Im Namen des Kreuzes


Kleine Schmökertruhe - Beschreibung
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03
Mai
2012

Pretty: Erkenne dein Gesicht - Scott Westerefeld



Inhalt:

Zitat
Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit – und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden …

Carlsen Verlag

Meine Meinung:
Gesund, aber allein …

Die Inhaltsangabe schildert in wenigen Sätzen exakt dass, worum es in diesem zweiten Band der Ugly-Pretty-Special-Serie geht.
Die sechzehnjährige Tally ist nun eine Pretty. Sie hat die Ganzkörperschönheitsoperation an sich machen lassen und möchte ein neues Leben beginnen, als sie von ihrem alten Ich eingeholt wird.
Mit dem Beistand eines Prettyjungen namens Zane begibt sie sich auf eine Schnitzeljagd, die ihr von einem Ugly, der sich außerhalb der Stadt im Verborgenen aufhält, gemacht worden ist.
Nachdem Tally und Zane hinter das Rätsel des Ugly gekommen sind, veränderte sich ihr Blick auf das Leben als Pretty mit einem Schlag. Dabei halfen eine Botschaft und ihr Prickelfaktor, den sie sich anhand bestimmter Taten regelmäßig aneigneten.
Doch die Behörden sind ihnen auf den Fersen und beobachten die beiden Jungprettys nach einem besonderen Zwischenfall nun sehr genau.
Dadurch müssen Tally und Zane sich nun immer ausgefeiltere Dinge einfallen lassen, um prickelnd zu bleiben und um dadurch diesem langweiligen Schönsein zu trotzen. Aber irgendwann gibt es nichts mehr, was noch prickelnder ist und so lassen sie sich etwas viel Gewagteres einfallen, was alle anderen Streiche in den Schatten stellt …
Und dabei macht Tally eine furchtbare Entdeckung!

Ohne große Erklärungen zu dem ersten Teil “Ugly” beginnt dieser Roman in New Pretty Town, der Stadt der Schönen.
Tallys neues Leben gleicht einer Prinzessin, sie hat Spaß, bewegt sich von Party zu Party und ist immer gut gelaunt.
Bis sie von einem hässlichen Jungen auf den Boden der Tatsachen geholt wird.
Denn bei der Schönheitsoperation wurde ihr etwas implantiert, was sie zu einer Art Marionette machte. Außer Partys und Fröhlichsein interessierte sie nichts mehr, doch nun kamen verschüttete Erinnerungen zurück an ein anderes Leben. Ein Dasein in der Wildniss, zwischen Gleichgesinnten welche die Ressourcen der Natur nutzen. Das “echte” Leben, wie sie meint. Und damit begann eine Serie von Taten, die ihr und Zane halfen, die Marionette in sich zu befreien.
Als Tally eines Tages plötzlich von Zane getrennt wurde, muss sie sich beweisen, dass sie auch alleine klar kommt. Die Tage verstreichen, ohne dass sie sichtlich weiter kommt, als sie unerwartet Hilfe erhält. Kurz darauf stößt sie auf ein Geheimnis das die Behörden und ein Spezialeinsatzkommando, die Specials, mit bedacht hüten. Ob Tally bei dieser Art von Forschung ebenfalls Gegenmaßnahmen erreichen kann?

Der Autor schaffte es erneut mich ohne großes Aufheben zu fesseln. Besonders die Zeit, in der Tally auf sich allein gestellt war, wurde sehr leidenschaftlich und spannend geschildert. Zumindest wirkte der Schreibstil des Autors auf mich sehr intensiv.

Die Geschichte wurde aus Tallys Sicht erzählt, wodurch ich jede Gefühlsregung hautnah miterleben durfte. Besonders gefallen haben mir Tallys Aktionen, wenn es darum ging, wieder ein wenig prickelnder zu werden, um sich dadurch gegen das Gefühl gesteuert zu werden, wehrte. Diese Taten waren teilweise äußerst gefährlich und wurden anschaulich geschildert.

Tally und ihre Freunde wurden im Laufe des Buches immer genauer vorgestellt, wobei ich Tally und ihre beste Freundin Shay ja aus dem ersten Band “Ugly – Verlier nicht dein Gesicht” schon sehr gut kannte.

Was mich besonders begeisterte, war die Art, wie Scott Westerfeld es darstellte, wie die Prettys leben, wie sie zu solchen werden sowie ihr Verhalten und ihr Denken. Das ganze wirkte auf mich richtig realistisch. So könnte es vielleicht tatsächlich einmal werden…
Leider kam der Roman nicht ganz an die Genialität des ersten Bandes heran und wirkte auf mich eher wie die Vorgeschichte zum dritten Teil. Daher gibt es von einen kleinen Abzug.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung. Auf geht’s zu Teil drei!



Ugly – Pretty – Special:
Ugly: Verlier nicht dein Gesicht
Pretty: Erkenne dein Gesicht
Special: Zeig dein wahres Gesicht

18
April
2012

Die Seele des Schattens - Magyria II - Lena Klassen



Inhalt:

Zitat
Mattim ist ein Vampir, der aus der geheimnisvollen Welt Magyria nach Budapest gekommen ist. Doch durch die Liebe der jungen Deutschen Hanna ist es ihm gelungen, das Gute in sich zu bewahren. Nun hofft er, mit Hannas Hilfe den König von Magyria – seinen Vater – davon zu überzeugen, dass Menschen und Vampire gemeinsam in Frieden leben können. Doch der König ist verblendet, weil er all seine Söhne an die Finsternis verloren hat. Lieber will er Mattim hinrichten lassen, als erneut vergebliche Hoffnung auf Rettung zu hegen. Hat Hanna ihren geliebten Mattim etwa nur vor der Dunkelheit bewahrt, um ihn nun durch die Kämpfer des Lichts zu verlieren? Da steht plötzlich Mattims finsterer Bruder Kunun mit einer Armee von Vampiren vor den Toren der Stadt, und Hanna könnte ihm ohne es zu wollen den Weg hinter die Mauern ermöglicht haben. Plötzlich kämpft die junge Frau nicht mehr nur um das Leben ihrer großen Liebe – jetzt steht das Überleben des Guten in Magyria auf dem Spiel!


Penhaligon

Meine Meinung:

Akink - Die Stadt des Lichts

Nur wenige Wochen nach dem ersten Band geht es mit dem zweiten Teil von Magyria weiter. Und es hat sich nichts geändert wie Mattim und Hanna eigentlich angenommen hatten.
Kunun, Mattims Bruder, ist wieder in Budapest. Er kam durch eine andere Pforte von der Mattim nichts wusste.
So steht er, Mattim, der ehemalige Lichtprinz von Akink, wieder ganz am Anfang seiner Mission, Akink vor dem Untergang zu retten. Dazu hat er auch noch das Aupair-Mädchen Hanna in die ganze Sache mit hineingezogen.
Kunun, der Herrscher über die Dunkelheit und Großvampir in Budapest, hat eine neue Möglichkeit gefunden, das Reich seines Vaters, das Land Magyria mit der Stadt Akink, in seine Gewalt zu bekommen.
Akink ist der Spiegel zu Budapest bei dem die Donau auch Donua genannt wird.
Damit Kununs Plan klappt, braucht er allerdings einen Menschen und wer könnte dazu besser in der Lage sein als Hanna? Mit einer List gelingt ihm, dass sie bei der Sache mitmacht. Doch als sie den Fluss kaum überquert hat, läuft alles aus dem Ruder.
Während Mattim sich um die Schattenwölfe in Magyria kümmert, bricht in Akink ein Tumult aus. Und dieses Chaos verändert alles und ließ selbst mich an der Geschichte mit dem Licht von Akink zweifeln ...

Nach dem der Anfang sich in die Länge zog, wurde es nach ca. einem Drittel interessanter. Nachdem Mattim nun endgültig weiß, wie es sein Bruder zurück in die Menschenwelt geschafft hatte, gehen sie nach kleinen Anfangsschwierigkeiten nun doch gemeinsam vor. Aber bis es soweit ist, musste Hanna so einiges mit Kunun und seinem Gefolge durchmachen. Aber im Gegensatz zu Mattim, der ständig an sich zweifelte, wusste Hanna, weshalb sie ihren eingeschlagenen Weg ging.

In diesem Teil erfuhr ich einige Kleinigkeiten über Budapest und ich konnte mir alles gut vorstellen. Zwar wurden die Figuren nicht mehr genauer beschrieben, aber da ich den ersten Band gelesen hatte, war dies auch kein Problem für mich. Daher sollten die zwei Teile um das Land Magyria der Reihe nach gelesen werden.

