja, Jana, hier gebe ich Dir recht, auch das ist eine Kunst.) Und auch wenn, mich selbstverständlich auch die Spannung am Erscheinungstag in den Buchhandel treibt, so finde ich, es gibt auch gute Gegenbeispiele, wo der erste Band auch gut für sich stehen könnte und wo man mich trotzdem am Erscheinungstag in die Buchhandlung meines Vertrauens oder gar am Postkasten antreffen wird....
Mir persönlich war der Weg zur Party genauso ein bisschen zu detailliert und zu lang wie auch schon die Hinfahrt zum Grace ganz zu Anfang, aber ich denke, das ist auch ein wenig Geschmackssache. Bewundernswert finde ich mit wie wenig es die Autorin schafft, diese düstere Stimmung beizubehalten und die Handlung dadurch zu tragen. Ohne, dass es wirklich Schock-Effekte gibt, läuft es mir doch manches mal schon ein wenig schaurig über den Rücken...
Jepp, die Ohrfeige hat sich Debbie mehr als verdient. Mich nervt sie auch ziemlich und ich wundere mich die ganze Zeit darüber wie wohlerzogen die ganzen Kids sind, dass sie nur recht wenig über sie "lästern" und vor allem ihr nicht mal gehörig die Meinung geigen... Chris wäre wohl auch eher, trotzdem ich ihn ebenfalls sehr launisch finde, für mich ein Kerl, der durchaus seinen Reiz hat eben aufgrund seiner Ecken und Kanten. Aus David werde ich irgendwie nicht schlau. Teilweise wirkt er im Umgang mit Julia sehr vertraut, dabei sind sie doch erst vor wenigen Tagen aufeinandergetroffen.
Robert tut mir leid, nicht mal seine Schwester steht 100%ig hinter ihm, das muss ein schlimmes Gefühl sein. Das Geschwisterverhältnis scheint mir durchaus schwierig zu sein. Hier kann ich nur vermuten und mir aus den Andeutungen Theorien zusammenbasteln, gehe aber bislang davon aus, dass es auch mit dem "Unglück" zusammenhängt, das er womöglich vorhergesehen hat? Scheinbar sieht er ja ohnehin Dinge, die andere nicht sehen. Was vorher auch immer mal angedeutet wurde und sich jetzt mit dem blauhaarigen Mädchen, welches sich vom Felsen stürzt entlädt. Stutzig macht mich, dass sich aber alles so einig waren, dass nicht mal in Erwägung gezogen wurde, das Filmmaterial von Benjamin zu sichten.... Auch sehr nebulös ist das Veschwinden von Angela, die ja weder blaue Haare hat noch hätte springen können. Arielle ist mir persönlich irgendwie noch zu schwammig, da sie noch gar nicht in Erscheinung getreten ist, sondern nur gesucht wurde...
Fehlende Vögel, keine Fische im See und das komische Wetter und alle scheinen das normal zu finden... merkwürdig. Und Ike merkt gar nichts davon? Obwohl auch er als Tier einen guten Instinkt für so etwas haben müsste?
Gut reingekommen bin ich in das Buch schon, allerdings erscheint mir vieles noch sehr, sehr wenig "greifbar" und auch vieles noch sehr verschleiert, ich hoffe wenigstens einiges löst sich noch im ersten Band... das würde dem Buch durchaus zu Gute kommen aus meiner Sicht. Als Leser bleibe ich ja nicht nur der Spannung dran, sondern auch, weil ich lesen will wie es weitergeht auch wenn sich einiges an Spannung schon aufgelöst hat. Zu Julia habe ich auch nach wie vor ein gespaltenes Verhältnis. Sie ist mir nicht wirklich unsympathisch, aber so richtig ins Herz schließen konnte ich sie auch noch nicht...
Auf zum dritten Abschnitt....
(Es wurde zwar schon mal im ersten Abschnitt - ich glaube von Lesemaus - angesprochen, aber ich finde die Abschnitte zum diskutieren recht lang. Gut, nun passiert in diesem Buch auch nicht wirklich viel
aber sonst würde es meiner Meinung nach durchaus Sinn machen, die Abschnitte ein klein wenig kürzer zu fassen. Kann jetzt nur für mich sprechen, aber aus Angst vor "Spoilern" schaue ich in den nachfolgenden Abschnitt immer erst rein, wenn ich ihn komplett zu Ende gelesen habe. Auch wenn jeder drüber schreibt, bei welcher Seite er grad ist, bevor er postet, bleibt das Auge ja doch hin und wieder wo hängen wo es nicht sollte, grad bei Viel- und Schnelllesern - ein Dank an die Rächtschreiprephorm.)
Herzlichen Gruß
Cinderella