Im Namen des Kreuzes



#1

Abschnitt 4: Kapitel 11 - Ende

in Scream 01: Begegnung mit Skinner (Harald Weissen) 15.10.2010 11:34
von Lilly • Moderatorin/Rezensentin | 905 Beiträge

Na, wer will mehr davon?!?




Kommen´s rein, können´s rausgucken: Fiktive Welten auf Wordpress und Fiktive Welten auf Blogspot (Beide noch im Entwicklungsstadium. )

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#2

RE: Abschnitt 4: Kapitel 11 - Ende

in Scream 01: Begegnung mit Skinner (Harald Weissen) 01.11.2010 19:58
von Kendra • Büchernarr | 659 Beiträge

huhu,

ich Schussel hab ganz vergessen mein Schlussurteil zu verkünden :-)

Also das Ende an sich fand ich etwas unbefriedigend.....schließlich weiß man ja nicht wie es letztendlich im Kontrollraum weitergeht, die sie ja zusammen mit ihrem Verstand und mit ihrer Kreativität betretet. Kommt hierzu eine Art Fortsetzung? Oder endet es einfach so offen.....oder habe ich vermutlich irgendetwas nicht verstanden?

Dass Skinner sich im Kampf zurück in Jack verwandelt, finde ich zwar ziemlich einleuchtend, da er wahrscheinlich mehr Erfahrung im Abschlachten hat....dennoch finde ich es schade , dass Skinner sich erstmal zurückzieht und letztendlich zurückbleibt.....während Laika ihren Körper verlässt.

Also gut fand ich dass die Idee ziemlich neu ist und mich wirklcih überrascht hat, über soviel Fantasie.
Und auch einige witzige Szenen fand ich sehr gut angebracht.
Dennoch muss ich gestehen, dass ich nicht wirklich in das Buch hineingekommen bin......auch wenn es sich dennoch gut lesen ließ (ein schöner Lesefluss)!.
Ich weiß nur dass es mir etwas zu viel des Guten war...ähm besser gesagt des Verrückten :-
Vieleicht liegt es auch daran dass ich Leika nicht wirklich gut leiden konnte und daher nicht mit ihr mitgefiebert habe, wie ich es sonst bei den Figuren normalerweise mache.
Auch die vorhandenen Horrorszenen fand ich nicht wirklich schaurig oder gruselig, eher abschreckend.
Dennoch fand ich die Person Skinner sehr interessant , genauso wie die kurze aber dafür umso intensivere Zirkusszene!
Dagegen fand ich die verschwunden Kreativität und die toten Tiere etwas blass.

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Einblick verschaffen, was mir gut und was mir weniger gut gefallen hat.
Ich hoffe dass du mir meine ehrliche Meinung nicht übel nimmst, denn wie gesagt es ist halt alles Geschmackssache des Lesers.
Bin daher schon auf die Meinung der anderen Mitleser gespannt .

Liebe Grüße und schon mal vielen Dank für die tolle Leserundebegleitung, das fand ich wirklich super!
Kendra


http://mediencircus.blogspot.com/

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#3

RE: Abschnitt 4: Kapitel 11 - Ende

in Scream 01: Begegnung mit Skinner (Harald Weissen) 02.11.2010 19:53
von HarryW • Autor | 22 Beiträge

Danke für deine abschliessende ehrliche und begründete Kritik - sie bestätigt übrigens weitgehend, dass der Roman
mehr oder weniger so geworden ist, wie ich das wollte . Und von daher bin ich auch gar nicht enttäuscht.

Warum du Laika nicht leiden kannst entzieht sich mir zwar, aber ich persönlich habe lieber eine schwierige und dafür
interssante Figur, als eine symphatische, die so klischeebeladen ist, dass man dadurch den halben Roman vorhersehen
kann. Aber hier scheiden sich die Geister und Geschmäcker. Dazu passt auch, dass es im Buch keine schwarz-weiss,
gut-böse Unterscheidungen gibt, in die man Laika, Skinner und Co einordnen kann. Alles ist eine Grauzone und damit
sehr nahe am wahren Leben - näher als jeder dämliche Arztroman, wie ich finde .