Die Handlungen wurden abwechselnd von Budapest und von Akink, der Stadt des Lichts, geschildert. So baute sich dann auch langsam aber stetig eine Spannung auf, die mich mit der Zeit immer mehr in den Bann zog. Zum Ende hin konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn die Situationen in Magyria hatten dramatische Züge angenommen.
Es gab einige Kämpfe, Veränderungen, Verzicht und die alles umfassende Liebe von Hanna zu Mattim, die in diesem Teil nicht nur ihn erneut rettete, sondern auch andere.
Der Schluss ist meiner Meinung nach relativ offen, sodass ein weiterer Band folgen könnte ...

Der Roman ist in drei Teile aufgegliedert, die darauf hinwiesen, in welcher Phase es um Akink steht. Auch wurde, wie im ersten Band, bei jedem Kapitel darauf hingewiesen, wo sich die Protagonisten gerade aufhielten, in Akink oder in Budapest.

Als kleine Freude war an der gebundenen Ausgabe ein Lesebändchen angebracht, dass es mir bei dem dicken Wälzer erleichterte, es schnell mal zur Seite zu legen ohne nach einem Lesezeichen zu suchen, wie das bei mir öfter der Fall ist.

Fazit:

Auch dieser Roman beinhaltet eine schöne Geschichte um eine andere Welt.
Wegen den anfänglichen Schwierigkeiten gibt es von mir einen Stern Abzug.



Magyria:
1. Das Herz des Schatten
2. Die Seele des Schattens

14
März
2012

Zirkel - Engelsfors-Trilogie I - Sara B. Elfgren + Mats Strandberg



Inhalt:

Zitat
Die sechs Mädchen könnten nicht verschiedener sein. Abgesehen davon, dass sie in der schwedischen Kleinstadt Engelsfors leben, auf dieselbe Schule gehen und sich nicht mögen, haben sie nichts gemeinsam. Glauben sie.
Doch eines Nachts werden sie im Wald zusammengeführt. Sie sind auserwählt, das Böse, das in der Stadt lauert, zu bekämpfen. Schaffen sie es, miteinander auszukommen? Denn nur mit vereinten Kräften können sie die dunklen Mächte besiegen.
Reinster Nervenkitzel aus Schweden, dem Land der Krimi-Meister. »Zirkel« ist der grandiose Auftakt der Engelsfors-Trilogie.


Dressler

Meine Meinung:
Ihr habt die Macht!

In Engelsfors, einem kleinen schwedischen Städtchen, wachsen sechs Mädchen heran, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vom Moppelchen als Außenseiter, über eine Gothiclady bis zu einer der beliebtesten Mädchen der Schule ist alles vertreten. Und dadurch verkehren sich natürlich in unterschiedlichen Kreisen und Cliquen. Doch eine Nacht verändert alles in ihrer aller Leben und von jetzt auf gleich sind sie aufeinander angewiesen, müssen sich vertrauen und aufeinander hören.

Doch dies ist einfacher gesagt als getan. Als einzelne der jungen Damen Gaben entwickeln, die ihnen das Leben leichter machen, nutzen sie diese schamlos aus, ohne Rücksicht auf die anderen Mädchen ihres "Zirkels" oder die Menschen in der Schule oder ihrer näheren Umgebung. Dabei vergessen sie beinahe, um was es ihnen eigentlich gehen müsste.
Denn ihre Aufgabe ist es, mit ihren Fähigkeiten dem Bösen, das sich in Engelsfors niedergelassen hat, Einhalt zu gebieten und es zu bannen.
Aber "Unfälle" und eine nicht kooperative Figur, die ihnen dabei helfen sollte, erschweren das Ganze und machen es zu einem Wettlauf gegen die Zeit und den Tod aller Mädchen des Zirkels ...

Mit einem dieser "Unfälle" begann die Geschichte und ich fühlte mich dadurch gleich mitten im Geschehen. Es war eine Dramatik zu spüren, die mich weiterlesen ließ, da ich wissen wollte, was es mit dieser Gegebenheit auf sich hat. Und so lernte ich auf den ersten Seiten auch gleich ein Mitglied des Zirkels nach dem anderen kennen.

Zwischendurch gab es immer wieder kleine Geschichten der verschiedenen Mädchen, die nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun hatten, wodurch ich aber ihren Charakter besser kennenlernen durfte. Gleichzeitig brachten mich diese Erzählungen etwas von der Anspannung herunter, die von Anfang an in mir herrschte, ohne dass der Roman dadurch aufgebauscht wurde.

Der Schreibstil ist einfach fantastisch!
Die Autoren beschreiben alles sehr anschaulich und gleichzeitig äußerst spannend, sodass ich mich sehr schwer von dem Buch losreisen konnte. Wenn ich es doch einmal zur Seite legen musste, zog es mich sogleich wieder wie ein Magnet an. Dadurch hatte ich es auch sehr schnell durchgelesen.
Nähere Erklärungen zu Örtlichkeiten wurden nur dann gemacht, wenn diese auch wichtig für die Handlung waren. Dafür wurden die einzelnen Figuren sehr gut beschrieben und das genügte meiner Meinung nach für diese tolle Story vollauf.

Die Handlung wurde aus mindestens sechs verschiedenen Blickwinkeln geschildert. Die daraus entstandene Spannung zog mich buchstäblich durch den ganzen Roman.
Dass es sich durch die sechzehnjährigen Protagonisten und die schlichten Schreibweise über die einzelnen Situationen eigentlich um ein Jugendbuch handelt merkte ich dank dieser ständigen Spannung nicht wirklich.

Der Roman hatte von Beginn an ein hochdramatisches Tempo und ich war das ganze Buch hindurch zum zerreißen gespannt, wie die Geschichte ausgeht und in welchem dramatischen Feuerwerk diese endete.
Sara Bermark Elfgren und Mats Strandberg, ihr seid ein klasse Autorenpaar. Nur weiter so, ich bin einfach begeistert!

Fazit:
Ein wahnsinnig spannender Jugendroman aus dem Land der besten Krimi-Autoren.
Hoffentlich dauert es nicht zu lange, bis der zweite Teil dieser sagenhaften Trilogie in Deutsch erscheint.
Von mir erhält dieser Roman die volle Punktzahl und ist mein Highlight für Februar 2012.


Engelsfors-Trilogie:
1. Zirkel
2. Feuer (2013)
3. Schlüssel (2014)

10
Februar
2012

Hapu: Teufel im Leib - Michael Zandt



Inhalt:

Zitat
Die attraktive Hapu ist eine junge Frau, wie viele andere auch. Sie liebt ihr Motorrad, geht keiner Prügelei aus dem Weg und ist engagierter Fan der Stuttgarter Kickers. In mancher Hinsicht unterscheidet sich Hapu aber von der Mehrzahl ihrer Altersgenossinnen. Sie hat schneeweiße Haut, einen beweglichen Schwanz und manchmal Appetit auf Menschenfleisch!


Quelle: Candela Verlag

Meine Meinung:

Hapu - Eine Menschenfresserin!

Der Klappentext beschreibt die Protagonistin, um die es geht, ziemlich genau!
Aber worum es in dem Roman geht, wird dagegen nicht erwähnt und ich werde auch nicht großartig darauf eingehen. Hapus Geschichte sollte jeder Interessierte einfach selbst lesen und darüber staunen. Denn diese hat es in sich!

Aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, arbeitet die junge Frau in einem Museum, deren Geschichte die ihrer Art erzählt: den Asartu. Diese sind die leibhaftigen Nachfahren des Lichtbringers, wogegen die Dämonen ihre christlichen Gegner sind.
Mit Hapu hat der Autor eine Figur erschaffen, wie ich sie persönlich noch nicht in der fantastischen Welt getroffen habe.
Während ich an Hapus alltäglichem Leben teilnehmen durfte, konnte ich mir immer besser ein Bild von der Dame machen. Kaum hatte ich eine genaue Vorstellung von ihr, schon gab es Action ohne Ende.
Die junge Asartu macht im Laufe des Buches eine enorme Entwicklung durch. Von einer kleinen Angestellten durchlebt sie verschiedene Situationen und wird dadurch mental und physisch immer stärker. Dabei stellt sich heraus, dass in ihr etwas schlummert, dass sie zu etwas ganz Besonderem macht. Diese Besonderheit macht sie allerdings auch zu einem Außenseiter und zu einem leichten Ziel, sodass sie immer wieder auf der Flucht ist und ständig Andere Wesen gegen sich hat.

Von einer speziellen Gruppe eingeladen, wird sie kurz darauf des Landes verwiesen, durchlebt eine militärische Laufbahn und endet allein im Regenwald, gejagt von Dämonen.
So ist es natürlich kein Wunder, dass in diesem Buch sehr vieles auf wenigen Seiten passiert. Eine extreme Situation nach der anderen, weswegen ich den Roman immer wieder zur Seite legen musste, um das Gelesene zu verarbeiten.
Dadurch wurde es auch nie langweilig, da Hapu von einer Actionszene in die nächste geriet und dabei weder ihren Stil noch ihre Motivation jemals verlor, was ich sehr bewunderte.

Die verschiedenen Länder, Örtlichkeiten und Gegenden wurden sehr anschaulich beschrieben. So fröstelte es mich in einem Kellergewölbe und mir wurde im Regenwald heiß. Ich konnte durch die realen Beschreibungen die jeweiligen Situationen hautnah miterleben.
Auch alle wichtigen Figuren wurden gut dargestellt.

Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert, die den Werdegang von Hapus Entwicklung unterstreichen.
Der Roman beinhaltet auch mehrere Illustrationen, die Hapu in verschiedenen Situationen zeigen. Das machte das Werk abwechslungsreich und die Hauptfigur ist meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. So in etwa stellte ich sie mir vor. Ich fand die Bilder richtig gut!
Das Format des Taschenbuches ist etwas größer als die Normalen, weshalb die Seitenzahl auch geringer ist. Aber umso spannender ist der Inhalt!

Fazit:
Lasst euch von einem Rohdiamant von Protagonistin eine Geschichte erzählen!
Ein fantastisches Buch aus der Moderne, erzählt von einem Autor der schnörkellos Hapus Abenteuer erzählt.
Ich bin gespannt, was es in Zukunft noch aus Michael Zandts Feder stammen wird!

23
Januar
2012

Das Erwachen: Im Schatten des Mondlichts I - J.J. Bidell



Inhalt:

Zitat
Naomi Roberts hat endlich ein Stipendium für ein Auslandssemester in Maine erhalten. Als Naomis Großmutter plötzlich behauptet, Naomi würde sich bald in einen Panther verwandeln, wie ihre Urgroßmutter Romina, glaubt Naomi an einen letzten und verzweifelten Versuch, sie von der Abreise in die USA abzuhalten.
In Maine angekommen, genießt Naomi ihr Studentenleben mit neuen Freunden und ihrer ersten Liebe Roman. Selbst, als sie sich von einer mysteriösen Lichtung im Wald magisch angezogen fühlt, sich beobachtet vorkommt und zu Schlafwandeln beginnt, erinnert sie sich nicht an die Prophezeiung der Großmutter. Bis sie sich zum ersten Mal verwandelt. Und - Naomi ist nicht allein, was nicht nur sie selbst in Lebensgefahr bringt, sondern auch Roman.


Quelle: Autorenhomepage

Meine Meinung:

Wenn Hirngespinste zur Wahrheit werden ...

Eigentlich erklärt die Inhaltsangabe schon sehr gut worum es bei diesem ebook geht.
Nachdem Naomi durch ein Auslandsstudium bei Maine von ihrer überfürsorglichen und etwas Demenzen Großmutter wegkommt, beginnt für sie endlich ein eigenständiges Leben. Sie lernt schnell neue Freunde kennen, trifft auf nette Männer und hat durch einen Trainingspartner Glück mit den Aufnahmeprüfungen.
Auf einem ihrer Joggingtouren findet sie eine sehr schöne Lichtung mitten im Wald, die sie magisch anzuziehen scheint. Diese Lichtung wird ihr Rückzugsort und nachdem sie Roman kennen und lieben lernt, scheint ihre Zeit in Amerika rundum topp zu sein.
Nette Leute, einen tollen Freund, einen mystischen Rückzugsort - was will Naomi mehr?
Doch so gut, wie alles aussieht, ist es nicht. Als sie eine Panikattacke bekommt und plötzlich eine Veränderung an sich feststellt, erinnert sie sich an die Geschichte, die ihr ihre Großmutter angsterfüllt erzählt hatte. Naomi jedoch hielt es bis dato als Hirngespinst, aber nun ist sie ein Teil dieser Story ...

Die Geschichte begann mit einem Rückspann, wodurch mir erklärt wurde, um was für eine Art Fantasy in diesem Roman geht. Erst später erfuhr ich, was dieser Rückblick mit Naomi selbst auf sich hat.
Als Naomi zum ersten Mal eine Veränderung an sich wahrnahm, veränderte sich von jetzt auf gleich alles in ihrem Leben. Sie wusste nicht mehr, wem sie trauen kann und obwohl ihre Großmutter Recht hatte, konnte die Studentin die neuesten Ereignisse einfach nicht begreifen und brachte dadurch sich, wie auch ihren Freund Roman, in Gefahr.

Die Einführung in den Roman dauerte ein wenig, aber es wurde dabei nie wirklich langatmig. Dadurch tat ich mir anfangs allerdings etwas schwer, da der Schreibstil der Autorin zu Beginn recht sprunghaft war. Die Geschichte fühlte sich für mich zunächst ziemlich ruckartig an und es gab keine flüssigen Übergänge. Doch das legte sich mit der Zeit und Bidells Schreibfluss wurde immer besser, sodass ich mich voll auf die Handlung konzentrieren konnte und diese immer mehr genoß.
Dabei kam eine unterschwellige Spannung auf, die immer weiter an die Oberfläche driftete, je tiefer ich in die Geschichte eintauchte. Je mehr Figuren Naomi kennen lernte umso interessanter wurde es und die wachsende Spannung verwandelte sich zum Schluss in ein dramatisches Ende.
Was ich etwas schade fand, ist der Cliffhanger mit dem das ebook ziemlich abrupt endete. Doch umso mehr freue ich mich auf den zweiten Teil dieser Serie, denn ich bin gespannt, ob Naomi die einzige weibliche ihrer Art ist, oder ob es noch mehr ihresgleichen geben wird.

Fazit:
Die Story ist sehr schön und darauf kann die Autorin noch super aufbauen. Darum bin ich sehr gespannt, wie es mit Naomi Roberts und ihrer neu entdeckten Fähigkeit weitergeht!

Im Schatten des Mondlichts:

1. Das Erwachen
2. Die Fährte

14
Januar
2012

Ugly: Verlier nicht dein Gesicht - Scott Westerfeld



Inhalt:

Zitat
Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl ...


Carlsen Verlag

Meine Meinung:

Sie wollte doch nur schön werden ...

Das Cover zeigt mit dem Mädchengesicht, auf dem Schönheitslinien und -pfeile um Augen und Nase gemalt sind, worum es in diesem Roman geht. Schönheitsoperationen!
Tally hat nur noch ein paar Monate, bis sie sich mit 16 einer Schönheitsoperation unterzieht, wodurch sie endlich hübsch wird und zu den „Pretties“ gehört. Diese Station durchlaufen alle 16jährigen und es ist das Normalste der Welt.
Doch nicht für alle scheint es die beste Alternative zu sein, denn ihre Freundin Shay möchte diesen Schritt nicht durchlaufen und sucht nach anderen "Uglys", die so denken wie sie.
Für Tally ist Shays Sichtweise anfangs einfach nur abenteuerlich und sie hält Shays Verhalten lächerlich. Aber sie begleitet Shay trotzdem überall hin.
Als Tally endlich Geburtstag hat und zu ihrer heiß ersehnten Operation abgeholt wird, gibt es plötzlich ein Problem. Und dieses Problem hat mit ihrer verschwundenen Freundin zu tun, die die Pretties gerne bei sich wüssten...
Damit beginnt für Tally eine Achterbahn der Gefühle, und verschiedenen Ansichten über das Schönsein stehen dabei immer im Mittelpunkt!

Es geht hier um eine Dystopie, eine negativfiktive Zukunft. Diese machte mir anfangs etwas Angst, da die Protagonistin es zu selbstverständlich fand, das Schönsein das Beste ist und einen Makel zu haben, und wenn es sich dabei nur um Sommersprossen handelt, das Schlimmste auf der Welt wäre.
Der Autor wollte mir mit diesem Buch seinen Standpunkt klarmachen und ich finde, das ist ihm auch sehr gut gelungen.
Schön sein bedeutet nicht gleich, dass es einem in Allem besser geht und in seiner Geschichte werden die Menschen nach einer großen Operation sogar einheitlich, was für mich bedeutet: langweilig. Scott Westerfeld spricht den Unterschied an, und wie gesund dieser im Grunde ist. Doch es wäre natürlich auch von Vorteil, wenn alle gleich aussehen würden, wenn man sich die Geschichte der Welt vor Augen führt ...

Die Entwicklung, die Tally im Laufe des Romans durchmachte, war sehr realistisch beschrieben. Die Zweifel, die neuen Gefühle und ihr entsprechendes Verhalten waren immer gut nachzuvollziehen.
Je weiter ich in die Handlung eintauchte, umso sympathischer wurde mir das Mädchen. Darum bin ich schon sehr gespannt, wie es mit Tally und dem Schönheitswahn weitergeht.
Dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt merkte ich beim Lesen und durch die Taten der Protagonistin und durch die Art und Weise, wie der Autor sich ausdrückte.

Fazit:
"Verlier nicht dein Gesicht" ist ein Roman, der mich erst mit der Zeit fesseln konnte, mich aber zum Schluss nicht mehr los ließ. Einfach wunderbar geschrieben Herr Westerfeld, ihnen ist ein packender Auftakt gelungen!