Das andere Element, das dich offenbar nicht befriedigt hat, ist das Ende, bei dem ich den Kontrollraum nicht 'zeige'. Da
'Begegnung mit Skinner' auf zwei Ebenen funktioniert (oder zumindest funktionieren sollte) - die psychologische und die
tatsächliche Handlungsebene - war es wichtig, ein Ende zu finden, das in beiden Versionen Gültigkeit hat. Laikas Reise
ist letztendlich ein Selbstheilungsprozess, eine Reise in sich selbst, während derer sie ihren Ängsten und Alpträumen
begegnet. Tatsächliche Heilung ihrer geistigen Erkrankung - der Eintritt in den Kontrollraum, der nichts anderes als eine
Art von Selbstkontrolle oder inneres Gleichgewicht ist - kann nur sie sich selbst verschaffen. Hätte ich dem Kontrollraum
Form gegeben, wäre das zwar für die Handlungsebene befriedigender, aber der ganze psychologische Teil wäre für die
Tonne - und das wollte ich eben nicht.

Nun ist es aber trotzdem so, dass ich schon sehr früh wusste, wie der Kontrollraum auszusehen hätte, wenn es ihn denn
geben würde. Als kleines Zückerchen und um deine Enttäuschung etwas zu lindern, werde ich dir hiermit also verraten,
wie er aussieht:

Es ist ein gigantischer Ball aus Feuer, der Sonne nicht unähnlich. Nur entsteht die Hitze nicht durch Kernreaktion, sondern
durch die immense, schier unendliche Menge an darin enthaltenen Ideen, Naturgesetzen, Funktionsweisen und Möglichkeiten,
die so dicht zusammengepackt sind, dass eben Hitze daraus entsteht. Laika gleitet von aussen in dieses Licht, diese Hitze,
und wird davon durchdrungen und geprägt. Sie sinkt tiefer zum Kern, wird regelrecht davon angzogen. Und als sie ihn endlich
erreicht, begibt sie sich in Fötalstellung, während um sie eine Schicht entsteht, die einerseits ihren Körper am Leben hält,
anderseits für eine Verbindung zu jeder einzelnen Idee, Möglichkeit, Funktionsweise, ect. bietet, die sie ja in den kommenden
Jahren nach ihrem Willen manipulieren kann, soll und muss.

Vielleicht gefällt dir dieses konkretere (und damit banalere) Bild des Kontrollraums ja besser .

Mich würde noch interessieren, was du denn als schaurig oder gruselig empfindest, da du geschrieben hast, dass du den
Roman eben nicht so empfunden hast.


zuletzt bearbeitet 02.11.2010 19:58 | nach oben springen

#4

RE: Abschnitt 4: Kapitel 11 - Ende

in Scream 01: Begegnung mit Skinner (Harald Weissen) 08.11.2010 14:17
von Lilly • Moderatorin/Rezensentin | 905 Beiträge

OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOHHHHHHHHHHHHHHHHHHH

Das war so ziemlich der Gedanken, als ich das Buch mit Gänsehaut auf den Armen und leicht brennenden, feuchten Augen (ich weiß nicht ob aus Ergriffenheit oder weil ich die letzten zig Seiten ohne Blinzeln gelesen habe oder gar aus beiden Gründen ;o) ) ausgelesen hatte, noch bevor aber auch nachdem ich es zuklappte. Im Grunde genommen auch noch eine ganze Weile danach …

Heidewitzka, da hat der Harry doch glatt geschafft, was sehr wenige Bücher zuvor schafften. Und das auch noch trotz verkapptem Happy-End (was ich ja idR eher verschmähe). Ich hab nicht nur beim Lesen die Umwelt vergessen, ich habe nahezu in diesem bizzaren Universum gelebt, will heißen es bestand ganz offensichtlich eine sehr enge Verbindung zu Laika, ansonsten hätte mich das Ganze nicht so gepackt und aus den Socken gerissen …

Die Kombination aus Phantasiewelt und Krankheitsbild hat meiner laienhaften Auffassung nach grandios funktioniert. Gewürzt mit einer Vielfalt an historischen Elementen, ein wenig Philosophie, abschreckenden (und irgendwie kranken – deshalb passenden) Horrorelementen hat das schicksalhafte Trauma der Hauptfigur als Dreh- und Angelpunkt, Beginn und Ende der Story wunderbar intensiv gewirkt.

Wer kann schon in den Kopf einer Person schauen, die eben jenes Leid erfahren hat. Abgesehen davon, dass es sicherlich jeder individuell anders verarbeitet, war Harrys Version auf jeden Fall eine nachvollziehbare Alternative. Sehr fesselnd, mit vielen interessanten Ausflügen in die Weltgeschichte, Abenteuerlust, Spannung und Emotionen.

Laika war mir sehr sympathisch, ich bin bekennender Fan von Elendes Biest, die Schwester war mit ihren alles erfassenden ‚Haaren’ sehr gewitzt ausstaffiert, Skinner natürlich sehr geheimnisvoll, der Schatten eine gruselige Mischung aus Mitleid und Horror (ich hab´s nicht so mit Bränden / Verbrennungen, ist eine Art Urangst bei mir, warum auch immer) – ach ja und wenn ich nun zu allen Charakteren und Erscheinungen meinen Kommentar abgebe, sitzen wir nächsten Monat noch hier … *lach*

Sehr berührt hat mich auch die Sache mit den Bildern, als Versuch all die negativen Vorkommnisse zu verarbeiten.