Ugly-Pretty-Special:

Ugly: Verlier nicht dein Gesicht
Pretty: Erkenne dein Gesicht
Special: Zeig dein wahres Gesicht
Extra: Wer kennt dein Gesicht (andere Protagonistin)

13
Januar
2012

Nichts als Erlösung - Gisa Klönne



Inhalt:

Zitat
Ein Toter ohne Gesicht mitten in der Kölner Altstadt. Die Ermittlungen führen Hauptkommissarin Judith Krieger in die Vergangenheit. Zu einer Familientragödie. Und zu einem Kinderheim, dessen Wurzeln bis in die NS-Zeit reichen. Ist der Täter ein ehemaliges Heimkind? Ist Rache sein Motiv? Schon bald fordert er Judith Krieger zu einem perfiden Wettkampf heraus.
Ein eindringlicher und rasant erzählter Kriminalroman über ein lange verschwiegenes Kapitel der deutschen Geschichte.


Quelle: Ullstein

Meine Meinung:
Ein Schimmel, der ihr den Weg weist.

"Nichts als Erlösung" ist der fünfte Fall von Judith Krieger und ihrem Ermittlungsteam.
Nachdem ein Mann ermordet wurde, rollen sie einen zwanzig Jahre alten ungelösten Fall wieder auf. Denn der zurückliegende Fall, bei dessen Familiendrama genau dieser Ermordete der Hauptverdächtige war, scheint mit seinem Tod zusammen zu hängen.

Der bei einem Fall vor zwanzig Jahren ein Hauptverdächtiger bei einem Familiendrama war, rollen Krieger und ihr Team auch diesen noch einmal auf. Denn nach einigen Nachforschungen scheinen der gegenwärtige fall mit dem Vergangenen zusammen zu hängen.
Dabei ging es damals um ein Kinderheim aus der Nazizeit, den damaligen Erziehungsmethoden und den Erwachsenen, die dieses Heim geleitet hatten. Und die neueste Tat scheint damit verknüpft zu sein.
Je mehr Krieger in der Vergangenheit dieser Familie, sowie des letzten Opfers und des Heimes forscht, umso mehr kommt sie zu einem Schluss: Es geht um Rache!

Während ihr Team den mickrigen Spuren nachgehen, haben sie und ihr Partner ebenfalls mit vergangenen Situationen und Ereignisse zu kämpfen, was jeder auf seine Art verarbeitet. Judith hat entsprechende Träume, in denen ein Schimmel vorkommt, und ihr Kollege Manni tobt sich auf der Autobahn aus.
Und als wäre das noch nicht genug, wird die Kommissarin von einem Reporter erpresst und bekommt von jemandem seltsame Bilder zugeschickt.
All das sind Verknüpfungen, die es zu entwirren gilt um an die Lösung zu kommen und den Mörder zu fassen ...

Dieser Roman von Gisa Klönne war mein erster Krimi ihrer Serie über Kommissarin Judith Krieger. Als Quereinsteigerin hatte ich anfangs etwas Probleme, da immer wieder ohne genauere Details auf vorangegangenen Fälle eingegangen wurde, die ich gebraucht hätte, um einzelne Anspielungen zu verstehen. Aber je länger ich in diesem Krimi weiterlas, desto weniger machten mir die fehlenden Puzzlestückchen etwas aus und ich konnte mich auf den Fall konzentrieren. Dieser nahm immer mehr an Spannung zu und wurde zum Schluss noch richtiggehend dramatisch. So wurde ich von dieser Seite her nicht enttäuscht und kann mit gutem Gewissen sagen, dass dies ein echter Krimi ist.

Durch verschiedene Handlungsstränge wurden mir mehrere Sichtweisen geschildert, die zu Anfang nicht zugeordnet werden konnten. Erst mit der Zeit fügten sich einzelne Geschehnisse zu einem vollständigen Bild zusammen.
Zudem erfuhr ich durch einen Reporter, der sich dabei in den Kriminalfall einmischte und parallel ermittelte, auch auf einem anderen Weg etwas über den Fall, was abwechslungsreich war.
Immer wenn ein Abschnitt begann, wovon es fünf an der Zahl gab, wurden Auszüge in Schreibmaschinenform dargestellt, die erst im Laufe der Geschichte einen Sinn ergaben.
Einzelne Figuren wurden mir gut genug beschrieben, dass ich mir ein Bild von ihnen machen konnte, doch richtig vorgestellt wurde mir nicht einmal die Protagonistin und Kommissarin selbst.
Trotzdem weiß Gisa Klönne, wie sie mich immer stärker fesseln konnte. Ihr Schreibstil ist flüssig und zieht einen in den Bann, wenn er auch nicht so spannend ist wie ich erwartet hatte. Das gewisse etwas fehlt zu fünf Sternen.

Fazit:
Ich würde sehr gerne mehr über die vergangenen Fälle erfahren, um zu wissen wie es dazu kommt, dass die Krieger das Rauchen aufgibt und was es mit einem schlimmen Erlebnis zu tun hat.
Somit vergebe ich fast die volle Punktzahl, vier bis fünf von fünf Sternen.

Kommissarin Judith Krieger:
1. Der Wald ist schweigen
2. Unter dem Eis
3. Nacht ohne Schatten
4. Farben der Schuld
5. Nichts als Erlösung

07
Januar
2012

Nachtgeister - Rob Thurman



Inhalt:

Zitat
Diese Jungs sind heiß! Die Brüder Cal und Niko sind nicht nur unwiderstehlich attraktiv, sondern auch übersinnlich begabt. In New York haben sie alle Hände voll zu tun. Denn hier leben verführerische Vampirinnen an der Upper East Side und Trolle unter der Brooklyn Bridge. Cal, halb Mensch, halb magisches Geschöpf, ist stets auf der Flucht vor seinem dämonischen Vater. Als Cal in die Hände des Bösen fällt, ist seine einzige Rettung die schöne Hellseherin Georgie. Zusammen mit Niko begibt sie sich auf die Suche nach Cal …


Quelle: Piper Verlag

Meine Meinung:

In Cals Haut möchte ich definitiv nicht stecken.

Cal und Niko sind Brüder, die sich durch etwas Entscheidendes unterscheiden. Während Niko in Anführungsstrichen nur ein „Mensch“ ist, ist Cal zur Hälfte ein Dämon, die Ausgeburt eines Monsters, mit dem ihre Mutter ein Verhältnis hatte.
Seit Cal im Teenageralter für eine gewisse Zeit von der Verwandtschaft seines Vaters verschleppt wurde, sind er und sein Bruder Niko ständig auf der Flucht und immer in Alarmbereitschaft, wenn sich etwas in ihrem Alltag auch nur in geringem Masse ändert.
Als eine dunkle Macht von Cal Besitz ergreift, hat dieser nur zwei Ziele: Den Tod seines Halbbruders und die "Weltherrschaft" für die Dämonen.
Und dieses Wesen, das Besitz von Cal ergreift, stellt eine Menge Unheil an und bringt Niko dazu, etwas ziemlich abgefahrenes zu tun ...

Zwei Brüder die nicht unterschiedlicher sein können. Cal, um den es eigentlich ging, stellte ich mir als den kleinen Bruder und Lausbub vor. Lässig nimmt er es mit jedem neuen Zustand der Ereignisse auf und es kam mir so vor, als ob er nicht immer die Dramatik der Lage ernst nahm. Niko hingegen ist diszipliniert für zwei, beherrscht mehrere Kampfkunstarten und kann mit jeglichen Waffen umgehen. Sein Lebensinhalt, das merkte ich mit jedem Wort über ihn, ist der Erhalt von Cals Leben. Ohne seinen kleinen Bruder würde er auch nicht mehr leben wollen.
Cals Erzählungen strotzen nur so vor Sarkasmus. Diese waren ab und zu überspitzt, aber größtenteils einfach nur klasse. Dadurch wurde die Dramatik der aktuellen Situationen immer etwas entschärft.
Auch die Idee dieser Story kam mir bislang noch in keiner ähnlichen Weise unter, was mich sehr freute.

Durch die Erklärungen, was es mit den beiden Brüdern auf sich hat, wie sie leben und was sie ausmacht, war der Anfang nicht ganz so packend und dementsprechend auch nicht spannend. Das änderte sich mit der Zeit und durch einzelne Figuren, die in Laufe der Geschichte hinzukamen. Dadurch wurde es immer interessanter. Besonders der Mitstreiter und Puck namens Robin war mir dabei äußerst sympathisch!
Die Autorin hat einen Schreibstil, der mich neugierig auf den nächsten Schritt ihrer Protagonisten machte, mich aber gleichzeitig zögern ließ, da ich manchmal das Gefühl hatte, durch den sprunghaften Szenenwechsel nicht immer hinterher zu kommen.
Der Roman ließ sich deshalb nicht durchgängig flüssig lesen, was ich wegen der interessanten Thematik sehr schade fand.

Mir wurde die Geschichte aus Cals Sicht in der Ichform erzählt, aber durch eine sehr bewegende Veränderung, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte, wurde das unvollständige Gefühl das ich eh schon hatte, leider noch schlimmer. Ich wusste durch diese neue Modifikation nun noch weniger, wer im Roman gerade zu mir spricht: Cal oder die Macht in ihm. Das brachte mich zuerst so durcheinander, dass ich fast die Lust am Weiterlesen verloren hätte.

Fazit:
Leider überwogen für mich die langweiligen Momente und daher werde ich diese Serie nicht weiterverfolgen. Echt schade, die Geschichte hatte gute Ansätze!

Cal und Niko Leandros-Reihe:

1. Nachtgeister
2. Mondgeister
3. Schattengeister

19
Dezember
2011

Die Reise beginnt - Godspeed I - Beth Revis



Inhalt:

Zitat
Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden – 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen?


Dressler Verlag


Meine Meinung:
Dein Leben liegt in den Händen eines Anderen ...

Es wurde ein Planet gefunden, auf dem lebensähnliche Zustände herrschen. Zu diesem Planeten ist das Raumschiff mit Namen Godspeed unterwegs. Mehrere hundert Jahre wird es auf dem Weg dorthin sein und in dieser Zeit sind Persönlichkeiten die wichtig für einen Aufbau von dieser neuen Welt sind eingefroren.
Da ihre Eltern beide für die neue Erde wertvoll sind: die Mutter ist Genforscherin und ihr Vater hat ein wichtiges Amt beim Militär, darf auch die 17jährige Amy mit an Bord und wird ebenfalls eingefroren.
Doch bei ihr läuft etwas schief und sie erwacht Jahrzehnte vor der Landung. Wurde ihre Kühlbox manipuliert?
Zusammen mit Junior, dem nächsten Oberhaupt des Raumschiffes und in seinem Kumpel Harley, gehen sie der Sache auf den Grund. Sie helfen ihr, mit dieser neuen Situation klar zu kommen.
Und während sie sich noch an die Änderungen gewöhnt und nicht nachlässt, vieles auf dem Schiff in frage zu stellen, werden weitere Kühlboxen abgeschaltet ...

Nachdem Anfangs sehr detailliert beschrieben wurde, wie die Figuren auf das einfrieren vorbereitet werden und was damit zusammen hängt, hätte ich den Roman fast schon wieder zur Seite gelegt.
Ich kann die härtesten Thriller lesen, doch sobald es um medizinische Fachsimpeleien geht, bekomme ich weiche Knie. Und diese hatte ich während des Lesens dieser Beschreibungen an einer Tour.
Aber zum Glück blieb ich dran, denn was danach kam wurde immer besser!

Amys Zustand, in dem sich ihr eingefrorener Körper befand und ihre dazugehörigen Gedanken, halfen mir, diesen Kryoschlaf zu verstehen. Außer ihren Träumen, Erinnerungen und Gedanken nachzuhängen, gab es nichts, was sie in diesen knapp 300 Jahren machen konnte. So lernte ich sie durch ihre Träume, Wachträume und Gedankensprünge kennen.
Dieser "Alptraum" in dem sie sich gefangen fühlte, wurde sehr anschaulich beschrieben und ich konnte mir ihre Situation sehr gut vorstellen.
Abwechselnd bekam ich aber auch Einblicke in das Leben von Junior, den nächsten "Kapitän" des Schiffes. Durch das Wechseln der Sichtweisen bekam ich einen schönen Überblick über die Taten von beiden Protagonisten.

Was mich selbst, ebenso wie Amy, ziemlich mitnahm, war, wie auf dem Schiff anscheinend vieles (Gen)manipuliert wurde. Was für Amy und mich auf dem Raumschiff normal wirkte, war für Junior und seiner Einstellung nach unnormal. Genauso dachte er, Amy wäre nicht völlig normal. Dementsprechend verhielten sie sich gegenüber dem anderen auch anfangs äußerst skeptisch.
Das wiederum wirbelte meine Gefühle mehr als einmal ziemlich durcheinander und dadurch wurde die Geschichte für mich allerdings mit jeder Seite lesenswerter.
Meine Emotionen hatten deshalb einiges zu tun und besonders der Schluss, mit dem das Buch einen guten Abschluss hatte, ließ mich schockiert zurück. Mit manch einer Wendung hätte ich nicht gerechnet und nun warte ich sehnsüchtig auf den nächsten Teil.
Der Roman ist somit in sich abgeschlossen, lässt aber Fragen offen, die hoffentlich im zweiten Band beantwortet werden.

Das es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, wurde mir sehr schnell klar. Die einfache Schreibweise und das Verhalten der beiden Hauptcharaktere brachte dies zum Ausdruck. Zudem sind beide Protagonisten Teenager, was ebenfalls darauf hindeutete.

Das Buch entwickelte einen Sog, der mich regelrecht mit sich zog.
Zuerst durch Amys und Juniors Geschichten auf der Godspeed und ihrer Gefühlswelt. Dann folgte ein kriminalistischer Teil, bei dem es um die Toten aus den Kühlboxen ging, die Amys Ansicht nach ermordet wurden. Und dazu kam die Entwicklung zwischen den beiden Protagonisten, die beide nicht so recht einordnen konnten, was an ihrem gegenüber echt und was falsch ist.
Als bildlich gesprochen auch noch eine große Bombe platzte, bei dem ich erstmal das Buch zur Seite legen musste um das Gelesene zu verdauen, war es um mich geschehen. Die Autorin erzählte die Geschichte einfach phänomenal!
Auch Tage später bin ich noch hin und weg von diesem einzigartigen Roman!

Einziger Minuspunkt war die Gegenwartsform, in der das Jugendbuch verfasst wurde. Die brachte mich regelmäßig aus dem Lesefluss, da ich vieles zweimal lesen musste, da mich der Ausdruck der Sätze enorm störte.
Erwähnenswert jedoch ist, dass auf der Innenseite des Schutzumschlags eine Karte der Godspeed zu sehen ist, auf dem sich die Geschichte abspielt.

Fazit:
Kurz und knapp: Der Roman ist bei mir eingeschlagen wie eine Bombe und wird definitiv mein Novemberhighlight!
Ich kann es kaum erwarten, wie es mit Amy und Junior auf der Godspeed weitergeht.


Godspeed-Trilogie:
1. Die Reise beginnt
2. A Million Suns (Original 2012)
3. noch nicht bekannt

29
November
2011

Schutzpatron - Kommissar Kluftinger VI - Volker Klüpfel + Michael Kobr



Zitat
Ein prachtvoller Burgschatz von unschätzbarem Wert, ein Mord und ein geheimnisvoller Schutzpatron – Kluftinger ermittelt wieder! Der neue Fall des Bestsellerduos Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Endlich kehrt der prachtvolle Burgschatz mit der Reliquie von St. Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, nach Altusried zurück. Vor Jahrzehnten wurde unter der Burgruine Kalden der sagenhafte Schatz gefunden und ging auf weltweite Ausstellungsreise. Nun muss Kluftinger an einer Arbeitsgruppe teilnehmen, die eigens für die Sicherung der Kostbarkeiten gegründet wurde. Priml! Dabei hat er doch ganz andere Probleme: Er hat den Mord an einer alten Frau aufzuklären, der zunächst als natürlicher Tod eingestuft wurde. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun? Kluftingers Nachforschungen werden dadurch erheblich erschwert, dass sein Auto gestohlen wird, was er aus Scham allerdings allen verschweigt – den Kollegen und sogar seiner Frau Erika. Das bringt ihn mehr als einmal in Bedrängnis. Vor allem natürlich, wenn Dr. Langhammer mit von der Partie ist …


Piper


Meine Meinung:

Das Cover ist schon humorvoll gestaltet.
Im Vordergrund ist ein Verkehrsschild mit zwei Wanderern abgebildet, die jeweils einen Heiligenschein über dem Kopf haben. Im Hintergrund des Schildes ist auf einem Berg eine Burgruine zu sehen.
Der Titel "Schutzpatron" erweist sich als äußerst treffend, wenn man die Geschichte liest, und das nicht nur auf eine Weise.

Schatzräuber der modernen Art haben es dieses Mal auf einen Burgschatz abgesehen, der in sein Zuhause bei Altusried zurückgebracht werden soll.
Während Kluftinger sich mit gestohlenen Autos und dem neugewonnenen Interesse am Golfsport beschäftigt, knüpft ein Ganove zusammen mit einer kleinen Gruppe von fähigen Dieben einen sicheren Plan, um die Artefakte zu stehlen.
Es sieht sehr lange so aus, als ob der Drahtzieher der Diebesbande Kluftinger und seine Kollegen an der Nase herumführen kann, da der Kommissar zudem auch noch mit einem Mord beschäftigt ist.
Aber all das ändert sich, als Kluftinger etwas auffällt, was dem Rest des Teams wie moderne Kunst vorkommt ...