Prima war die Detailarbeit. Mal wurde hier ein Insekt erwähnt, dann hat ein umherschweifender Blick dies und das erfasst etc pp, hat mir sehr gut gefallen!

Und – oh Wunder – ich habe mich über Laikas Erfolg, sich selbst wieder gefunden zu haben, richtig gefreut … Was auch immer der Kontrollraum nun für sie bereit hält, Hauptsache sie ist wieder mit Verstand und Kreativität vereint. ;o)




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#5

RE: Abschnitt 4: Kapitel 11 - Ende

in Scream 01: Begegnung mit Skinner (Harald Weissen) 08.11.2010 16:29
von HarryW • Autor | 22 Beiträge

@Lilly

Da hast du ja richtig Gas gegeben :) .

Es freut mich, dass du eine gute Zeit mit dem Buch hattest. Ich finde es wahrlich immer erstaunlich, wie unterschiedlich Leser
Dinge wahrnehmen und einstufen. Vor allem dann, wenn eigene Erlebnisse einen negativen oder positiven Einfluss ausüben,
wie in deinem Fall die Angst vor Verbrennungen. Bei mir sind es Charaktere, die an Asthma leiden - sobald das in einem Roman
oder einer Kurzgeschichte erwähnt wird, erinnere ich mich (als Asthmatiker) sehr gut, wie es sich anfühlt, wenns wieder mal
so weit ist, dass man das Gefühl hat, man müsse ersticken. Da wird der ganze Impact des Gelesenen intensiver.



@alle Leser

Falls jemand von euch eine kurze Rezi auf Amazon schreiben würde, würde mich das enorm freuen. Leider ist es so, dass Amazon
und die Leserrezis heutzutage einen enorm wichtigen Erfolgsfaktor darstellen können, den man auf keinen Fall unterschätzen sollte.


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#6

RE: Abschnitt 4: Kapitel 11 - Ende

in Scream 01: Begegnung mit Skinner (Harald Weissen) 09.11.2010 12:18
von Lilly • Moderatorin/Rezensentin | 905 Beiträge

Zitat von HarryW
@Lilly
Da hast du ja richtig Gas gegeben :) .

Naja, hab ja auch durch den krankheitsbedingten Ausfall ne Menge Buchjobs aufzuholen ...

Zitat von HarryW
Es freut mich, dass du eine gute Zeit mit dem Buch hattest. Ich finde es wahrlich immer erstaunlich, wie unterschiedlich Leser
Dinge wahrnehmen und einstufen. Vor allem dann, wenn eigene Erlebnisse einen negativen oder positiven Einfluss ausüben,
wie in deinem Fall die Angst vor Verbrennungen.

Und die Bilder erst ...

Zitat von HarryW
Bei mir sind es Charaktere, die an Asthma leiden - sobald das in einem Roman
oder einer Kurzgeschichte erwähnt wird, erinnere ich mich (als Asthmatiker) sehr gut, wie es sich anfühlt, wenns wieder mal
so weit ist, dass man das Gefühl hat, man müsse ersticken. Da wird der ganze Impact des Gelesenen intensiver.

Ganz genau!




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#7

RE: Abschnitt 4: Kapitel 11 - Ende

in Scream 01: Begegnung mit Skinner (Harald Weissen) 09.11.2010 14:43
von Kendra • Büchernarr | 659 Beiträge

Zitat von HarryW

@alle Leser
Falls jemand von euch eine kurze Rezi auf Amazon schreiben würde, würde mich das enorm freuen. Leider ist es so, dass Amazon
und die Leserrezis heutzutage einen enorm wichtigen Erfolgsfaktor darstellen können, den man auf keinen Fall unterschätzen sollte.




Hallo Harry, oki werde mich heute abend mal an eine Rezi ranmachen, werde sie dir dann auch zuschicken. Werde fair bleiben und die guten Seiten hervorheben, allerdings muss ich aber meinen persönlich empfundenen Senf auch abgeben:-))

Liebe Grüße
Kendra


http://mediencircus.blogspot.com/

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#8

RE: Abschnitt 4: Kapitel 11 - Ende

in Scream 01: Begegnung mit Skinner (Harald Weissen) 09.11.2010 23:20
von HarryW • Autor | 22 Beiträge

@Kendra

Herlichen Dank schon jetzt!!!


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