Die Thematik des Krimis wird durch die humorvollen Einlagen von Kluftinger & Co. regelmäßig in den Hintergrund geschoben.
Spannung, welche für einen Krimi eigentlich normal ist, gab es in diesem Roman auf dramatische Weise erst zum Schluss ohne Unterbrechung. Zwischendurch blitzte sie nur auf, wenn es um die Ganoven ging.
Dafür war der Krimi äußerst humorvoll und ich musste sehr oft schmunzeln, manchmal sogar laut lachen.
Die Nebensächlichkeiten im Privatleben und im Job des Kommissars waren immer viel interessanter, als der aktuelle Kriminalfall, den er gerade löste.
Und das ist auch der Grund, weshalb ich Kluftinger nun schon bis zum sechsten Fall treu geblieben bin!
Wie bisher in jedem Band wusste ich nicht, ob ich Klufti mögen oder ihn für nicht ganz voll nehmen sollte.
Er hat so eine geniale Mischung aus beidem, was ihn sehr sympathisch macht. Seine Art an Situationen heranzugehen ist jedes Mal aufs Neue ein Abenteuer für mich. Eine Frage ging dabei jeder Situation voraus: Wie handelt Klufti nun wieder und welche Folgen wird es haben?

Fazit:
Die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr knüpfen gekonnt Kriminalistisches mit einem äußerst tollpatschigen Ermittler und seinem witzigen Privatleben zusammen. Das Ergebnis ist ein sehr unterhaltsamer und lustiger Krimi aus dem Allgäu.


Kommissar Kluftinger-Reihe:
1. Milchgeld
2. Erntedank
3. Seegrund
4. Laienspiel
5. Rauhnacht
6. Schutzpatron

10
November
2011

Der verlorene Bruder - Urbat II - Bree Despain



Inhalt:

Zitat
»Du kannst ihm nicht vertrauen. Bitte, Gracie, glaube mir. Ihr seid alle in Gefahr. Du musst wissen, dass …« Die Stimme erstarb. Dann war die Leitung tot.
»Jude!«, schrie ich in mein Handy.

Grace hat das größte Opfer gebracht, um Daniel zu heilen – sie hat ihre Seele in die Klauen des Wolfes gelegt. Nun muss sie ein Hund des Himmels werden. Auf der Suche nach ihrem abtrünnigen Bruder Jude kommt sie dem mysteriösen Talbot näher. Der Wolf in ihr wächst und sie entfremdet sich von Daniel. Sich des dunklen Weges, den sie einschlägt, nicht bewusst genießt Grace ihre neuen Fähigkeiten – und bemerkt nicht, dass ein alter Feind tödliche Fallen auslegt ...


Aufbau Verlag


Meine Meinung:
Die Liebe ist die mächtigste Waffe!

Die gebundene Ausgabe ist dunkelblau und glänzt ganz leicht im Licht. Der Titel, der Autorenname sowie das Verlagslogo sind auf dem Buchrücken in einem helleren Blau gut sichtbar eingraviert.
Das Cover des Schutzumschlags zeigt, wie auch schon bei dem ersten Teil "Urbat - Die dunkle Gabe", einen weiblichen Körper, der mit Stoff umwickelt ist. Dieser Stoff ist bei dem zweiten Teil von Urbat in einem schönen Blau gehalten. Der Hintergrund ist Schwarz, Autorenname und Titel sind in dem gleichen Farbton wie der Stoff des Mädchens gehalten.

Über zehn Monate sind seit dem verschwinden von Grace' Bruder Jude und der "Heilung" ihres Freundes Daniel vergangen.
Da Grace nun selbst durch den Werwolfbiss ihres Bruders droht, sich in ein Monster zu verwandeln, trainiert sie mit Daniel, um ihre Kraftschübe zu kontrollieren und gezielt nutzen zu können. Sie möchte all ihre neu erworbenen Fähigkeiten nutzen, um ihren Bruder zu finden.
Trotz der Warnungen von ihres Freundes und ihres Vaters macht sie sich aber auch allein auf die Suche nach Jude. Dabei macht sie Bekanntschaft mit Talbot, einem Jungen, der scheinbar dieselben Fähigkeiten besitzt wie sie, und diese für das Gute einsetzt.
Nachdem es immer mehr Streitereien zwischen Grace und Daniel gibt, begibt sie sich immer öfter in die neu gefundene und herzliche Freundschaft mit Talbot ...

Von Anfang an hatte Grace ein komisches Gefühl, was Talbot anging und doch vertraute sie sich ihm an, als sich Daniel von ihr abwandte. So war ich ebenfalls vorsichtig, was diesen hilfsbereiten und äußerst heldenhaften jungen Mann anging.
Daniel indes hätte ich am liebsten geschüttelt. Sein Verhalten in diesem zweiten Teil konnte ich nur bedingt verstehen. Allein wegen ihm hatte Grace nun diese "Probleme" und ihn schien es plötzlich nicht mehr zu kümmern. Was mir etwas negativ aufstieß.

Der Roman ist von Anfang an packend geschrieben, sodass ich das Buch in wenigen Tagen durchhatte. Durch die Aufteilung der Kapitel und Abschnitte wurde die Handlung zum Teil recht dramatisch, was ich sehr gut fand.
Die Liebesgeschichte zwischen Grace und Daniel ging in eine neue Phase und machte immer mehr den Anschein, dass ihre Liebe nicht für immer hält ...
Doch die Eifersuchtsszenen hielten sich in Grenzen, was ich einerseits gut fand, da es nicht übertrieben beschrieben wurde, andererseits hatte ich allerdings das Gefühl, die Autorin nimmt die Liebesgeschichte nicht so wichtig.

Im Gegensatz zu den Protagonisten fuhren meine Emotionen Achterbahn mit mir. Durch den gesamten Roman schwankte ich zwischen den verschiedensten Gefühlen, die sich zum Schluss gemeinsam bündelten und aus mir heraus brachen.

Wieder einmal gefielen mir besonders die Vergleiche zwischen der Handlung und einzelnen Gleichnissen aus der Bibel. Ebenso die Darstellung des Guten und Bösen, was ja nicht immer sofort ersichtlich ist.
Die Autorin brachte alles gut verständlich rüber und ihre Art, jede Szene zu beschreiben, fand ich super!
Ich merkte beim Lesen schnell, dass es sich hierbei um einen Jugendroman handelt, denn es wurde alles sehr schön formuliert. Bree Despain achtete sehr auf die richtige Ausdrucksweise, ohne dabei die Situationen bieder oder langweilig zu erklären.

Was mich gleichzeitig freute, aber auch störte, ist das viel zu offene Ende. Wie abgeschnitten hörte die Geschichte auf und hinterließ mich mit einem gemischten Gefühl zwischen Trauer und Vorfreude.

Fazit:
Dieser zweite Teil der Urbat-Trilogie war trotz weniger Schwächen wieder einfach nur topp!
Ich bin sehr gespannt, was sich die Autorin für das Finale einfallen lässt und vergebe auch diesem Roman die volle Punktzahl.


Urbat-Trilogie:

1. Die dunkle Gabe
2. Der verlorene Bruder
3. The Savage Grace (noch nicht übersetzt)

03
November
2011

Feenkrieg - Dark Swan III - Richelle Mead



Inhalt:

Zitat
EINE MACHT, DIE WELTEN INS WANKEN BRINGT …
Im Reich der Feen wütet ein schrecklicher Krieg. Als Königin des Dornenlandes muss Eugenie Markham alles daran setzen, um das Töten zu beenden und den Frieden wiederherzustellen. Sie begibt sich auf die Suche nach der Eisenkrone, einem magischen Artefakt, das selbst die Feen fürchten. Die Krone verleiht ihrem Besitzer fantastische Kräfte. Aber kann Eugenie der Verlockung dieser Macht widerstehen?


Egmont Lyx


Meine Meinung:
Eine Krone die Frieden bringen soll, gleichzeitig jedoch eine äußerst bedrohliche Wirkung auf ihren Träger ausübt.

Eugenie Markham, eine mächtige Schamanin, ist halb Mensch, halb Fee – in der Anderswelt werden diese “Feine” genannt.
Sie hat nun ein Königreich, um das sie sich kümmern muss, einen störrischen Teenager an ihrer Seite und am schlimmsten, sie hat bei den Feinen ungewollt einen Krieg ausgelöst, der ihr und ihrem Partner Dorian alles abverlangt.
Durch den Tod ihres Sohnes hat die Vogelbeerkönigin der Protagonistin und Dornenkönigin sowie Dorian, dem Eichenkönig, den Krieg erklärt.
Und diese Frau wird nicht ruhen, solange sie lebt …

Kein Wunder also, dass der Schamanin irgendwann so ziemlich alles recht ist, um nur dieses sinnlose Abschlachten zu beenden.
Ihr kommt zu Ohren, dass es eine Sage von einer Eisenkrone gibt, mit der sie die Macht hätte, dem Blutvergießen ein Ende zu machen. Doch ist es nur ein Gerücht, oder gibt es dieses Artefakt tatsächlich?
Da die Feinen kein Eisen vertragen, macht sie sich schließlich zusammen mit ihrem ehemaligen Freund und Gestaltwandler Kiyo auf die Suche nach
dem besonderen Schmuckstück. Dass diese Konstellation und der Weg zur Krone ziemlich schwierig wird, ist unumstritten und gleich mehrfach gefährlich für Eugenie …

Am Anfang ging es ziemlich wild zu. Wenn sie nicht gerade einen Kampf ausfocht, amüsierte sich die Dornenkönigin mit Dorian. So gab es ziemlich viele Sexszenen, die der Spannung zu Beginn leider etwas die Schärfe nahmen. Auch zwischendurch gab es immer wieder einzelne erotische Momente, die jedoch fielen meist ziemlich kurz aus, sodass es nicht überhandnahm und das eigentliche Geschehen nicht ganz in den Schatten stellte.

Auch wenn die letzte Geschichte schon etwas länger her ist, dass ich sie gelesen habe, hatte ich nach wenigen Sätzen wieder alles vor Augen und fühlte mich sogleich wieder heimisch.
Im Laufe der Geschichte erlebte Eugenie einige Enttäuschungen, sodass sie zum Schluss nicht mehr wusste, wem sie eigentlich wirklich noch trauen konnte.
Diese Entwicklung von der Protagonistin und den Figuren in ihrem Umfeld brachte die Autorin verständlich rüber.
Richelle Mead hat einen schönen, flüssigen und vor allem einen packenden Schreibstil, der mich regelrecht durch den Roman zog. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und daher hatte ich es in kurzer Zeit durchgelesen.
Die Beschreibungen waren aussagekräftig und anschaulich, die verschiedenen Königreiche in der Anderswelt mit ihren Besonderheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen.
Die Figuren wurden zwar nicht mehr ausführlich vorgestellt, doch die wenigen Sätze reichten meiner Meinung nach vollends.

Zum Schluss gab es noch eine Überraschung, die alles Erlebte in Eugenies Feinenleben in den Schatten stellte. Diese Neuigkeit schlug bei mir ein wie eine Bombe und darum bin ich schon sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht!

Fazit:
Zum dritten Mal gibt es bei dieser Serie von mir die Bestnote, da alles wunderbar harmonierte und ich mich mit dem Roman gut unterhalten konnte.
Ich bin einfach begeistert von dieser Schamanin und Feinenkönigin Eugenie Markham!



Dark Swan-Reihe:
1. Sturmtochter
2. Dornenthron
3. Feenkrieg

03
November
2011

Irrliebe - Stephan Knobel 6 - Klaus Erfmeyer



Inhalt:

Zitat
TODESANZEIGE Als Franziska Bellgardt über eine verführerische Kontaktanzeige den Franzosen Pierre Brossard kennenlernt, scheint sie die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Doch die Leidenschaft für den rätselhaften Pierre endet mit ihrem Tod. Franziskas Schulfreundin Marie Schwarz und ihr Freund, der Dortmunder Rechtsanwalt Stephan Knobel, beginnen die schicksalhafte Beziehung zu ergründen. Bald zeigt sich, dass es um weit mehr geht als Franziskas Liebe zu einem Mann, dem sie sich bedingungslos unterwerfen wollte …


Gmeiner Verlag


Meine Meinung:
Chiffreanzeigen sind nicht immer ungefährlich!

Das Cover stellt einen Briefkasten dar, wie man ihn von der Post her kennt. Ganz in Gelb und mit einer Klappe zum Einwerfen von Briefen.
So gibt das Titelbild schon einen Hinweis, worum es in dem Krimi geht.

Eine Frau wird ermordet, die sich per Chiffre auf die Suche nach einem Mann machte. Da es wie ein Selbstmord aussieht, aber sehr öffentlich geschah, steht die Staatsanwaltschaft auf der Matte und betreibt Nachforschungen.
Nun, wie passt da der Protagonist Stephan Knobel ins Bild?
Ganz einfach, die Verstorbene, mit Namen Franziska, war eine Schulfreundin seiner Lebenspartnerin Marie. Zu Marie und Stephan hat Franziska die Chiffrebriefe immer schicken lassen, weswegen die Polizei sich auch bei ihnen meldet. Und so geht alles seinen Lauf, denn Marie lässt den Selbstmord nicht auf sich beruhen und stellt somit ebenfalls private Ermittlungen an.

Der Roman fängt mit einer kleinen, einführenden Vorgeschichte an. Dadurch bekam ich einen kleinen Einblick in das Leben von Franziska und wie sie mit ihren Mitmenschen umging.
Was mir sehr gut gefallen hat, war Maries Rolle in der Geschichte. Sie konnte dieses Mal richtig mitmachen, da sie Franziska am ehesten kannte. So wurde mir natürlich das Meiste auch aus Maries Sicht geschildert.
Eine große Veränderung gab es in dem Sinne, dass der Protagonist Knobel eher eine Randfigur spielen durfte. Durch Maries Einsatz und einen geschäftigen Staatsanwalt hat er kaum etwas zu recherchieren und anwaltstechnisch zu tun.
Durch den Staatsanwalt Bekim Ylberi kam auch etwas frischer Wind in die Serie, denn seine Sicht der Dinge gab mir einen neuen Einblick in das Geschehene, was sehr reizvoll war. Mich würde es sehr freuen, wenn er in Zukunft öfter mit von der Partie wäre.

Da durch Marie und durch den Staatsanwalt immer die Frage im Raum stand “Was hat es mit Franziskas Tod wirklich auf sich?”, war immer eine Grundspannung zu spüren. Denn dass es nicht einfach werden würde, diesen Mord aufzuklären, wurde mir schnell klar. Als es dann auch noch Ungereimtheiten gab und Marie von Dortmund weggelockt wurde, stieg die Anspannung allmählich immer weiter.

Die Figuren, zum Teil aus den Vorbänden bekannt, wurden nicht mehr detailliert vorgestellt. Selbst der Staatsanwalt wurde nur grob beschrieben, seine Arbeit hingegen wurde ausführlich geschildert. Allein das Opfer wurde durch die Vorgeschichte sehr genau unter die Lupe genommen, um dementsprechend ein Bild von der Frau zu erhalten.

Fazit:
Erneut ein toller Krimi, der auch sehr gut ohne Blutvergießen auskommt.
Ich vergebe vier bis fünf von fünf Sternen.

-

Rechtsanwalt Stephan Knobel:
Karrieresprung (2006)
Todeserklärung (2007)
Geldmarie (2008 )
Tribunal (2010)
Endstadium (2010)
Irrliebe (2011)

24
Oktober
2011

Im Schatten der Wälder - Nora Roberts



Inhaltsangabe:

Zitat
Rot wie die Liebe. Rot wie die Wut. Rot wie der Tod.

Fiona Bristow lebt als Hundetrainerin und Mitglied einer Hunderettungsstaffel auf der idyllischen Orcas Island vor der Küste Seattles. Keiner weiß, dass die Insel Fionas Refugium ist, um einen Albtraum zu vergessen. Sie ist die einzige Überlebende eines Serienkillers, der junge Frauen mit einem roten Schal erwürgte und auch Fionas Verlobten ermordete.

Mit Fionas Ruhe ist es vorbei, als der knurrige Künstler Simon mit seinem Hund Jaw in ihr Leben stolpert. Simon wollte nie einen Welpen, und definitiv will er keine Frau. Als Fiona mit Jaw trainiert und Simon lernt, sowohl Hund als auch Trainerin mehr und mehr zu schätzen, bricht die Vergangenheit in Fionas Leben ein. Fionas Verfolger sitzt im Gefängnis, aber eines ist klar: Er hat einen Schüler, draußen in den Wäldern von Orcas, der nur ein Ziel hat – den roten Schal um den Hals der Frau zu schlingen, die damals entkommen ist …


Quelle: Blanvalet Verlag


Meine Meinung:
Die Inhaltsangabe beschreibt in kurzen und informationsreichen Sätzen, um was es in dem Roman geht. Darum möchte ich selbst auch nicht mehr allzu viel davon preisgeben.

Die Protagonistin Fiona hat in der Vergangenheit Schreckliches erlebt, dabei ihren Verlobten verloren und konnte dank einer Aufgabe mit Tieren wieder Freude am Leben gewinnen.
Nun lebt sie auf einer Insel, ist Hundetrainerin und für die örtliche Hunderettungsstaffel zuständig, die vermisste Wanderer oder tote Menschen aufspüren.
Seit Kurzem hat sie einen neuen Nachbar. Simon ist Schreiner und besitzt einen energiegeladenen Welpen, den Fiona trainieren soll. Dabei kommen sie sich immer näher, obwohl beide eigentlich überhaupt nicht der Typ des anderen sind …

Der Roman ist eine gute Mischung aus Romantik, Nervenkitzel und Krimi. Das flocht die Autorin hervorragend in die Handlung ein und machte daraus eine Geschichte, die ich in einem Zug durchlas.

Der Spannungsbogen war von Beginn an vorhanden. Da Fiona zu einem Hunderettungsstaffelteam gehört, gab es immer wieder kleinere dramatische Höhepunkte. Zwischendurch gab es kurze Einblicke in die Handlungen des Täters, der Fiona immer näher kam und das gab diesem Werk den gewissen Nervenkitzel.
Dabei machte ich mir auch immer wieder Sorgen um die Hunde, sollten sie anwesend sein, wenn der Mörder auf Fiona trifft ...

Bei mehreren Einsätzen von Suchaktionen durfte ich dabei sein und feststellen, wie so etwas von statten geht. Auch lernte ich mehr über Hunde, ihr Verhalten und wie man mit ihnen umgehen muss, damit Mensch und Tier davon profitieren.

Auch fand ich es klasse, wie die Autorin einzelne Beschreibungen genau auf den Punkt brachte. Gerade wenn es um die Protagonisten und ihre Eigenschaften und Stärken ging, wurden die mit sehr passenden Worten beschrieben. Ich konnte mir Fiona und Simon so sehr gut vorstellen mit ihren Eigenarten.

Die Geschichte wurde aus mehreren Blickwinkeln erzählt. Meistens natürlich wurde mir aus Fionas und Simons Sicht die Handlung geschildert. Doch der Killer und sein Mentor sowie von zwei FBI-Agenten, bekamen ihre Auftritte. Die Sichten des Täters zeigten mir zudem, wie dicht er Fiona auf den Fersen ist.
Die Autorin hat einen schlichten Schreibstil, der mich von Beginn an in seinen Bann zog und ich mich nicht mehr von der Geschichte lösen konnte.

Fazit:
Erneut durfte ich mich an einem Buch erfreuen, das Nora Roberts’ Feder entsprang.
Die beiden Protagonisten werden mich noch einige Zeit in meinen Gedanken begleiten und mich träumen lassen!
Somit vergebe ich diesem tollen Werk die volle Punktzahl: fünf Sterne!


© Tikvas Schmökertruhe 18.10.2011

18
Oktober
2011

Asylon - Thomas Elbel



Inhalt:

Zitat
Asylon ist die letzte Stadt der Erde. Das einzige Bollwerk der Zivilisation, umgeben von endloser Wüste und hungrigen Heerscharen. Das jedenfalls denken ihre Bewohner. Torn ist Mitglied einer Spezialeinheit, die das Gleichgewicht zwischen den herrschenden Clans wahrt. Als dunkle Mächte seine Familie und sein Leben zu vernichten drohen, sieht er sich gezwungen, Asylons tödliche Außengrenze zu durchbrechen. Doch das Geheimnis, das sich dahinter verbirgt, wird alles infrage stellen, woran Torn je geglaubt hat.


Piper


Meine Meinung:
Was ist das sicherste Gefängnis? Das Gefängnis, dessen Insassen nicht wissen, dass sie gefangen sind.

Schon die Covergestaltung ist futuristisch und strahlt etwas Düsteres aus. Der Hintergrund ist in verschiedenen Grautönen gehalten. In der unteren Hälfte ist ein Zeichen zu sehen. Darüber steht in Großbuchstaben und Rot gehalten der Titel. Etwas kleiner ist der Autorenname am oberen Rand zu sehen. Der Titel sowie das Zeichen sind herausgeprägt, was ich beim drüber streichen mit der Hand spüre.

Asylon – die letzte zivilisierte Stadt auf Erden. So heißt es bei den Einwohnern, da sich niemand an eine Zeit vor einer großen Katastrophe erinnern kann.
In dieser Siedlung lebt Tron und er ist ein Levler: Er sorgt mit seinen Kameraden für ein Gleichgewicht zwischen den Clans der verschiedensten Mafias und dem Rest der Einwohner. Die Levler erledigen für die Polizei sozusagen die Drecksarbeit und sind beim Volk gefürchtet.
In einem Moment war noch alles gut. Torn und seine Frau erwarten ein Baby und er ist das Oberhaupt einer Spezialeinheit. Doch im nächsten Moment steht er vor den Scherben seines Lebens. Seiner Frau geht es immer schlechter und plötzlich ist ein wichtiges Mitglied eines Clans tot und Tron soll ihn erschossen haben. Dadurch verliert er seinen Job, dementsprechend den Status bei seinen Mitmenschen und er gilt nun für alle Clans als vogelfrei, zum Abschuss bereit. Und das ist erst die Spitze des Eisberges, der Torn nach unten zieht ...

Parallel geht es um Saïna, eine junge Frau die eigentlich einen guten Job im Krankenhaus als Hausmeisterin hat. Als ihre Freundin spurlos verschwindet und ihr ihre Tochter hinterlässt, macht sie sich auf die Suche nach dem Grund ihres Verschwindens. Dabei trifft sie auf Tron. Schnell merken beide, dass jeder von ihnen in einem sinkenden Boot sitzt und nur gemeinsam könnten sie etwas dagegen unternehmen und vorwärts kommen.

Mit Asylon erschuf Thomas Elbel eine Welt, die unserer nicht unähnlich ist. Nur gibt es nichts in Hülle und Fülle. Es herrscht das Gesetz des Stärkeren und nur wer sich zu unterordnen weiß, überlebt auf Dauer. Und doch scheint es Hoffnung zu geben, außerhalb der Grenzen von Asylon, oder ist es nur ein Trugbild?

Es ist ein rasanter Roman, in dem es keine Sekunde lang Stillstand für die Protagonisten gab. Kaum war ein Erlebnis vorbei, wartete das nächste Abenteuer.
Die Spannung, die nicht lange auf sich warten lässt, baute sich erst langsam auf und gewann dann an Geschwindigkeit. Aber mit umso mehr Wucht erfasste sie mich bei den dramatischen Szenen, die durch den Wechsel der Protagonisten mit den dazugehörigen Cliffhangern kamen. Phänomenal!
Und so musste ich immer weiterlesen, um zu erfahren, was als nächstes passiert und wie Torn oder Saïna sich aus der nächsten Situation befreien.

Die Idee mit dieser Stadt fand ich genial, denn von so etwas habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Dieser Ort ist so aufgebaut, dass die meisten Straßen und Gebiete übereinander gebaut dargestellt werden. Asylon wirkte wie eine düstere Konstruktion, da an den meisten Flächen die Sonne fehlt. Nur die obersten Clanchefs und einzelne wichtige Persönlichkeiten haben das Recht oben im Licht zu leben.
Wie der Autor diese verwinkelte Stadt beschrieb, war sehr realistisch. Ich konnte mir die Gänge, Schächte und Verzweigungen bildhaft vorstellen, als wäre ich selbst vor Ort. Gleichzeitig hatte ich immer wieder fast eine Gänsehaut, wenn die Protagonisten in den finsteren Gängen und Straßen unterwegs waren, in denen alles Mögliche auf sie lauerte ...

Während des Lesens fuhren meine Emotionen ständig Achterbahn. Ich freute mich, wenn etwas gelang und bangte mit Saïna und Tron, wenn es wieder ein unüberwindbares Hindernis gab, das sie zu verschlingen drohte.
Thomas Elbel hat einen sehr guten Roman geschrieben, der mich von Anfang an begeisterte und mich mit einem lauten "WOW" zurückließ. Einfach Wahnsinn!

Zum Schluss noch Allgemeines zum Buch:
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Die Kapitel sind sehr lang, aber durch viele Abschnitte etwas aufgelockert.
Dank der spannenden Cliffhanger ließ sich das Buch in einem Zug durchlesen.
Die einzelnen Figuren, aber natürlich besonders die Protagonisten, wurden gut beschrieben.
Am Ende hat Thomas Elbel in einem Nachwort bei den Danksagungen noch in kurzen Zügen erklärt, wie er dazu kam, diesen Roman zu verfassen.
Für mich ist sein Werk übrigens ein Bestseller und mein Highlight für Oktober 2011!

Mehr zum Autor und seinem phänomenalen Werk unter http://www.thomaselbel.de
Ich würde mich freuen, in naher Zukunft mehr aus Thomas Elbels Feder zu lesen.

© Tikvas Schmökertruhe 12.10.2011



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